Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1

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    Fußbodenheizung/Dämmung: Angebotsvergleich

    Hallo,

    ich habe für meine FBH zwei Angebote erhalten, die sich fast um den Faktor zwei unterscheiden.

    Angebot 1 (ca 6000€):
    1500m Tempus-al PE-RT/Al/PE-RT 16x2,0 mm
    Metall-Kunststoff-Verbundrohr, 200 m
    Metall-Kunststoff-Verbundrohr,
    (PE-RT/AL/PE-RT), gefertigt nach DIN
    16836, formstabil und sauerstoffdicht.
    Für Anwendungen der Flächenheizung,
    Heizkörperanbindung und Sanitär-
    installation bei Dauerbetriebs-
    temperaturen bis 70 °C und einem Dauerbetriebsdruck von max. 10 bar
    (tmax 95 °C).
    100% Sauerstoffdicht durch
    Aluminiumsperrschicht. Gütegeprüft und
    fremdüberwacht.

    Systemprüfung DVGW nach Arbeitsblatt
    W 534 (MKV-Rohre und Pressverbinder).
    Fabrikat: herotec

    3000 Tacker

    2 * Fußboden Heizkreisverteiler mit Topmeter
    VA-HKV-TRL 08, Länge 495 mm
    Edelstahl-Heizkreisverteiler mit
    integrierten Ventilen. Vormontiert mit
    1/2" Entleerungen, 1/2" Entlüftungen
    und 3/4" Endstopfen. Mit schallge-
    dämmten Wandhaltern, Etiketten zur
    Kennzeichnung und Befestigungssatz.

    Vor- und Rücklaufstamm mit 1" IG
    Überwurf flachdichtend zur Aufnahme der
    Kugelhähne.

    Mit Topmeteranzeige (0,6 - 2,4 l/min) im
    Rücklaufstamm

    Fabrikat: herotec

    200m²
    Faltplatte aus EPS 045 DES
    FP 35-3 OK, R = 0,78 m2K/W
    Verlegefertige Wärme- und Tritt-
    schalldämmplatte aus güteüberwachtem
    Polystyrolschaum EPS 045 DES sm
    nach DIN 13163.
    Mit reißfester und wasserdichter
    Verbundfolie und mit aufgedrucktem
    Verlegeraster und Folienüberstand.
    Verkehrslast max. 4 kPa/m"
    Wärmeleitfähigkeit 0,045 W/(m x K)

    Fabrikat: herotec

    100m²
    Zusatzdämmung EPS 040 DEO dm
    Dicke 50 mm,
    R = 1,25 m2K/W
    Wärmedämmplatte aus güteüberwachtem
    Polystyrolhartschaum nach
    DIN EN 13163 und DIN 4108.
    Baustoffklasse B1 nach DIN 4102.

    Fabrikat: herotec


    Kleinkram

    Hydraulischer Abgleich

    Einregelung

    Angebot 2 (fast 11000€):

    800m Fussbodenheizung EG;115 qm, Isolierung
    gegen Kellerdecke, liefern und verlegen
    Isolieraufbau von oben nach unten
    CTX-Rohr 16x2mm o. glw.Rasterfolie
    Selthan-Isolierung 50mm WLZ 025 beidseitialukaschiert,
    Styropor-Isolierung 2 x 30mm WLZ 035

    Gesamtaufbau der Isolierung 110mm ohne
    Rohrleitung.

    2* UP-Heizkreisverteiler für EG, Diele 7 HK
    m. Regulierventilen liefern u. montieren

    Fussbodenheizung OG 95 qm, Isolierung
    gegen Erdgeschoß liefern und verlegen
    Die Isolierung unterscheidet sich ja wesentlich:
    Angebot 1)
    x mm WLG045
    50mm WLG040

    Angebot 2)
    50mm WLG025
    2x30mm WLG035

    Außerdem nutzt der eine Verbundrohr (1) und der andere Kupferrohr (2).

    Was haltet ihr von diesen Angeboten? Ich kann nicht bewerten, ob sich der Mehrpreis lohnt.

    Anbieter 2) hält nix von Verbundrohr und hält die Dämmung von 1) für viel zu weich (Kompfort beim drüberlaufen).

    Die zusätzliche Dämmung ist nötig, weil unter dem EG der Keller liegt.

    Gruß,
    Hendrik
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  2. Fußbodenheizung/Dämmung: Angebotsvergleich

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  3. #2

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    Ein typisches Apfel-Birnen-Problem ("mach ma Angebot...").
    Sinnvolles Vorgehen wäre hingegen:
    1) Planen lassen
    2) Ausschreiben
    3) die (erst dann vergleichbaren) Angebote vergleichen
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo,

    danke für deine Antwort.
    Geplant (vom Archi) und Ausgeschrieben war 1. Ergo: Der meint, dass 1. ok. ist.

    Mich interessiert eure Meinung dazu.

    Dass die Angebotenen Ausführungen unterschiedlich sind, hatte ich selbst ja schon festgestellt.

    Meine Frage ist nun:
    Ist die Variante 1 in euren Augen in Ordnung?

    Gruß,
    Hendrik
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  5. #4

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    Die Variante 2 ist nicht nach meinem Geschmack. Bei 1. wird mehr FBH Rohr verbaut und somit auch ein engerer VA. Anders kann ich mir die unterschiedlichen Rohrlängen nicht erklären.

    Die bessere Dämmung könnte man auch bei 1. nachrüsten, und das würde den Angebotspreis sicherlich nicht in die Region von 2. bringen.

