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  1. #1

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    WDVS Abdichtung Sockelbereich, Anschluss Abdichtung Dach

    Hallo zusammen,

    hatten die Woche einen Termin mit unserem Gutachter und da bei sind ein paar Punkte aufgestossen. Der Architekt hat diese nicht bemerkt bzw. sagt nun, dass die kein Problem wären. Sind daher leider etwas ratlos was nun gilt:

    1. Abdichtung Mauerwerk im Sockelbereich (Liaporwand mit 120 WDVS). Die Diskussion geht darum, ob die Abdichtung mit Dichtschlämme o.ä. auf der Liaporwand erfolgen sollte (Gutachterin). Leider wurde das WDVS ohne vorhergehende Abdichtung an die Wand angebracht, da lt. Architekt und Verputzer die Abdichtung auf dem WDVS ausreichend wäre. Wer hat nun recht? Gibt es hier eine Richtlinie oder Detail?

    2. Im Bereich des Flachdaches ist derzeit Dampfsperre aus Bitumenschweißbahn aufgebracht worden. Der Verputzer hat das WDVS schon angebracht, Gefälledämmung und finale Abdichtung sind noch nicht angebracht. Frage ist jetzt, ob wie der Gutachter sagt, die Abdichtungsbahn im Sockelbereich zunächst vor dem WDVS verlaufen sollte und dann hinter das WDVS wandern sollte? Architekt und Verputzer sagen wiederum, die andere Lösung würde auch passen, sprich die Abdichtung vor dem WDVS hochzuführen. Habe mal versucht im Anhang das zeichnerisch darszustellen.... hoffe ist halbwegs ersichtlich was ich meine. :-)

    Danke für Eure Unterstützung.
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  2. WDVS Abdichtung Sockelbereich, Anschluss Abdichtung Dach

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Abdichtung vor dem WDVS hochzuziehen taugt meiner Meinung nach gar nix...

    Ich mach das so wie du das gezeichnet hast mit dem kleinen Unterschied das ich vor den Wandanschluß eine hochwertige PUR-Dämmung nehme und dadurch eine Tropfkante erreiche. Sieht meiner Meinung nach netter aus...

    Ich führe die Dampfsperre an der Wand hoch, stelle da die PUR-Dämmung vor und davor stelle ich eine OSB-Platte. Alles komplett durchbohren, festdübeln, ein Folienblech aufschrauben (deswegen die OSB-Platte). Auf das Folienblech kommt dann die Sockelschiene des Putzers. Das Folienblech geht an der Wand noch 10 cm hoch, so kann auch unten nix hinterlaufen werden...

    An das Folienblech wird dann die Abdichtung angeschlossen...

    Dadurch, das eine OSB-Platte mit Folienblech den senkrechten, sichtbaren Teil der Abdichtung darstellt ist das auch mechanisch stabil und trittfest...

    Ich traue Mietern da nie Eine Folie ist schnell mal beschädigt, wenn da nur Dämmung hinter ist und davor 1,5 mm Folie. Ein mal nicht aufgepasst mit dem Tisch und du hast ein Loch reingestoßen.

    Lieber Folienblech mit Holz dahinter...
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  4. #3
    Avatar von Hundertwasser
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    zu Punkt 1
    Bevor die Perimeterdämmung angebracht wird muss eine intakte Vertikalabdichtung bis 30 cm über Geländeoberkante auf dem Mauerwerk angebracht sein. Stichwort DIN 18195. Wenn das ein Architekt nicht weiss soll er sich seine Studiengebühren wieder auszahlen lassen.

    Perimeterdämmung wird dann aufgeklebt und die Abdichtung vor dem WDVS nach unten auf die Mauerwerksabdichtung geführt. Die meisten WDVS Hersteller haben einen ganzen Sack voll Detailzeichnungen für solche Fälle. Beispiel!

    zu Punkt 2
    Kann ich mir gerade nicht vorstellen wie das funtionieren soll. Sieht aber nach Bastelwastellösung aus. Auch hier mal in den Unterlagen des Systemherstellers nachsehen.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Danke, für eine Rückmeldung. Leider ergeben sich für mich leider ein paar weitere Fragen bzw. muss ich meine Ausführungen etwas detaillierter darstellen:

    1. Der Keller ist eine weiße Wanne, im Übergangsbereich von Kellerwand zu KG-Decke und dem Liapor-Mauerwerk wurden Perimeterdämmplatten vollflächig mit Bitumenkleber befestigt. Lt. Aussage des Architekten und des Verputzers sollten wir daher keine Probleme mit der Abdichtung in diesem Bereich erhalten und die Dichtschlämme könnte auf dem Armierungsputz und dem WDVS aufgetragen werden. Seht ihr hier weiterhin Probleme?

    2. Thema Sockelputz: Hatte hierzu auch keine ganz eindeutige Aussage gefunden: aus optischen Gründen würden wir gerne den Aussenputz bis zum Boden durchlaufen lassen, sprich das man diesen u.E. hässlichen Sockelputz nicht hat. Architekt und Verputzer haben hier aber Bedenken angemeldet. Ich frage mich, ob es hier nicht eine fachgerechte Lösung gibt bei der man optisch auch ein durchgängiges Bild erzielt. Bei vielen Häusern habe ich gesehen, dass dies gemacht wird. Haben die alle clevere Architekten und Verputzer als wir die eine andere Lösung kennen oder nehmen die einfach alle die Risiken in Kauf? Wie seht ihr das?

