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Lieber Keller oder mehr Haus?

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  1. #1

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    Lieber Keller oder mehr Haus?

    Hi,

    was lohnt sich ehr? Keller (Wohnkeller Arbeitszimmer, eventuell Kind?) oder mehr Hausfläche?
    Ich überlege gerade, dass eine Bodenplatte ja eh sein muss- wieso dann nicht gleich Keller?
    Kann jemand etwaigen Preis vom Keller zum Wohnkeller nennen? Ich gehe davon aus, dass der Boden brauchbar is.

    Danke und Grüße Bromi
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  2. Lieber Keller oder mehr Haus?

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  3. #2

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    Grundsätzliche Geschichte. "Die Deutschen" bevorzugen i.d.R. ein Haus mit Keller, was bei einem Wiederverkauf ein argument wäre. Ich persönlich würde auf den keller eher verzichten, da dieser viel kostet (Abdichtung, hoher technischer Aufwand, dazu schadensträchtig!) und vergleichsweise wenig bringt (Lagerräume, Heizung, Technik). Für Wohnzwecke zumeist ungeeignet (außer bei Hanglage), da schlecht belüft- u. belichtbar. Problematik der Rettungswege!

    Letztendlich hängt es aber nicht nur von den persönlichen Vorlieben, sondern auch von den tatsächlichen Möglichkeiten ab. Räume, die eigentlich im Keller wären, müßten dann zumindest teilweise in den oberirdischen Geschoßen untergebacht werden; das Haus würde also insgesamt (oberirdisch) größer werden. Das scheitert oft an den hierfür zu kleinen Grundstücken. Wenn genug Platz da ist, würde ich persönlich auf einen Keller verzichten.

    Grüße

    Thomas

    PS: Kosten kann man so nicht benennen. Hängt von Größe, Ausstattung und Bodenverhältnissen ab. Zudem wären die Mehraufwendungen für eine oberirdisch größeres Haus gegenzurechnen. Das geht aber nur am konkreten Projekt.
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  4. #3
    Avatar von fmw6502
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  5. #4

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    ich würde bei einem großem Grundstück ohne Hanglage auch auf einen Keller verzichten. Ohne Hang bekommt man nur schwer vernünftiges Tageslicht in den Keller, so dass dort meist nur HWR und Abstellkammer platziert werden.

    Stichwort Barrierefreies Wohnen: Es kann nicht schaden, wenn man mal älter ist oder ein Bein in Gips hat notfalls alles auf einer Etage zu haben und nicht für die Wäsche oder Vorräte in den Keller zu müssen. Also dort wo machbar, HWR, Gäste/Büro/Notfall-Schlafen + Bad mit Dusche ins EG und keinen Keller.

    Meiner Meinung nach geht die Tendenz immer mehr in die Richtung und damit wird sich auch der Nachteil der Wertigkeits-Empfindung langsam aber sicher reduzieren.
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  6. #5

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    Ich würd dazu raten, sich den Keller zumindest alternativ anbieten zu lassen.

    Ich hab das (allerdings nur für die Rohbaugewerke, anschliessend war ja die Entscheidung bereits getroffen) alternativ ausgeschrieben. Bei uns wäre die Ersparnis im Rohbau exakt der Preis der ersparten Kellerdecke gewesen, der Preis für die Streifenfundamente wäre gleich gewesen wie der Preis für die Kellerwände (jeweils inkl. Dämmung, Abdichtung usw)

    Ich weiss nicht, inwieweit man da verallgemeinern kann (wir haben ein Split-Level-Hanghaus, und ich hätte auf die unterste Halb-Ebene, also quasis auf eine Teilunterkellerung verzichtet), aber auch nach den Ausbaugewerken hätten wir für die Preisdifferenz sicher kein gleichwertiges Nebengebäude bekommen, und nennenswert mehr Haus schon gleich gar nicht.
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  7. #6

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    Für mich muß ein Keller da sein. Wir haben soviel Zeug (wie viele andere) wie Sportgeräte, Tauchausrüstungen, Fahrräder, Werkzeug, Koffer, Liegestühle Grill + Zubehör usw. dass man nicht ständig braucht aber irgendwo verstauen will. Abgesehen von der Heiztechnik, eventuell Brennholz usw..
    Ein Freund von mir hat auch auf den Keller verzichtet und sich dafür einen "Hauswirtschaftsraum" mitgebaut. Mittlerweile sind Er und seine Frau nicht glücklich damit. Seine Garage ist keine mehr, weil da drin die Fahrräder, Gartengeräte, Rasenmäher, Swimmingpool und das Zeug das ich oben genannt habe gelagert werden. Nun hat Er sich nachträglich einen Holzverschlag angebaut um sein Brennholz, Mülleimer und so Zeug unter zu bringen. Damit ist auch das Desing des Hauses hinüber.
    Der "Hauswirtschaftsraum" ist bis oben hin voll mit Heiztechnik, Waschmaschine, Vorräten für die Küche. Im Winter muß seine Frau die Wäsche in diesem Raum trocknen lassen und dann gibt es kein hineinkommen.
    Deswegen für mich nur mit Keller mit oder ohne Tageslicht.
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  8. #7

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    Das gilt, wenn die Kosten keine Rolle spielen.

