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warum Schweißbahn auf Kellerboden?

Diskutiere warum Schweißbahn auf Kellerboden? im Forum Abdichtungen im Kellerbereich auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    warum Schweißbahn auf Kellerboden?

    Guten Abend!

    Info vorweg, Einfamilienhaus, Keller steht halb in Boden (Grundstück hat 7% Gefälle), Der Lastenfall was das Wasser angeht ist der einfachste, also in der Erde ist ales "furztrocken".

    Auf dem Kellerboden wird eine Schweißbahn aufgebracht, zum abdichten sagen Architekt, Bauaufsicht und weitere. Unter den Wänden sind bereits welche.
    Was ich nicht verstehe ist, was soll die denn abdichten?
    Wo soll denn das Wasser her kommen gegen das abgedichtet werden soll?
    - Kommts von unten, dann stimmt doch was anderes nicht und es muss reagiert werden.
    - Für den fall das die Bodenheizung ausläuft? ....Dann muß die ja repariert werden und fertig.
    Fakt ist, diese Abdichtung ist so geplant und soll auch rein, aber ich will begreifen für was die da ist.

    Gruß,

    Martin
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  2. warum Schweißbahn auf Kellerboden?

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  3. #2

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    Öhm, ich kann dir nur weiter geben, was mir damals verklickert worden ist.

    Der Beton, wennn in WU, ist zwar wasserundurchlässig aber nicht diffusionsdicht. D.h. die Feuchtigkeit kann trotzdem über den Boden aufsteigen.
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  4. #3

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    Das ist einfach eine Dampfsperre gegen aufsteigende Bodenfeuchtigkeit in Dampfform. Dagegen ist Beton nämlich nicht dicht... Selbst WU-Betonkeller sollen gegen Wasserdampf noch mal extra schwarz gespachtelt werden...

    Ausserdem: Kostet wenig, wenn man es machen lässt.

    Kostet viel, wenn man es nicht machen lässt und dann einen Feuchte-Schaden hat...
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  5. #4
    Themenstarter

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    Dampf also

    Hallo,

    jetzt kommt auch bei mir langsam Licht ins dunkel, es handelt sich also garnicht um Wasser in flüssiger Form, sondern um Wasserdampf, also Luftfeuchtigkeit etc.?
    Kosten tut dies schon ein bißchen (G200 S4), aber da meine "engsten Berater" mir die Schweißbahn dringend empfohlen haben hätte ich sie eh eingebaut.

    Gruß,

    Martin
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  6. #5

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    Hallo,
    Ja, richtig, gegen Diffusion, es macht m.E. aber wenig Sinn die Bopla abzudichten, wenn die Wände (von außen) nicht auch gegen Diffusion abgedichtet werden z.B. mit KMB.
    Genaugenommen müsste es sich um eine G200 S4 Al handeln, also eine Bahn mit Alueinlage, nur die sind Dampfdicht. Preis so um die 5€/qm, im Dachdeckereinkauf sicher noch ein Stück günstiger. Reiner Materialpreis ohne Arbeit! Insgesamt gesehen haben die Preise für Bitumenschweißbahnen in den letzten Monaten deutlich angezogen.
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6
    Synthie
    Gast
    Das ist einfach eine Dampfsperre gegen aufsteigende Bodenfeuchtigkeit in Dampfform. Dagegen ist Beton nämlich nicht dicht... Selbst WU-Betonkeller sollen gegen Wasserdampf noch mal extra schwarz gespachtelt werden...
    Das hängt von der Nutzung des Kellers ab, ob 'normaler' Keller oder Wohnraum.

    Was ich bei der Diffusion nicht vestehe ist, dass doch hier der Über- bzw. Unterdruck ein Rolle spielt. Wenn also die Temperatur der Raumluft höher ist als jene der Außenluft, dann entsteht ein Überdruck.
    Nun, in der Regel ist doch die Raumluft eines gedämmten Kellers, auch im Winter bei starken Minusgraden im zweistelligen Bereich (z.B. 13 - 14° Celcius), die eines bewohnten Kellers meist über 20° Celsius. Wenn das umliegende Erdreich jedoch bei 0 - 7° liegt, findet doch die Diffusion von Innen (warm) nach Außen (statt).

    Im Sommer erreicht das Erdreich auch keine höhere Temperaturen als die Raumluft innen. Ich sehe hier einen möglichen Transport von Außen nach Innen nur im Sockelbereich im Sommer.

    Meine Frage ist also: Ist dann eine diffusionsdichter Anstrich außen nicht kontroproduktiv?

    Ich bitte um Aufklärung, denn ich möchte das endlich mal verstehen.

    Synthie
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  9. #7

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    Druck und Temperatur

    korrelieren nur in einem geschlossenen System. Also hat der Luftdruck mit der Temperatur erstmal nichts zu tun. Ansonsten ist der Luftdruck im Haus in etwa gleich dem momentanen Außenluftdruck. Der Luftdruck im Boden reagiert mit zeitlicher Verzögerung von bis zu mehreren Tagen.
    Dann gibt es noch den Dampfdruck, der von der Sättigung abhängt und die ist in der Bodenluft, auch unter Gebäuden, u.U. sehr hoch.
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