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Abluft der KWL in die Zuluft der WP?

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  1. #1

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    Abluft der KWL in die Zuluft der WP?

    Hallo zusammen,

    ich plane gerade einen Neubau. KfW55 Haus mit Holz-Kamin mit Wassertaschen, KWL und L/W-WP die im Keller aufgestellt wird.
    Meine Frage ist nun, ob es möglich und/oder sinnvoll ist die Abluft der Lüftungsanlage in den Licht/Luft-Schacht der Zuluft der Luft-Wasser-Wärmepumpe zu führen?
    Dann würde ich doch den Restwärmeanteil, der in der Abluft der KWL aus dem Haus geht, mit in die Zuluft der Wärmepumpe zuführen. So hätte ich zum einen einen Schacht am bzw. vorm Haus weniger und vor allem die Abwärme optimal für die WP mit genutzt.
    Habe ich da einen Denkfehler oder ist das aus irgendwelchen anderen Gründen nicht empfehlenswert?
    Würde mich über Euere Meinung und Tipps freuen...

    Gruß
    Thiemo
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  2. Abluft der KWL in die Zuluft der WP?

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  3. #2

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    Grundsätzlich wohl keine so schlechte Idee.
    Könnte mir vorstellen, dass Du (speziell in der Heizperiode u.U. mehr als die der Außenluft) Feuchtigkeit an das Register führst.
    Inwiefern die Vorteile durch die erwärmte Zuluft zum Register die Nachteile wegen ggf. erhöhtem Feuchtigkeitsvorkommen und höherer Vereisungsgefahr ausgleichen, müssen Experten beurteilen.
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  4. #3

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    Integrierte LWP (WP + KWL + WRG) nutzen die Restwärme der Abluft (zumindest habe ich das so verstanden). Die JAZ wird dadurch höher. Falls das Modell der LWP schon feststeht würde ich die technische Info überprüfen (oder den Heizungsbauer fragen).
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  5. #4
    Avatar von OldBo
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    Sicherlich ist die Fortluft der KWL gemeint. Diese Luftmenge wird aber nur einen Geringen Teil der angesaugten Luft der WP ausmachen. Ein Schema der angedachten Anlage wäre nicht schlecht.

    Gruß

    Bruno Bosy
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  6. #5
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    Hallo,
    ich habe geplant eine Dimplex-Luftwasser-Wärmepumpe LI 9 TU einbauen zu lassen. (http://www.dimplex.de/waermepumpe/lu...ng/li-9tu.html)
    Für die Komfort-Wohnraum-Lüftung soll eine Pluggit Avent P300 eingebaut werden. (http://www.pluggit.com/de/befresh-lu...ertifikat.html).
    In wie fern sind denn hier die technischen Daten der Geräte von Interesse?
    Dass die WP mehr Zuluft braucht, als die KWL an Fortluft raus pustet ist mit klar, aber da ich den Austausch ja nur über den gemeinsamen Lichtschacht lösen möchte sollte das ja kein Problem sein.
    In wie weit ist denn die Vereisungsgefahr höher, oder zu was für Problemen könnte das denn führen?

    Ich bin weiter noch am überlegen, ob noch ein Solewärmetauscher für die Zuluft der KWL sinn macht? Hat da jemand Erfahrungswerte, ob sich die Mehrinverstition von über 2000 Euro für so eine optionale Luftvorwärmung rentiert oder sinnvoll ist?

    Besten Dank für Euere Meinungen und Antworten...

    Gruß,
    Thiemo
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  7. #6

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    Viel wird das nicht bringen, denn erstens ist der Luftstrom der KWL verglichen mit dem was die LWP zeiht minimal und zweitens ist er eh nur ca. 2 Grad wärmer als die Umgebungsluft, dafür aber reichlich mit Feuchtigkeit gesättigt, was zu vermehrter Eisbildung in der WP führt. Kann man machen, aber einen wirklichen meßbaren Erfolg würde ich nicht erwarten (neben dem Effekt das durch die Ansaugung LWP das Luftmengenmanagement der KWL zum Teufel geht).
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  8. #7
    Bulla2000
    Gast
    Ist bei der bei uns zu verbauenden Alp...notec KHZ standartmäßig.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von SvenW Beitrag anzeigen
    Viel wird das nicht bringen, denn erstens ist der Luftstrom der KWL verglichen mit dem was die LWP zeiht minimal und zweitens ist er eh nur ca. 2 Grad wärmer als die Umgebungsluft, dafür aber reichlich mit Feuchtigkeit gesättigt, was zu vermehrter Eisbildung in der WP führt. Kann man machen, aber einen wirklichen meßbaren Erfolg würde ich nicht erwarten (neben dem Effekt das durch die Ansaugung LWP das Luftmengenmanagement der KWL zum Teufel geht).
    Den gleichen Gedanken, die Abluft der Belüftungsanlage in die LWP reinzublasen, hatte ich auch.
    Vor allem bei kaltem Wetter (AT 0° und IT 20°) ist die Temperaturdifferenz doch sehr groß. Außerdem wäre die Abluft in die Wärmepumpe zurückgeführt, nicht einfach so verschwendet.

