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Falsche Massen u. Pauschalpreisvertrag

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  1. #1

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    Falsche Massen u. Pauschalpreisvertrag

    Hallo,

    das LV Rohbau für unser EFH wurde von unserem Ingenieur erstellt (LP1-8).
    Es hat sich in Nachhinein herausgestellt, daß die Massen Aushub nur 25% des im LV angegebenen Volumens entsprechen, die anderen Massen werden derzeit noch geprüft (extern).
    Unser Ing. wurde vorab schriftlich von uns aufgefordert, die Massen Aushub zu erklären. Hat erklärt, u. mir immer wieder Mißtrauen vorgeworfen.
    Es wurde ein Pauschalpreisvertrag mit dem Rohbauer geschlossen (dieser wollte die Massen noch mal komplett durchrechnen u. neues Angebot f. Pauschalpreis vorlegen, lt. Ing.). Vertrag über Pauschalpreis wurde geschlossen, Wochen später gestand unser Ing. auf Druck, es habe kein solches Angebot gegeben.
    Der Pauschalpreis wurde gegenüber dem Einheitspreis-Angebot um knapp 3% reduziert, der Schaden ist also überschaubar, wenn nicht noch andere Fehlmassen dazukommen...
    Muss komplett gezahlt werden? Übel ist der Vertrauensbruch unseres Ing.

    Gruss

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  2. Falsche Massen u. Pauschalpreisvertrag

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  3. #2

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    ....macht der Ing. das zum ersten Mal?

    75% zu wenig....wir reden da nicht von zwei LKW Ladungen!

    Das weiß fast jeder Hausbauer nach dem ersten Haus, was da in etwa zusammenkommt, je nach Gelände, Einbautiefe des Kellers....etc

    Was hat er denn erklärt, nach eurer schriftlichen Anfrage?

    " Der Pauschalpreis wurde ggüber dem ...um 3% reduziert."

    Wieviel Unterschied ist effektiv zwischen altem und neuem Pauschalpreis?
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  4. #3

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    Jetzt mal immer mit der Ruhe.
    Ganz verstehe ich die Sachlage auch noch nicht.
    Also es hat eine Ausschreibung gegeben mit Leistungsverzeichnis; Positionen mit Leistungstext, Einheiten und Vordersätzen (Mengen).

    Daraufhin hat es Angebote gegeben. Mit einer Firma hat man dann näher verhandelt; diese zu einem Pauschalangebot aufgefordert und dann einen Pauschalpreisvertrag geschlossen, der 3% niederiger ist als das einstige Einheitspreisvertragsangebot?
    Ist das so korrekt?

    Du schreibst etwas von Erdaushubmengen... Das Haus besteht aber nicht nur aus Erdaushub; was ist denn mit den anderen Mengen wie Beton einschl. Betonstahl und Mauerwerk?

    Ach ja; sind aussagekräftige Pläne mit in den Vertrag geflossen und eine ordentliche Baubeschreibung?
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  5. #4

  6. #5
    Themenstarter

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    Hallo,

    @Bernix: 75% zuviel angegeben, nicht zuwenig.

    @RMartin: Korrekt, aber ein Pauschalpreisangebot hat es lt. Planer nie gegeben, hat er im Nachhinein eingeräumt. Dann wäre der Einheitspreis mit 3%Skonto besser gewesen, bei diesen Abweichungen.
    Es gab ein LV mit Markenan- und Qualitätsvorgaben für Material, sowie Art der Ausführung (Stärke Mauerwerk, BoPlatten etc.). Werkpläne lagen vor.
    Was ist unter einer Baubeschreibung zu verstehen?
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  7. #6
    Baufuchs
    Gast
    Nur mal am Rande (hat mit rechtlicher Situation nix zu tun, da mögen sich Anwälte tummeln):

    Was, wenn der BU sich in einzelnen Positionen bei der Massenermittlung zu seinen Ungunsten um 75% verhauen hat? Zahlst Du dann ohne Gegenwehr mehr, oder berufst Du dich dann auf den Pauschalpreis?
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  8. #7
    planfix
    Gast
    oder was wenn der ing bei der berechnung arbeitsraum und böschung nach vorschrift gerchnet hat und der BU hier gespart hat?
    das erklärt mal nicht gleich 75%, aber ein paar sattelzüge macht das auch.
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  9. #8