    Im - üblichen - Fall (begrenzter Finanzrahmen) kommt es hingegen immer darauf an, auf wieviele m² oberirdisch man für je 10m² Keller verzichten muß.

    Alternativ:
    Man kann auch einfach nicht soviel "Müll" einlagern (oder dies z.B. in "Self-Storage"-Häusern tun, bis der Kinder- und Sportsachen-Berg abschwillt...).
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  9. #8

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    Bei einem ausreichend großem und bebaubaren Gründstück sehe ich keinen Grund
    alle Dinge, die ich irgendwann mal oberirdisch benötige im Untergrund zu verstauen.
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  10. #9

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    Ich sehe das so, wenn man einen großen Raum für Geburtstag und
    so haben will, dann würde ich mit Keller bauen. Wenn man darauf verzichten
    kann würde ich ohne Keller bauen. Alles andere ist dort und dort
    unterzubringen.
    Natürlich spielt die Umgebung auch eine Rolle.

    Für mich ist ein großer Party bzw Hobbyraum eben nicht
    wegzudenken.

    Meine Meinung.

    Gruß Marko
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  11. #10

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    Hallo

    Ich bin auch gerade kurz vor dem Baubeginn, und denke etwas zu den Kosten sagen zu können.

    Ich bin auch der Meinung gewesen ein Keller muss sein, aber bei mir war der Unterschied für einen 105 m² Keller ca. 75.000 Euro.

    Diese setzten sich zusammen aus

    ca. 40000, Euro Keller aus WU beton
    8000, Euro Erdaushub mit Abfahren
    2 Kellertreppen 5000 + 9000 € ( 1 davon von Außen )
    kompletter Innenausbau mit Türen, Elektro, Maler, Fußboden etc.
    dazu kommt noch etwas Abdichtung, Dainage etc.

    also, wenn dann sollten schon alle Kosten, auch die zukünftigen für Beheizung Lüftung etc. berücksichtigt werden.

    Erst jetzt sollte man entscheiden, ob mann so viel Geld ausgeben will um diversenden "Müll" aufzuheben, oder gleich einen größeren Neubau mit deutlich größere Nebenräume zu bauen und nicht alles aufzuheben.
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  12. #11

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    ...interessant... Sind da bereits die Kosten für die Gründung ohne Keller abgezogen? (Fundamente ausheben, schalen, betonieren, dämmen usw?) Bei uns ist das wie gesagt nicht ganz vergleichbar, weils um den Unterschied Teilunterkellerung vs. Komplettunterkellerung ging. Ein Bauunternehmer hat im Gespräch versichert, dass der Rohbauunterschied Vollunterkellerung vs kein Keller meist bei ca. 10.000 EUR (für ein einfaches, rechteckiges EFH ca 100 m2 Grundfläche) liegern würde. Mit Ausbau hätte ich da dann auf max. 30.000 Diff geschätzt (natürlich kein "Wohnkeller")

    Vermutlich spielen da die Gründungsverhältnisse eine große Rolle. Bei uns ist gewachsener Boden und Grundwasser mehrere Meter unter der Sohle. Zudem gibts da wohl regionale Vorlieben (die Bauweise mit Keller ist in unserer Gegend absolut vorherschend, und ich habden Eindruck, dass einfach seitens der Bauunternehmen ungern ohne Keller gebaut wird (anderer Ablauf als gewohnt).
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Toto1Ch Beitrag anzeigen
    Hallo

    Ich bin auch gerade kurz vor dem Baubeginn, und denke etwas zu den Kosten sagen zu können.

    Ich bin auch der Meinung gewesen ein Keller muss sein, aber bei mir war der Unterschied für einen 105 m² Keller ca. 75.000 Euro.

    Diese setzten sich zusammen aus

    ca. 40000, Euro Keller aus WU beton
    8000, Euro Erdaushub mit Abfahren
    2 Kellertreppen 5000 + 9000 € ( 1 davon von Außen )
    kompletter Innenausbau mit Türen, Elektro, Maler, Fußboden etc.
    dazu kommt noch etwas Abdichtung, Dainage etc.

    also, wenn dann sollten schon alle Kosten, auch die zukünftigen für Beheizung Lüftung etc. berücksichtigt werden.

