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Komplettsanierung eines EFH - grobe Kostenschätzung

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  1. #1

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    Komplettsanierung eines EFH - grobe Kostenschätzung

    Hallo,

    bei unserer Haus- und Grundstückssuche stoßen wir immer wieder auf alte Häuser, die einer Kernsanierung bedürfen.

    Lohnt sich eine solch umfassende Maßnahme?

    Wir stellen uns vor, dass wir ein Haus auf einigermaßen Neubaustandard bekommen, d. h. Dach, Fassade und Dämmung, Heizung, Innenausstattung, Fenster, Elektrik, Sanitär... alles neu.

    Hat jemand Erfahrung, in welcher Größenordnung sich so etwas bewegt? Wir würden alles machen lassen.

    Beispiel: Altes Haus (60er Jahre) auf schönen Grundstück kostet 120 TD€. Wieviel müssen wir überschlägig berappen (es kommt hier nur auf die Größenordnung an), um ein neuwertiges Objekt zu erhalten.

    Es nur darum, ob wir uns weiterhin auch alte Objekte ansehen, oder ob wir uns nur um Neubauen kümmern oder sehr "junge" Häuser ansehen. Wenn's dann ans Entscheiden geht, gehen wir logischerweise zum Fachmann.

    Schon mal vielen Dank für Ihre Antworten.

    Gruß

    Petr a
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  2. Komplettsanierung eines EFH - grobe Kostenschätzung

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  3. #2

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    Zitat Zitat von Petr a Beitrag anzeigen
    Beispiel: Altes Haus (60er Jahre) auf schönen Grundstück kostet 120 TD€. Wieviel müssen wir überschlägig berappen (es kommt hier nur auf die Größenordnung an), um ein neuwertiges Objekt zu erhalten.
    Die Erfahrung zeigt, dass solche Komplettsanierungen teurer werden als ein Neubau. Das hat verschiedene Ursachen, allein schon der Arbeitsaufwand wird höher (Demontage, Änderungen, neu montieren) und letztendlich hat man doch "nur" ein Haus Bj. 196x.

    So etwas kann sich lohnen wenn die Lage genial ist. Da lohnt sich auch der Abriss des alten Gebäudes und ein Neubau.

    Eine Kostenschätzung ist im Vorfeld aber nahezu unmöglich, denn niemand weiß welche Überraschungen in so einem Schätzchen stecken. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich ein Handwerker hier auf Festpreise einlässt, oder aber er kalkuliert diese so üppig, dass er alle Risiken mit abdeckt.

    Auf jeden Fall so ein Schnäppchen niemals kaufen, ohne vorherige Begutachtung durch einen Fachmann. Selbst dann verbleibt ein Restrisiko, aber dieses ist deutlich geringer als bei einem Kauf bei dem das Bauchgefühl entscheidet.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Wieland
    Gast
    Im wesentlichen kommt es auf die Substanz des Bauwerkes an sowie der Lage, der Lage,
    u. nochmals der Lage !!!

    Ganz einfach! Wenn die Substanz hochwertig sein sollte, meistens selten der Fall,
    kann man davon ausgehen daß die Kosten für Rohbau, Genehmigung, Anschlüsse,
    usw. gespart sind.Hinzu kommen Entkernung u. Entsorgung.
    Grundsätzlich kann man davon ausgehen, daß Bauwerke / Gebäude vor 1914 über
    mehr Bausubstanz verfügen als die Gebäude / Bauwerke danach.
    Wenn tatsächlich durch Augenschein ein entsprechendes Objekt gefunden wird,
    sollte man die Kosten für einen geeigneten sachverständigen nicht scheuen.


    Grüße
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  5. #4
    planfix
    Gast
    viele dinge kann man im vorfeld nur schätzen.
    kernsanierung aus den 60ern bedarf neben neuen fenstern auch oft neue heizung, neure wasserrohre, neue elektrik, oftmals neuen fußbodenaufbau, damit, oder sowieso neue türen, neue dachdämmung, manchmal neues dach. dabei können einem sachen entgegenkommen, mit denen man gar nicht gerechnet hat bis hin zum neuen kanalanschluß.
    ausschlaggebend ist auch beim altbau, wie hochwertig oder billig damals gebaut wurde. sind die decken aus beton?, gibt es sichtbare bauschäden? ist der keller trocken und das dach dicht?... dann könnte es rechenbar sein. aber wo liegen auch eure wohnansprüche?
    in den 60gern waren die bäder klein, die dämmung schlecht, die installationen nicht auf den heutigen bedarf ausgelegt.
    was wollt ihr haben? ... hilfe kann da nur ein kritischer fachmann/frau mit erfahrung in sanierungssachen geben. die qualitätsunterschiede von damals kann man nur nach besichtigung feststellen.
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  6. #5
    Wieland
    Gast
    Nach den Kriegen wurde in der Regel sehr sparsam gebaut.( Bis auf wenige Ausnahmen ).