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    sehr gutes Stichwort von Planfix. Wer hat denn eigtl. die tatsächlichen Aushubmengen ermittelt, wonach Du (cookie) nun meinst, dass viel mehr ausgeschrieben war?
    Und auf welcher Grundlage ist das ermittelt worden? Der BU wirds ja nicht ermittelt haben; warum sollte er...
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  10. #9
    Themenstarter

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    Gutachter hat es berechnet.
    Wir selbst sind auf 50% des Volumens gekommen (haben 30cm Mutterbodenabtrag dazugerechnet, der extra zu berechnen ist) und großzügig hochgerechnet, um eine Hausnummer zu haben.
    Ich will auch keinen Streß, aber die Unterschiede irritieren schon.
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  11. #10
    Bauexpertenforum
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    ich seh auch das Hauptproblem darin, dass das Vertrauen zum Planer gestört wurde.

    Bzgl. Bezahlung: wenns nicht um wirklich viel Geld geht würde ich den Sachverhalt einfach mal beim BU bekannt machen. Über die Bauzeit kanns noch die eine oder andere Situation geben, wo auch mal der BU einfacher zum Stillhalten überredet werden kann, wenn er weiß, dass da schon mal was war.
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  12. #11
    Themenstarter

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    Hallo Manfred Abt,

    ja, das ist das Problem, das Verhältnis ist zerrüttet, die Massen Aushub sind nur ein Punkt.
    BU und Planer können gut miteinander, mehr möchte ich nicht schreiben.
    Vielleicht gibt es an anderer Stelle Fehlmassen, damit sich alles ausgleicht, das wäre ja o.k.
    Bei den Berechnungen unseres Ing. wird einem -leider- Angst, bei der Ausschreibung Dachdecker wurden Positionen vergessen, der lt. Angeboten angesetzte Betrag hat sich daher um 70% erhöht, ohne Änderung der Qualitäten..., aber hier haben wenigstens die Massen gestimmt.
    Da macht man sich so seine Gedanken, aber ich will nicht jammern.
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  13. #12

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    BU und Planer können gut miteinander, mehr möchte ich nicht schreiben.
    da habe ich immer den eindruck, dass der herr ingenieur nicht die interessen des bauherrn oder der baufrau vertritt, sondern andere interessen hat.

    zerrüttete verhältnisse sind die zwangsläufige folge.

    andererseits ist es kein beinbruch, dass mal etwas schief läuft. fehler in der mengenermittlung können passieren, dann sollte man auch dazu stehen und den fehler beseitigen, bevor schäden eintreten. sollte der ingenieur nicht zu seinen fehlern stehen und die fehler beseitigen, dem bauherrn stattdessen weiter misstrauenvorhaltungen machen, dann ist es sinnvoll sich mithilfe eines anwalts von solchen dienstleistern zu verabschieden.
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  14. #13
    Themenstarter

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    Hallo,

    @Rolf: Soweit ist es, RA ist tätig, Planer vermutlich in einer Art Schockstarre seitdem. Aber egal.

    Was ist zu tun? Wenn ich nur die verbauten Massen bezahle, begehe ich doch keinen Vertragsbruch, oder? Diesen sollte dann der BU nachweisen, anhand Lieferscheinen. Einige Tausender sind es schon.
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  16. #14

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    Was ist zu tun? Wenn ich nur die verbauten Massen bezahle, begehe ich doch keinen Vertragsbruch, oder? Diesen sollte dann der BU nachweisen, anhand Lieferscheinen. Einige Tausender sind es schon.
    Moment mal. Also wenn Ihr wirklich einen Pauschalpreisvertrag habt, dann wird nicht nach tatsächlich verbauten Massen abgerechnet. Und nachweisen muss der BU dann auch keine Massen.
    Wenn wirklich ein Pauschalpreisvertrag vorliegt.

    Das müsstest Du aber langsam mal wissen. Auch wenn 'Dein Ing.' da vielleicht bisschen 'sein eigenes Ding' gemacht habt; unterschrieben hast Du doch wohl den Vertrag nach dem nun gebaut wird?!
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  17. #15
    wasweissich
    Gast
    Zitat Zitat von cookie Beitrag anzeigen
    Es wurde ein Pauschalpreisvertrag mit dem Rohbauer geschlossen (.............Vertrag über Pauschalpreis wurde geschlossen,
    und nun soll der BU sich an den pauschalierten preis halten , und du pickst dir dann die rosinen raus ....

    ob das gutgeht .... ?

    und wenn dann irgendwo mehrmassen kommen ???
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