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Vor- u. Nachteile Krüppelwalmdach ggü. Satteldach

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  1. #1

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    Vor- u. Nachteile Krüppelwalmdach ggü. Satteldach

    Hallo,

    ich habe die Möglichkeit, für unser geplantes EFH anstelle eines Satteldaches (SD) ein Krüppelwalmdach (KWD) zu wählen.

    Ich frage mich nun, wo, neben den hier bitte zu vernachlässigenden optischen Aspekten, die Vor- und Nachteile liegen. Im Internet fand ich zum KWD ggü. dem SD Positives:

    - insich stabiler
    - besserer Schutz des Giebels

    Dagegen ist aber natürlich der Dachboden beim KWD kleiner.

    Da wir ein Wärmedämmverbundsystem planen, vermute ich, dass dieses mit einem KWD (und entsprechenden Dachüberständen) besser vor der Witterung geschützt sein müsste, was dessen Langlebigkeit zugute käme.

    Liege ich da richtig? Gibt es weitere Vor- und Nachteile?

    Danke für jeden Rat.
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  2. Vor- u. Nachteile Krüppelwalmdach ggü. Satteldach

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  3. #2
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    Schade: noch keine Antwort, trotz 400maligem Aufruf.
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  4. #3
    Avatar von Anfauglir
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    Zitat Zitat von DanielBu Beitrag anzeigen
    Im Internet fand ich zum KWD ggü. dem SD Positives:

    - insich stabiler
    - besserer Schutz des Giebels

    Dagegen ist aber natürlich der Dachboden beim KWD kleiner.
    1.) stimmt, ist aber nicht weiter relevant, da auch ein Satteldach ohne Probleme ausreichend standfest und stabil herstellbar ist

    2.) stimmt auch, es geht aber genauso gänzlich ohne Überstand, das ist eine Frage der Detailausbildung

    Dort wo ich aufgewachsen bin gibt es häufig alte Krüppelwalmdächer und Dächer völlig ohne seitlichen Dachüberstand am Giebel, beide Formen können bei entsprechender Ausführung und Pflege sehr lange halten, das Gleiche gilt natürlich für ein "Mittelding" mit seitlichem Dachüberstand.

    Am Altbau ist für mich der Krüppelwalm ein interessantes Detail welches halt mit dazugehört, bei Neubau sehe ich persönlich keinen praktischen Nutzen.
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  5. #4
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    Danke für Deine Antwort.

    Und wie denkst du über den Schutz des von uns geplanten WDVS? Wird dieses bei einem KWD besser vor der Witterung geschützt oder wird sich das nur wenig bemerkbar machen?

    Dächer werden ja auf bestimmte Schnee- und Windlasten ausgerichtet. Würdest du also sagen, beide Dachformen wären dann absolut gleichwertig, wenn sie auf identische Lasten ausgerichtet sind?

    Gibt es sonst Vor- oder Nachteile?

    Danke.

    Daniel
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  6. #5

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    Wieso sollte bei einem Krüppelwalmdach das WDVS besser oder schlechter geschützt sein? Stehe da gerade auf dem Schlauch.

    Bei einem richtigen Walmdach spart man sich an den Giebelwänden ein Stück Fassade und Gerüst beim Bau und der Sanierung. Bei einem Krüppelwalmdach ist das wohl eher vernachlässigbar
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  7. #6
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    ...habe gelesen, dass diese Dachform (KWD) historisch dort entstanden ist, wo man den Giebel besonders vor Witterung schützen muss. Dachte also, dass das "kleine" Dach auf den Giebelseiten sich also irgendwie positiv auswirkt, was auch für das WDVS hilfreich sein könnte.

    Bin bei meinen recherchen dann z. B. auf folgendes gestoßen:

    "Ein wesentlicher Unterscheidungspunkt des Krüppelwalmdachs, gegenüber den meisten anderen Dachformen, bezieht sich auf die Stabilität. Das Krüppelwalmdach glänzt durch eine herausragende Festigkeit in sich selbst und kann deshalb große Belastungen aushalten."

