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  1. #1

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    Was brauch ich- Planung vor dem Go

    Hi,

    also wir haben vor ca. 3 Wochen beschlossen neu zu bauen. Seit dem les ich mich durch Bauforen, Bautagebücher und und und. Normal würde man aufgeben, bei den vielen Pleiten, die die anderen erlebt haben. Aber mein Motto ist: Geht nicht- gibts nicht. Geht schwer gibts.
    Allerdings finde ich zu meinen Gedanken nichts Passendes- oder ich versteh es nicht? Übrigens bin ich (die Frau) bei uns die Praktische und mein Mann der Theoretiker. Ich bin zwar aus der Immobilienbranche und kann Reparaturen auch abnehmen. Allerdings ist "Neu" bauen auch für mich neu.

    Also in den 3 Wochen haben wir folgendes festgestellt bzw. festgelegt für uns:
    1) kein B Plan- also Bauvorabfrage nötig
    2) 1,5 geschossig mit Satteldach (aber Kniestock), weil überwiegende Nachbarbebauung so ist. Ob massiv oder Holz, ist noch unklar.
    3) wir wollen vorab nur Rohbau oder Außendicht gestellt- die Gewerke suchen wir selbst. Ich will auch kein Material vom GU (falls ich einen habe) für Sanitär oder Elektrik.

    Nun meine Fragen:
    1) Die Grundrisse aus der Vorabfrage sind dann bindend? Oder könnte ich mich dann noch umentscheiden? Sind die Fenster (Größe, Richtung) bindend? Das die Größe des Hauses außen, der Standort und die Dachform bindend ist, ist klar.
    2) Viele dieser GU´s haben die Architekten on Bord- lohnt es da, einen privat zu nehmen? Mit welchen Kosten müsste ich rechnen, wenn ich vorab einen Architekt planen lasse incl. Statiker? (also ne Bauzeichnung krieg ich noch hin, aber den Rest nicht *gg)
    3) Gutachter (oder Bauüberwacher)- schon dazu, wenn Architekt plant?
    Normal sollte dieser doch anhand der Bauzeichnung errechnen können, wieviel qm Dämmung, wieviel Steine usw man brauch, damit man eine möglichst genaue Ausschreibung machen könnte- oder? Ich rechne das gern auch selbst aus und erstell die Liste.
    4) Wenn alles geplant wurde und die Bauvorabfrage gestellt wurde und genehmigt, brauch ich dann den Architekt noch beim Bau?
    5) Was passiert, wenn zwischen Planung und Bau dann fast 2 Jahre Unterschied liegen?

    Ich möchte kurz nochmal folgendes erläutern:
    Wir haben keinen Zeitdruck. In 2 Jahren soll der Bau erst los gehen. Wenn wir Außenfest gebaut haben, haben wir ebenfalls keinen Zeitdruck mehr wegen des Innenausbaues. Geplant wäre hier eventuell sogar 3 Monate "hungern" dann Gewerk vom Konto zahlen (bitte diesen Satz nicht so wörtlich nehmen, ehr bildlich).
    Ich möchte verhindern, dass wir mit Baufehlern leben müssen und will lieber vorbeugen. Auch wenn das bedeutet, dass wir erst in 3 Jahren anfangen zu bauen. Aber ich möchte vorher alles genau geplant haben und den Gewerken genau zeigen können, dass ich weiß wovon sie (oder ich) sprechen. In unserem jetzigen sanierten Haus hat z.Bsp. der Klempner Muks gemacht:
    -Badewanne läuft leer- im ganzen Haus Geräusche
    -Heizkörper kann Raum nicht warm kriegen, weil an falscher Stelle
    -Heizkörper rauscht (bzw zu kleines Rohr- wie ich heute weiß)
    -Entlüftung fehlte komplett
    Dies ist nur ein Gewerk- aber das soll im neuen Haus halt nicht passieren.

    Ich hoffe ihr versteht mich und helft mir, damit ich Schritt für Schritt meine Liste voll kriege.

    Danke und Grüße Bromi
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  2. Was brauch ich- Planung vor dem Go

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    eigentlich gebt ihr die idealen vorraussetzungen für ein projekt

    - ohne zeitrdruck planen, genehmigen, ausschreiben,
    - wenn alles erledigt ist, verträge abschliessen
    - starten
    - fertig stellen

    die fragen werden bei richtiger konstellation schritt für schritt dann beantwortet.
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  4. #3
    Themenstarter

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    hi,

    danke für die Antwort.
    Ich möchte die Planung eigentlich nicht Schritt für Schritt. Ich denke du meinst: So nun ist die Bodenplatte fertig, nun kannste den Rohbau planen. (??)

