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  1. #1

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    jung und bauen. passt das zusammen?

    Hallo liebes Forum,

    meine Freundin 25 und ich 26 habe es satt jeden Monat Geld für einer Mietwohnung zu zahlen die uns nicht gehört. Derzeit haben wir 80m². Wir haben uns überlegt eine Eigentumswohnung zu kaufen. Doch das wäre nur ein Zwischenschritt, denn eigentlich ist unser Traum ein (Fertig)Haus zu bauen.

    Wir verdienen zusammen 2.700 € Netto. Wie es in jungen Jahren eben so ist, haben wir noch nicht viel Kapital. Zusammen haben wir 35.000 €.

    Ich könnte mir vorstellen den Innenausbau selbst zu machen bzw. teilweise von Fremdfirmen machen zu lassen da man so eine menge Geld sparen könnte. Schön wären 150m² Wohnfläche und mind. 500m² Grundstück. Ein Fertighaus mit Keller sollte doch für um die 200.000 € zu kaufen sein. Dar wir noch kein Grundstück haben wird das Darlehen sicherlich um die 300.000 € liegen.

    Zurzeit sind die Zinsen ja recht niedrig. Theoretisch könnten wir noch einige Jahre Kapital ansparen aber wer weiß schon ob die Zinsen bis dahin nicht wieder steigen. Haltet ihr es für eine gute Idee die aktuelle niedrige Zinslage auch mit nur wenig Kapital zu nutzen oder ratet ihr uns eher noch Geld zu sparen. Da wir noch jung sind, werden unsere Gehälter sicherlich noch steigen. Unser Ziel ist es bis zur Rente das Haus abgezahlt zu haben.

    Das hört sich für den ein oder anderen noch alles sehr schwammig an aber bevor wir zur Bank gehen würde wir gerne hier ein paar Infos bekommen. Irgendwo muss man ja schließlich anfangen.
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  2. jung und bauen. passt das zusammen?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Somit müsstet ihr 265000EUR finanzieren.
    Bei 1% Tilgung und 10 Jahren Zinsfestschreibung habt ihr eine mtl. Rate von über 1000EUR! (1% Tilgung da zahlt ihr schon mal um die 40 Jahre zurück!!!)
    Hiervon rate ich ab!! Grund zu lange Dauer der Rückzahlung! Bis dahin fallen schon wieder die ersten Modernisierungen an.

    Bei 2% Tilgung zahlt ihr ungefähr 1200EUR mtl.
    Schon eher!!

    Wenn ihr euch das leisten könnt warum nicht! Aber bei dem Einkommen würde ich das bezweifeln!
    Zumal noch die Nebenkosten hinzukommen --> Rechne mal mit min. 300EUR mtl.

    Autokosten mtl. (tanken, Versicherung, Steuer, Reperaturen, evtl. ansparen für neues Auto) pro Person min. 250EUR (sehr gering)

    Haben wir schon 2000EUR fixkosten pro Monat, ohne eine BU Versicherung oder andere Versicherungen.
    Was bleibt da noch zum Leben?? 700EUR für zwei Personen.

    Wenn ihr damit leben könnt dann gehts!!
    Falls jedoch eine dritte Person hinzukommt (Kind) wirds nicht nur eng, sondern unmöglich!!!!!
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  4. #3

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    Zitat Zitat von jungbau Beitrag anzeigen
    Ein Fertighaus mit Keller sollte doch für um die 200.000 € zu kaufen sein.
    150qm Wohnfläche + Keller? Vergiss es!
    Fertighaus bedeutet übrigens nicht, dass dieses besonders preiswert wäre (im Vergleich zum gemauerten Haus).

    Zitat Zitat von jungbau Beitrag anzeigen
    Dar wir noch kein Grundstück haben wird das Darlehen sicherlich um die 300.000 € liegen.
    Das bringt eine monatliche Belastung von min. 1500€ (nur der Kapitaldienst). Hinzu kommen dann noch die Nebenkosten, die natürlich für ein EFH auch ein bischen höher liegen als für die 80qm-Wohnung. Das ist für Euer Einkommen IMHO 2-3 Nummern zu groß.

    Mein Rat: eher noch ein paar Jahre sparen, die ein oder andere Lohnerhöhung mitnehmen, berufliche und familiäre Perspektiven "festigen" , dann steht das Projekt in ein paar Jahren auf deutlich stabileren Füßen.
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  5. #4

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    Hallo Jungbau,

    Meiner Meinung nach ist es nicht wichtig wie alt man ist. Wie bei (fast) allem im Leben müssen die Finanzen stimmen.
    Du solltest dich zuerst mit den Gesamtkosten auseinandersetzten um eine ziemlich genaue Zahl zu haben. Dann würde ich an deiner stelle mit einer Bank reden um zu wissen wieviel ihr mit eurem Einkommen finanzieren könnt.
    200T€ für ein Haus kann funktionieren.
    100T€ für 500m2 Grundstück kann auch je nach Lage funktionieren.
    Dazu kommen aber noch massig andere Kosten an die ich auch nicht gedacht habe oder nicht kannte. Zum Beispiel die Grunderwerbssteuer. Die wird in BW zum ende des Monats von 3,5% auf 5% erhöht. Dass wären in deinem Fall 5000€ die einfach so mal weg sind.
    Ich finde es aber gut dass du dich hier erst mal Informieren willst.
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  6. #5
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    Kurz und knapp kann euch nur abraten bzw.finanziert das niemand.
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  7. #6
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    Vielen Dank für die harten aber ehrlichen Antworten.