    Klingt halt gut.
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  8. #7

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    Ich verstehe nicht ganz, vor was Du das WDVS schützen möchtest?

    Baust Du in den Alpen oben auf dem Berg?
    Ist in Deiner Gegend in letzter Zeit ein Satteldach aufgrund der Witterung eingestürzt?
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  9. #8
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    Eine Notiz, die hoffentlich erklärt, was ich meine:

    "Man sollte unbedingt darauf achten, dass der Dachüberstand für die Aufdickung der Wände durch ein Wärmedämmverbundsystem groß genug ist. Reicht der vorhandene Dachüberstand nicht aus, muss gegebenenfalls in Vorfeld eine Anpassung vorgenommen werden um dauerhaft feuchte Wände durch Regen zu vermeiden."
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  10. #9

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    Das betrifft nur das nachträgliche Anbringen eines WDVS im Bestand.
    Beim Neubau wird (normalerweise) der Dachüberstand schon passend zur Wanddicke geplant
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  11. #10

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    hallo
    und was soll bei einem krüppelwalm so extrem statisch besser sein wenn die firstpfette nicht auf der aussenwand aufliegt.

    gruss aus de pfalz
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  12. #11
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    ...schon klar, dachte halt nur, dass das KWD vom Schutz her irgendwie noch besser sein könnte.
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  13. #12
    planfix
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    oftmals (bayern) ist krüppelwalm ein trick zur reduzierung der grenzabstände.
    ich weiß nicht ob das in B auch so auslegbar ist.
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  14. #13

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  16. #14

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    ...warum wohl heißt das KWD Krüppelwalmdach ????

    Vorteile kann ich keine sehen....Nutzbarkeit (Größe und Belichtungsmöglichkeit) des Spitzbodens wird eingeschränkt, statische Vorteile kann ich auch nicht sehen, es gibt dafür einige (teure) zusätzliche Bauteile gegenüber dem SD: Gratsparren, Firstziegel, Übergänge First auf Grate, mehr Ziegelzuschnitte im Anschlußbereich....

    Schutz der Fassade: Hiermit ist wohl der dann "traufseitige" dachüberstand gemeint, den es beim SD in der Form nicht gibt, oder? Nun: auch am ortgang (Giebel) läßt sich ein dachüberstand ausbilden. Ob der fehlende Zwickel, den das Miniwalmdächlein spart signifikante Auswirkungen auf den Erhalt der Fassade hat, wage ich zu bezweifeln.

    Grüße

    Thomas
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  17. #15
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    Zitat Zitat von gunther1948 Beitrag anzeigen
    hallo
    und was soll bei einem krüppelwalm so extrem statisch besser sein wenn die firstpfette nicht auf der aussenwand aufliegt.

    gruss aus de pfalz
    Im richtig alten Altbau steht ja der Dachstuhl oft (natürlich nicht immer) allein, da braucht es den Giebel zur Lastabtragung nicht unbedingt.
    Bei solchen Sprüchen über die Stabilität geht es dann sicher um die Längsaussteifung. Die ist beim KWD schon teilweise durch die Dachform gegeben (je nach KW-Grösse), beim Satteldach wurde sie meist durch in die Sparren eingeblattete Windleisten (starke Querschnittsschwächung) oder durch einen Strebenbock zwischen First und Kehlbalkenlage hergestellt.

    Heute gibt es andere Methoden Stabilität reinzubringen, da ist das alles ohne Belang.

    Dass ein möglichst grosser Dachüberstand für den Fassadenschutz unabdingbar ist dachte ich auch mal, die oben erwähnten schadfreien Häuser ohne Überstand im oberlausitzer Klima haben mich vom Gegenteil überzeugt (war bitter für mich damaligen Zimmererlehrling, dass der Maurer das auch ordentlich hinbekommt).
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