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  1. #1

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    Drainage unter BOPLA

    Hallo zusammen,

    ich befinde mich gerade in der Planungsphase meines Neubaus.
    Gebaut wird mit GÜ, Bodengrundgutachten wurde vorher von mir selbst, später nochmal extra von GÜ in Auftrag gegeben.

    Es wurden 2 Rammkernsondierungen vorgenommen.

    - Grundwasserstand ca. 1.6m u OKG
    - sandig/lehmiger Boden, schlecht Versickerungsfähig
    - an einer Stelle auf dem Grundstück ist die Grundwassersperrende Schicht beschädigt, was zu einer verminderten Tragfähigkeit des Bodens führt
    - Gutachter schlägt eine Drainage in 70cm tiefe vor, OHNE Filtervlies mit 4/16 Kies vor um das Wasser aus dem Bereich der beschädigten Sperrschicht abzuleiten
    - auf GOK sollen dann ca. 70cm Schotterbett (damit Hauseingang auf Straßenniveau) (eventuell Geovlies unter das Schotterbett falls die Tragfähigkeit an der einen Stelle noch nicht gegeben ist) und dann eine Bodenplatte mit Abdichtungskonzept nach DIN 18195 Teil 6 erfolgen


    Was mir Kopfschmerzen bereitet ist die Drainage unter der BOPLA ohne Filtervlies. Vielleicht könnte einer der Experten sich mal kurz dazu aüßern.


    Mit freundlichen Grüßen


    Crash32
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  2. Drainage unter BOPLA

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    • wie sieht die beschädigte grundwassersperrende Schicht denn aus?
    • vor allem, wie sieht die Beschädigung aus?
    • und warum und wo genau wird durch die Beschädigung die Tragfähigkeit reduziert?
    • und wohin soll die Drainage denn ableiten?
    Geändert von Manfred Abt (12.09.2011 um 13:45 Uhr) Grund: Ergänzung
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  4. #3
    Themenstarter

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    wie sieht die beschädigte grundwassersperrende Schicht denn aus?
    Reiche ich heute Abend nach, habe das BGG im Moment nicht zur Hand.

    vor allem, wie sieht die Beschädigung aus?
    Beschädigung ist soweit optisch nicht vorhanden. Auf dem Grundstück stand vorher ein altes Haus (Sandsteinmauern, ca 50cm tief in der Erde). Das habe ich
    abgerissen. Diese "Beschädigte" Stelle ist vorallem durch 2 Sachen aufgefallen:

    Die Sandsteine wurden zu beginn an einer Ecke freigelegt (50cm tief), das Wasser stand ab da dauerhaft bis GOK in dem "Loch".
    Nach Abriss des Hauses war in diesem Bereich das Laufen wie auf Moos, das heißt der Baugrund hat stark nachgefedert, und Regenwasser ist garnicht abgelaufen, sondern nur verdunstet)
    Nach Abriss des Gebäudes habe ich an besagter Stelle ca. 80cm ein "Loch" gebuddelt um zu schauen ob nur die obere Schicht betroffen ist. Jedoch auch in 80cm tiefe lief es sich wie auf Moss.
    Der Nasse Sommer tut nun sein übriges und an der besagten Stelle steht dauerhaft das Wasser. Ein begehen/befahren ist unmöglich. Außenrum ist alles fest und ok, auch mit dem Bagger ohne Probleme befahrbar. Nur diese eine Stelle (ca. 2m*2m) ist unpassierbar da immer feucht und weich.

    und warum und wo genau wird durch die Beschädigung die Tragfähigkeit reduziert?
    Laut Aussage des BGG steigt das drückende Grundwasser bis zur GOK und durchfeuchtet den Boden komplett. Der Sand trägt dann nichts mehr.

    und wohin soll die Drainage denn ableiten?
    Die Drainage leitet in einen Kontrollschacht DN 300 und ab da in eine Versickerung weiter unten auf dem Grundstück.

    Vielen Dank.

