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Innendämmung Keller weiße/schwarze Wanne

Diskutiere Innendämmung Keller weiße/schwarze Wanne im Forum Abdichtungen im Kellerbereich auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Innendämmung Keller weiße/schwarze Wanne

    Hallo,

    ich habe bei meiner Suche nach dem o.g. Thema schon diverse Fragen und Antworten mit ähnlichem Bezug im Internet gefunden, die mich aber eher verwirrt haben als sie mir geholfen haben. Würde deshalb gerne mal eine Info zu meiner persönlichen Situation haben.

    Hintergrund:
    Neubau 2007 mit Keller weiße Wanne + wasserundurchlässiger Bodenplatte gebaut - zusätzlich an den Außenwänden Bitumen-Dickbeschichtung aufgetragen ("kann nach Ansicht des Bauträgers nicht schaden" - ob das jetzt eine schwarze Wanne ist, weiß ich nicht...) und Dämmplatten (BASF Styrodur) aufgebracht.
    Von innen ist bisher "nackter Beton" - eine Elektroinstallation ist direkt auf dem Beton aufgebracht. Aktueller "Feuchtigkeitsstatus" im Keller: absolut trocken....

    Jetzt will ich zukünftig (erstmal) einen Raum im Keller als Büro nutzen - evt. später auch weitere Räume.

    Da ich die auf dem Beton aufliegende Elektroinstallation nicht allzu schön finde, überlege ich jetzt, irgendeine "Verschalung" davorzubauen, hinter der die Elektroinstallation verschwindet. Dabei kam mir der Gedanke, ob es sinnvoll sein kann, dass wenn man schon einen Wandaufbau macht, diesen gleich noch mit einer zusätzlichen Innendämmung zu kombinieren. Bei "Innendämmung im Keller" wird einem laut Internetkommentaren aber eher Angst und Bange....

    Zusatzinfo: Unser Haus ist mit einer kontrollierten Be- und Entlüftung versehen - diese Belüftung werde ich demnächst ausdehnen auf den Keller, so dass auch eine ständige Belüftung des Kellers gegeben sein wird.

    Frage also: Sollte man auf jeden Fall die Finger von einer Innendämmung lassen? Oder gibt es bei o.g. Situation eine "sinnvolle" Möglichkeit, mit ein wenig Dämmmaterial eine bessere Situation bzgl. des Energiestatus zu erhalten?

    Viele Grüße,
    Karsten
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  2. Innendämmung Keller weiße/schwarze Wanne

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von fmw6502
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    Zitat Zitat von O_Dost Beitrag anzeigen
    Von innen ist bisher "nackter Beton" - eine Elektroinstallation ist direkt auf dem Beton aufgebracht. Aktueller "Feuchtigkeitsstatus" im Keller: absolut trocken....

    Trocken gefühlt muß nicht ausreichend trocken sein. War der Keller als Wohnkeller oder nur als gedämmter Nutzkeller geplant? Wie ist der Bodenaufbau? Ist eine Dampfsperre vorhanden?

    Da ich die auf dem Beton aufliegende Elektroinstallation nicht allzu schön finde, überlege ich jetzt, irgendeine "Verschalung" davorzubauen, hinter der die Elektroinstallation verschwindet.

    Hmm, kann auch ohne explizite Dämmung kritisch werden wg. Taupunkt, dann hast Du evtl. schön verblendeten Schimmel.
    Elektroverteilung/anschlüsse kann man auch in Brüstungskanälen oder Sockelkanälen machen - u.a. in Büros gerne genommen - dann sieht das auch ordentlich aus.


    Dabei kam mir der Gedanke, ob es sinnvoll sein kann, dass wenn man sch on einen Wandaufbau macht, diesen gleich noch mit einer zusätzlichen Innendämmung zu kombinieren. Bei "Innendämmung im Keller" wird einem laut Internetkommentaren aber eher Angst und Bange....

    Hast Du ein Dämmwertproblem oder nur ein optisches?

