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Richtiger Kamin oder Ofen für KFW70 Neubau

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  1. #1

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    Richtiger Kamin oder Ofen für KFW70 Neubau

    Hallo Leute,

    wir haben ein KFW70 Einfamilienhaus geplant. Im nächsten Monat geht es los mit der Grundsteinlegung.

    Für die gemütliche Atmosphäre und als Zusatzheizung möchten wir einen Heizkamin oder Heizofen im Wohnzimmer. Dieser Raum besitzt eine Grundfläche von ca. 70 m² und eine - zu 90% geöffnete Tür - zum offenen Treppenhaus. Das gesamte Haus verfügt über eine Wohnfläche von 168 m² ohne Keller.

    Aktuell steht in der Planung lediglich der Schornstein fest. Es wird ein Schiedel mit 20 cm Innendurchmesser, integriertem Lüftungszug und einer Gesamthöhe von ca. 5,5 m. Ein Sicherheitsdruckwächter für die KWL ist ebenfalls vorhanden.

    Wir waren nun bei div. Ofenbauern und haben uns über die diversen Möglichkeiten informiert. Wenn ich ehrlich bin, bin ich nun noch unschlüssiger als zuvor - jede Firma zeigt irgendwo andere Lösungsansätze und trifft andere Aussagen.

    Was mich vor allem verwirrt sind die Aussagen zur Heizleistung der Heizquelle. Das Spektrum reicht von 2 bis 7 kW. Meiner Meinung nach eine sehr große Differenz. Während uns der eine unbedingt einen Heizofen (Schwedenofen) mit ca. 6 kW für 2.500 € verkaufen möchte. Rät der nächste davon grundsätzlich ab, da der Ofen für unseren Wärmebedarf zu sehr heizt und das Klima im Wohnzimmer unerträglich macht. Er empfiehlt uns einen Grundofen mit ca. 2-3 kW Leistung für knapp 8.000 €.

    Als Budget hatten wir ursprünglich mal ca. 5.000 € eingeplant. Wenn es sich machen lässt, würden wir den Heizkamin bevorzugen. Wir könnten aber auch mit einem schicken Heizofen leben. Ist wie so oft letztendlich auch eine Budgetfrage.

    Was meint ihr bzw. vermutlich gibt es hier Leute in einer ähnlichen Situation?

    Mfg,
    lionheart
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  2. Richtiger Kamin oder Ofen für KFW70 Neubau

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  3. #2

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    Zitat Zitat von lionheart Beitrag anzeigen
    ... Rät der nächste davon grundsätzlich ab, da der Ofen für unseren Wärmebedarf zu sehr heizt und das Klima im Wohnzimmer unerträglich macht. ....
    Der Mann hat Ahnung.

    Gerade bei hoch gedämmten Häusern ist ein Holzofen immer mit Vorsicht zu genießen. Daran ändert auch eine geöffnete Tür in´s Treppenhaus nichts. Die Sprüche wie "das verteilt sich im Haus" kann man vergessen, das hat noch nie funktioniert und wird auch nie funktionieren. Die Physik ist eindeutig.

    Zuerst einmal sollte man entscheiden, wie intensiv der Ofen genutzt werden soll. Dann braucht man die Heizlast des Aufstellraums. Man kann auch überlegen, ob man nicht einen wasserführenden Einsatz verbaut und die überschüssige Energie somit den restlichen Räumen zur Verfügung stellt. Dazu die gesamte Heizlast unter die Lupe nehmen.

    Nebenbei darf man auch die restlichen Wärmeerzeuger nicht vergessen.

    Alles in allem ist es nicht so einfach ein passendes Konzept zu erstellen. Das geht auch nicht in einem Beratungs-/Verkaufsgespräch, da kann man höchstens die groben Rahmenbedingungen betrachten und Grundlagen besprechen.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Avatar von coroner
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    Hi,
    ich mein dazu, dass ein Grundofen mit 2-3KW wahrscheinlich mit Zahnstochern
    geheizt wird um so eine niedrige Leistung zu haben.
    Vielleicht meint er aber auch die Abstrahlleistung in den Raum.. dann könnte das
    hinkommen.
    Ich fand damals das konzept der verzögerten Wärmeabgabe durch die große Speichermasse
    besser und habe mich deshalb für einen Grundi entschieden.
    Wasserführung würde ich - wie schonmehrfach in anderen Fäden geschrieben-
    dabei nicht mehr machen, weil die Systemtemperaturen bei der kurzen Abbrand
    dauer am Abend in keinem wirtschaftlich nutzbaren Verhältnis zum Aufwand stehen.
    Ich betrachte es nachwievor als "aktive Grundikühlung" - und dafür erfüllt es seinen Zweck.
    Die abgestrahlte sanfte Wärme des Grundi empfinde ich persönlich auch angenehmer als die
    brüllende Hitze eines Kaminofens.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Danke für euer Feedback.

    In der Tat schätze ich den Ofenbauer, der uns den Grundofen empfohlen hat als äußerst kompetent ein. Klar ist, dass vermutlich jede Firma ihr Spezialgebiet anpreist.

    Problem ist, dass ein Grundofen für 7-10.000 € das Budget doch übersteigt.

    Gibt es hierfür auch günstigere Alternativen oder sollten wir dann zunächst auf den Ofen verzichten?

    Ein Heizofen aus Stahl / Guss sollte auf Grund der starken Wärmeabgabe in diesem Fall absolut ungeeignet sein.

    MfG,
    lionheart
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  6. #5
    Avatar von coroner
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    Wenn du es nur vorbereiten willst, wäre es sinnvoll, das jetzt bereits in die Planung
    einzubeziehen.
    Der Grundofen wird auf dem Rohboden gemauert, du solltest
    also mindestens die Fussbodenheizung in diesem Bereich großzügig aussparen.
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  7. #6

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    Bei der geringen Heizleistung, die das Öfchen braucht, würde ich erstmal Rücksprache mit dem Schorni halten. Es könnte sein, dass der Schornsteinquerschnitt mit 20cm dann zu groß ist!
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