    Crash32
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo Zusammen,

    ich zitiere nochmal kurz das Bodengrundgutachten:

    Schichtenaufbau:

    1. Sandsteinzersatz: schluffig/sandige Matrix, einzelne Sandsteinplatten, feucht bis nass, bis ca. 2.5m unter GOK

    2. Sandstein mürbe, im Bohrkern sandige Matrix (Kernschlag), mürber Sandstein, Schichtung erkennbar, nass, bis >3m unter GOK

    Im Bereich des vom BH angelegten Erkundungsschurfes ist die Bodenstruktur stark gestört und der zum Fließen neigende Sand ist wassergesättigt. Es wird empfohlen vor Beginn der Arbeiten mit Hilfe geeigneter Dränmaßnahmen das gesamte Baufeld zu entwässern und so das vorhandene Baufeld zu stabilisieren.
    Es wird die Errichtung eines ca. 0.8m tiefen Drainagegrabens als Ringdrainage um das Baufeld empfohlen.


    .....

    Sollten noch wassergesättigte, instabile, gering tragfähige Sandschichten anstehen sollte vor dem Einbau des Gründungspolsters eine Lage Geotextil - Geogitterkombination (z.B Kombigrid 40/40) eingebaut werden.


    Vielleicht helfen diese Infos weiter.

    Das mit der beschädigten Schicht hat mir der Gutachter am Telefon gesagt, steht so explizit nicht im Bodengrundgutachten.


    Gruß

    Crash32
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  6. #5
    Bauexpertenforum
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    ich habs mal hierhin verschoben, vielleicht schaut Helge hier ja mal öfter rein.
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  7. #6
    gast3
    Gast
    ich mach mir mal ein paar Gedanken - weil vestanden habe ich es noch nicht so ganz ...

    Bodengutachten wäre hilfreich
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  8. #7
    Bauexpertenforum
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    ich habs so verstanden
    • Baugrube bereits ausgehoben, dabei altes Haus abgebrochen
    • kleinen Schurf unter Baugrubensohle
    • temporär hoch anstehendes Grundwasser
    • anstehender Boden verwitterter Sandstein, schluffig, in Teilen schlecht wasserdurchlässig, dort (noch) fest
    • im Bereich des alten Hauses auch Fließsand angetroffen
    • Wassergesättigter Sand natürlich nicht tragfähig
    • Empfehlung des BG: Ringdrainage um ganze Baugrube
    • Befürchtung des BH: wird nicht ausreichen, da Boden tiefgreifend weich
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  9. #8
    gast3
    Gast
    Empfehlung des BG: Ringdrainage um ganze Baugrube
    und Geogitter in die Plempe .. das war es dann ? ... da bin ich erst einmal skeptisch.
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  10. #9
    Themenstarter

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    * Baugrube bereits ausgehoben, dabei altes Haus abgebrochen

    Das Haus wurde abgerissen, es hatte keinen Keller und war direkt auf Sand gebaut, keine BOPLA oder ähnliches, nur Sandsteine auf dem Fussboden verlegt. Das wurde alles entfernt. Ausgegraben wurde da noch nichts.

    * kleinen Schurf unter Baugrubensohle

    Der Schurf wurde quasi ab GOK 80cm tief an der nassen Stelle gemacht.

    * temporär hoch anstehendes Grundwasser
    * anstehender Boden verwitterter Sandstein, schluffig, in Teilen schlecht wasserdurchlässig, dort (noch) fest
    * im Bereich des alten Hauses auch Fließsand angetroffen

    Der Fließsand wurde genau an der nassen Stelle angetroffen, sonst nicht.

