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  1. #1

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    Über-/Unterdrucktrocknung nach Wasserschaden wirklich effektiv ?

    Hallo!

    Letzte Woche hatten wir unseren zweiten Wasserschaden im Keller unseres neuen Hauses. Wir wohnen jetzt grade mal 6 Wochen drin, aber das nur nebenbei.

    Jedenfalls ist durch ein wirklich starkes Unwetter jede Menge Regenwasser durch einen Lichtschacht (der sich bis oben hin gefüllt hatte) bzw. durch das davorliegende Fenster in Kellerraum No#1 gelaufen und von da in alle anderen Räume.

    Kellerraum 1 hatte noch keinen Bodenbelag, daher ist das Wasser mal wieder schön in die Randfugen und unter die Fliesen des angrenzenden Kellerflurs gelaufen.

    Trocknungsfirma war schon da, im gesamten KG steht/stand das Wasser zentimeterhoch unterm Estrich / in der Dämmung.

    Momentan wird per Unterdruckverfahren getrocknet (also gesaugt).

    Die Firma sagte, nach ca. 1 Woche würden sie auf Überdruckverfahren umschalten.

    Meine Fragen sind jetzt folgende:

    - Beim Überdruckverfahren besteht doch die Gefahr, dass evt. vorhandene Schimmelsporen ins gesamte Haus (offenes Treppenhaus!) gepustet werden. Kann Schimmel nach so kurzer Zeit schon ein Problem sein? (Mit der Absaugung des Wassers wurde 5 Tage nach Wassereintritt begonnen).

    - Sollte die gesamte Trocknung lieber per Unterdruck weitergeführt werden?

    Weiterhin habe ich im Internet verschiedene Aussagen zur Effektivität dieser Verfahren gefunden.

    Manche Experten (?) behaupten, dass bei Über-/Unterdruckverfahren niemals alles getrocknet wird, da sich die Luftströme immer den Weg des geringsten Widerstands suchen - und somit immer irgendwelche Bereiche des Estrich / der Dämmung NASS bleiben und IMMER irgendwann anfangen zu schimmeln.

    Laut deren Aussage gibt es nur eine sinnvolle Möglichkeit nach so einem Schaden: Alles rausreissen, alles neu.

    Wie ist eure Meinung dazu?

    Danke!

    Geplagte Grüße...
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  2. Über-/Unterdrucktrocknung nach Wasserschaden wirklich effektiv ?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
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    Schade, dass niemand eine Meinung hierzu hat
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  4. #3

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    Ich musste wirklich schmunzeln, denn genau das Gleiche ist uns vor ca. 3 Wochen passiert. Starkes Unwetter, Lichtschacht füllt sich mit Sandwassergemisch bis oben hin und dann gab das Fenster nach.....

    Das Wasser ist auch bei uns unter die Dämmung und hat sich im kompletten Keller verteilt. Prima Sache das....

    Unsere Dämmung besteht aus alukaschierten PUR-Platten. Da mein Mann sie wirklich sauber hochkomprimiert verlegt hatte und darüber noch eine Folie lag, war es garnicht so einfach, die Überdruckgeräte anzuschließen. In einem Raum hat es geklappt (Hauptproblemraum) und im Hobbyraum meines Mannes mussten sie auf Saugen umstellen, da das Gerät den Druck nicht dauerhaft standhalten konnte. Dazu kam noch ein riesiger Ventilator und 2 Kondenstrockner. Ich hatte das Gefühl, ich stehe in einer riesigen Industriehalle. 6 Löcher mussten im ganzen Keller gebohrt werden, bis auf die Bitumenschicht runter....

    Mein Resumee... der Raum, in dem heiße Luft in die Dämmschicht geblasen wurde, war schneller trocken. Der andere Raum, wo die Feuchtigkeit abgesaugt wurde, hatte etwas länger gebraucht. Durch den Überdruck mit heißer Luft trocknet die Dämmschicht einfach schneller. Mit den 5 Geräten im Keller hatten wir 55-60 Grad Lufttemperatur...

    Aktuelle habe ich auch den Stromzähler abgelesen. Für 14 Tagen Non-Stop, auch Nachts.... 1200 kw/h.....

    Nach der Feuchtigkeitsmessung gestern, wissen wir... unser Keller ist mehr als Furztrocken Es hat sich gelohnt... nicht nur der Estrich ist jetzt trocken... sämtliche Wände, Putz ect. auch.

    LG
    Linda

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  5. #4
    Avatar von schimmelweg
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    techn. Trocknung nach Wasserschaden

    Hallo zusammen

    also das mit der technischen Trocknung ist nicht so einfach pauschal zu beantworten. Am sinnvollsten ist es aber immer einen neutrale Freimessung machen zu lassen.
    Idealerweise desinfiziert man den Estrichbereich vor der Trocknung, da nach 2 - 5 Tagen mit mikrobiellen Wachstum zu rechnen ist. Insbesondere bei Hochwasser. Oder man entfernt gleich alles, was meist unnötig ist (in bestimmten Fällen sinnvoll, z. B. Heizöl). Siehe auch Leitfäden des UBA, Bau BG oder LGA (3 versch. Sanierungsleitfäden).

    Stand der Technik ist wohl im Schiebe-/ Zugverfahren (saugen und blasen) zu arbeiten. So kann die abgesaugte Prozessluft nach aussen geleitet werden und die "frische" Luft vorher durch einen HEPA-Filter gezogen werden.
    Meist ist der Keller zwar "trocken" aber in der Dämmschicht mikrobiell belastet oder es sind sogar noch feuchte Inseln auf der Bodenplatte vorhanden.
    Nach der Trocknung sollte man das einfach auf Schimmelpilze untersuchen lassen.
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