Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. #1

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    Trittschall-/Wärmedämmung: 1. oder 2. Lage

    Hallo Forum,

    gegeben: Stahlbetondecke des EG, d=20 cm, darauf soll 6 cm Dämmung, 5 cm Estrich, 1 cm Fertigbelag - keine Fußbodenheizung.

    Frage:
    1. Lage = Trittschalldämmung (da weicher z.B. EPS DES WLG045)
    2. Lage = Wärmedämmung (z.B. EPS DEO WLG040)

    oder genau umgekehrt: Wärmedämmung unten, darauf Trittschalldämmung?

    Gruß

    Tommi
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  2. Trittschall-/Wärmedämmung: 1. oder 2. Lage

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  3. #2
    Themenstarter

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    /*Ironie on

    Ich muß doch hoffentlich keine Umfrage starten und die Mehrheit entscheidet :-)

    /*Ironie off

    Gruß Tommi
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  4. #3
    Avatar von bauhexe
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    gegeben: Stahlbetondecke des EG, d=20 cm
    Wozu die Wärmedämmung? Ist oben kein Wohnraum??
    >>>Dann wozu die Trittschalldämmung???
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  5. #4
    Lebski
    Gast
    Gute Frage, bauhexe.

    Grundsätzlich:
    auf die Decke das weichere Material (Tritschalldämmung)
    unter den Estrich das steifer Material (Wärmedämmung)
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  6. #5
    Achim Kaiser
    Gast
    Gute Frage ;-))

    und es gab und gibt unterschiedliche Auffassungen.

    Früher wurde mehrheitlich die Meinung von Lebski vertreten - Trittschalldämmung (weich) auf dem Beton, drüber Wärmedämmung (hart).

    Heute geht die Mehrheit in die andere Richtung - unten Wärmedämmung (hart) und drüber die Trittschalldämmung (weich).

    Begründung die immer - nicht offiziell - dazu abgegeben wird ...
    Durch die auf dem Fußboden verlegten Rohrleitungen aller Art, muss zuerst eine Ausgleichsschicht geschaffen werden - dies geschieht mit *hartem* Material....drüber kommt die Trittschalldämmung vollflächig ohne irgendwelche Kunstschnitzarbeiten, Aussparungen und Beschädigungen....

    Welche Lösung nun schlussendlich tatsächlich die besseren Werte liefert....keine Ahnung ... ich durfte noch nie ein BV 2x machen um einen direkten Vergleich messen zu können. *Gewaltig* dürften die Unterschiede bei sauberer Verarbeitung m.M. nach nicht sein.

    Ein Fall für ne Untersuchung an nem Forschungsinstitut...vielleicht kennt ja jemand nen *aktuellen* Bericht dazu....

    Gruß
    Achim Kaiser
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  7. #6
    Themenstarter

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    543
    @Bauhexe:

    Ich erkenne den Widerspruch nun auch. Natürlich ist im DG auch beheizter Wohnraum, also ist auf dem DG-Boden keine Wärmedämmung notwendig.

    Dann genügt es also die 6 cm mit (weicher) Trittschalldämmung zu versehen, damit man im EG nicht das "Gepolter" von oben hört?


    Beim EG (gegen unbeheizten Keller) stellt sich die Frage nach der Reihenfolge der Lagen jedoch wieder.


    Oder braucht es hier - weil der Keller unbewohnt ist - diesmal keine Trittschalldämmung, also nur (harte) Wärmedämmung?


    @Achim Kaiser: Genau diese unterschiedlichen Aussagen habe ich auch gehört, deshalb die Frage.

    Gruß Tommi
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  8. #7
    Lebski
    Gast
    Die Trittschalldämmung sollten Sie nicht einsparen, sonst könnte es zu Körperschall kommen.

    Meine Aussagen stützen sich auf einen Fachartikel von Hr. Skibba, den ich als SV für Estriche als sehr gut einschätze.

    http://www.best-estrich.com/pdf/ast.art.skibba.290.PDF

    Seite 5 wer Nachlesen will...
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  10. #8
    Achim Kaiser
    Gast
    @Tommi

    Wenn du 6 cm für den Aufbau zur Verfügung hast, dann solltest du keine Platten mit 6 cm vorsehen sondern den Aufbau 2-lagig machen...z.B. 40 mm Wärmedämmung PS 20 SE 40 und eine Trittschalldämmplatte PST 22/20 SE (die neuen EU-Bezeichnungen such ich nun nicht raus ....). 40 mm Ausgleichsschicht im Dämmungsaufbau ist regelmäßig das Mindeste das es braucht um die Rohrleitungen und Elektrogeschichten auszugleichen...