    * Wassergesättigter Sand natürlich nicht tragfähig
    * Empfehlung des BG: Ringdrainage um ganze Baugrube
    * Befürchtung des BH: wird nicht ausreichen, da Boden tiefgreifend weich

    Also ich denke schon das mit einer Drainage direkt durch den Nassen Bereich das ganze wieder trocken und tragfähig wird. (ACHTUNG LAIENMEINUNG) Nur an die Drainage komme ich außer durch Spülschächte nicht mehr ran, und das macht Kopfschmerzen.
    Gruß

    Crash32
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  11. #10
    gast3
    Gast
    also habe mir das xxx - nennen wir es die Unterlagen mal angeschaut - verstehe immer noch nicht viel mehr.

    Grundwasser bei -1,8 m
    Schichtenfolge ist demnach gut durchlässig

    Laut Aussage des BGG steigt das drückende Grundwasser bis zur GOK
    will er ansteigendes (weil gespanntes ?) Grundwasser mit Drainagen entwässern ? Wo kommt denn das Grundwasser her ?


    Das mit der beschädigten Schicht hat mir der Gutachter am Telefon gesagt
    Glaube ich nicht dran.



    Nur diese eine Stelle (ca. 2m*2m) ist unpassierbar da immer feucht und weich
    und wegen 4 m² soll das gesamte Baufeld mit Drainagen entwässert werden ?


    Entschuldigt Leute, aber ...

    wenn der Herr Kollege bei anscheinend recht gut tragfähigem (hat man zwar nicht so wiklich untersucht, aber sieht so aus) Untergrund schon 0,8 m starke Tragschichten einbauen möchte, könnte man den Bereich vielleicht auch austauschen ?

    Ich würde einfach mal eine Schmutzwasserpumpe nehmen und schauen ob man das Wasser abgepumt bekommt, wieviel nachläuft etc.

    letztendlich die 4 m² tiefer ausheben und gut ist's.


    Ansonsten sind bodenmechansiche Kennwerte, Bettungsmodul etc. auch für die Tonne


    sorry - bin gerade sauer
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  13. #11
    Themenstarter

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    Vielen Dank. für die Antwort.

    will er ansteigendes (weil gespanntes ?) Grundwasser mit Drainagen entwässern ?
    Ja, genau so habe ich das verstanden.


    Wo kommt denn das Grundwasser her ?
    Die Frage versteh ich nicht?


    Glaube ich nicht dran.
    Glauben Sie nicht daran das die Schicht beschädigt ist, oder das der Gutachter die Aussage gemacht hat?

    und wegen 4 m² soll das gesamte Baufeld mit Drainagen entwässert werden ?


    Entschuldigt Leute, aber ...

    wenn der Herr Kollege bei anscheinend recht gut tragfähigem (hat man zwar nicht so wiklich untersucht, aber sieht so aus) Untergrund schon 0,8 m starke Tragschichten einbauen möchte, könnte man den Bereich vielleicht auch austauschen ?

    Ich würde einfach mal eine Schmutzwasserpumpe nehmen und schauen ob man das Wasser abgepumt bekommt, wieviel nachläuft etc.

    letztendlich die 4 m² tiefer ausheben und gut ist's.
    Das heißt, ich sollte mal ausbuddeln, Schmutzwasserpumpe rein und beobachten?
    Ich denke nicht das da besonders viel nachläuft.


    Gruß

    Crash32
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  14. #12
    gast3
    Gast
    gespanntes Grundwasser hat man ggf. mit einer abdichtenden, gering durchlässigen Schicht (um es mal nicht zu komplziert zu machen)

    Grundwasser 0,5 Std. nach Bohrende: 1,8 m - darüber (nach Gutachter) keine gering durchlässigen Schichten - also verstehe ich nicht, wie das gehen soll - ergo: glaube ch erst mal nicht an Grundwasser, Sperrschichten etc..

    egal: wenn da nicht viel Wasser nachläuft: baubegleitend abpumpen, Matsch raus, Schotter rein ... wenn doch, noch mal nachdenken (am Besten beim Pumpen dirket Fördermenge und Absesnkung messen)

    lass dir lieber mal ein Bettungsmodul von 5 (war doch so - oder) nachweisen.


    also: wirtschaftlich geht anders
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