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gute Auftragslage = längere Bauzeit?

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  1. #1

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    gute Auftragslage = längere Bauzeit?

    Hallo,

    die Zinsen sind niedrig wie nie, es wird gebaut auf Teufel komm raus. Die Auftragsbücher der Handwerker sind gerammelt voll.

    Ein Bekannter will ein sehr kleines Bad renovieren und er schafft es nicht überhaupt Angebote zu bekommen für so einen kleinen Auftrag.

    Daher meine Frage: Wie schafft man es unter den Prämissen verbindiliche Angebote für Gewerke zu bekommenm die dann auch in einer vereinbarten Zeit ausgeführt werden ohne zu viel draufzuzahlen. Dass es in Summe teurer wird bei guter Auftragslage ist klar.

    Habt ihr eure Stamm-Unternehmen, die immer für euch arbeiten und dadurch Druck entsteht eventuelle Folgeaufträge zu verlieren und dadurch eure Aufträge vorziehen?
    Ich sehe viel zu viele Neubauten bei uns im Neubaugebiet, die nicht voran kommen. Wenn man nachfragt kommen meist Aussagen wie "Fliesenleger kommt einfach nicht", "Elektriker hat zu viel zu tun" oder "wir wollten eigentlich Ende Juli schon eingezogen sein".

    Wie kann man das verhindern ohne potentielle gute Handwerker zu verschrecken, indem man Fertigstellungszeiten verlangt, bei denen sie einfach "nein" sagen? Habt ihr in "Boom-Phasen" einen Aufschlag auf Preis und Zeit, da es der Praxis einfach entspricht und nicht verhindert werden kann?
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  2. gute Auftragslage = längere Bauzeit?

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  3. #2
    Baufuchs
    Gast
    Aus Sicht GÜ:

    Die Sub´s lassen eher einen Einzelkunden zeitlich hängen, als dass sie es sich mit dem GÜ verscherzen, von dem sie auch in flauen Zeiten Aufträge bekommen.
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  4. #3
    Samuel
    Gast
    Handwerker / ausführende Firmen, altes Leid.

    Ist schon so, dass auch in nicht so rosigen Zeiten manchmal das Gefühl aufkommt, dass sie keine Aufträge brauchen (auch keine größeren), weil sie es nicht mal schaffen ein Angebot abzugeben oder mindestens eine Rückmeldung.

    Ist aber nicht nur eine Frage der Auslastung, sondern auch des Charakters / der Firmenpolitik. Kann nur empfehlen im Bekanntenkreis nachzufragen und sich ggf. auf die kontakte zu berufen (und zu hoffen, dass die Bekannten Rechunugen auch pünktlich bezahlt haben).
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  5. #4
    Livestrong
    Gast
    Seihen wir doch froh das es der Bauwirtschaft so gut geht
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  6. #5
    Samuel
    Gast
    Zitat Zitat von Livestrong Beitrag anzeigen
    Seihen wir doch froh das es der Bauwirtschaft so gut geht
    Was war noch einmal dein Beruf ? Ggf. kann die Bauwirtschaft ja mal ein paar suboptimale Papiere aufkaufen wenn es doch so gut läuft.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Baufuchs Beitrag anzeigen
    Aus Sicht GÜ:

    Die Sub´s lassen eher einen Einzelkunden zeitlich hängen, als dass sie es sich mit dem GÜ verscherzen, von dem sie auch in flauen Zeiten Aufträge bekommen.
    meinst du damit, dass GÜs einen Vorteil bei der Bauzeit haben in Zeiten mit hoher Auslastung bei Handwerkern gegenüber einer freien Auschreibung der Gewerke durch einen Architekten?
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  8. #7
    Livestrong
    Gast
    Zitat Zitat von Samuel Beitrag anzeigen
    Was war noch einmal dein Beruf ? Ggf. kann die Bauwirtschaft ja mal ein paar suboptimale Papiere aufkaufen wenn es doch so gut läuft.

