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  1. #1

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    Keller sanieren oder Klimaschutzplatten

    Hallo zusammen,

    ich habe eine schwierige Entscheidung bzgl. unseres Kellers zu treffen. Es geht um unser Haus das wir selbst gebaut haben (Fertigstellung 2004).

    Zum Problem:
    Ich habe immer wieder (ca. 2x im Jahr) Feuchtigkeit an einer Seite meiner Kellerwand (Wetterseite) und das immer dann, wenn es hohen Niederschlag mit Wind zur Wetterseite meines Hauses gibt. Das Wasser läuft wohl hinter der Noppenbahn und kann nicht ablaufen. Zudem muss eine Undichtigkeit an der Kellerwand / Sockel vorhanden sein. Zur Wand: Kellerytong 36 cm. Verputzt. Dichtschlämme 2x Noppenbahn. Füllmaterial Sand/Sandsteingeröll...

    Das Problem. Der Keller (Halbpaterre / Südhang) wird als Schlafzimmer einer Ferienwohnung genutzt. Die Wetterseite ist vollständig im Boden (nur die Südseite ist zur Hälfte aufgefüllt). Wenn Fechtigkeit vorhanden war, ist es schon ca. 3-4 x (seit 2004) zu Schimmelbildung (grüne Verfarbung der Ecken) gekommen. Diesen Zustand kann ich natürlich nicht lassen.

    Zwei weitere (kleinere) Auffälligekeiten:
    > Ölraum im Keller ist im Eck oben hellbraun verfärbt ca. 2 m2 (ich habe das Fenster noch nie geöffnet!). Könnte daher gut auch am fehlendem Lüften liegen. Kann ich das Fenster (Feststellfenster welches nur gekippt werden kann) das ganze Jahr kippen?
    > Waschraum unter Lichtschacht hinter den Fliesen auch leichte Feuchtigkeit gemessen worden (Wasser vom Lichtschacht wird nicht abgeleitet sonder versickert im Boden).


    Ich hatte jetzt eine Sachverständigen im Haus. Er hat mir folgendes geraten:

    - da nur 2-3x im Jahr Feuchtigkeit auftritt, Verkleidung der Westwand mit Klimaschutzplatten + ca. 50 cm der angrenzenden Wände
    - Zusätzlicher Auftrag von Biorid
    - Noppenbahn mit Abschluss-Schiene versehen, damit das Wasser nicht mehr hinter die Noppenbahn kommt.


    Jetzt meine Missere:
    - Eigentlich sollte ich den Keller an 2 oder 3 Seiten noch mal von aussen abdichten. Keine Ahnung was mich das kostet. Aber ich schätze mal inkl. des Wiederherstellens der Außenanlagen + Aufgraben (fast 3 Meter) + abstützen und dann noch abdichten 20-25 kEUR (?)
    - Die Symptome beseitigen ca. 2-3 kEUR

    Meine Fragen:
    > Was würdet ihr empfehlen?
    A) > Soll ich die Klimawand bis auf den Rohfussboden gründen (Estrich / Isolierung teilweise - ca. 5 cm entfernen)? Oder auf den Estrich aufsetzen?
    B) > Macht der Mix Klimawand / Biorid sinn? Ich befürchte, dass ich mit Biorid die Klimawand versiegele und damit den Effekt der Klimawand verliere. Auf der anderen Seite wird auf Biorid nichts mehr schimmeln können. Die Hersteller beider Produkte hab ich angerufen. Jeder meint, dass sein Produkt ausreicht…
    C) > Ich würde wegen Raumklima noch eine weitere Wand mit Klimawand versehen (Schlafzimmer 14 m2), hab auf das Lüften wenig Einfluss (Ferienwohnung).
    D) > Ich würde auch ums Haus noch mal eine Metallschiene anbringen, oben mit Silikonfuge und dann eine Deichfolie ans Haus verpressen und dann ca. 40 oder 50 cm vom Haus weg ins Erdreich gehen lassen. Damit kann dann absolut nichts mehr hinter die Noppenbahn laufen (Falls die braunen Stellen im Tankraum Feuchtigkeit von außen sein sollte, dann evtl. hier auch Ruhe sein)… Evtl. hat sich damit das Problem schon erledigt, da ich das Phänomen Feuchtigkeit ja nur bei starken Regen zur Wetterseite habe....


    Vielen herzlichen Dank
    Chris
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  2. Keller sanieren oder Klimaschutzplatten

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Zitat Zitat von Chrs Beitrag anzeigen
    Ich hatte jetzt eine Sachverständigen im Haus. Er hat mir folgendes geraten:

    - da nur 2-3x im Jahr Feuchtigkeit auftritt, Verkleidung der Westwand mit Klimaschutzplatten + ca. 50 cm der angrenzenden Wände
    Dieser Sachverständige lehnt sich aber ziemlich weit aus dem Fenster, wenn er bei offensichtlich von außen eindringendem Wasser,
    Klimaplatten empfiehlt.
    In einem solchem Fall fungieren diese Platten regelrecht als Schwamm, welche zusätzliche Feuchtigkeit hereinziehen,
    die ansonsten nicht in diesem Ausmaß aufgetreten wäre.
    Da wäre es nicht besonders ungewöhnlich, wenn sowohl die "Dämmung" absäuft, als auch Schimmel produziert/forciert wird.
    Und diese BioRid ist auch kein Allheilmittel


    Zitat Zitat von Chrs Beitrag anzeigen
    Meine Frage:
    > Was würdet ihr empfehlen?
    Die Ursache (außen) beseitigen, auch wenn es die teuerere Lösung ist.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Ja, das mit dem außen abdichten war auch mein erster Gedanke.

    Mit welchen Betrag müsste ich kalkulieren (je Meter)

    Aushub, Abstützen, Abdichten, verfüllen? zusätzlich isolieren? (die Hälfte des Kellers ist nur mit Schwerbetonsteinen gemauert).

    Wie weit würde so ein Graben ums Haus breit sein müssen? Ich habe hinter dem Haus nur ca. 3 - 4 Meter Breite platz....

    Auf der anderen Seite ist es für mich eben grenzwertig gewesen. Bei "nur" 2-3x Feuchtigkeit in den Ecken (ca. 2-3 Tage lang). Ansonsten ist die Mauer trocken. Das nur bei dirketen Verwehen hin zur Mauer. Auch bei starkregen der gerade vom Himmel fällt habe ich kein Problem. D.h. ich vermute eben (aber eben nur eine Vermutung), dass nach abdichten der Noppenbahn oben schon eine deutliche Verbesserung eintreten sollten.

    Gruß
    chris
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  5. #4

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    Zitat Zitat von sarkas Beitrag anzeigen
    Dieser Sachverständige lehnt sich ...
    Vielleicht war´s ein Verkäufer-SV.

    Gruß
    Ralf
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