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Gasheizung und Kaminofen am selben Schornstein

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  1. #1

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    Gasheizung und Kaminofen am selben Schornstein

    Hallo

    Wir würden gerne einen Kaminofen (3,5 bis 4 kw im Erdgeschoß) in unserem Reihenhaus nachrüsten. Einen Außenkamin anzubauen ist leider aufgrund fehlender Verankerungsmöglichkeiten am Dach nicht möglich.

    Wir haben uns nun beraten lassen bei einem Kaminofenbauer und der meinte es ist unter Umständen durchaus möglich den Kaminofen an den vorhandenen Schornstein (Durchmesser 14cm) anzuschließen an den auch schon unsere Gasheizung (Standort: Keller, Junkers Cerastar, Niedertemperatur Heizkessel, ZSR 18-5 KE23) angeschlossen ist. Man müsste nur eine Klappe in das Abluftrohr der Heizung einbauen damit Abluft vom Kaminofen nicht durch den Schornstein nach unten in den Kellerraum sinken kann. Natürlich müssen wir noch unseren Bezirksschornsteinfeger befragen, Termin folgt nächste Woche.

    Meine Frage wäre nun, ob jemand Erfahrungen hat ob zwei Anschlüsse an einem Schornstein möglich sind? Der Kaminofenbauer meinte, viele Schornsteinfeger sagen von vorne herein "nein" obwohl es evtl. möglich wäre.

    Danke im Voraus!
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  2. Gasheizung und Kaminofen am selben Schornstein

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  3. #2

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    Selbst wenn es - theoretisch - möglich wäre, wenn der Bez.schornsteinfeger sein Veto einlegt, hast du nichts gewonnen.
    Der Kaminofenbauer erzählt viel, wenn er verkaufen will.
    Ich bin der Meinung, es funktioniert nur mit einem 2. Zug.
    Gruss, Jo
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  4. #3

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    Mach Dich auch schlau, wie die Situation aussieht, wenn Du mal eine neue
    Gasheizung brauchst, die es irgendwann sicherlich nur mehr als Brennwertgerät
    geben wird, mit entsprechend geringeren Abgastemperaturen und typischerweise
    Zuluft durch den Kamin.
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  5. #4
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    Was bestehen denn für Bedenken? Was könnte passieren?

    Natürlich steht und fällt es mit dem Schornsteinfeger nur wüsste ich einfach gerne "warum nicht, wenn" um argumentieren zu können.

    Ich habe etwas recherchiert und mehrfach gelesen, dass es gemacht wurde und ohne Probleme funktioniert...
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  6. #5
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    Dein Schorni wird nicht einfach sagen "geht nicht", sondern wird auch begründen warum nicht.

    Also mal wabwarten, was der sagt.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von limamo Beitrag anzeigen
    Was bestehen denn für Bedenken? Was könnte passieren?
    Bei unserer Gasbrennwertheizung wurde ein Rohr eingeführt durch das
    die Abluft geht und außen rum strömt die Zuluft von oben nach unten
    und wird im Gegenstrom vorgewärmt. Im Heizungskeller ist dann ein
    Doppelrohr aus Kunststoff. Kann mir als Laie nicht recht vorstellen, wie man
    das (auch mit anderen Materialien und doppelwandigem Rohr) mit
    den heißen Abgasen des Ofens zusammen hinbekommt. Aber eventuell
    kann man ja eine künftige Brennwerttherme auch an anderer Stelle
    montieren und die Abluft anders führen. Zumindest mit unserem Schorni
    kann man gut reden.
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  8. #7
    Avatar von OldBo
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    Tja, bei den neuen Geräten wird es nicht mehr funktionieren. Die Zeiten, in denen Öl- oder Gaskessel einen gemeinsamen Schornsteinzug verwendet haben, wobei der Festbrennstoffkessel mit einem Rauchgasthermostaten ausgestattet war, sind schon längere Zeit vorbei.

    Gruß

    Bruno Bosy
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  9. #8
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    Dann frage ich mich aber ehrlichgesagt wie das bei Mehrfamilienhäusern mit nur einem Schornstein funktioniert...?

    Gestern sind wir noch auf sogenannte "Leichtbaukamine" gestoßen... Da werden wir auch mal nachfragen. Vielleicht ist das dann mit weniger Verankerungen möglich.