    Ich frage mich jedoch, wenn ausgeschrieben wurde und Angebot 1. entspricht dem LV, warum bietet dann 2. etwas völlig anderes an?

    Ist die Variante 1 in euren Augen in Ordnung?
    Prinzipiell JA, doch niemand hier weiß wie die FBH geplant wurde.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hallo,

    danke für deine Antwort.
    Die Rohrlänge ist in Wahrheit ähnlich. Ich habe beim Angebot 2 leider nur den Posten vom EG angegeben.
    Sorry dafür.
    Im Wesentlichen unterscheiden sich die Punkte
    -Dämmung
    -Rohrmaterial

    Zur Planung:
    Die Planung wurde vom Architekten gemacht. Der fragt natürlich erstmal "seinen" Heizungsbauer... Daher kann ich zur Planung nichts sagen.

    Wie *sollte* die FBH denn geplant werden? Wer sollte dies machen?
    Die wesentlichen Parameter sind doch 'Verlegeabstand' und Dämmung, oder?

    Zur Dämmung:
    Hier hatte der Energieberater 20 (!) cm WLG030 vorgesehen. Hier hat der Achitekt große Bedenken bzgl. der "Kompression", sprich jede Dämmung ist 'weich' und wenn Masse drauf kommt, dann wird die eben komprimiert und wandert runter.

    Gruß,
    Hendrik
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  8. #6

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    Zitat Zitat von henfri Beitrag anzeigen
    Wie *sollte* die FBH denn geplant werden? Wer sollte dies machen?
    Die wesentlichen Parameter sind doch 'Verlegeabstand' und Dämmung, oder?
    Na ja, ganz so einfach ist es auch wieder nicht. Zuerst wird die Heizlast nach EN12831 ermittelt, und zwar raumweise. Daraus ergibt sich die nötige "Heizleistung" der FBH für einen Raum.
    Dann wird die Systemtemperatur vorgegeben. Typisch wäre hier 35/30/20 (VL/RL/RT), wobei ich für meinen Teil lieber mit 21°C RT rechne, je nach Nutzung eines Raums.

    Aus der gesamten Heizlast wird der Wärmeerzeuger dimensioniert, wobei hier die WW-Erzeugung mit berücksichtigt wird. Aus der raumweisen Heizlast dann die FBH.

    Bei der FBH gibt es auch Behaglichkeitskriterien nach VDI (60xx) die man nicht unter den Tisch fallen lassen sollte.

    Sind alle o.g. Daten ermittelt, dann geht´s an die Rohrnetzberechnung inkl. Datenermittlung für den hydraulischen Abgleich und Auswahl der Pumpe.

    Die Dämmung unterhalb der FBH ist ein anderes Thema, hier geht´s auch um Einhaltung der EnEV usw. Unabhängig davon würde ich die Dämmung üppiger wählen falls möglich, denn die Wärme der FBH soll ja nach oben in den Raum und nicht nach unten.

    Zitat Zitat von henfri Beitrag anzeigen
    Zur Dämmung:
    Hier hatte der Energieberater 20 (!) cm WLG030 vorgesehen. Hier hat der Achitekt große Bedenken bzgl. der "Kompression", sprich jede Dämmung ist 'weich' und wenn Masse drauf kommt, dann wird die eben komprimiert und wandert runter.
    20cm WLG030 unter der FBH? Das ist schon heftig. Keine Ahnung was der sich dabei gedacht hat. Ich glaube Du hast nur Extremisten an Bord, der eine meint ein paar Millimeter Dämmung reichen aus, der nächste kommt gleich mit 20cm.

    Man muss den gesamten Bodenaufbau betrachten, und auch was für ein Raum sich unter der FBH befindet. Die 20cm WLG030 ergibt einen U-Wert um 0,15W/m2K das ist für meinen Geschmack schon etwas überzogen.

    Hier teile ich die Bedenken Deines Architekten. Aber wie schon gesagt, so ein Bodenaufbau lässt sich planen.

    Gruß
    Ralf
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  9. #7
    Themenstarter

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    Hallo Ralf,

    vielen Dank für deine Antwort.
    20cm WLG030 unter der FBH? Das ist schon heftig. Keine Ahnung was der sich dabei gedacht hat.
    Naja, das macht im Energieverbrauch des Hauses schon einiges aus...

    Ich glaube Du hast nur Extremisten an Bord, der eine meint ein paar Millimeter Dämmung reichen aus, der nächste kommt gleich mit 20cm.
    Tja... Deshalb denke ich ja mit ;-)

    Man muss den gesamten Bodenaufbau betrachten, und auch was für ein Raum sich unter der FBH befindet. Die 20cm WLG030 ergibt einen U-Wert um 0,15W/m2K das ist für meinen Geschmack schon etwas überzogen.
    Welche Aufbauten sind denn "üblich" bei unterkellerten Niedrigenergiehäusern?

    Hier teile ich die Bedenken Deines Architekten. Aber wie schon gesagt, so ein Bodenaufbau lässt sich planen.
    Das verstehe ich noch nicht. Wie lässt sich das planen? Mal abgesehen von der FBH (die ist ja erstmal unabhängig von der Dämmung). Wenn ich nachher wie auf Watte gehe, oder der ganze Boden um 1cm nach unten wandert habe ich ein Problem. Was lässt sich dagegen "planen"?

    Gruß,
    Hendrik
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