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  1. #1

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    Luft-Wärmepumpe

    Hallo zusammen,

    auf die Gefahr hin, dass ich hier gesteinigt werde, weil das Thema schon öfters mal durchgekaut worden ist.

    Wir stehen vor der Entscheidung welches Heizsystem in unseren Neubau kommen soll.

    Hier ein paar Eckdaten:

    kein KFW
    Energieverbrauch laut Enev 56 KWh/(m^2a)
    Fußbodenheizung für ca. 200qm

    Zwei Heizungsbauer haben unabhängig von einander eine Luftwärmepumpe empfohlen. Ich bin da noch nicht so begeistert von weil:

    - Geräuschentwicklung
    - Effizienz im Winter fragwürdig
    - bei Außenaufstellung habe ich eine Kiste im Garten (währe evtl. noch zu verkraften)

    Es wurde uns Stiebel Eltron und Rotex als Luft-WP angeboten.

    Alternativen währen Gas/Solar oder Erdwärme (mit Tiefbohrung). Was würdet ihr denn empfehlen? Erdwärme ist natürlich erst mal teuer und birgt gewisse Risiken, oder?

    Gruß

    Martin
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  2. Luft-Wärmepumpe

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Bulla2000
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    Erdwärme-Kollektor: brauchts viel Fläche, teuer. Erdwärme-Tiefenbohrung: sehr teuer, Genehmigungsabhängig (Bergamt etc.)
    LW-WP: Aufstellung im Keller und ordentliche Ausführung: kein Problem mit Geräuschen. Deutlich billiger, dafür braucht sie mehr Strom, aber immer noch deutlich billiger unterm Strich als Gas und Co.

    Von Rotex-WP hatte man uns damals von mehreren Seiten abgeraten. Wir haben ne AlphaI....
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  4. #3
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Bulla2000 Beitrag anzeigen
    Von Rotex-WP hatte man uns damals von mehreren Seiten abgeraten. Wir haben ne AlphaI....
    Hat das konkrete Gründe? Angeblich sollen die total toll sein....
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  5. #4

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    Für´s Steinigen haben wir heute keine Zeit. DAS verschieben wir auf später.

    Deine Bedenken gegenüber der LWP sind berechtigt. Es gibt Anwendungsfälle da passt so eine Lösung, aber das kann man nicht pauschalisieren.

    Zuerst brauchst Du eine Heizlastermittlung nach EN12831. Das ist gerade bei der Dimensionierung einer WP ein MUSS, denn die verzeiht keine Planungsfehler, und quittiert diese Fehler mit einer saftigen Stromrechnung.

    Dann würde ich mich auch über andere Arten von WP informieren. Es gibt auch Sole (dafür braucht´s nicht unbedingt eine Tiefenbohrung) und DV. Hier wäre zu prüfen, wieviel freie Grundstücksfläche zur Verfügung steht.

    "Erdwärme" muss nicht teuer sein, wird aber gerne teuer gemacht. Viele Heizungsbauer haben sich damit noch nicht oder nur am Rande befasst, und tendieren daher zu einfachen Lösungen. Kälte-/Klimafachbetriebe wären da die bessere Wahl.

    Damit man die verschiedenen Systeme miteinander vergleichen kann, muss erst einmal eine Basis geschaffen werden. Dafür braucht´s also Zahlen, etwas Planung, und dann sieht man weiter.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Bin auch Bauherr und schreibe mal die "Meinungen" die ich so mitbekommen habe.

    1.) Die beste Heizung ist die die nicht laufen muss -> Dämmen spart
    2.) Verteilung durch FBH mit geringer VL Termperatur
    3.) Das Eigene Konzept ist das Beste

    3 ist natürlich nicht so ernst gemeint. Die Frage ist nur auf was willst DU dein Haus (Heizung) Optimieren bzw. Ausstatten:
    Heizkosten, Anschaffungskosten, Gemütlichkeit, Gutmensch, Technikfreek

    Für den einen ist ein Holzofen im Wohnzimmer gemütlich für den anderen Unbequem. Der eine rechnet mit Strompreis oder Gaspreissteigungen von 30% pro Jahr der andere mit 1%, eine Aussage das ist die beste Heizung habe ich noch nicht gefunden.