    Zusatzinfo: Unser Haus ist mit einer kontrollierten Be- und Entlüftung versehen - diese Belüftung werde ich demnächst ausdehnen auf den Keller, so dass auch eine ständige Belüftung des Kellers gegeben sein wird.

    Ist die Anlage dafür konzipiert worden, d.h. bringt sie die Luftmenge, wurde an das Sommerlüftenproblem gedacht,...?

    Frage also: Sollte man auf jeden Fall die Finger von einer Innendämmung lassen? Oder gibt es bei o.g. Situation eine "sinnvolle" Möglichkeit, mit ein wenig Dämmmaterial eine bessere Situation bzgl. des Energiestatus zu erhalten?

    Welchen U-Wert hat die derzeitige Kellerkonstruktion (siehe zB EnEV-Nachweis)?

    Gruß
    Frank Martin
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    .... und Dämmplatten (BASF Styrodur) aufgebracht.
    Und warum soll es dann noch einer Innendämmung bedürfen?

    Wenn die Kelleraußenwände und die Bodenplatte nach der Wärmebedarfsberechnung in Ansehung der geplanten Nutzung als Büro bereits ausreichend gedämmt sind, ist die Zusatzdämmung von der Rauminnenseite rausgeschmissenes Geld. Die Verschalung ( ohne Zusatzdämmung ) ist auch dann problematisch, weil die Verschalung dann erwärmt wird, nicht aber die Wände. Anbringung eines Wandputzes wäre daher sinnvoller, wenn Du die Elektroleitungen nicht sehen willst.

    Ist keine ausreichende Dämmung vorhanden, ist die " Verschalung " mit Innendämmung aus den bereits genannten Gründen ( Kondensat- und Schimmelpilzbildung ) schadensträchtig. Du hast das also schon richtig gelesen und die Problematik in den Grundzügen auch verstanden.

    Da uns die Glaskugeln ausgegangen sind, solltest Du Deinen seinerzeitigen Planer befragen, ob der Keller so konzipiert wurde, dass dort ein beheiztes und ausreichend zu belüftendes Büro untergebracht werden kann.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo und danke schonmal für die ersten Rückmeldungen!

    Ein paar Antworten noch zu den Rückfragen - der Keller war in der Baubeschreibung als "Nutzkeller" angegeben - die Außendämmung wurde in Eigenleistung angebracht. Eine Dampfsperre ist m.W. nicht vorhanden - halt "nur" eine "WU-Bodenplatte, nicht dampfdicht". Die Kellerdecke wurde gedämmt (weil der Keller ja nun erstmal als "Nutzkeller" geplant war)....insofern habe ich soweit ich weiß auch keine Infos über "U-Werte".

    Zu der Frage zu meinem "Problem": das ist eigentlich primär optisch - ich habe halt nur gedacht, wenn ich die Elektroinstallation sowieso "verstecken" will könnte ich das ja direkt mit Dämmung verbinden und den Wärmeverlust noch weiter verringern. Bisher heize ich den Keller ja noch gar nicht - insofern habe ich überhaupt noch kein Gefühl für den Heizkostenbedarf...

    Die Belüftung soll mit einem neuen Ventilator ausgestattet werden, um die Luftmenge zu ermöglichen - von dem "Sommerlüftenproblem" habe ich noch nie gehört. Allerdings soll die Belüftung des Kellers automatisch / zeitgesteuert erfolgen können - was muss ich denn da beachten? Ich dachte, Belüftung kann nie schaden?

    Mein "Planer" hat mir gerade ein Angebot gemacht, dass er den Keller "innen dämmen könnte" - mit lt. Angebot "40mm PUR Platten beidseitig alukaschiert und 30mm PS-Platte zwischen Holzlattung mit 9,5 GKB Platte geschlossen - Gesamtaufbau ca. 80mm" (was mir nicht allzuviel sagt...). Er will aber für die Außenwände ca. 6.000 € berechnen und zusätzlich noch die Innenwände (geringer) dämmen. Da bin ich mir aber jetzt unsicher, ob das wirklich professionell ist....weil von Dampfsperren oder sonst irgendwas hat er weder geschrieben, noch detailliert nachgefragt was wir eigentlich mit dem Keller geplant haben, noch sonst irgendwas....