    Erst jetzt sollte man entscheiden, ob mann so viel Geld ausgeben will um diversenden "Müll" aufzuheben, oder gleich einen größeren Neubau mit deutlich größere Nebenräume zu bauen und nicht alles aufzuheben.
    Habt ihr alle nicht auch solchen "Müll" Zuhause??

    Du hattest 105m2 angedacht (für was auch immer) der letztlich 75000€ kosten würde. Ich denke nicht, das man oberirdisch viel günstiger "Stauraum" bauen kann und schon garnicht 105m2.
    Wenn man pauschal niedrig angesetzte 1000€/m2 nimmt, bist du theoretisch gesehen bei 105000€. Ganz abgesehen vom größeren Grundstück das du bräuchtest um ein so großes Baufenster zu haben.

    Dazu noch eine größere Dachfläche die die Abwassergebühren erhöhen würde. Ist zwar nicht die Welt aber sind auch Kosten.

    Dazu muss man diese Nebenräume auch noch in die Architektur einfließen lassen, was bei meinem Bau das Gesamtbild zerstören würde.
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  14. #13

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    Im Idealfall würde ich komplett auf einer Etage bauen. Also die 300m², die jetzt auf 3 Etagen verteilt sind, ebenerdig.

    Aber dazu muss man ein geeignetes großes Grundstück finden (Garten möchte man ja auch) wo der Bebauungsplan und die Baugrenzen das auch zulassen.

    Wenn man die Kosten berücksichtigt muss man aber auch die Grundstückskosten mit einbeziehen. Möchte man sein Haus 100 m² größer bauen, also statt Keller, muss auch das Grundstück 100 m² größer sein. Je nach Wohnlage ist dann ein Keller doch deutlich günstiger, sogar ohne die weiteren Baukosten zu berücksichtigen.

    Ein Hauswirtschaftsraum und ein Gartenhäuschen ersetzen einen Keller doch noch lange nicht.

    Ach ja, "Müll" haben wir auch zuhause. Irgendwo müssen ja auch Sachen zwischengelagert werden, die z.B. bei ebay verkauft oder dem Roten Kreuz gestiftet werden sollen. Ich betreibe den Aufwand nämlich nicht für jeden Pulli einzeln, der meinen Kindern zu klein geworden ist.
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Das gilt, wenn die Kosten keine Rolle spielen.

    Im - üblichen - Fall (begrenzter Finanzrahmen) kommt es hingegen immer darauf an, auf wieviele m² oberirdisch man für je 10m² Keller verzichten muß.

    Alternativ:
    Man kann auch einfach nicht soviel "Müll" einlagern (oder dies z.B. in "Self-Storage"-Häusern tun, bis der Kinder- und Sportsachen-Berg abschwillt...).
    Bei mir ist der Finanzrahmen auch begrenzt. Und ich denke nicht das dieser aussergewöhnlich hoch (310T€) ist.

    Wo ist der Unterschied zwischen m2 oberirdisch und 10m2 Keller???? Verstehe ich nicht.

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    (ZeitLager

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    Ist ja nicht wirklich eine Alternative zu einem Keller. Ich bau doch kein Haus wenn ich dafür meine Dinge die zum Leben gehören auslagern muss
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  17. #15

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    Moin,

    bei uns in der Tageszeitung stand es neulich ganz schön: Den Keller wegzulassen ist die einfachste Möglichkeit, Baukosten zu sparen. Mit Keller zu bauen ist die preisgünstigste Möglichkeit, zusätzlichen Stauraum zu bekommen. Das trifft es, finde ich, gut.

    Wir haben so ca. 90 m² Keller. Wenn man diesen weggelassen hätte, ist es doch wohl klar, dass man nicht einfach das Haus 90m² größer hätte bauen können (also z.B. 45m² mehr Grundfläche). Man hätte vielmehr das Haus etwas größer gebaut, um einen zusätzlichen Lagerraum zu bekommen, aber man hätte sicher nicht die gleiche Fläche oberirdisch gebaut!

    Wir nutzen den Keller sehr intensiv für unsere Hobbies und für unsere Kinder (hier auch für Parties, die Erwachsenenparties hingegen werden eher oberirdisch gefeiert). Wer keine Hobbies und keine Kinder hat, der kann sicher gut ohne Keller auskommen, aber wir möchten ihn nicht missen.

    Ach ja, unser Keller ist hell trotz ebenem Grundstück, Details gerne per PN.
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