    Mein Konzept: Gas+FBH+Dämmung (ohne SolarWW)
    Meine Gründe: niedrige Investition, später flexibel auch weil weniger Geld von der Bank benötigt wird und ich glaube das sich Gas und Strompreis parallel entwickeln.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von gonso Beitrag anzeigen
    Mein Konzept: Gas+FBH+Dämmung (ohne SolarWW)
    Wird aktuell aber nicht mehr funktionieren, da dir die EnEv ja "mindestens" eine Regenerative Energiequelle vorschreibt.. D.h. bei Gas wird man(n) ja gewissermaßen genötigt Solar hinzuzunehmen..
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  8. #7

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    Mit mehr Dämmung funktioniert Gas ohne Solar.
    Qp und Ht je 15% unter EnEV 2009

    Stichwort Ersatzmaßnahmen:
    Anforderungen nach §7 Nr.2 EEWärmeG
    Die um 15% verschärften Anforderungswerte sind eingehalten.

    Seite 2 des Energieasusweises oder hier im Forum suchen "Gas ohne Solar"

    Hat zwar etwas Überzeugungsarbeit gegenüber GU bedurft am Ende hat er das jetzt in seinen Katalog übernommen ;-)
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  9. #8

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    Zitat Zitat von gonso Beitrag anzeigen
    ...und ich glaube das sich Gas und Strompreis parallel entwickeln.
    Jepp. Beide kennen längerfristig nur eine Richtung, nach oben.
    Die Preissteigerung bei Strom verläuft aber (noch) etwas flacher als bei Gas, wobei die letzte Preiserhöhung schon heftig war, gerade bei "Heizstrom".

    Deshalb ist neben einem geringen Verbrauch auch die Effizienz der Nutzung dieser ressourcen von entscheidender Bedeutung. Mit einer Sole-WP kostet mich die kWh thermische Energie, trotz der letzten Erhöhungen, immer noch deutlich unter 5Ct. Ein Preis um 4,5Ct./kWh thermisch ist aktuell realistisch. Entsprechend optimierte Anlagen oder DV kommen auch in Richtung 4Ct./kWh.

    Bei Gas liegen wir bei etwa 7Ct./kWh, bis das Gas verbrannt und daraus thermische Energie erzeugt wurde, sind wir bei einem EFH schnell bei 8Ct./kWh.

    Betrachten wir Heizöl, dann liegen wir aktuell bei 8Ct./kWh, und bei einem guten Jahreswirkungsgrad bei 9Ct./kWh.

    Bei Pellets landen wir aktuell bei ca. 4,7Ct./kWh, und 5,5Ct,-6Ct./kWh thermisch.

    Unterstellen wir mal 10.000kWh für ein EFH, dann fährt die WP ein Plus von ca. 300,- € p.a. ein. Jetzt kommt es auf die Investitionskosten an, welche Lösung wann von Vorteil ist. Lese ich dann, dass Bauherren 25T€ für eine Heizung mit Sole-WP inkl. Kollektor auf den Tisch blättern sollen, dann verstehe ich die Entscheidung für eine Gastherme.
    Richtig geplant, und mit den richtigen Partnern an der Hand, reduziert sich dieser Mehrpreis aber drastisch, und dann könnte die Situation wieder eine ganz andere sein.

    Deswegen muss man jeden Fall getrennt betrachten.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Jepp. Beide kennen längerfristig nur eine Richtung, nach oben.
    Die Preissteigerung bei Strom verläuft aber (noch) etwas flacher als bei Gas, wobei die letzte Preiserhöhung schon heftig war, gerade bei "Heizstrom".
    Bezogen auf 2005 ist Strom stärker gestiegen als Gas.
    http://www.destatis.de/jetspeed/port...nderPrint.psml

    Wobei man bei Gas mit höheren Schwankungen leben muss.

    Aber Gas kaufe ich am Markt, für Heizstrom gibt es nur den Grundversorger.
    Denn das Strom ungleich Heizstrom ist merken viele erst nach dem Einbau der Heizung, aber das wurde ja schon Diskutiert. Ein Grund warum ich das Forum für extrem Hilfreich erachte ;-)
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  11. #10
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    Besten Dank für euren Input.

    Dass das ganze ordentlich berechnet und ausgelegt werden muss ist klar. Auch über die jeweiligen Preisenwicklungen kann man tagelang diskutieren.

    Es ging mehr um die konkreten Nachteile wie z.B. Lärmbelästigung. Oder ist das (wie anscheinend auch die Effizienz) heute kein Thema mehr?