    Bin echt schon sehr gespannt was der Schornsteinfeger sagen wird...
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  10. #9
    Avatar von OldBo
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    Zitat Zitat von limamo Beitrag anzeigen
    Dann frage ich mich aber ehrlichgesagt wie das bei Mehrfamilienhäusern mit nur einem Schornstein funktioniert...?

    Gestern sind wir noch auf sogenannte "Leichtbaukamine" gestoßen... Da werden wir auch mal nachfragen. Vielleicht ist das dann mit weniger Verankerungen möglich.

    Bin echt schon sehr gespannt was der Schornsteinfeger sagen wird...
    Ich auch
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  11. #10

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    Man müsste nur eine Klappe in das Abluftrohr der Heizung einbauen damit Abluft vom Kaminofen nicht durch den Schornstein nach unten in den Kellerraum sinken kann.
    Das ist nur die halbe Miete. Was ist, wenn Abgase von der Gastherme in den Ofen drücken?

    Unterstellen wir mal, dass der Schornstein für den Anschluß eines Ofens (Festbrennstoff) geeignet ist, und aufgrund Querschnitt einen Parallelbetrieb möglich macht, dann wäre im o.g. Fall tatsächlich eine Mehrfachbelegung denkbar.

    Daten der Therme, Ofen, Schornstein, dem Schornsteinfeger in die Hand drücken, und der soll mal rechnen.

    Ob so ein Betrieb sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Aber rein technisch bzw. zulassungstechnisch wäre hier eine Mehrfachbelegung denkbar.

    Gruß
    Ralf
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  13. #11

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    Wir machen uns aktuell dieselben Gedanken. Nach einigen Diskussionen hat der Schornsteinfeger uns auf eine neue Idee gebracht ohne 2. Schornstein in Edelstahl. Da in den nächsten Jahren die NT-Gasheizung sowieso einer Brennwerttherme weichen würde, wäre spätestens dann der gemauerte Zug zweckfrei. Also möchten wir gerne heute schon im Zuge der Renovierung den neuen Kaminofen an den Zug anschließen und erstmal gleichzeitig mit der Gasheizung betreiben. Übergangsweise sei dies laut Schornsteinfeger mit der besagten Klappe möglich, wenn er das auch nicht als Dauerlösung mag. Wie nennt man diese Klappe nochmal, irgendwas mit "Diemer-Klappe" oder so ähnlich.
    Dieser Kaminofen wird sowieso nur einige Stunden in der Woche laufen. Als einzigen Nachteil nannte der Schornsteinfeger, dass die Gasheizung schneller verrußen kann.

    Die weitere Frage, die wir uns jetzt natürlich stellen: Um in 3-4 Jahre nicht wieder bohren zu müssen und weil jetzt auch Dachstände und Fassadendämmung gemacht wird, würden wir gerne das Abgasrohr für Brennwert bereits heute vorsehen. Der Heizungsbauer meinte aber, das vorzubereiten könnte nachteilig sein, weil sich in den Jahren die Rohrtechnik öfter mal geändert hat, auch zwischen den Herstellern.
    Wohin könnte man das Brennwert-Abgas überhaupt führen? Der Schornsteinfeger meinte, es müsse nicht so hoch wie ein Kamin, Gaubenhöhe könnte reichen. Darüber kommt aber noch ein Dachfenster.. Der alte Schornsteinzug, den viele für das Abgasrohr verwenden, wird auch nicht zur Verfügung stehen. Würde man dann so ein Rohr an der Fassade entlang bis zum First ziehen müssen? Unter der Dämmung sei auch keine gute Lösung, wegen Revision und Feuchtigkeit.
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  14. #12

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    Nachtrag nach einiger Recherche: Die Klappen heissen "Diermayerklappen" bzw. Thermisch gesteuerte Abgasklappe nach DIN 3388 Teil 4. Die einfache Form arbeitet mit Bimetall. Es gibt sie auch motorisch betrieben. Nun muss ich den Schornsteinfeger nochmal bitten, uns genau zu sagen, was verbaut werden soll und was er nachher zulässt. Er hat selten Zeit, sagt mündlich etwas zu, und am Ende wird es evtl. doch nicht abgenommen. Der genaue Ablauf so einer Vorrichtung ist mir noch nicht ganz klar. Im Grunde müsste der Schornsteinfeger uns die Ausführungsbeschreibung zukommen lassen, wir beauftragen ein Unternehmen und am Ende nimmt der Schornsteinfeger das ganze ab. Bisher lief das aber wenig zufriedenstellend und wechseln kann man den Bezirksschornsteinfeger für Abnahmen scheinbar auch nicht.
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