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  1. #1

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    Fugenbreite / Fliesengrösse

    Hallo zusammen,

    gibt es abhängig von der Fliesengrösse eine Vorschrift / ARdT / VDE / DIN oder was weiss ich welche die Fugenbreite vorgibt ?

    Konkreter Fall:
    Es sollen Fliesen 60x60 (Feinsteinzeug) verlegt werden. Was ist hier die Mindest- Maximalfugenbreite ? Oder gibt es Ansatzpunkte von x mm bis y mm ist ok. Aber jeweils im Detail mit dem Fliesenleger zu vereinbaren?

    Sollte man 60x60 Fliesen mit einer 2mm Fuge überhaupt verlegen ? Abweichung Fliese ggf. 1mm auf Kantenlänge und schon ist ggf. das Fugenbild zerstört.

    Bin auf euren Input gespannt.

    Gruss
    DanSch
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  2. Fugenbreite / Fliesengrösse

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  3. #2

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    du musst die fugenbreite von den toleranzen der fliesen abhängig machen. hast du bei deinen fliesen 600/600 mm ein toleranzspiel von +/- 1 mm, hersteller aus absurdistan oder so, dann sieht den fugenbild von 0 bis 4 mm schon mal recht merkwürdig aus.

    bei diesen fliesenschinken ist nur kalibriertes material sinnvoll zu verwenden, dann sind fugen von 2 - 3 mm ansehbar.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    bei diesen fliesenschinken ist nur kalibriertes material sinnvoll zu verwenden, dann sind fugen von 2 - 3 mm ansehbar.
    ...und wenn das dann noch richtig sauber verlegt ist, sieht das einfach klasse aus!!!
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  5. #4
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    Hallo,

    danke für die Infos.
    Aber gibt es wie oben gefragt auch Verlegevorschriften (etc) die sich auf die Fugenbreite hierzu beziehen ? Abhängig Fliesengrösse ? Kantenlänge ?
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  6. #5

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    DIN 18352, Kantenlänge > 10cm, Fuge 2mm-8mm.

    Achtung, Toleranzen der Fliesen berücksichtigen und Herstellervorgaben beachten.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    DIN 18352, Kantenlänge > 10cm, Fuge 2mm-8mm.

    Gruß
    Ralf
    Danke !
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  8. #7

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    Ergänzend sei bemerkt das Fugen im Fliesenbelag folgende Aufgaben erfüllen sollen:
    1. Maßtoleranzen des Fliesenmaterials ausgleichen
    2. Spannungen im Belag ausgleichen
    3. Verschließen/Verfugen der Abstände zwischen den einzelnen Fliesen im Belag

    Bei Großformatigen Fliesen (Kantenlänge ab ca. 45-120cm oder mehr) deren Kanten Kalibriert sind und die Kanten- und Mittelpunktwölbung gegen 0 geht, kann man durchaus mit Fugenbreiten von 2mm Arbeiten.

    Bedenken muß man aber auch, je geringer der Fugenabstand ist, um so mehr fallen Höhentoleranzen zwischen 2 Fliesen ( Überzähne ) auf, welche dadurch entstehen weil der Verlegeuntergrund nicht glatt und eben wie eine Glasscheibe ist.

    Es gibt wie immer das für- und wider- abzuwägen.
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  9. #8
    Avatar von operis
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    Bei einer 60/60 würde ich Überzähne oder Kanten mal generell ausschliessen, das lässt sich nur noch im Mittelbett oder Buttering Floating verlegen und dann sollten Kanten ecta tabu sein.

    Operis
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  10. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  11. #9
    kappradl
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    Zitat Zitat von Fliese63 Beitrag anzeigen
    Höhentoleranzen zwischen 2 Fliesen ( Überzähne ) auf, welche dadurch entstehen weil der Verlegeuntergrund nicht glatt und eben wie eine Glasscheibe ist.
    Dafür habe ich mal Verlegehilfen gesehen, welche die Kanten auf die gleiche Höhe ziehen. Ich weiß aber nicht, ob das eher eine Hobbyistenhilfe ist und dem Profi gegen die Berufsehre geht.

    Ich habe 60x60 kalibriertes Feinsteinzeug mit 2mm Fuge in der Küche liegen. Sieht toll aus.
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  12. #10

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    Das ist keine Frage der Berufsehre, sondern eher eine Frage von Aufwand und Nutzen, denn ein Gewerblicher Fliesenleger bekommt in der Regel für einen m² verlegter Fliesen einen Geldbetrag X. Diesen geteilt durch die Aufgewendete Zeit Y ergibt einen Geldbetrag Z/h. Wenn dann der Auftraggeber erwartet das „große“ Fliesen schneller verlegt werden können wie kleinere und vielleicht umgekehrt ist es der Fall, dann ist das nicht gut.

    Keine Antwort habe ich auf die Frage warum Fliesen immer größer werden müssen. Um nicht total als ewig gestriger hingestellt zu werden, sage ich ma,l Fliesen größer als 60x60cm Kantenlänge.

    Ich vermute der Hersteller glaubt einen vermeindlichen Wettbewerbsvorteil zu haben und den Preis pro m² in die Höhe treiben zu können. Die anderen Springen auf den Zug auf und schon stellen alle diese Teile her, jeder will größere Fliesen herstellen als sein Mitwettbewerber, das übliche Spiel halt.

    Der Bedarf an solchen Geräten ist ja nicht wirklich da, sondern dem potentiellen Bauherren wird der Bedarf beim Verkaufsgespräch oder anderswo durch Werbung eingeredet. Auch diese wollen sich dann untereinander mit der größe Ihrer Fliesen übertreffen.

    Geradezu als grotesk empfinde ich es, wenn als Antwort auf die Bedenken von Fachleuten, Verlegehilfen für ca. 100-200€ angeboten werden, deren Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit erst noch nachgewiesen werden muß. Als ob die Fliesen nicht schon teuer genug sind.
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