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  7. #6
    Themenstarter

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    Schon mal danke für die Antworten.

    Was wollen wir haben? Nun eine super Lage. Und wenn das Haus denn alt ist, so sollte es nach der Komplettsanierung auf Neubauniveau sein.

    Das das richtig teuer wird, wissen wir. Aber kommt man mit 150 TD€ hin?

    Vielleicht hat das ja auch schon mal einer gemacht und kann von seinen schwindelerregenden Zahlen bericht.

    Gruß

    Petr a
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Petr a Beitrag anzeigen

    Das das richtig teuer wird, wissen wir. Aber kommt man mit 150 TD€ hin?
    Für 150T€ kann man viel machen. Ob´s ausreicht um Euer Schnäppchen auf Neubauniveau zu bringen, kann aus der Ferne niemand sagen. Eventuell reichen 100T€, oder 200T€ sind noch zu wenig, oder.....

    Dann spielen die Ansprüche eine Rolle, also "wie" saniert werden soll. Neubauniveau sagt leider nicht viel aus. Ich kenne Neubauten für 200T€ und andere für über 500T€.

    Ich verstehe zwar Deinen Wunsch nach Zahlen, aber glaube mir, damit ist die beste Glaskugel überfordert. Dazu muss man den Zustand des Gebäudes begutachten, die Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen festlegen, den Aufwand und Material kalkulieren, und dann kann man mehr oder weniger genaue Zahlen liefern. Alles andere ist Rätselraten im Quadrat.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8

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    Am 02.11.2008 gab`s in der FAS eine Beilage der dena "Sinnvoll sanieren - das Haus als System" mit der Kostenberechnung für drei verschiedene Varianten für ein Beispielhaus Bj. 1970 mit 150 qm Wfl. und einem Vier-Personen-Haushalt:

    1 Effiziente Heizung + Solaranlage: 10.300
    2 Dämmung der Gebäudehülle (Dach 16 cm, Fenster, Außenwände 14 cm, Kellerdecke 8 cm): 28.900
    3 Energetische Komplettsanierung plus erneuerbare Energien (Dach 30 cm, Fenster, Außenwände 24 cm, Kellerdecke 8 cm, Pelletheizung, Solar m. Trinkwassererw. + Heizungsunterst., Lüftung mit WRG): 68.300

    Aus meiner Umbau-Erfahrung sind diese Kostenberechnungen viel zu niedrig angesetzt. Vom nötigen Innenumbau ganz zu schweigen.
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  10. #9

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    Jepp. Man muss daran denken, dass es dabei "nur" um die energetische Sanierung ging. Bis man Neubauniveau erreicht, ist noch viel mehr zu erledigen.

    Gruß
    Ralf
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Petr a Beitrag anzeigen
    Hat jemand Erfahrung, in welcher Größenordnung sich so etwas bewegt? Wir würden alles machen lassen.

    Beispiel: Altes Haus (60er Jahre) auf schönen Grundstück kostet 120 TD€. Wieviel müssen wir überschlägig berappen (es kommt hier nur auf die Größenordnung an), um ein neuwertiges Objekt zu erhalten.



    Petr a
    ....wenn wirklich wegen jeder Schraube ein Handwerker kommen muss...brauchst du bei alten Häusern garnicht weiter zu schauen...
    .
    Da kommt selbst unter "normalen" Bedingungen (also keine supergaumässige Überraschungen) vor dem Aufbau erstmal der Rückbau (Abriss) und/oder Umbau dazu.

