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Sole-Erdwärmetauscher an Tiefenbohrung anschliessen?

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  1. #1

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    Sole-Erdwärmetauscher an Tiefenbohrung anschliessen?

    Hallo,

    wir bauen derzeit neu und bekommen eine Zehnder Lüftungsanlage sowie einen Sole-Erdwärmetauscher Comfofonds-L.

    Mit dem Lüftungsbauer war abgesprochen, dass dieser die notwendigen Soleleitungen dann verlegt, wenn sowieso aufgebuddelt ist (Drainage, Regenwasserrohre ums Haus). Dieses hat er uns sowie unserem Architekten gegenüber bestätigt.

    Leider hat dieser den Einbau versemmelt, obwohl er mir vorher immer gesagt hat, dass er alles mit dem Rohbauer abgesprochen hat :-( Er zieht sich vielmehr auf seinen Angebotstext "Erdarbeiten bauseits" zurück, obwohl der Fehler bei ihm liegt. Dies sieht auch unser Architekt so.

    Auch ein Ortstermin (Rohbauer, Lüftungsbauer, Architekt und Bauherr) verlief leider erfolglos. Keiner der Herren hat Schuld und wir als Bauherren sollen nun das erneute aufbuddeln bezahlen. Dafür wurden rund 600€ angesetzt.

    Als Heizung bekommen wir eine Waterkotte AI1+ mit einer 140m Tiefernbohrung. Die Bohrung wurde bereits ausgeführt.

    Der Heizungsbauer meint nun, den Erdwärmetauscher der Lüftung könne man mit an die Tiefenbohrung mit anschliessen - ist das wirklich möglich? Ich stelle mir das nicht so trivial vor, weil es könnte ja die Wärmepumpe die Sole umpumpen aber die Lüftungsanlage nicht - dann arbeitet die Wärmepumpe ja "gegen" den Erdwärmetauscher.

    Was meint ihr dazu?

    Gruss
    Lönni
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  2. Sole-Erdwärmetauscher an Tiefenbohrung anschliessen?

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  3. #2

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    Denkbar ist eine Parallelschaltung schon. Man darf sie natürlich nicht einfach parallel anklemmen, sonst kriegt man Probleme mit der Hydraulik, aber 2 Kreise die auf eine Bohrung arbeiten bzw. von einer Bohrung versorgt werden, sind möglich.

    Die Frage ist, ob die Bohrung diese zusätzliche Last bedienen kann, oder ob Dir die Bohrung nachher unterirdische Temperaturen liefert. Ich schätze, der WT für die KWL bekommt dadurch deutlich kältere Temperaturen als mit einem eigenen Solekreis.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo Ralf,

    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Denkbar ist eine Parallelschaltung schon. Man darf sie natürlich nicht einfach parallel anklemmen, sonst kriegt man Probleme mit der Hydraulik, aber 2 Kreise die auf eine Bohrung arbeiten bzw. von einer Bohrung versorgt werden, sind möglich.
    Ok - da muss also irgendwie entkoppelt werden. Als Elektoniker würde ich jetzt Dioden nehmen. In der Hydraulik sind das dann irgendwelche Rückschlagventile???


    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Die Frage ist, ob die Bohrung diese zusätzliche Last bedienen kann
    Die Heizlast wurde mit 8kw berechnet. Die Bohrung ist 140 Meter für eine Waterkotte Ai1+ 5009.3 (also 9,3 kW). Laut Heizi ist die Bohrung überdimensioniert. Bei uns soll die Enzugsleistung deutlich über 50W/m liegen.


    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    oder ob Dir die Bohrung nachher unterirdische Temperaturen liefert. Ich schätze, der WT für die KWL bekommt dadurch deutlich kältere Temperaturen als mit einem eigenen Solekreis.
    Du meinst im Winter ist die Sole zu kalt, so dass da keine Vorerwärmung der Luft mehr stattfinden kann?