    Passiert doch schon Die offenen Baumarktrechnungen werden schon lange in verbrieften Papieren gehandelt
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  9. #8

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    ja, das meint Baufuchs wohl. Was an der Sache aber eigentlich so ärgerlich ist, ist die Unzuverlässigkeit vieler Firmen. Wenn ein Betrieb sagt: tut mir leid, können wir nicht machen oder können wir erst in 3Monaten machen, ist es o.k., da kann man dann mit kalkulieren, es läuft aberhäufig so, dass es dann heißt: Angebot bekommen sie in 2 Wochen, ach tut mir leid, nächste Woche haben sie es.... und dann kommt nichts oder man beauftragt einen Betrieb, der zusagt es innerhalb einer bestimmten Zeit auszuführen, da wird dann überzogen, mal 1 Woche, mal 1Monat usw. Am Ende haben sich dann 20Gewerke mit 2Wochen "angesammelt" und man baut 1Jahr länger, da oft ein Gewerk vom andere abhängt.
    Auch wenn ich es der Bauwirtschaft gönne, dass es gut läuft, sollen sie dann aber auch nicht weinen, wenn es mal schlechter läuft und sollen doch bitte verbindliche Aussagen machen.
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  10. #9

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    Konvenzionalstrafe
    Alle Kosten die durch eine Verzögerung entstehen, maximal 5 facher Auftragswert. (Wetter, Material, ... ist keine Entschuldigung)


    Würd mich mal von den Experten interessieren was Sie als Aufpreis einkalkulieren würden, bezogen auf Auftragswert-Materialwert.

    Ich befürchte aber du findest keinen der sowas unterschreibt.

    Gruß
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  11. #10
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    Es ist schon schlimm wenn nicht alle auf der Gardinenstange hängen und warten bis einer mit *Ich zahl immer zuviel* Phobie ums Eck kommt und ein Bädchen umbauen will.

    Natürlich alles *verbindlich* und zum Festpreis !

    Keiner hat eine wirkliche Ahnung was für ein Leistungsumfang erforderlich sein wird oder kann einer von denen die es so ganz verbindlich haben wollen vorhersagen was einen unter den Fliesen erwartet ?

    Wie weit muss man die Altanlage demontieren ?
    Wie ist der Zustand des vorhandenen ?
    Wie ist die Altanlage überhaupt gebaut ?

    In der Regel kommt das große Schulterzucken bei den Fragen mit der Antwort : Woher soll ich denn das wissen - keine Ahnung.

    Auf Basis der Angaben soll dann ein *verbindliches, supergünstiges* All-Inclusive-Angebot zum Sozialtarif abgegeben werden ... oh yeah.

    Neubau und Umbau sind zwei ganz unterschiedliche Partys.

    Wie kann man das verhindern ohne potentielle gute Handwerker zu verschrecken, indem man Fertigstellungszeiten verlangt, bei denen sie einfach "nein" sagen?
    Wie sieht denn das *Verlangen* aus ?
    Jeder hat auf Abruf auf der Gardinenstange zu warten bis einer *jetzt* schreit ?

    Ich hab in vielen Jahren nur extrem wenige Aufträge auf dem Punkt *zum Datum* durchführen können !

    Jedes Mal wenn zum Datum Montagekapazität *ausschließlich* für diese Maßnahme bereitgestellt war endete es mit Nasenbohren ! weil irgendwas nicht fertig war.
    Wenns dann 2-4 Wochen später soweit war und man war mitten in einem anderen Projekt und 3 andere waren schon *im Rohr* dann ist das Gejammer riesig wenn man warten musste .... weil man muss ja Verständnis haben wenn man selber den Termin nicht hinbringt aber 14 Tage später haben andere alles stehen und liegen zu lassen ... weil *jetzt* ist man ja soweit dass es Rund gehen kann.