    Zusätzliche Begründung warum die Ausgleichsschicht auch *hartem* Material gemacht werden soll, kommt vermutlich aus dem vermehrten Einsatz von *Tackersystemen* in den Fußbodenheizungen. Jede Systemplatte wie z.B. Rolljet und vergleichbare haben als Systemplatte auf der die Tacker befestigt werden eine Trittschalldämmplatte unter der Folienverstärkung....und Trittschalldämmplatte auf Trittschalldämmplatte 2-lagig ist nicht Regelkonform.

    Die max. Zusammendrückbarkeit des Dämmungsaufbaus darf 5 mm nicht überschreiten...

    Ich würde auch im EG nicht auf eine Trittschalldämmung verzichten.

    Zudem ist die Trittschalldämmung noch einige Cent pro m² preisgünstiger als die Wärmedämmung (deswegen wird allerdings auch hin und wieder gepfuscht und 2 Lagen Trittschalldämmung irgendwo regelwidrig reingegeigt....)

    Hier ist auf Seite 7 beschrieben wie das aussehen soll....

    http://www.haustechnikdialog.de/down...MerkblattA.pdf

    Gruß
    Achim Kaiser
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  11. #9
    Avatar von Berni
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    Trittschalldämmung unten

    @ Achim Kaiser
    In Deinem Merkblatt steht: Bei zweilagiger Dämmschicht "sollte".......
    In der DIN 18560 steht: "muß" der Dämmstoff mit der geringeren Zusammendrückbarkeit oben liegen. Dies gilt nicht für trittschalldämmende Heizsystemplatten und auch nicht für die Fälle des Rohrausgleichs mit Wärmedämmplatten.
    Die DIN tendiert kanz klar zu Dämmschichten mit geringen Zusammendrückbarkeiten. Wo ein zu verbesserndes Trittschallschutzmaß erbracht werden muß, ist diese Schalldämmung natürlich durchgängig zu verlegen. Das kann aber längst nicht bedeuten daß ich im KG., EG. (wenn im KG. kein Wohnraum), oder im EG. auf Sohlplatte mit weichen Dämmplatten arbeite. Bei Fußbodenheizungen macht es meines Erachtens jawohl auch Sinn, wenn die Dämmung mit dem besseren Wärmedämmwert direkt unter den Rohren eingebaut wird.
    Zum Ausgleich der Rohbetondecken: In den seltensten Fällen kann eine druckbelastbare Platte als Ausgleich für Rohre eingebaut werden. HT-Rohre für Staubabsaugung, kalt- und warmwasser führende Rohre, Vor- und Rücklauf Heizungsrohre in verschieden Stärken, Leerrohre Elektriker oft auch in mehreren Stärken können nur fachgerecht durch einen gebundenen Ausgleich "überwältigt" werden, und nicht durch "Puzzlearbeiten". Ebenso punktförmige Erhebungen von zum Beispiel Schweißbahnen, welche an Überlappungspunkten schon bis zu 15mm ausmachen. Wie soll da noch eine druckbelastbare Platte vollflächig aufliegen. Ebenso können keine Winkeltolleranzen der Decken mit harter Dämmung ausgeglichen werden. Wenn dann auch noch eine Diffusionssperre eingebaut werden soll, und das auch noch fachgerecht bei 12cm Gesamtaufbau, dann ohne Ausgleich Gute Nacht.
    Hier kann es keine unterschiedlichen Meinungen oder Auffassungen geben, es gibt nur "eine DIN 18560" die den Aufbau regelt.
    Warum habe ich mich jetzt so über Ausgleiche losgelassen? Weil die DIN 18560 Rohrleitungen immer noch als Ausnahme darstellt. Sind keine Rohre auf der Rohdecke, gibt sie ja ganz klar vor, daß die weichere Dämmung unten liegt. Dies müßte genau so eingehalten werden, wenn zunächst ein Ausgleich eingebracht werden müßte, der Unebenheiten und Winkeltolleranzen im Untergrund ausgleicht.
    An dieser Stelle muß den Planern und den Ausführenden, die so weiterpfuschen ein Armutszeugnis ausgestellt werden.
    @ Tommi
    Im OG. erst Wärmedämmung oder gebundenen Ausgleich auf Höhe der Rohrleitungen, dann durchgängig Trittschalldämmung.
    Im EG. Ausgleich oder nur Wärmedämmung. Bei Parkett oder PVC-Belag würde ich die Dämmung zumindest mit PE-Folie 0/2 abdecken, diese mindestens 20cm überlappen.
    MfG.
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