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Estrich - Teilsarnierung notwendig/möglich?

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  1. #1

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    Estrich - Teilsarnierung notwendig/möglich?

    Hallo liebe Bauexperten,

    in der letzten Woche haben wir für unser Haus den Estrich bekommen und ich habe an dieser Stelle viel über Estrich/Trocknung etc. gelernt. Trotzdem habe ich noch eine Frage, zu der ich noch keine Antwort gefunden habe. Könnt Ihr mir helfen?

    Eine kurze Beschreibung: Wir haben einen Zementestrich ohne Zusätze mit 5 cm Dämmung und einem Gesamtaufbau von 11 cm erhalten.
    Das Problem: an 2 Stellen im Haus liegen Rohre recht weit oben und wir haben auch einen Stahlträger, der ca. 4,5 cm aus dem Boden schaut.
    - Der Stahlträger sollte mit einer Dünnen Folie (Randdämmstreifen) überdeckt/nivelliert werden und dann normal mit Estrich überdeckt werden. Nun wurde der Tröger mit einer Styroporplatte belegt (dicke unbekannt, geschätzt 2 cm) und dann mit Estrich überdeckt. D.h. dass an dieser Stelle quer durch den Raum der Estrich dünner ist.
    - Die erste "Rohr-Problemstelle" liegt in einer Ecke welche nicht begehbar ist, insofern wird die "Nutzung" nur sehr gering sein. Eigentlich sollte hier der Estrich ausgespart werden, eine Perlitschüttung verwendet werden und das Ganze dann mit Epoxidharz geschlossen werden. Hier würde normal mit Estrich gearbeitet.
    - Mittig in unserem Hauswirtschaftsraum haben wir einen Bodenabfluss. Das entsprechende Abflussrohr ließ sich auch techn. Gründen leider nicht Bodeneben verlegen, so dass auch hier die Dämmhöhe überschritten ist (d.h. der obere Teil des Rohres schaut auf einer Länge von ca. 1,5 m bis zur Raummitte aus der Bodendämmung raus und wird vom Estrich nur durch die Folie getrennt (->Trittschall?)). Auch dieser Bereich sollte ausgespart bleiben und mit Epoxidharz geschlossen werden. Nun haben wir dort ebenfalls eine schöne Estrichdecke.

    In den bisherigen Beiträgen wird immer die Fußbodenheizung im Zusammenhang mit zu geringer Aufbauhöhe diskutiert und immer zur Komplettlösung (Estrich raus) geraten. Wir haben keine FBH, sondern unser Problem liegt nur an den oben beschriebenen Punkten.

    1. Haben wir das Problem der Rissbildung?
    2. Kann man das "Teilsarnieren", indem man entsprechende Bereiche außschneidet und nachträglich mit Harz verschließt?
    3. Ist bei dem Stahlträger der Unterschied zu den benachbarten Flächen (5-6 cm Estrich) ausschlaggebend? Evtl. haben wir dort ja trotzdem 4 cm Estrichdicke, das müsste man mal messen.

    Da der restliche Estrich sehr schön geworden ist würde ich ungern drastischere Maßnamen ergreifen, oder schieße ich gerade generell über das Ziel heraus und solch kleine "Fehlstellen sind zu tolerieren?

    Vielen Dank für eure Kommentare und Meinungen

    Fallnix
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  2. Estrich - Teilsarnierung notwendig/möglich?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Lebski
    Gast
    1. Sollte man sehen
    2. Ja
    3. Vermutlich

    Grundsätzlich sind Estriche gleichmässig dick auf ebenen, gleichmässigen Untergrund und schwimmend einzubauen.
    Alles was davon abweicht, kann zu Problemen führen.

    Eure Überlegungen waren schon mal im Ansatz richtig, wurden aber nicht umgesetzt. Momentan kann man nix machen, auch Epoxiarbeiten gehen erst, wenn der Estrich trocken ist.

    Mögliches Vorgehen:
    -Einbehalt festlegen für eventuelle Nacharbeiten
    -Estrich trocknen lassen.
    -Belastungsprobe in den relevanten Bereichen beispielsweise mit Säcken oder Gewichten. Gemacht wurde sowas schon mit Hubwagen und 1,5 fachen Estrichbelastung
    -Falls Schäden auftreten, sanieren
    -Falls nicht, bleibt die Frage nach Restrisiko, bzw Langzeitschäden. Bei Fliesen sicher wesentlich höher als bei Laminat oder PVC
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo und Danke,

    wir haben für heute eh unseren Planer zur Begutachtung in Hause und ich werde die Punkt auf jeden Fall offiziell so aufnehmen lassen um uns vor spätschäden zu schützen.

    Eine Frage noch: Wie hoch ist denn die "Norm-Estrichbelastung" in Wohnhäusern? Gibt es da einen Richtwert (x kg/cm dicke)?

    Nochmals Danke

    Jens
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