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Grundsätzliche Fragen zur Dämmung

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  1. #1

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    Grundsätzliche Fragen zur Dämmung

    Hallo!

    Ich habe in den letzte Tagen schon einige Informationen aus dem Forum gezogen, aber möchte jetzt mal meinen konkreten Fall schildern.



    Ich möchte mein Steildach (130m², Sparrendicke 14cm, Sparrenabstand ca. 80cm) dämmen. Das Dach ist mit Tonziegeln gedeckt. Lattung, Konterlattung und Unterspannsperrbahn ist vorhanden.

    Meine Überlegung ist eine Zwischensparrendämmung mit zusätzlicher Untersparrendämmung.


    Die erste Frage, die sich mir stellt ist, womit dämme ich (Steinwollle [Rockwool?] oder Mineralwolle [Isover,superglass?]?
    Gibt es dabei große Preisunterschiede?

    Muß bei der Zwischensparrendämmung eine Hinterlüftung eingeplant werden?
    Oder kann die volle Sparrenbreite ausgenutzt werden?

    Ich meine gelesen zu haben, daß die Untersparrendämmung nur 20% von der Zwischensparrendämmung betragen soll.
    Wie dick kann/darf die Untersparrendämmung sein?

    Welche WLG muß das Material haben?


    Mit freundlichen Grüßen
    Michael Schoppe
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  2. Grundsätzliche Fragen zur Dämmung

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  3. #2

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    Diverses

    ZUr Gesamtproblematik folgendes:

    1.) Wenn eine diffusionsoffene USB verbaut wurde kann eine Vollsparrendämmung eingebaut werden. Dazu sollten Sie hier noch den Typ der USB spezifizieren.

    2.) Die 20% Regel ist lediglich eine Faustregel; es sollte auf jeden Fall eine Taupunktberechnung erfolgen.

    3.) Wenn die Sparrenfläche eben genug ist, sollten die Sparren mit einer Konterlattung nach innen aufgedoppelt werden; z.B. mit 6 x 8 cm bei einer Sparrenbreite von 8 cm. Die Verbindung muß zugfest erfolgen, z.B. durch Schrauben.

    4.) Sie sollten insbesondere wegen des besseren sommerlichen Wärmeschutzes auf ein möglichst massereiches Dämmprodukt setzen; z.B. auf Steinwolle mit WLG 035 (z.B. Rockwool Dämmkeile).

    5.) Preislich gibt es keine großen Unterschiede zwischen Stein- und Glaswolle.
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  4. #3
    Avatar von matzi
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    NBasque: Ich finde die OSB Platte nicht. Man müßte auch wissen wie alt ist das Dach.
    Bei 14 cm Sparrenhöhe kann das auch schon 30 Jahre alt sein. Und dann ist wahrscheinlich auch noch keine diffusionsoffene Unterspannbahn eingebaut worden. Die gibs erst seit 1988. Die Info braucht man noch.
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  5. #4
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    @matzi: Verwechslung von OSB und USB?

    USB = Unterspannsperrbahn ,ODER?
    OSB = oriented strand board??? (Platte aus Holzspänen)

    Ich muß wohl noch hinzufügen, daß der Dachstuhl von 1930 ist und ich die DachNEUeindeckung an eine Firma vergeben will (Kostenvoranschläge werden gerade durchgesehen)!

    Den Innenausbau (incl. Dämmung) möchte ich gerne in Eigenregie machen.
    Alles unterhalb der USB (Folie unter den Ziegeln) möchte ich selber machen.

    In den vielen Hochglanzprospekten wird ja immer gezeigt wie einfach sowas ist.
    Deswegen auch der Gedanke mit Zwischensparrendämmung und Untersparrendämmung um eine ausreichende Dämmung zu erhalten.

    Ich hatte mich auch wegen einer Aufsparrendämmung erkundigt, aber der Preisunterschied ist doch ziemlich groß (ZU GROSS!).

    @NBasque:
    1.) bezüglich der USB muß ich mich an die Dachdeckerfirma wenden.
    Welche Parameter sollte denn die USB haben?

    2.) Wer macht eine Taupunktberechnung?

    3.) Mein Gedanke ist:
    14cm Zwischensparrendämmung WLG 35
    PE-Folie 8wELCHE wERTEß9
    Konterlattung (60*40?) mit Untersparrendämmung WLG 40
    GKP (Nimmt man 9,5 uder 12,5mm?)


    4.) Ich muß nochmal messen ob die Sparren "schön" parallel verlaufen, weil ich Klemmfilz im Visier habe!
    Schützt denn Steinwolle besser gegen die Hitze im Sommer!


    Ich habe noch eine weitere Frage:
    Das Dachgeschoß soll ja eine Zwischendecke erhalten so das Wohnraum und ein Spitzboden entsteht.
    Kann man den Spitzboden auch mit OSB-Platten (12mm?) verkleiden und den Wohnraum darunter mit GKP?


    Dachboden !!

    /\
    / \ Spitzboden (innen mit OSB verkleidet)
    /==\
    / \ Wohnraum (innen mit GKP verkleidet)
    / \
    ======
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    Bin für weitere Anregungen bezüglich des Aufbaus der Dämmung offen!!

    Gruß
    Michael Schoppe
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  6. #5
    Gast360547
    Gast

    ich denke ...

    Moin,

    ...das sollte man sich mal ansehen.

    Grüße
    stefan ibold
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  8. #6

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    Diverses II

    Eine heutige USB sollte bei Verwendung einer Vollsparrendämmung einen Sd-Wert von < 0,2 m haben. Das wird von allen gängigen Herstellern inzwischen locker unterschritten.

    Bei einem Dachstuhl von 1930 sollte zumindest die Statik überprüft werden (Ist bei den verwendeten Sparrenhöhen die zusätzlichen Eigenlasten des Innenausbaus abgedeckt).

    Eventuell muß die Tragkraft einzelner Sparren verstärkt werden.

    Eine Dämmstärke von insgesamt 18 cm ist heute eigentlich zu schwach bemessen. Daher mein Vorschlag die Sparrenhöhe durch eine zusätzliche Konterlattung aufzudoppeln.

    Steinwolle in WLG 035 hat ein höheres Gewicht als vergleichbare Glaswolle. Das kommt dem sommerlichen Wärmeschutz zugute.

    Anstelle einer Dampfbremse innenseitig der Dämmung könnten Sie die Luftdichtheitsfunktion durch Verlegen von OSB-Platten (12 mm Verlegeplatten) herstellen.

    Einen Taupunktnachweis führt i.d.R. der Statiker durch.

    Sie sollten angesichts der o.a. Punkte auf jeden Fall einen Statiker hinzuziehen.
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  9. #7
    Gast360547
    Gast

    @ Nb

    Moin,

    zwei Dinge:
    1. Die Masse raumseits der Dämmung anordnen, sonst bringt die nämlich so gut wie nichts. Nur Gewicht bei Dämmung = minimalste Wirkung.

    2. OSB-Platten. Dann aber bitte eine mit µ > 200 = sd-Wert 2,4 m.
    Und das betrachte ich als das Minimum.

    Grüße

    stefan ibold
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