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  1. #1

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    Grundrissbewertung oder das Lichtproblem

    Hallo zusammen,

    wir planen die an mein Elternhaus angrenzende Scheune um/aus/neuzubauen.
    Wir dachten uns, den Bauvorantrag kann man ja selber erstellen, also hab ich mich mal versucht am Grundriss auszulassen. Dass das bei dem gegebenen Grundriss nicht einfach ist war mir klar, dass es (für mich) so schwierig wird jedoch nicht.

    Die Scheune wird im Westen durch die Nachbarscheune, im Norden Nachbargarten, im Osten Wohnhaus und im Sueden durch den eigenen Garten begrenzt. Was sicherlich schon auffällt, dass das eine recht dunkle Angelegenheit wird.

    Was ich eigentlich wollte ist ein längliches Wohnzimmer mit Essbereich und Küchenzugang. Aber ich kanns drehen und wenden wie ich will, es wird einfach nichts. Irgendwie hab ich mich in die "Küchen-Wohnzimmer-diagonale" verrannt und komm da nicht mehr von los.

    Nichts desto trotz...es wäre schön, wenn ich ein wenig konstruktive Kritik und ggf. Vorschläge bekommen könnte.

    Abschliessend noch ein paar Fragen:
    1. Wir sollten den Umbau als Anbau laufen lassen (wegen Bebauung in 2. Reihe) - richtig oder falsch?
    2. Das Zimmer über der Garage darf bis 3m an die Grunstücksgrenze ranlaufen, die Garage kann darauf liegen?
    3. Reicht für einen Bauvorantrag ein Grundriss wie im Anhang (ggf. mit optimierter Bemassung, da müsste ich mich erst mal belesen wie das geht)
    4. Ist das Projekt vielleicht hoffnungslos oder doch "nur" eine architektonische Herausforderung?
    5. Sollten in den nächsten Tagen weitere Fragen auftauchen, kann ich sie auch hier stellen?

    Ich freue mich über euer hartes aber ehrliches Feedback.

    Gruß Marco
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  2. Grundrissbewertung oder das Lichtproblem

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  3. #2

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    Hoffnungslos ist vor allem Deine Vorgehensweise...

    Besteht denn überhaupt Aussicht darauf, die Nutzungsänderung genehmigt zu bekommen?
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  4. #3

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    weitere fragen solltest du hier stellen können, dafür ist das forum da.

    ich rate dir doch, auch die bauvoranfrage mit einem bauvorlageberechtigten zu stellen. ich weiss nicht ob das im DIY-verfahren genehmigt wird.

    dein entwurf ist problematisch, da tragende wände nicht eindeutig übereinanderstehen. die grundrisssituation im og ist zu verwinkelt und gehört begradigt und geglättet.

    belichtung und natürliche belüftung ist zu prüfen. hoffnungslos ist das projekt nicht, gehört aber in die hände eines profis, damit es nicht in die falsche richtung abdriftet.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Ihr habt natürlich recht, eigentlich habe ich schon einen Schritt vorweg genommen.

    Wir haben bereits mit einem befreundeten Architekten unserer Nachbarn schon einmal über das Unterfangen gesprochen. Ich will ihn aber noch nicht zu sehr einspannen, da ich mich sonst schon zu sehr an ihn "gebunden fühle" und die Architektenfrage noch nicht geklärt ist (Referenzen einholen etc.).
    Auf dessen Rat hin will ich ja eine Bauvoranfrage zur Bewertung abgeben, auf dem die geplante Situation, Nachbargrundstücke, Ist-Bebauung usw. zu erkennen ist. Laut seiner Aussage vor Ort ist die Umnutzung nicht das Problem, eher die Bebauung in 2. Reihe - daher Anbau.
    Die Katasterpläne bekomme ich nächste Woche und wollte die zusammen mit dem Vorhaben in Textform und dem EG - Grundriss einreichen.
    Meint ihr das wird so nichts und ich sollte mir für die Bauvoranfrage schon einen Fachmann suchen?
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  6. #5

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    hi,

    rein rechtlich habe ich erstmal keine Ahnung. Aber den Grundriss finde ich zu verbaut.

    Gut im EG habe ich jetzt gesehen, dass ihr den Zugang vorn hin machen wollt.
    Aber findest du nicht, dass 38 qm zum Wohnen und Essen bisschen groß sind? Und 19 qm Küche? Ich hatte mal ne Küche, die war 26 qm groß und ich wußte nicht mehr, wie ich die optisch füllen sollte. Man konnte bequem Polka darin tanzen. Und ich als Hausfrau bin mir die Hacken wund gelaufen.
    Ich würde die Treppe da planen, wo das Gäste-WC ist, die Diele verkleinern, die Küche "vorziehen". Die Küche eventuell etwas schmaler (wegen Gäste- WC) und die Verlängerung von WC bis Wand (Richtung Hof) als Hauswirtschaftsraum oder Rumpelkammer oder Lebensmittelvorratskammer nutzen. Küche offen zum Wohnzimmer bwz Esszimmer. Gesamt 50 qm reichen für diese 3 Räume sicher auch aus.