    3. Thema Fassadenabdichtung Fensterbank: Die Gutachterin hatte bemängelt, dass das WDVS und der Putz nicht vollständig das Bordprofil eingeputz hat. Nach Fertigestellung soll das Bordprofil wohl 10mm überdeckt sein. Ist das ausreichend? gibt es hier eine Richtlinie?

    4. Gibt es eine Seite wo man als Laie kostenlos Richtlinien/Fachempfehlungen runterladen kann? Bin bis dato nur über kostenpflichtige Sachen gestolpert.

    Nochmal Danke für eure Unterstützung.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von H.PF Beitrag anzeigen
    Abdichtung vor dem WDVS hochzuziehen taugt meiner Meinung nach gar nix......
    Deine Meinung (sorry für die harten Worte) ist hier nicht wichtig. Der TE fragte nach regelkonform

    Zitat Zitat von Hundertwasser Beitrag anzeigen
    zu Punkt 1
    Bevor die Perimeterdämmung angebracht wird muss eine intakte Vertikalabdichtung bis 30 cm über Geländeoberkante auf dem Mauerwerk angebracht sein. Stichwort DIN 18195. Wenn das ein Architekt nicht weiss soll er sich seine Studiengebühren wieder auszahlen lassen.
    Hundertwasser - Du Dir Dein Lehrgeld bitte auch.
    Hier geht es nicht um einen Geländeanschluß, sondern um einen Flachdachanschuß.

    Und da ist die (wenn ichs richtig verstanden habe) geplante Ausführung völlig i.O.
    Also
    • Dampfsperre aufs Dach und an der Wand hochziehen.
    • WDVS
    • Abdichtung vor dem WDVS bis 15 cm über OK wasserführende Schicht (ggf auch Anstauhöhe) hochziehen.

    Wichtig dabei ist nur eine fachgerechte Befestigung der Lagesicherung und (je nach Abdichtungsmaterial) ggf. eine Verwahrung des Wandanschlusses.

    Bestellen Sie der Gutachterin einen schönen Gruß - sie muss ihre Existenzberechtigung nicht dadurch nachweisen, dass sie Mängel herbeiredet und den Bauherren wuschig macht.

    Eine Abdichtung HINTER dem WDVS ist natürlich auch möglich, wenn die anderen Randbedingungen eingehalten werden (Perimeterdämmmaterial, Putz für die entsprechende Belastung geeignet, Abdichtung des "Sockel"bereichs usw.), aber durch die Aufbaustärke der Abdichtung + Lagesicherung und den schadenanfälligen Aufbau des WDVS konstruktiv anspruchsvoller und meist auch teurer!
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  7. #6
    Avatar von Hundertwasser
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    Nee Ralf, in Punkt 1 geht es um den Sockelbereich der Fassade. Erst in Punkt 2 um das Flachdach. Und ich bleibe dabei: Ohne die Details des jeweiligen WDVS-Herstellers zu beachten geht die Sache schief.

    zu Punkt 2:
    Was mir persönlich ncht gefälltg ist die Durchführung der Vertikalabdichtung durch die Dämmung hindurch. Die senkrechte Wand ist ja wohl eine Betonattika. Kann man daq nicht die Vertikalabdichtung bis zur Attikaabdeckung hochziehen?

    zu Punkt 1
    verweise ich noch mal auf meinen ersten Beitrag.

    Oberputz auf Kunstharzbasis kann bis ins Erdreich geführt werden wenn die erdberührten Bereiche zusätzlich mit einem Feuchteschutz versehen werden.
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7
    Themenstarter

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    Danke für die Rückmeldungen. Hab gesehen, dass die doppelte Nummering vielleicht bissl doof war :-(

    @Ralf: ja, das Verständnis war richtig. Die Folienabdichtung soll mit einem Blech an der Wand befestigt werden und diese Blech dann in so eine Putzanschlussleiste eingeklingt werden. Gibt's denn für so etwas Richtlinien oder Ausführungsbestimmungen, die so etwas festlegen? Im Anhang mal ein Foto von der geplanten Konstruktion.

    @Hundertwasser: Die Vertikalabdichtung bis zur Attikaabdeckung hochziehen wird in dem Bereich wahrscheinlich nicht gehen, da es eine Dachterrasse ist. Wird wohl auch blöd aussehen, finde die kleine Blechlösung auch nicht wirklich optisch gelungen.

    Bzgl. Putz auf Kunstharzbasis, bedeutet dies das man das gesamte Gebäude so ausführen müsste oder nur den Sockelbereich? Ist wohl derzeit 2mm Scheibenputz vorgesehen, die Armierung ist schon drauf. Wie führt man denn den Feuchteschutz aus?

    Wäre auch für eure Einschätzung zu dem Thema Sockelabdichtung und Bordprofil dankbar :-)
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  10. #8
    Themenstarter

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    Guten Morgen,

    könnt Ihr mir bzgl. der übrigen Punkte auch weiterhelfen? Wäre für eure Einschätzung dankbar.

    Danke und Gruß
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