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  1. #1

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    auf FBH in Estrich einfach weitere 8cm Estrich?

    Hallo,

    unser GU/Bauleitung hat mächtig Mist gebaut. Vereinbart war die Errichtung eines T-Blocks im Badezimmer mit Podesten vor der Duschwanne (damit sollte bodengleiche Dusche hergestellt werden) und auf der anderen Seite im Bereich der Toilette und des Bidets, um ein Abluftrohr darunter verschwinden zu lassen. D.h. man sollte beide Seiten des T-Blocks über eine sogenannten Stufe betreten.

    Folgendes Problem ergab sich in der Bauphase: FBH und Estrich wurden im kompletten Bad verlegt, jedoch ohne die Sockel/Podeste einzuplanen. Die Sockel hat der Bauleiter dann kurzerhand mit Dämmplatten errichtet, damit die Fliesenleger loslegen konnten. Folglich wurden 40% der Fussbodenheizung im Bad durch den Bau der Podeste mit Dämmplatten abgedämmt. In den Bereichen vor der Toilette/Bidet und der Dusche keinerlei Heizleistung möglich, das Badezimmer ist nicht erwärmbar.

    Nachfragen zur Heizleistung usw. hat man erst ignoriert, anscheinend niemand über die Dämmung der FBH nachgedacht. Das Haus wurde fertiggestellt, wir wohnen seit 3 Monaten drin. Den Mangel haben wir unverzüglich angezeigt. Nach ständigem Drängeln will man den Mangel nun wie folgt beheben und dafür sorgen, dass die Dämmung der Podeste rausgenommen wird.

    Das soll nun so erfolgen, dass man die Fliesen der Podeste hochnehmen will und einfach weitere 8 cm Estrich draufgeben will, um den Sockel zu errichten. Man will uns weismachen, dass dies die Heizleistung der FBH in keinem Maße beeinträchtigen würde, da der Estrich hervorragende Wärmeleitfähigkeit hat.
    Wir haben jedoch eine Luftwärmepumpe, die ohnehin nicht besonders schnell ist im Heizen, ein System mit dem wir zusätzlich derzeit sehr große Probleme haben.
    Konkret würde das doch eine deutlich längere Aufwärmzeit der Podeste bedeuten, ggf. auch Wärmeverlust (?), von Rissen in zu dickem Estrich und einem möglichen Gewichtsproblem auf der darunterliegenden Decke (Massiv Stahlbeton) habe an anderer Stelle hier im Forum bereits gelesen.

    Es kann doch nicht wirklich richtig und fachgerecht in der Ausführung sein, wenn man nachträglich einfach eine weitere Estrichschicht von 8 cm aufkippt für eine Fläche von ca. 3 qm, weil man seinerzeit vergessen hat, die Podeste wie vereinbart im Vorfeld unter der FBH zu errichten?

    Gibt es nicht DIN-Normen für die Verlegung von FBH und der Estrichdicke?

    Wie wird das Vorgehen hier eingeschätzt?

    Freu mich über Antworten. Vielen Dank!
    Gruß, Martin
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  2. auf FBH in Estrich einfach weitere 8cm Estrich?

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  3. #2

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    Abgesehen von diesem Murks:

    Moderne sparsame Heizsysteme sind generell "langsam".
    Könnte es sein, daß ihr die Anlage falsch bedient (aus alter Gewohnheit)?
    Versucht ihr etwa, unterschiedliche Temperaturen im Tagesverlauf zu erreichen?
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  4. #3
    Themenstarter

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    Wohl kaum, der Grund für die nicht mögliche Erwärmung ist ganz einfach, dass durch Dämmplatten keine FBH dringen kann.

    Um nochmal auf meine Kernfrage zurückzukommen.
    Kann man noch von fachgerechter Ausführung reden, wenn ein Bauunternehmer einfach weitere 8 cm Estrich auf eine FBH kippen will?
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  5. #4

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    Werden Sockel nicht gemeinhin gemauert..?
    Wobei ein Mauern mit z.B. Porenbeton Steinen auch wärmedurchgangstechnisch nicht so das Optimum ist.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Martin69 Beitrag anzeigen
    Wohl kaum, der Grund für die nicht mögliche Erwärmung ist ganz einfach, dass durch Dämmplatten keine FBH dringen kann.
    An sich richtig, aber bei 2 oder 3m2 fehlen halt ein paar Watt Heizleistung, dadurch dürfte das Bad nicht "kalt" werden.

    Ich befürchte, dass durch Austausch der Dämmplatten gegen Estrich, das grundlegende Problem nicht gelöst wird. Durch die höhere Überdeckung wird die Trägheit erhöht, die Wärmeleitung an sich wird nicht so stark beeinflußt.

    Wie man hier den Estrich fachgerecht aufbringt, müsste ein Estrichleger klären. Das ist nicht mein Revier.

    Könntest Du noch ein paar Daten zum Badezimmer liefern? (FBH Fläche, Verlegeabstand, geplante Temperaturen, Heizlast wäre auch nicht schlecht, gibt´s weitere Heizflächen).

    Meine Vermutung, hier wird an der falschen Stelle versucht das Problem zu lösen, und nach getaner Arbeit wird man feststellen, dass es immer noch nicht möglich ist das Badezimmer auf Wunschtemperatur zu bringen.

    Gruß
    Ralf
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