    Aktuelles Beispiel: Edelstahlkaminanlage für Ölheizung, Aussenwand 6,2m zzgl ca 1,5 innen ...
    Regionale Anbieter: Preis inkl Montage und Mwst ca 2400€
    Ohne Montage um 2000€
    Preis ohne Montage bei überregionalen Anbietern: um 1000€
    .
    Bei diesem Beispiel ist der Montageanteil noch eher unterdurchschnittlich (weil u.a. projektbedingt sehr einfach).
    gruss
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  12. #11

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    Ich bin auch geradedabei, mein Haus zu sanieren. Obwohl ich erst ganz am Anfang bin, ist mir schon klar, daß die vom Architekten grob veranschlagten Kosten mit 120.00 - 140.00 Euro nicht reichen werden.
    Wie die Zahlen für WDVS, Heizung usw. aus div. Zeitschriften zustande kommen ist mir sowieso völlig unklar.
    Nach den bisher vorliegenden Kostenvoranschlägen belaufen sich die Kosten für WDVS auf ca. 30.000 Euro, Fenster + Türen ca. 23.000 Euro, Dach ca. 35.000 Euro, Heizungsanlage mit Kaminsanierung und Erneuerung der Tankanlage ca. 22.000 Euro, Erneuerung der Abwasseranlage mit der damit verbundenen Neuanlage der Aussenanlage ca. 25.000 Euro, Erneuerung der Wasserleitungen mit Bad ca. 40.000 Euro.
    Anzumerken ist noch, daß das Haus nicht sonderlich groß ist und danach mit Sicherheit keinem Neubau entspricht.
    Großer Vorteil des Objets ist, daß es wunderschön gelegen ist und ein sehr großes Grundstück dabei ist.

    Gruß
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  13. #12

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    Hallo alle zusammen!

    Mir geht es so ähnlich wie Petr a nur, dass ich ein solches Haus jetzt nun schon bestizte...
    Habe vor kurzem ein echt schönes, altes Fachwerkhaus geerbt, welches eine Sanierung aber echt nötig hätte, grenzt schon irgendwie fast an einer kompletten Bauwerkssanierung. Mir wurde nun allerdings eine recht gute Firma empfolen, wo wie Preise noch in unserem Budget liegen
    Nur meine Frage belibt nun wie es mit dem zeitlichen Aufwand aussschaut: Klar dauert ein solcher Umbau bis das Haus bezugsfertig ist, doch hat jemand von euhc mit dem gnazen Drumherum bei einem solchen Vorhaben schon mal Erfahrungen gemacht?
    Ich bin selbstständig, d.h. ich habe weder die Zeit noch den Nerv 24h für die den Bauherren spielen zu dürfen, aber habe auch die Befürchtung, dass man ihnen sonst zu viel Freiräume in der Gestaltung lassen könnte...

    Tipps willkommen
    Geändert von R.B. (30.08.2011 um 14:09 Uhr) Grund: link raus.
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13

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    Schwierig hierzu etwas zu sagen.
    Dazu ist jedes Haus zu individuell. Meistens ist es jedoch so, daß permanent irgendwelche "Überraschungen" auftauchen, mit denen man nicht gerechnet hat.
    Solche Überraschungen sind dann meist mit viel Zusatzaufwand und -kosten verbunden.
    Ohne sich mit der Materie umgehend zu beschäftigen und die Bereitschaft viel Zeit zu investieren, wird eine solche Maßnahme in die Hose gehen.

    Gruß
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  16. #14

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    Morgen zusammen,

    also ich habe in den letzten Jahren beides gemacht: 1959er Haus (Originalzustand übernommen) renoviert und Neu gebaut.
    Was ich sagen kann ist, dass der Neubau sehr viel teurer war, aber natürlich auch größer.
    Ich würde gerne wieder ein gebrauchtes Haus nehmen und umbauen, da:

    - ich sehe was ich bekomme, zumindest die wesentlichen Dinge
    - man unterschätzt sowas wie Außenanlagen ungemein. Auch wenn die
    Terasse und Auffahrt alt sind, sie sind da und müssen nicht für 50000€ erst
    mal angelegt werden. Auch sowas wie einen Garten anlegen fällt bei einem
    alten Haus weg, den muss man vielleicht nur mal etwas verschönern
    - man muss nicht immer alles sofort machen. Die basics müssen sein, Strom,
    Wasser, Gas usw., klar, das Dach aber vielleicht erst in 10 Jahren
    - alte Häuser sind nicht einfach alt, sie haben z.T. sehr schöne Elemente
    wie alte Parkettböden, Bleiglasfenster, Sandsteintreppen etc.
    - Die Grundstücke/Gegenden sind meist einfach schöner

    Ist natürlich nur meine persönliche Meinung.

    Gruß
    Paul
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