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  1. #1

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    Licht aus, Strom fließt trotzdem?

    Hallo,

    ich bin mir im Moment ziemlich uneinig mit unserem Elektriker. Und zwar ist folgendes: in unseren Räumen leuchten die Lampen (LED) leicht, auch wenn sie ausgeschaltet sind. Es fließt also beständig Strom; ich habe mit einem Multimeter in ausgeschaltetem Zustand 76 Volt gemessen. Das kommt mir nicht ganz koscher vor. In meinem Bekanntenkreis gibt es ein paar, die sich mit Elektrik ganz gut auskennen, und die haben mit alle bestätigt, dass da gepfuscht worden sein muss.

    Mein Elektriker ist aber der Meinung, dass das normal sei, da die Lampen ja an einem Stromkreis mit den Rollladenmotoren hingen und also immer eine gewisse Spannung anliegen muss. Und das permanente "Glimmen" der LEDs bestünde nicht mehr, wenn man Qualitäts-LEDs kaufen würde, die per se einen höheren Grundwiderstand haben.

    Jetzt frage ich mich natürlich wer hier recht hat. Ist es gängige Praxis die Elektrik so umzusetzen, oder bin ich hier voll reingefallen? Gibt es da eigentlich Richtlinien, wie so etwas gemacht werden muss?

    Mein Plan wäre jetzt, mich mit der Handwerkskammer zwecks eines Gutachtens in Verbindung zu setzen. Aber bevor ich noch mehr Geld ausgebe würde ich gerne wissen ob sich das lohnt. Habt Ihr ein paar Tipps?

    Danke und Grüße, Tobias
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  2. Licht aus, Strom fließt trotzdem?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von fmw6502
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    Zitat Zitat von tobiasdigital Beitrag anzeigen
    In meinem Bekanntenkreis gibt es ein paar, die sich mit Elektrik ganz gut auskennen, und die haben mit alle bestätigt, dass da gepfuscht worden sein muss



    Lies die von FMW verlinken Beiträge!

    Grüsse
    Jonny
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  5. #4

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    Zitat Zitat von tobiasdigital Beitrag anzeigen
    Es fließt also beständig Strom; ich habe mit einem Multimeter in ausgeschaltetem Zustand 76 Volt gemessen. Das kommt mir nicht ganz koscher vor.
    Das ist ein normaler Effekt der bei konventioneller Leitungsführung auftritt (kapazitive Blindspannung). Ein Multimeter ist zu hochohmig, um hier aussagekräftige Werte zu ermitteln.

    In meinem Bekanntenkreis gibt es ein paar, die sich mit Elektrik ganz gut auskennen, und die haben mit alle bestätigt, dass da gepfuscht worden sein muss.
    Die famosen möchtegern-fachkundigen Bekannten irren!

    Mein Elektriker ist aber der Meinung, dass das normal sei, da die Lampen ja an einem Stromkreis mit den Rollladenmotoren hingen und also immer eine gewisse Spannung anliegen muss.
    Ja, ist normal (auch wenn Deine Wiedergabe der Erklärung nicht ganz korrekt ist).

    Und das permanente "Glimmen" der LEDs bestünde nicht mehr, wenn man Qualitäts-LEDs kaufen würde, die per se einen höheren Grundwiderstand haben.
    Das ist eine Lösungsmöglichkeit.
    Oder schlicht einen Grundlastwiderstand parallelschalten.

    Alternativ hätte man eben von Beginn an ne andere Art der Leitungsführung wählen müssen bzw. zweipolig schalten oder gar mit Relais arbeiten.

    Jetzt frage ich mich natürlich wer hier recht hat.
    Der Eli.

    Ist es gängige Praxis die Elektrik so umzusetzen, oder bin ich hier voll reingefallen?
    Kein Reinfall. Höchstens eine unzureichende Planung (wenn man weiß, daß da der billige LED-Müll rein soll, plant man anders - aber dann wäre es auch etwas teurer geworden).

    Gibt es da eigentlich Richtlinien, wie so etwas gemacht werden muss?
    Ja. Allerdings gibt es nach Deiner Schilderung keinerlei Hinweise, daß die nicht eingehalten seien.

    Mein Plan wäre jetzt, mich mit der Handwerkskammer zwecks eines Gutachtens in Verbindung zu setzen.
    Gemach, gemach.

    Aber bevor ich noch mehr Geld ausgebe würde ich gerne wissen ob sich das lohnt.
    Nö.

    Habt Ihr ein paar Tipps?
    Ja:
    Sei etwas vorsichtiger mit vermeintlich fachkundigen Bekannten...
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  6. #5
    Themenstarter

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    Moin,

    danke schonmal für die Infos; schätze ich muss mich mit dem Thema ein wenig näher beschäftigen. Es ist halt so, dass es mich als Laien natürlich wundert, wieso Lampen leuchten, obwohl der Schalter aus ist. Und wenn man dann noch 2 Seiten mit 2 Meinungen hat (Elektriker und Bekannte), dann kommt man schon ins Grübeln. Zumal der Elektriker nicht gerade der Zuverlässigste Zeitgenosse ist und ich meinen Bekannten natürlich auch irgendwo vertraue.

    Ist halt schwierig, aber wenn hier die einhellige Meinung ist, dass das so schon in Ordnung zu sein scheint, werde ich mich mal ein bisschen einlesen und dann vermutlich eher auf den Gutachter verzichten.

    BTW: ich halte von den Billig-LEDs auch nichts. Ich finde, dass die ein grausames Licht machen. Aber Licht ist immer noch besser als kein Licht. Mal sehen, was die Qualitäts-Birnchen so taugen.

    Grüße, Tobias
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6

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    Hast Du Dir die o.g. links schon durchgelesen? Ein einfacher Austausch der Leuchtmittel muss nicht unbedingt den gewünschten Erfolg bringen.

    Gruß
    Ralf
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  9. #7

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    Auch wenn man es nicht glaubt, es soll auch noch andere Lampen als welche mit LED geben.

    Sollten mehrere LED-Lampen hinter einem Schalter verbaut sein, so reicht es aus eine davon gegen eine Glühlampe zu tauschen, um die Einkopplungen zu eliminieren.
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