    Ich würde lieber ne Liste haben:

    - Archi suchen, Haus planen
    - Vorabfrage stellen
    - Feinheiten planen- Gutachter dazu holen
    ....

    Wenn dann die Theorie steht, dann kann man loslegen.
    Viele Planer, Handwerker usw. bemängeln hier, dass die "Bauherren" zu blauäugig ans Bauen gehen. Ich möchte vorher wissen, was der nächste Schritt ist.

    Kann mir einer der hier schreibenden Architekten sagen, ob man eure Zunft nach Planung und Zeichnung oder nach Länge des "Projektes" zahlt?

    Ehrlich gesagt weiß ich nicht wirklich, wo ich anfangen soll. Ich dachte, ich suche einen GU mit passendem Haus und frage dort nur an, ob Grundriss änderbar. Mache die Bauvorabfrage selbst (wobei ich da nicht genau weiß, was auf mich zu kommt) und studiere dann weiter privat Bau *gg
    Aber wenn ich hier so lese, sehe ich, dass ich jetzt schon Profis ins Boot holen sollte. Was mach ich nun?

    Grüße und danke Bromi
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  5. #4
    Livestrong
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    Also ich baue gerade mit GU oder GÜ ? weiss gerade nicht und konnte Grundriss verändern Zimmeranzahl, Wände verschieben, Fenster ändern etc.
    War gar kein Problem.
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  6. #5

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    moin brombadegs - so war das nicht gemeint.

    der ideale ablauf ist entwurf, baugesuch und genehmigung einzuholen, die werk- und detailplanung zu machen, alles ausschreiben, alle angebot einholen und alle vertraege zu schliessen, dann mit dem bau zu beginnen. mit einem gue kannst du auch so planen, allerdings hast du kaum einfluss auf firmenbindung.

    ich zweifele, dass eine selbst gestrickte bauvoranfrage durchgeht. ich habe es noch nicht erlebt.

    planungsleistungen werden nach HOAI auf basis der herstellkosten vergütet. die zeitdauer des projekts ist dabei nicht ausschlaggebend.
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  7. #6

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    Daumen hoch

    Zitat Zitat von Livestrong Beitrag anzeigen
    Also ich baue gerade mit GU oder GÜ ? weiss gerade nicht und konnte Grundriss verändern Zimmeranzahl, Wände verschieben, Fenster ändern etc.
    War gar kein Problem.
    Schön für Dich! (gut - auch peinlich, aber lassen wir das)

    Nur - was wolltest Du dem Fragesteller damit sagen...?

    Vielleicht: "Dem Unfähigen lacht das Glück." ???
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  8. #7
    Themenstarter

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    Hi,

    also sollte ich jetzt schon einen Architekt beauftragen und mit ihm planen?
    Kann dieser dann die Bauvorabfrage stellen?
    Ist es sinnvoll, wenn der Statiker im gleichen Büro sitzt? Oder lieber ein anderes Büro damit beauftragen?

    Wird bei dieser Bauvorabfrage schon Wandmaterial (Daten) benötigt? Also ob Masiv oder Holzständerwand, welche Dämmmaterialien?

    Was würde mich diese Planung und Voranfrage so circa kosten?
    Ich denke, dass ich eine laienhafte Bauzeichnung hin kriegen könnte, welche dann eventuell nur verbessert und auf die Statik geprüft werden müsste (ich habe mal ein Jahr Umschulung zum Bauzeichner gemacht und da ist noch ein bisschen was hängen geblieben).
    Wäre super, wenn mir jemand sagen könnte, was ich zur Vorabfrage schon alles festgelegt haben müsste. Möchte ja den Achitekten auch nicht die letzten Nerven und die Zeit rauben.

    Vielen Dank und Grüße Bromi
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  9. #8
    Livestrong
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    Mir als Laie hat es geholfen das es ein Immobilienbüro war wo Architekt, Vermesser, Statiker, etc am Bord waren. Achja es ist ein GU muss die Unterschiede ab und an noch nachschlagen bin ja nur Bänker


    Findest du die 3 Jahre nicht etwas heftig ? Bis dahin kommen einen 1 Millione Ideen und immer wieder Änderungen etc . Aber trotzdem vernünftig nicht alles übers Knie zu brechen wie manch anderer hier .
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Brombadegs Beitrag anzeigen
    Was brauch ich- Planung vor dem Go
    Aber Geld ist zum Zeitpunkt des Hausbaus dann auch in ausreichender Menge
    vorhanden ?