    Das ein Fertighaus nicht unbedingt günstiger sein muss wissen wir. Die Vorteile liegen eher in der schnellen Bauzeit womit man sich einige Monate Mietkosten spart. Die Banken bieten doch mittlerweile Darlehen mit 20 Jahre Laufzeit an. Das würde etwas Sicherheit bieten.

    Zurzeit können wir je Monat abzüglich Miete, Versicherungen, Auto, Essen etc. 1.100 € sparen. Wenn ich die jetztige Miete dazu addiere die ich in einen Eigenheim sparen würde kommte ich inkl. Telefon, Müllgebühr etc. auf ca. 1.700 € die wir für ein Dahrlehen aufbringen können.
    Das sieht doch gar nicht so schlecht aus, oder?
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  8. #7

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    Zitat Zitat von jungbau Beitrag anzeigen
    Irgendwo muss man ja schließlich anfangen.
    Hast Du Dich schon einmal über die Preise bei Euch in der Ecke informiert?

    Wir verdienen zusammen 2.700 € Netto. Wie es in jungen Jahren eben so ist,....
    und was ist mit Hochzeit? Kinder(n)? Da werden aus den 2.700,- € ganz schnell mal 2.500,- € oder nur 2.200,- €/Monat, und schon wird´s eng am Monatsende (oder sogar noch früher).

    Ein 300T€ Darlehen, oder von mir aus auch 250T€, sind für das Einkommen zuviel. Da fliegt Euch bei der geringsten Störung die Finanzierung um die Ohren.

    Besser das Haus ein paar Nummern kleiner, so dass der Kredit bzw. die monatliche Rate deutlich unter die 1.000,- €/Monat kommt. Wenn das nicht klappt, dann weiter sparen und abwarten bis das Gehalt steigt.

    Als ganz grobe Richtschnur solltest Du darauf achten, dass die Belastung durch den Kredit in etwa 30% des Nettoeinkommens nicht überschreitet. Ein paar Euro mehr oder weniger spielt keine Geige, aber diese Grenze sollte nicht wesentlich überschritten werden.
    Weiterhin solltest Du in etwa 20% EK verfügbar haben. Damit ist NICHT Euer "Vermögen" gemeint, sondern das Kapital das Ihr für den Hausbau einsetzen könnt. Immer daran denken, dass man trotz Hausbau etwas Rücklagen haben sollte.

    Achtung, diese Richtschnur ersetzt kein Beratungsgespräch. Sie soll Dir nur als Orientierung dienen.

    Weiterhin solltest Du Dich mal hinsetzen, und Eure aktuellen Lebenshaltungskosten über min. 1 Jahr zusammenstellen (Kontoauszüge sind da ganz hilfreich). Über min. 1 Jahr deswegen, weil dann auch jährlich zu zahlende Kosten, wie beispielsweise Versicherungen o.ä., mit erfasst werden.

    Wichtig ist, dass Du einen Überblick über Deine Finanzen hast. Dann kann man mit der Bank auch klären, ob und wie die o.g. Richtwerte ausgelegt werden können. Banken rechnen gerne mit Pauschalen für die Lebenshaltung, aber die können im Einzelfall heftig daneben liegen.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8

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    Zitat Zitat von jungbau Beitrag anzeigen
    kommte ich inkl. Telefon, Müllgebühr etc. auf ca. 1.700 € die wir für ein Dahrlehen aufbringen können.
    Das sieht doch gar nicht so schlecht aus, oder?
    Das wäre finanzieller Selbstmord. So eine Durstrecke kann man für ein paar Monate durchhalten, aber nicht über viele Jahre. Immer daran denken, Du bindest Dich langfristig, und die Bank wird jeden Monat das Geld abbuchen, egal ob Dir am Ende noch was übrig bleibt oder nicht.

    Besser konservativ rechnen, und wenn am Jahresende noch Geld übrig bleibt, dieses als Sondertilgung nutzen.