    Wenn mit den zusätzlichen Infos von mir noch eine weitere / detailliertere Einschätzung möglich ist, würde ich mich sehr freuen....ansonsten: wie finde ich denn in Essen und Umgebung einen "Profi", der sich das vor Ort anschauen und beurteilen könnte (und wieviel würde so eine Beratung wohl kosten)?

    Viele Grüße, Karsten
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  6. #5
    Bauexpertenforum
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    Du gehst bereits selbst davon aus, dass Dein in Anführungszeichen gesetzter " Planer " kein Profi, sondern eine Vollniete ist, der in den blauen Dunst hinein problematische Bauvorschläge unterbreitet.

    Fachmann wäre ein Planungsbüro mit der Fachrichtung Bauphysik. Das sollte im Branchenbuch von Essen und Umgebung zu finden sein. Google-Suche ergibt auch schon Treffer. Anrufen, Problem schildern und fragen, was der Auftrag zur Planung überschlägig kostet.

    Hier im Forum ist keine Antwort auf Deine Fragen zu erwarten. Du rufst ja auch nicht in einer Werkstatt an und bittest um telefonische Auskunft, warum Dein Fahrzeug nicht mehr die volle Leistung bringt und wie Du diesen Fehler beseitigen sollst. Hierzu mußt Du Dein Fahrzeug zur Untersuchung in die Werkstatt bringen. Dort erhälst Du dann einen Kostenvoranschlag.

    In Bezug auf Dein Problem bedeutet dies, dass Du einen Fachmann zur Untersuchung zum Haus zu beordern hast. Der wird den Bestand vor Ort klären und Dir dann mitteilen, was für die Nutzung des Kellers als Büro an Maßnahmen erforderlich ist. Und wenn er Dir sagen sollte, dass es nicht oder nur mit hohem Aufwand funktioniert, war das dafür aufgewandte Honorar immer noch besser angelegt, als einfach drauflos zu bauen und damit Geld sinnlos aus dem Fenster zu schmeisen, weil es nicht funktioniert und Bauschäden produziert werden.

    Die ständige Frage in diesem Forum nach dem " ob " eines Planers und den hierdurch entstehenden Kosten verstehe eh wer will. Denn der haftpflichtversicherte Planer ist die " Vollkaskoversicherung " des Bauherren für Bauschäden bei nicht ordnungsgemäßer Planung und/oder fehlerhafter Bauüberwachung. Dessen Haftung ist wegen der Versicherung, die jeder Fachplaner haben muß, insolvenzfest. Natürlich kostet die Beauftragung eines Planers Geld!

    Nur der deutsche Michel, der für ein Neufahrzeug wochenlang Testberichte liest und die Autohäuser abklappert, meint, für seinen Umbau im viel wertvolleren Eigenheim auf externen Sachverstand verzichten zu können, weil es Geld kostet. Wieviel, weiß er nicht, nimmt an, dass es eh zu teuer ist, und fragt deshalb erst gar nicht bei den Anbietern nach. Stattdessen kommen hier ständig Fragen mit laienhafter Sachverhaltsdarstellung nach den Kosten, als gäbe es einen Einheitstarif für alle erdenklichen Planungs- und Baumaßnahmen. Gibts nicht und die Anbieter fragen könnt Ihr doch auch beim Autokauf.
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  7. #6

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    was du vorhast und dein planer mitmachen möchte, ist bauphysikalisch gesehen größter unfug. lasst die finger weg von innendaemmung. ich kann mir nur eine hinterlueftete trockenbauvorsatzschale vorstellen, um die installationen zu überdecken.
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