    Eine kleine Rechnung hat mir das Gegenteil bewiesen:

    Luftstrom WP 6000 m³/h
    Luftstrom Lüftungsanlage 280 m³/h

    Außentemperatur = 0°
    Lufttemperatur, die von der Abluft kommt = 15°
    (Verlust von 5° angenommen, Schätzwert)

    Nach dem Luftaustauschgesetz ergibt sich folgende Mischungstemperatur der zu verwertenden Luft:

    (280 m³/h x 15° + 6000 m³/h x 0° ) / 6280 m³/h

    = 0,67°

    Ich würde sagen, das ganze kann man getrost vernachlässigen.

    Der Luftvolumenstrom bei meiner Wärmepumpe ist einfach viel zu groß gegenüber der Abluftanlage und macht so die doch erst groß wirkende Temperaturdifferenz zu einer wirklich kleinen Mischungstemperatur.

    (Vorausgesetzt, ich habe richtig gerechnet )
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  10. #9

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    Zitat Zitat von marcSHA Beitrag anzeigen
    Den gleichen Gedanken, die Abluft der Belüftungsanlage in die LWP reinzublasen, hatte ich auch.
    Vor allem bei kaltem Wetter (AT 0° und IT 20°) ist die Temperaturdifferenz doch sehr groß.
    Ich bin von einer KWL mit Wärmetauscher ausgegangen und da bleiben meist nur Differenzen von 2-3 Grad übrig. Und das es auch nicht viel bringt, wenn man die Luftströme ohne Wärmetauscher einfach mischt hast du ja schon gezeigt.
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  11. #10

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    Hallo zusammen,

    wir sind momentan an der Planung zur Sanierung eines Altbaus und mir kam auch die Idee, die KWL mit einer LWP zu verbinden.

    marcSHA hat ja bereits vorgerechnet wie es bei den üblichen Volumenströmen aussieht. Meine Frage ist, wie es aussieht, wenn man die Volumenströme angleicht?

    Folgende Idee: Ich verwende für die KWL einen Volumenstrom von 6000m³/h. Da ich nicht so viel brauche, verwende ich einen Bypass, der nur einen Teil in das Wohnhaus leitet, den Rest in die LWP (Die Frischluft wird quasi ein Abfallprodukt der Wärmepumpe). Die Abluft der LWP geht wiederum in den Wärmetauscher der KWL. Der Knackpunkt ist, dass die Ausgangstemperatur der Luft aus der LWP immer noch eine wesentlich höhere Temperatur haben sollte als die Aussenluft, damit das funktioniert. Ich konnte leider nicht herausfinden, welche Ausgangstemperatur die Luft einer LWP hat. Weiss dazu vielleicht jemand mehr? Was ist generell von dieser Idee zu halten, habe ich irgendwo einen Denkfehler?

    Wenn man davon ausgeht, dass Warmwasser eine Temperatur von 55°C hat, dann kann die Luft, die aus der LWP kommt ja nicht kälter sein. Trotzdem denke ich die ganze Zeit, dass ich etwas vergessen habe. Über Antworten würde ich mich sehr freuen.
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  13. #11
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    kwl mit 6000 m3/h .. whow
    weiter oben wurde doch bereits mit vernünftigen zahlen belegt,
    was sache ist.
    natürlich kann man sich irgendwas zurechtbasteln, sollte aber nicht vergessen,
    wie schlecht die effizienz e. lwp gegenüber einer kwl+wrg oder gar kwl-wrg+frg
    ist, wenn man luftaustausch/-temperierung vergleicht.
    steht bestimmt irgendwo bei bruno bosy, ganz sicher aber bei fraefel/humm.
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  14. #12
    Avatar von alex2008
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    je nach WP Feuchtigkeitsgehalt der Luft etc. ist die Abluft der LWP ca. 5-10K kälter als die Zuluft (Aussenluft)
    So und damit der Wärmetauscher der KWL nicht zufriert sollte dessen Zuluft wärmer als 0° sein (Wieviel ist von versch. Faktoren abhängig)
    Schon deswegen kannst dein Vorhaben wohl vergessen.

    Unter bestimmten Rahmenbedingungen könnte man die Abluft der KWL in einer BWP weiterverwursten, was aber auch nur bedingt Sinn macht
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