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  1. #1
    Enia
    Gast

    Wäscheabwurfschacht in KG?

    Hallo,

    habe mal eine Frage an die Experten zu einem Wäscheabwurf: Dieser wurde bei uns im Haus installiert und zwar wurde ein 300er KG Rohr durch die Decke in den HWR geführt. Nun werden wir mit der Aussage konfrontiert, dass sowas nicht zulässig sei, also das Material von KG Rohren. Im Brandfall würden sehr giftige Dämpfe frei werden würden und das restliche Haus nach einem Brand der über dieses Rohr geht so hoch mit Giften (glaub es war Chlor?) belastet sei, das wir es als Sondermüll entsorgen könnten.

    Wer kennt sich da aus? Ist das wirklich so und wenn ja, muß dann das KG-Rohr raus und ausgetauscht werden (wäre eine Heidenarbeit!). Gibt es irgendwelche Brandschutzvorschriften für Wäscheabwürfe und ggf. hierfür geeignete Materialien?

    Bin um jeden Rat/Hinweis froh.
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  2. Wäscheabwurfschacht in KG?

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    "mmmh"

    warum nehmen Sie nicht nicht einfach verzinkte Lüftungschächte ... die gibt´s in allen Grössen und Formen und werden dazu gerne zwangsenteignet (!)
    .
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  4. #3
    Enia
    Gast

    @Josef - verzinkte Schächte

    Guten Morgen Josef,

    erst mal vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Das Problem, das wir haben ist leider, dass das KG-Rohr schon verbaut wurde - seufz (ist ein Neubau) und auch schon vorgemauert und verputzt und wir jetzt eben sehr verunsichert sind, ob wir das so lassen können oder nicht.

    Der Handwerker (Sanitär), ders reingemacht hat, sagt, dass das so in Ordnung wäre (ausgeschrieben war HT) und dass KG sogar noch besser als HT wäre. Ein Baugutachter, den wir wegen eines anderen Schadens da hatten meinte, dass das (KG) nicht zulässig wäre, da eben im Brandfall das Rohr

    a) wie ein Kamin - da brennbar, das Feuer nach oben leiten könnte und
    b) das Rohr beim Brennen Giftgase abgeben würde, die eine Sanierung nach dem Brandfall dann total teuer machen würden.

    Da ja unten im HWR ein Trockner steht ist ein Brand ja auch nicht gleich kategorisch auszuschließen.

    Gibt es vielleicht irgend eine DIN-Norm oder kann der Sanitärmensch sagen, dass das nach den aRdT so o.k. ist?
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    "mmmh"

    "mir" ist keine Regel der Technik bekannt die besagt daß diese KG-Rohre als Wäscheabwurfschacht zulässig oder unzulässig sind (!)
    -
    Fakt ist daß ich dutzende Häuser kenne die mittels KG-Wäscheabwurfschächte erstellt wurden ... Fakt ist aber das aus thermischen Gründen diese Rohre gedämmt gehören ansonsten gibt´s Putzrisse wegen Ausdehnungen ... Brandschutz natürlich hat der Gutachter Recht ... "aber" das Problem mit dem
    Durchbrennen durch die Etagen haben Sie auch mit den verzinkten Rohren ... vielleicht auch noch giftige Zinkdämpfe ??? ... und unverzinkt wird infolge der Thermik in ein paar Jahren der Rost mit runterfallen (!)
    -
    "vielleicht" erfinde ich noch rauh- und Feuerdichte Einwurftürchen dann wird keiner mehr meckern können
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  6. #5
    Bauexpertenforum
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    Gutachter sind auch nur Leute ...

    Nun mal die Kirche im Dorf lassen.

    Das hört sich nach Einfamilienhaus an? Dann wo ist das Problem?
    Keine Brandabschnitte. Keine Deckenöffnungen, die alle zu verschließen sind. und ne offene Treppe usw.

    @Josef: Man könnte ja die Luken mit Vorhängen aus Kevlar-Stoffen ...
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  8. #6
    Bauexpertenforum Avatar von Koni
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    Laienmeinung von mir ...

    .... und zu bedenken , wie stark muss es brennen bis dieses KG Rohr giftige dämpfe abgibt .

    ... bzw. wie ist der zustand des hauses wenn dieses rohr giftige dämpfe freigegeben hat ???

    wahrscheinlich dann eh ein fall für die abrissbirne !!
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  9. #7
    Achim Kaiser
    Gast
    *Baurechtlich* gibts m.W. da im EFH keine Auflagen was den Brandschutz angeht.

    Brandschutz ist Landesrecht, die einzelnen Anforderungen können sich geringfügig unterscheiden. Lesestoff dazu findet man, wenn man nach MLAR googelt und dann das Landesbaurecht auf die umgesetzten Dinge prüft...
    Jede Menge Info gibts dazu auch auf den Seiten von Rockwool....

    Der Werkstoff muss mindestens B2 normal entfammbar sein und das gilt für beide Rohre - PVC oder HT (meistens aus Polypropylen).

    Schlimmer als die Belastung durch das verbrennende Material ist im Brandfall die Kaminwirkung, sprich Rauchübertragung in die oberen Geschosse....ein Deckel der normalerweise verschlossen ist hilft da schon ne Menge, wenns *blos* ein Schwelbrand ist...wenns richtig brennt nutzt der allerdings nicht besonders viel...

    Beim Verbrenner von PVC wird Chlorgas frei. Dieses Chlorgas greift z.B. die Armierung der Betonbauteile an. Wie stark hängt wohl von der Menge des sich bildenden Gases ab.(persönliche Meinung...wenns *richtig* gebrannt hat, kommts auf das bischen Chlorgas auch nicht mehr an...der Schaden ist dann sowieso heftig genug).

    Der Bekannte hat zwar Recht was das Chlorgas angeht, allerdings bleibts da im Sanierungsfall nicht bei dem bischen Rohr...wenns richtig gebrandt hat, gibts jede Menge anderen Sondermüll...da kommts auf die 5 m Rohr nicht mehr wirklich drauf an...

    Nur mal wieder meine Meinung

    Gruß
    Achim Kaiser

    P.S.
    Ich bin auch kein sonderlicher Freund von PVC
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