    Du kannst mir aber glauben, es werden ständig irgendwelche unerwarteten Kosten auf Dich zukommen, und dann bist Du froh, wenn Du noch ein paar Euro Reserve hast. Autoreparatur, Waschmaschine defekt, Fernseher streikt, usw. usw. Das Geld geht schneller weg als Du denkst.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9
    Themenstarter

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    ok, ich verstehe schon. Mein Gedankengang war einfach der das wir entweder wenig Kapital bauen dafür aber aktuell niedriege Zinsen bekommen oder ein paar Jahre sparen und dann mit mehr Kaptial an die Sache ran gehen dafür aber das Risiko eingehen das sich die Zinsen erhöhen. Über die Jahre würde wir monatlich Geld für die Miete zahlen welches wir nie mehr sehen.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von jungbau Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für die harten aber ehrlichen Antworten.

    Zurzeit können wir je Monat abzüglich Miete, Versicherungen, Auto, Essen etc. 1.100 € sparen. Wenn ich die jetztige Miete dazu addiere die ich in einen Eigenheim sparen würde kommte ich inkl. Telefon, Müllgebühr etc. auf ca. 1.700 € die wir für ein Dahrlehen aufbringen können.
    Das sieht doch gar nicht so schlecht aus, oder?
    Wie sicher seid Ihr Euch überhaupt, daß Ihr langfristig in Freiburg bleiben
    könnt und ggf. zulasten eines höheren Einkommens/mehr Verantwortung wollt und wie lange seid Ihr schon zusammen, auch wenn das nur bedingt als Prognoseinstrument dienen kann (so lange man keine Kinder hat, ist Friede Freude Eierkuchen recht leicht ...)?

    Im Zweifelsfall läßt sich, wenn überhaupt, eine 0815 Wohnung oder eine
    Bestandsimmobilie besser vermieten oder mit weniger Verlust verkaufen, wenn es sein muß, als ein individueller Neubau. Wie weit man da in Freiburg und umzu auf einer Preisblase sitzt, kann ich nicht beurteilen.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von jungbau Beitrag anzeigen
    Über die Jahre würde wir monatlich Geld für die Miete zahlen welches wir nie mehr sehen.
    Die Zinsen siehst Du auch nie wieder, wenn Du 30 Jahre Deine Hütte
    abstottern mußt. Du sparst nur das an, was Du Dir an Tilgung leisten
    kannst. Da können die Zinsen ruhig etwas steigen, wenn Ihr dafür
    in ein paar Jahren mehr Eigenkapital und Einkommen habt und dann
    entsprechend schneller einen geringeren Schuldenstand tilgen könnt.
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  13. #12
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    was haltet ihr denn von der Idee sich erst mal nur ein Grundstück zu sichern und erst ein paar Jahre später ein Haus darauf zu bauen?

    Was haltet ihr von dem Vorschlag das wir uns eine Wohnung kaufen, das würde uns weniger belasten. Das aber nur mit dem Hintergrund später die Wohnung zu verkaufen und uns ein Haus zu kaufen. Das Geld welches wir für die Eigentumswohnung bezahlt haben bekommen wir beim Verkauf ja wieder zurück. In der Mietwohung würden wir das Geld verlieren. Wäre das eine sinvollere Idee?
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  14. #13

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    Zitat Zitat von jungbau Beitrag anzeigen
    was haltet ihr denn von der Idee sich erst mal nur ein Grundstück zu sichern und erst ein paar Jahre später ein Haus darauf zu bauen?
    Das wäre eine Alternative, aber ist sichergestellt, dass Ihr in der Gegend bleiben wollt (könnt)?

    Zitat Zitat von jungbau Beitrag anzeigen
    Was haltet ihr von dem Vorschlag das wir uns eine Wohnung kaufen, das würde uns weniger belasten. Das aber nur mit dem Hintergrund später die Wohnung zu verkaufen und uns ein Haus zu kaufen. Das Geld welches wir für die Eigentumswohnung bezahlt haben bekommen wir beim Verkauf ja wieder zurück.
    Das kann auch in die Hose gehen. Niemand weiß wie sich die Immobilienpreise entwickeln werden. In entsprechender Lage kann eine Wohnung sogar eine Wertsteigerung erfahren, mit etwas Pech müsst Ihr beim Verkauf nicht unerheblich abschreiben.

    Gruß
    Ralf
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von ReihenhausMax Beitrag anzeigen
    Die Zinsen siehst Du auch nie wieder, wenn Du 30 Jahre Deine Hütte
    abstottern mußt. Du sparst nur das an, was Du Dir an Tilgung leisten
    kannst. Da können die Zinsen ruhig etwas steigen, wenn Ihr dafür
    in ein paar Jahren mehr Eigenkapital und Einkommen habt und dann
    entsprechend schneller einen geringeren Schuldenstand tilgen könnt.
    du meinst also es ist sinvoller zu warten und ein höhres Kapital zu haben und damit weniger Schulden zu machen. Auch mit dem Risiko das die Zinsen dann doppelt so hoch sein können. Meine Eltern haben damlas 7 % zahlen müssen. Das schreckt schon ziemlich ab.
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  17. #15
    Themenstarter

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    wir möchten auf jeden Fall in der Nähe von Freiburg wohnen. Es gefällt uns zu sehr hier als das wir weg ziehen wollen.
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