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Eindeckung Flachdach

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  1. #1

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    Eindeckung Flachdach

    Hallo,

    Für unseren gerade errichteten 66qm Flachdach-Anbau (Wände & Decke: Beton) haben wir ein Angebot vom Dachdecker erhalten, was wir so gar nicht einzuordnen wissen.
    Unser Architekt ist eher vom Typ „lieber der Porsche als den Golf“. Beim Thema Dachentwässerung ist er z.B. davon überzeugt, dass es Kupfer sein muss. Wir haben immer mal wieder unsere Not, ihn „einzubremsen“ und erhalten sicherlich sehr gute Sachen, aber Steve Jobs hat uns leider nichts vererbt.
    So haben wir dieses Dachdecker-Angebot für fast 19k€ vorliegen (ohne Spenglerarbeiten) und wir würden gerne eine Idee bekommen, ob wir ein „ganz solides Dach“ erhalten oder ob es eher der Typ Porsche ist. Falls Porsche: Was wäre eine "ganz solide" Alternative?


    Angebot Dachdecker für Flachdach:
    - Betondecke abfegen und mit Bitumenemulsion vorstreichen
    - Randbohle entlang der Rinneneinlaufkanten zweiteilig aus Fi/TA-Holz, Abm.: 12x20cm liefern & befestigen
    - Attika-Randeinfassungen, Aufbauhöhe: bis 30cm gesamt, mit Fi/TA-Holz in versch. Abmessungen herstellen & befestigen
    - Alu-Schweißbahn als Dampfsperre liefern & aufschweißen.
    Hochführen der Alubahn – entlang der Attika Attika-Aufkantungen bis OK-Dämmungslage und Wände
    - Gefälledämmung EPS 035 mit 100KPA liefern & verklebt verlegen.
    Anfangshöhen: 12cm, Endhöhen: 19 cm, im Mittel: 16cm dick.
    Zuschnitt der Dämmung im Kehlbereich und aufgehende Wand- und Randabschnitte
    - Gullyabläufe DIN 100, abgewinkelter Ablauf, liefern & einbauen
    - Kalt-Selbstklebebahn KSU liefern & auf Dämmungsfläche verlegen.
    - Schweißbahn PYE talkumiert liefern & auf vorbereiteter Fläche vollflächig aufschweißen
    - Heißbitumenabstrich auf gesamte Dachfläche
    - Trennvlieslage lose auslegen
    - Abdichtungsbelag Rhepanol-fk in Farbe grau, liefern und lose auf Fläche aufbringen und stoßverquellen
    Alternativ: Abdichtungsbelag Rhepanol-fk in Farbe grau, liefern und verklebt verlegen (ohne Auflast)
    - Rand- und Anschlussbahnen in Breiten bis 35cm liefern & anbringen, verschweißen
    - Firstabdeckung Stoßband mit beidseitigem Dichtrand, liefern und verlegen.
    - Gullymanschetten, passend zu Belag, liefern & aufbringen
    - Innen/Außenecken, sowie Abdeckband liefern & Eckenausbildung herstellen
    - An- und Abschlüsse an aufgehende Bauteile (wie Fenster, Wände oder sonstiges) mit Flüssigkunststoff herstellen, Abwicklung: bis 30cm Breite
    - Alu-Kappleisten W4, incl. Dübel und Siliconabdichtung liefern & montieren
    - Außenseitige Verschalung der umlaufenden Attika mit OSB-Platten, 22mm stark, Höhe: bis 40cm
    - Deckleiste Abschlussbrett aus Glattkant, Abm.: 21-70mm herstellen, liefern & umlaufend von unten an Attikahölzer befestigen
    - Vordeckbahn aus Pappe auf Verschalungsflächen aufbringen
    - Verschieferung der umlaufenden Attikaverschalung mit Kunstschieferplatten
    Abm.: 20/30 cm, waagerechte Deckung. Höhe: bis 40cm
    - Obere Attika-Abdeckung aus OSB-Platten, 22mm stark, Breite: bis 25cm, herstellen, liefern & mit leichtem Gefälle zur Dachseite montieren
    - Notüberlauf aus vorgefertigten Kunststoffplatten mit Rohrdurchführung liefern & im Attikabereich einbauen

    Für Eure Einschätzung wäre ich Euch echt dankbar!

    Viele Grüße,
    Nadja
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  2. Eindeckung Flachdach

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von Dachi
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    Was wollen Sie

    denn jetzt hören/lesen??
    Die Fläche ist wie groß?
    Die Attika ist wie lang?
    Die Gegebenheiten sind wie?

    Ob die 19tsd. (Brutto/Netto?) zuviel sind ist erst mal nicht leicht zu sagen.
    Wenn ich das aber so lese, ist das kein "Porsche" Aufbau. Gefälledämmung ist schon mal gut. Ob die 16cm. i.M. reichen...?