    Gruss
    Lönni
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  5. #4

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    Zitat Zitat von loennermo Beitrag anzeigen
    Ok - da muss also irgendwie entkoppelt werden. Als Elektoniker würde ich jetzt Dioden nehmen. In der Hydraulik sind das dann irgendwelche Rückschlagventile???
    Jepp. Dioden, und die Digitaliker nehmen ein OR Gatter. Und die Computer-Fuzzies nehmen Windows, C++, programmieren 100Bytes zzgl. 100MB an Bibliotheken, und wundern sich dann über einen Blue Screen.

    Die Heizungsbauer nehmen dafür Schwerkraftbremse(n) und Pumpe(n).

    Zitat Zitat von loennermo Beitrag anzeigen
    Die Heizlast wurde mit 8kw berechnet. Die Bohrung ist 140 Meter für eine Waterkotte Ai1+ 5009.3 (also 9,3 kW). Laut Heizi ist die Bohrung überdimensioniert. Bei uns soll die Enzugsleistung deutlich über 50W/m liegen.
    Schwer zu sagen, ob und wie man damit auch noch die KWL füttern kann.

    Zitat Zitat von loennermo Beitrag anzeigen
    Du meinst im Winter ist die Sole zu kalt, so dass da keine Vorerwärmung der Luft mehr stattfinden kann?
    Genau das meinte ich. Die WP treibt Dir die Sole auf 0°C oder evtl. gar darunter, und es dauert bis die wieder regeneriert. In der Zwischenzeit kriegt die Lüftung auch nur diese Temperatur zur Verfügung gestellt, abzüglich WT Verlust, bleibt da nicht mehr viel zum Vorwärmen. Da ist unter Umständen die AT schon wärmer als das was über die Sole zu erwarten ist.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Schwer zu sagen, ob und wie man damit auch noch die KWL füttern kann.
    Ok. Der Lüftungsfuzzi hatte lediglich 50 bis 60 Meter in ca. 1 Meter tiefe gefordert. Das ist im Vergleich zu den 140m in die Tiefe doch eher sehr sehr wenig, oder?
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  7. #6

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    Zitat Zitat von loennermo Beitrag anzeigen
    Ok. Der Lüftungsfuzzi hatte lediglich 50 bis 60 Meter in ca. 1 Meter tiefe gefordert. Das ist im Vergleich zu den 140m in die Tiefe doch eher sehr sehr wenig, oder?
    Theoretisch JA, praktisch hätte dann die Lüftung den Kollektor für sich alleine gehabt, jetzt muss/soll sie mit den Resten auskommen die die WP noch übrig lässt.

    Gruß
    Ralf
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  8. #7
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    Also - eher ja oder eher nein. Was würdest Du an unserer Stelle machen?
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  10. #8

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    Zitat Zitat von loennermo Beitrag anzeigen
    Also - eher ja oder eher nein. Was würdest Du an unserer Stelle machen?
    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann hat der Lüftungsfachmann 50-60m gefordert, also vermutlich Rohrlänge. Richtig?

    Dann würde ich ein Loch buddeln, die paar Meter Rohr versenken, und gut ist. Alles andere macht die komplette Anlage nur umständlich. Klare Arbeitsteilung ist das was ich favorisiere. Wenn ich schon einen WT für die Lüftungsanlage baue, dann möchte ich davon auch was haben.

    Gruß
    Ralf
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  11. #9
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann hat der Lüftungsfachmann 50-60m gefordert, also vermutlich Rohrlänge. Richtig?
    Korrekt. Es hat bauseits zweimal die Möglichkeit gegeben das Rohr in einen vorhandenen Graben zu verlegen. Leider hat der Lüftungsbauer trotz vorheriger Absprache dies unterlassen. Für das dritte mal Buddeln sollen wir 600€ zahlen - was wir nicht einsehen.

    Unser Archi zuckt natürlich mit den Schultern, da der Lüftungsbauer ihm ebenfalls die Koordination bestätigt hat und im übrigen der Archi nicht der richtige Ansprechpartner ist. Fachplaner wäre der Lüftungsbauer.

    Wir sehen nicht ein, diese 600€ zu tragen. Zumal es auch diverse eMails gegeben hat. Der Lüftungsbauer zieht sich nun auf seinen Angebotstext "bauseits" zurück. Und selber 30m buddeln ist leider auch nicht drin.
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