    Um konkret zu werden. Gibt es Lautstärke-Messungen aus der Praxis? Den Zahlen auf den Datenblättern traue ich nicht.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von gonso Beitrag anzeigen
    Bezogen auf 2005 ist Strom stärker gestiegen als Gas.
    Solche Statistiken sind gefährlich. Allgemeinstrom und Heizstrom verlaufen unterschiedlich, und der betrachtete Zeitraum ist auch wichtig. So wurde bei meinem Versorger der Heizstrom jahrelang nicht erhöht. Hätten wir die Betrachtung vor wenigen Monaten gemacht, dann wäre da eine waagrechte Linie gewesen. Jetzt hat er mit den abenteuerlichsten Argumenten den Heizstrom in die Höhe getrieben, der Verlauf würde HEUTE ganz anders aussehen.

    Deswegen schreibe ich ja immer, dass man die Entwicklung nicht vorhersehen kann, sicher ist nur, dass langfristig betrachtet, die Preise steigen.

    Für Heizzwecke interessiert mich erst einmal der Preis für die kWh thermisch, und wenn ich da nur die Hälfte im Vergleich zu Gas bezahle, dann könnte ich die nächsten Jahre auch eine stärkere Preiserhöhung verkraften.

    Aber wie gesagt, niemand weiß wie sich das in Zukunft entwickeln wird.

    Gruß
    Ralf
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Fischerma Beitrag anzeigen
    Es ging mehr um die konkreten Nachteile wie z.B. Lärmbelästigung. Oder ist das (wie anscheinend auch die Effizienz) heute kein Thema mehr?

    Um konkret zu werden. Gibt es Lautstärke-Messungen aus der Praxis? Den Zahlen auf den Datenblättern traue ich nicht.
    Die "Zahlen" der Datenblätter werden erreicht, ansonsten wäre die Anlage mangelhaft. Immerhin sichert der Hersteller diese Eigenschaft zu.

    Das Problem ist, dass die Menschen mit den Zahlen nichts anfangen können. Jeder reagiert anders auf Lärm, und eine Angabe wie beispielsweise 52dB(A) in 1m Abstand kann kaum jemand bewerten.

    Sollte eine geringe Lärmentwicklung eine Anforderung sein, dann würde ich mir den Einsatz einer LWP sehr gut überlegen, egal wie gut die Daten sind.

    Gruß
    Ralf
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13
    Avatar von alex2008
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    wenn genügend Grundstücksfläche zur Verfügung steht wird Erdwärme sehr interessant gegenüber LWP.

    Die Heizlast kann man überschlägig durchaus auf 1/2kw genau berechnen und somit auch die ungefähre Leistungsgröße einer Erdwärmepumpe und mit bekannten Bodenverhältnissen (über den Baugrund wisst ihr hoffentlich Bescheid???) die notwendige Kollektorgröße abschätzen (Alternative Grabenkollektor)
    Dann lässt sich in der Planungsphase vor dem ersten Spatenstich noch an einigen Stellschrauben drehen.

    Ein Erdkollektor schon im Zug der Erdarbeiten für den Erdaushub für die Gründung des Hauses zu erstellen kann einiges an Geld ersparen.
    Zum einen ist das Baugelände nie mehr so gut zugänglich, es kann deutlich mehr Aushub zwischengelagert werden.
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  16. #14

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    Hallo Fischerma,
    meist wird von einer LWP abgeraten, das Argument - braucht zu viel Strom - Mein Haus Baujahr 1933 auch 200 qm wurde vor 10 Jahren gut gedämmt, was noch gut war, mein Vater hatte die Außenmauern damals schon zweischalig gemauert.
    Vor 3Jahren habe ich mir eine tecalor TTl 18 11 KW in den Keller installieren lassen, diese LWP besitzt einen hermetisch geschlossenen Kältekreislauf, ich weise deshalb daraufhin, weil da die jährliche Dichtigkeitskontrolle nicht durchgeführt werden muss, also Kosten gespart. Damit der Verdampfer sauber bleibt - ein sauberer Verdampfer hilft Strom zu sparen - habe ich mir einen Filter auf den Lichtschacht mit Gitterrost gesetzt, auch hier habe ich wieder, die von den LWP-Herstellern geforderte jährliche Reinigung durch den Fachmann erspart.
    Mein Rat an dich, wenn du eine LWP installieren lassen möchtest, nur in den Keller, denn wenn die LWP für den Nachbarn - selbst im Kellereinbau - zu laut ist, kann hier leicht Abhilfe geschaffen werden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Alfred Bopp
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