    Im OG 18 qm Bad???? Oh jeee- die arme Frau, die das putzen muss oder Heizkosten, die man brauch... im Bad hat mans ja lieber etwas wärmer (zumindest ich). Ich gehe von mir aus und denke, dass der knapp 8 qm Vorratsraum unten (da kommt sicher auch die Heizung rein?) nicht ausreichen wird. Man brauch noch dies und das zum Verstauen. Wie wäre es, wenn man das Bad nochmals teilt und nen Wirtschaftsraum für Staubsauger, Waschmaschine, Wäsche usw plant? Dann wäre das Bad leichter zu beheizen und die "unschönen" Dinge weitestgehend weg geschlossen. Oder man macht das Bad dahin nur kleiner und nutzt den großen Flur als Bibliothek.

    Bitte denke daran, dass dies mein Geschmack ist und ich keinen Schimmer von Statik oder Machbarkeit habe. Ansonsten sieht der Grundriss gut für mich aus. Der Platz ist ja vorhanden. Man sollte eventuell mit noch ein paar kleinen praktischen oder heiztechnischen Details überlegen, um später Kosten zu sparen oder den Gästen nicht die nasse Wäsche zu präsentieren oder laufend über den Wischmopp zu fallen.

    Grüße Bromi
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  7. #6

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    Wenn ich eine Datei anhängen kann, zeig ich DIr ein paar Pinselstriche meiner ersten Gedanken.
    Erklären dauert mir zu lange ;-)

    Bei diesem Objekt würde ich auf jeden Fall auch für eine Bauvoranfrage einen Fachmann beauftragen, denn da gilt es sicher viel zu beachten.
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  8. #7
    Avatar von Geodesy
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    Zitat Zitat von Brombadegs Beitrag anzeigen

    ...Aber findest du nicht, dass 38 qm zum Wohnen und Essen bisschen groß sind? Und 19 qm Küche?...
    ...Gesamt 50 qm reichen für diese 3 Räume sicher auch aus.

    Im OG 18 qm Bad???? Oh jeee- die arme Frau, die das putzen muss oder Heizkosten, die man brauch... im Bad hat mans ja lieber etwas wärmer (zumindest ich)....
    Oder man macht das Bad dahin nur kleiner und nutzt den großen Flur als Bibliothek....

    Grüße Bromi
    Hallo Bromi,

    mal meine Meinung zu Deinen Darstellungen. Wir hatten auch mal so einen Raum wie in dem Plan dargestellt. Wohnzimmer, Esszimmer angeordnet wie im Plan, nur war der Raum rechteckig, also etwas länger dafür schmaler. Nicht so der Bringer. War mir zu beengt. Couch und dahinter sofort Essgruppe. Deswegen ist es für mich sinnvoll den Raum auch größer zu haben. Ich habe das eigentlich gut gelöst. Es ist ein großer Raum, 54 m², optisch aber ist der Wohn und Essbereich getrennt. Dazu kommt noch die offene Küche, 14 m². Nö, alles nicht zu groß, sondern aufgelockert. Sieht halt nicht so gequetscht aus.

    Zum Thema Bad möchte ich sagen, dass bei mir die Größe auch schon 14 m² sind. Zu groß finde ich es nicht. Und putzen? Also das Bad lässt sich relativ schnell putzen. Ich brauche dafür nicht lange. Aber gründlich bin ich allemal. Also kein Argument. Argument heizen zählt noch weniger. Hast du schonmal gerechnet was das ausmacht. Umgerechnet auf meine Heizkosten und der Fläche zahle ich pro Tag für einen qm² 1,5 Cent. Sollte er das Bad verkleinern, auf vielleicht 14 m² macht das 16 € im Jahr. Aber alles auf mich berechnet. Also vernachlässigbar.

    Viel wichtiger ist es bei so einem Projekt das maximale herauszuholen. Das gelingt aber wirklich nur mit jemanden der das gelernt hat und mit keinem anderen. Besonders das natürliche Licht größtmöglich nutzbar zu machen.
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8

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    hi,

    ich bin ja an den Grundriss mit meinem Geschmack ran. Und ich denke, dass genau dies gewünscht ist. Klar weiß ich, dass der Bauherr auch da sitzt und sich an den Kopp tippt, wenn unsere Geschmäcker auseinander gehen.

    Ich persönlich mag die Ideen von anderen. Manche wandel ich um und pass sie auf mich an. So habe ich eine gemauerte große Küche für 2000 Euro gekriegt. Die Grundidee kam von Leuten aus dem I-Net, ich hab die Feinplanung gemacht. Ist das nicht Sinn des Forums neben den ganzen Expertentipps hier? Ideen zu kriegen und die Phantasie spielen zu lassen?

    Grüße Bromi
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  11. #9
    Avatar von Geodesy
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    Ich glaube bei diesem Projekt sollten wir Laien uns raushalten. Die Planung eines EFH auf freiem Grundstück ist für Laien vorstellbar einfacher. Bei diesem Projekt muss man aber wichtige Aspekt berücksichtigen.

    Für mich wäre Tageslicht und Anordnung der Räume das A und O.

    Für mich wäre hier ein Zusammenspiel zwischen dem Alten und der Moderne ein wichtiges Kriterium. Alte Bausubstanz kombiniert mit viel Glas und evtll. Stahl.

    Alles Geschmacksache.
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