    Die Folie will Er lose verlegen. Wer hält die dann fest wenn es stürmt? Auflast muss Er schon machen (oder der Galabauer).
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  4. #3

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    hat euer architekt das alles geplant und so ausgeschrieben? oder ist das ein angebot nach dem motto - hier hast du ein auszug aus dem baugesuch, schau dir mal den bau an und mach mal ein angebot?

    nach letzterem sieht es eher aus.
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  5. #4

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    Die Abdichtung ist ein wenig wirr dahin gestrickt...
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  6. #5

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    Was soll der Mumpitz mit 2 lagig Bituminös und dann eine Rhepanol-Abdichtung?

    Lass das mal einen planen, der Ahnung von der Materie hat...
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  7. #6
    Themenstarter

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    Vielen Dank für Eure Kommentare.
    Zu Euren Fragen:
    Fläche 66qm, Anbau in L-Form, Attika knapp 24 lfm, zum Bestands-Haus hin sind es 10 lfm.
    Ob Archi so ausgeschrieben oder Dachdecker hier vor Ort war und dann einfach Angebot gemacht wurde, bin ich mir nicht 100%ig sicher. An dieser Stelle würde ich auch zweiteres vermuten, da wir noch keine weiteren Angebote bekommen haben.
    @ wirr gestrickte Abdichtung: Gibt es einen guten Link hier im Forum, wo ein Dachaufbau inkl. Gefälledämmung & Rhepanol beschrieben ist, wie er sein sollte?

    Ich habe eigentlich gehofft, dass ein Dachdecker Ahnung davon hat Ich hab's nämlich definitiv nicht.

    Was mich noch "am Rande" gedanklich beschäftigt: Ein Teil des Daches wird gleichzeitig Terrasse, soll heißen 40qm davon sollen einen Bodenbelag erhalten, der Rest wird bekiest. Muss da der Unterbau unterschiedlich sein?
    Wir haben am Freitag einen Termin. Wenn ich schon wenig Ahnung habe, will ich wenigstens halbwegs clevere Fragen stellen.
    Nadja
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  8. #7

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    @ Nadja28 - schau mal im forum unter architektur - buchempfehlungen - flachdachrichtlinie - empfehlenswert.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Nadja28 Beitrag anzeigen
    Ob Archi so ausgeschrieben oder Dachdecker hier vor Ort war und dann einfach Angebot gemacht wurde, bin ich mir nicht 100%ig sicher.
    Das solltest Du aber, wenn Du dem Architekten die LP 6 beauftragt hast!

    Und zu Deinen ganzen Fragen müsste der Architekt doch auch was sagen können - viel besser als wir, da er das Gesamtvorhaben viel besser kennt.
    Also - was sagt Dein Architekt??









    Vielleicht - Auftrag bis LP 4?
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  10. #9
    Avatar von Reinsch
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    Wofür :
    - Kalt-Selbstklebebahn KSU liefern & auf Dämmungsfläche verlegen.
    - Schweißbahn PYE talkumiert liefern & auf vorbereiteter Fläche vollflächig aufschweißen
    - Heißbitumenabstrich auf gesamte Dachfläche
    wenn Abdichtungsbahn Rhepanol FK. ?
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  11. #10
    Gast360547
    Gast

    man könnte...

    Moin,

    bei dem Aufbau vermuten, dass der Planer einen intensiv begrünten Aufbau geplant hat. Und trotzdem ist der Aufbau Mist.

    Auf eine Polymerbitumen-Schweißbahn gehört definitiv kein Heißbitumendeckanstrich. Dieses auch dann nicht, wenn oberhalb weitere Schichten aufgebracht werden sollen.

    Ansonsten ist der Ansatz das Schichtenpaket in den aufgaben zu trennen nicht grundsätzlich falsch. Auch ich würde es bevprzugen, wenn die Abdichtung bituminös erfolgen würde, der Wurzelschutz hingegen mit Bahnen, die eine Zulassung nach FLL haben, aus Kunststoffen.
    Wozu das aber bei einer Dachterrasse ohne Begrünung gut sein soll, entzieht sich meinen Kenntnissen.

    Bei EPS 035 wird es sich vermutlich um die alte Bezeichnung PS 30 SE handeln, die dann eine WLG von 0,035 W/mK haben soll?
    Bei 66 m² Fläche würde ich überlegen, ob man nicht eine Grunddämmung aus ebenen Platten nimmt und darauf dann erst die Gefälledämmung, da das sehr wahrscheinlich günstiger ist und zudem durch den Versatz der Fugen weniger Wärmebrücken entstehen können.

    Grüße

    stefan ibold
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  12. #11
    Themenstarter

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    Da ich wie gesagt wenig Ahnung habe und ich den Architekt erst mal allgemein gefragt habe, ob dies ein üblicher Aufbau ist, meinte er "Ja" und dass er es so bei den letzten neugebauten EFH-Flachdächern auch so gemacht hätte.
    Aber diese Aussage hilft mir ja nur bedingt bis gar nicht weiter.
    Viel mehr geben mir Eure Hinweise & Nachfragen einen Anhaltspunkt, die Kombination Rhepanol und weitere von Euch aufgeführte Lagen in Frage zu stellen. Herzlichen Dank schon mal dafür!