    Das ist zunächst mal alles gar keine Frage des Preises .... sonder in vielen Bereichen sinds hoffnungslos überzogene Erwartungen *an andere*.

    Ach ja ... und Neubau ....
    tägliche Praxis ... :
    Blitzanfrage auf den letzten Drücker ...
    Angebotsabgabe am Freitag ... Ausführung lt. Beschreibung ... hätte schon vor 2 Wochen begonnen werden sollen ... aber es reicht wenn sie dann am Montag anfangen ....

    Alles klar ?

    Gruß
    Achim Kaiser
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  12. #11

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    so viele Antworten sind immer wieder schön zu lesen, vor allem von Leuten die keine Ahnung von der Realität haben....

    Jedes Mal wenn zum Datum Montagekapazität *ausschließlich* für diese Maßnahme bereitgestellt war endete es mit Nasenbohren ! weil irgendwas nicht fertig war.
    Wenns dann 2-4 Wochen später soweit war und man war mitten in einem anderen Projekt und 3 andere waren schon *im Rohr* dann ist das Gejammer riesig wenn man warten musste .... weil man muss ja Verständnis haben wenn man selber den Termin nicht hinbringt aber 14 Tage später haben andere alles stehen und liegen zu lassen ... weil *jetzt* ist man ja soweit dass es Rund gehen kann.
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  13. #12
    Themenstarter

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    @Achim Kaiser + Gipser
    Wonach entstehen denn aus eurer Erfahrung die Verzögerungen? Die sind für gut planende vollausgelastete Firmen natürlich besonders ärgerlich.

    Macht ihr Unterschiede, wenn der Auftraggeber ein GÜ ist der regelmäßig Aufträge gibt?
    Treten solche Verschiebungen bei frei ausgeschriebenen Architektenhäusern häufiger oder seltener auf als bei GU/GÜ-Bauten?
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Orkati Beitrag anzeigen
    Wonach entstehen denn aus eurer Erfahrung die Verzögerungen? Die sind für gut planende vollausgelastete Firmen natürlich besonders ärgerlich.

    Guck Dich doch mal (auch) in der Wirtschaft allgemein um.
    Da wird gerechnet und gestrichen, das Wort "Personalreserve" existiert nicht mehr, Lagerhaltung wird auf der Strasse erledigt; Standardmaterial beim Grosshandel gerade noch, Sonderwünsche dauern womöglich, bis die Fertigung in China erledigt ist und der Khan mit dem Krempel hierher geschippert ist.
    Dazu hast Du auf dem Bau neben Witterungseinflüssen noch handwerkliche Fertigung, da bleiben Fehler nicht aus - das kann wieder Auswirkungen auf Trockenzeiten, Folgegewerke und und und haben ...
    Wenn dann noch ein Mitarbeiter krank wird oder gar Urlaub hat, der Bauherr mit Sonderwünschen um die Ecke kommt, kann die Decke mal ganz schnell zu kurz werden.

    Und zu den Unterschieden - das hast Du jetzt aber nicht ernstgemeint, oder?

    Gruß Stoni
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    wasweissich
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    und dann ist da noch das im märz abgegebene angebot , mit dessen rücklauf man anfang oktober nun gar nicht mehr rechnet , und diearbeiten dann bitte (ansage am 07.10. ) am 28.10. erledigt sein sollen ....

    meterialbeschaffungsvorlauf mit viel glück 8-10 tage , arbeitsaufwand ~3 wochen ,

    totales unverständnis , wenn man dann sagt , das wird so nicht funktonieren ,

    sie haben doch damals gesagt , das dauert ungefähr drei wochen ........
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  17. #15

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    Verbindliches Angebot bezögen auf Ihre Anfrage vom ... im Umfang von ... gültig bis .... .
    Änderung kostet Aufpreis, Storno kostet Gebühr.

    Ich finds gut so wie es is, aber es is halt anders.
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