    Ich denke mal, damit sollte es losgehen und danach kannst Du dir zunächst
    die Thread-Zusammenstellung von "mls" anschauen
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  11. #10
    Themenstarter

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    Hi,

    also bisher waren 2 Jahre geplant. Und dies liegt daran, dass mein Mann als BWLér unsere Finanzen bis ins kleinste Detail plant. Finde ich aber gar nicht schlimm.

    Sicher hast du gemerkt, dass ich Perfektionistin bin- vielleicht auch nervig. Ich möchte bis zum Baubeginn über jedes Detail was im Haus wie verbaut wird auch bescheid wissen.
    Mir sagte doch tatsächlich dieser Tage ein Verkäufer von Häusern, dass ich keine 3 fachen Fenster brauch, sondern 2 fach (ähm... also was genau das bedeutet, muss ich noch lernen, aber Rom wurde ja auch nicht an einem Tag gebaut) ausreichen würden. In solchen Situationen würde ich gern spontan antworten können, ob dieser Jemand Recht hat oder Blödsinn labert.
    Ich denke, dass neben Job, Kindern (gut, so klein sind die auch nicht mehr), Haus, Garten und eigenen Hobbys dieses Lernen schon so seine Zeit erfordert und ich die 2 Jahre auch brauchen werde.
    Klar könnte es Änderungen geben, aber irgendwie träumt man doch schon lange, wie das eigene Haus mal aussehen soll. Wenn der Plan steht, gehe ich davon aus, dass höchstens noch Steckdosen, Farbe der Dachziegel oder Fassade, eventuell Badausstattung oder die Schlafzimmer untereinander (also Tausch, wer wo hin soll) sich ändern.
    Diese Fragen hier dienen dazu, in ca 1 Jahr loszulegen und dann eine Liste zu haben, nach der ich dann abhacken kann. Dazu studieren der Baustoffe, Gewerke und gucken, was es wo für welche Preise gibt. Nebenbei noch Musterhäuser zu besichtigen oder gar Energiespartreffen (wie am 24.09. bundesweit) und dergleichen.
    Ich möchte gern auf alle Überraschungen im Bau vorbereitet sein und dann schnell wissen, was zu tun ist.

    Grüße Bromi
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  12. #11
    Themenstarter

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    hi,

    super danke. Werd ich mich nach Feierabend mal drüber stürzen. Sowas hatte ich gesucht, aber leider nicht gefunden.

    Und ja- mit BWLér im Haus- ist auch genug Geld da. Mein Mann schläft nur ruhiger, wenn kein bis kaum Kredit aufgenommen wird. Lieber wird der Gürtel bis dahin enger geschnallt. Aber seitwann ist Sparsamkeit schädlich? Ich habe jedenfalls nicht vor, beim Haus am falschen Ende zu sparen oder aber Geld zu vergeuden, wo nicht nötig.

    Grüße Bromi
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  13. #12
    Themenstarter

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    so- habe die Mittagspause genutzt, um mich durch die ersten Beiträge zu lesen und in der Raucherpause nochmal mein schlaues Buch: Wir planen und bauen unser Haus zu studieren.
    Ergebnis ist der erste Punkt auf meiner Hausbauliste:

    1) Guten, kompeten Architekt suchen /aktuelle HOAI besorgen

    ok- soweit so gut. Und wo findet man den? Soll ja auch da schwarze und faule Schaafe geben und werben dürfen die ja nicht. Wie gehe ich da am besten vor, um die Spreu vom Weizen zu trennen?

    Danke und Grüße Bromi
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13

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    Ein Möglichkeit ist:

    Spazierengehen. Häuser (neuere Bauten) suchen, die Dir zusagen.
    Dort klingeln und nach der Zufriedenheit mit dem Archi erkundigen.
    Ggf. ihn Dir benennen lassen.

    Dann ihn kontaktieren und Erstgespräch führen. Auf Bauchgefühl achten.
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  16. #14
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    hi,

    also spazieren gehen fällt schon mal aus. Wir wohnen arg ländlich ( 230 Einwohner) und hier gibts meines Wissens nach keinen Neubau. Und die einzigen Nachbarn, die relativ neu gebaut haben, mag ich nicht fragen.
    Ok- google bemüht und auch 6-8 gefunden. Nur zwei von denen haben aber eine Homepage. Ist das normal?

    Wie weit weg sollte der Architekt denn maximal sein? Die nächst größere Stadt ist 50 km (aber gute Autobahnanbindung) entfernt. Wäre das noch i.O? Dann hätte ich zumindest einen Radius in dem ich suchen kann.

    Danke Bromi- also langsam müsste ich wirklich mal arbeiten
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