    Herzlichen Dank auch für den Buchtipp. 220 Seiten Kommentierung zu einer Richtlinie sind ja schon krass. Ich bezweifle ehrlich gesagt, dass ich sie mir zu Gemüte führen werde, auch wenn ich es tun sollte. Aber irgendwie sehe ich dies nicht als meine Arbeit an. Sollte ich das? Ich werde dies aber auf jeden Fall beim Architekten & Dachdecker hinterfragen, insbesondere auch der Kontext zu den beiden Normen DIN 18531 und 18195.
    Nadja
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  13. #12
    Themenstarter

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    Hallo Stefan,
    meine Antwort hat sich grad mit Deiner überschnitten.

    Die Idee mit Kombi Grunddämmung und Gefälledämmung mit Fugenversatz finde ich extrem einleuchtend.

    Ich kann mich auch nicht erinnern, dass wir jemals was von Begrünung gesagt hätten. Auch in den Plänen ist das nicht vorgesehen. Es war immer ein Teil Terrasse und der andere Teil mit Kiesschicht.

    Nadja
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  14. #13
    Themenstarter

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    Hallo,

    Jetzt habe ich mir per Internet gefährliches Halbwissen angelesen, aber der Dachaufbau beim einschaligen, unbelüfteten Flachdach scheint ja eine gewisse Struktur zu haben:
    Betondecke, Voranstrich, Dampfsperre, Dämmung, Abdichtung, Oberflächenschutz
    Abdichtung kann mit Bitumenbahnen oder mit Kunststoff erfolgen. Somit würde - was ich bisher von Euch bzw. Internet verstehe - der Aufbau Bitumenanstrich – Alu-Schweißbahn als Dampfsperre – Gefälledämmung - Elastomerbitumen Kaltselbstklebebahn - Polymerbitumen-Schweißbahn halbwegs Sinn machen. Alles oberhalb der Polymerbitumen-Schweißbahn scheint sehr fragwürdig („Auf eine Polymerbitumen-Schweißbahn gehört definitiv kein Heißbitumendeckanstrich. Dieses auch dann nicht, wenn oberhalb weitere Schichten aufgebracht werden sollen.“) zu sein. Insbesondere auch das Rhepanol, wenn keine Begrünung geplant ist. Daher werden meine Fragen insbesondere darauf abzielen.
    Weitere Fragen:
    - Dämmungsdicke in Frage stellen (EnEV).
    - Grunddämmung & Gefälledämmung in Kombination?
    - Abdichtung => bituminös?
    - Oberflächenschutz => leichter (Granulat/Splitt) oder schwerer (Kies)?
    - sonstiger notwendiger Aufbau für Terrasse (Belag: Stein)

    Momentan beschäftigt mich noch ein weiteres Thema. Von den 66qm werden ja 40qm Terrasse, die restlichen 26qm sollten bekiest werden. Das scheint wohl wegen der Schwere nicht immer unproblematisch zu sein. Dämmtechnisch ist wohl eine Begrünung auch besser (drunter liegt unser Schlafzimmer)? Gibt es hierzu Meinungen?

    Herzlichen Dank für Eure kritischen Fragen und Hilfestellungen! Alles nützt um besser vorbereitet zu sein für das Gespräch.
    VG, Nadja
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von Dachi
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    Soo gefährlich

    ist Ihr "Internet-Halbwissen" gar nicht

    Wenn Sie die Abdichtung Bituminös Ausführen lassen, brauchen Sie keinen Kies als Auflast. Dieser hätte dann nur eine optische Funktion.
    Wenn Sie eine Begrünung möchten, sollte die Oberlagsbahn eine Wurzelfeste sein!
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  17. #15

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    Hallo,

    mal ohne Wertung (da ich außer meiner noch nie eine andere Flachdachausschreibung in der Hand hatte, Laie)
    als Vergleich das Ergebnis unserer Ausschreibung:

    Fläche ca. 170 qm (auf unterschiedlichen Ebenen, tw. begrünt tw. Kies).
    Dampfsperre VXX
    Gefälledämmung mittl. Dicke 21,5
    1 Lichtkuppel
    Folie Produkt aus Deinem Angebot, lose mit Auflast
    drei Angebote brutto von 21-23k.

    Alles Firmen aus der näheren Umgebung, tw. sehr spezialisiert

    Mal neben bei bemerkt:
    Viele Firmen aus unserer Gegend (Kleinstadt) mit denen ich bisher zu tun habe, arbeiten lieber in FfM und Umgebung als bei uns, und das sicher nicht nur weil sie die Skyline so schön finden...

    VG,
    swing
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