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  1. #1
    Tom_
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    Abdichtung der Bodenplatte: Schweißbahnen oder Dichtschlämme?

    Hallo,
    wir bauen ein EFH ohne Keller.

    Wie soll die Bodenplatte nach oben hin abgedichtet werden?
    Sind Schweißbahnen oder eine zementöse Dichtschlämme besser geeignet?

    Zur Abdichtung der Mauern gegen aufsteigende Nässe wurde in diesem Bereich bereits Dichtschlämme (Lugato, "Trockene Keller") verwendet.

    Ich tendiere eher zu der Dichtschlämme, da mir die Verarbeitung der Schweißbahnen doch sehr aufwendig vorkommt...

    Ist dann im weiteren Bodenaufbau (ca. 16 cm Styropor-Dämmplatten, darauf 5-6cm Estrich) noch eine PE(?)-Folie notwendig (gegen Feuchte oder Radon) und zwischen welche Lagen käme die Folie dann?

    Gruß
    Tom
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  2. Abdichtung der Bodenplatte: Schweißbahnen oder Dichtschlämme?

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  3. #2
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    Dichtungsbahnen sind für diesen Zweck genormt. DS nicht. Was nicht heißt, dass DDS nicht funktionieren. Ich bin aber kein Freund von DS. Die Verarbeitung von Bahnen ist im Material und auch in der Verarbeitung deutlich günstiger, weniger anfällig und Rissüberbrückender gegen nachträglich entstehende Risse. Mein Hauptargument bei der Verwendung von DS unter Wänden ist allerdings schon weggefallen. Ich sehe hier Probleme die geforderten Schichtstärken unter ungünstigen Wettereinflüssen Zweifelsfrei ausführen zu können.
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  4. #3
    Tom_
    Gast
    Hallo Mark,
    Danke für die Antwort.

    Zitat Zitat von Carden, Mark
    Die Verarbeitung von Bahnen ist im Material und auch in der Verarbeitung deutlich günstiger, weniger anfällig und Rissüberbrückender gegen nachträglich entstehende Risse..
    Wie oft kommt es zu solchen nachträglichen Rissen?
    Die Bodenplatte ist 20-25 cm dick, 2x bewehrt und in einem Guß mit den Streifenfundamenten erstellt worden.
    Soweit ich weiß, liegt kein drückendes Wasser vor. Die OK der Bodenplatte liegt zwischen 20 cm über der geplanten Gelände-OK bis 1,40m unter GOK (aber nur an der Nordwand über eine Länge von etwa 6m, davor liegt eine Dränage).

    Zitat Zitat von Carden, Mark
    Mein Hauptargument bei der Verwendung von DS unter Wänden ist allerdings schon weggefallen.
    Welches wäre das denn gewesen?
    Pro oder contra Dichtschlämme?

    Zitat Zitat von Carden, Mark
    Ich sehe hier Probleme die geforderten Schichtstärken unter ungünstigen Wettereinflüssen Zweifelsfrei ausführen zu können.
    Versteh ich nicht.
    Es geht doch um die Beschichtung auf der Bodenplatte IM Haus (Dach ist fertig). Welches Wettereinflüsse machen sich da noch negativ bemerkbar?

    Müssen Dichtbahnen eigentlich bei dieser Anwendungen an den Überlappungen zusammen geschweißt oder geklebt werden ("Schweißbahnen") oder nur überlappen?

    Weiß vielleicht jemand noch eine Antwort auf meine Frage mit der PE-Folie?

    Gruß
    Tom
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  5. #4
    Bauexpertenforum
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    Risse können immer dann auftreten, wenn keine Rissbeschränkenden Maßnahmen vorgenommen wurden.
    Risse können noch nach 2 Jahre in Folge des Beton schwindens auftreten.

    Genau das meinte ich ja damit, wie ich schirieb
    Mein Hauptargument bei der Verwendung von DS unter Wänden ist allerdings schon weggefallen. Ich sehe hier Probleme die geforderten Schichtstärken unter ungünstigen Wettereinflüssen Zweifelsfrei ausführen zu können.

    Ich meinte damit, dass es kaum Möglich ist, wenn die Sohle Nass ist oder es sogar regnet, die Schichtstärken zu gewährleisten. Da bei Ihnen ein Dach drauf ist, ist dieses Hauptargument – dagegen – eben weg gefallen.

    PE Folie gegen Feuchtigkeit brauchen Sie nicht. Gegen Radon – da bin ich zu wenig informiert. Aber was soll eine PE Folie abhalten, was eine Bahn nicht abhält. Aber nur so mein Schnellgedanke.
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  6. #5
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    Hm, für eine höherwertige Ausführung hat die Dichtschlämmen auf Zementbasis schon Vorteile:

    Streifen unter allen aufgehenden Wänden mit ca. 20 cm Überlappung rechts und links der Wand: mit 2-komponentiger Dichtschlämme z.B. Aquafin 2K pastös auftragen 5-6 mm dick. Auch bei Stahlbetonwänden. Damit wird auch die Hohlkehle dicht.

    - Kann auf jungem Beton aufgebracht werden.
    - weniger Witterungsabhängig als bituminöse Abdichtung
    (Nass, Regen und auch feucht: da geht bei Bitumen nix)
    - kein 2. Gewerk

    In die richtung wurde es ja schon ausgeführt.

    Aber für flächige Abdichtung auf Bodenplatte und Wände: Dichtungsschlämmen sollten besonderen Anwendungsfällen vorbehalten bleiben.
    Geändert von PeMu (09.03.2005 um 13:10 Uhr)
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  7. #6

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    folie ist notwendig über dämmung bzw. unter estrich. aber nur um feuchtigkeit des nassen estrichs nicht in die wd gelangen zu lassen.
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  8. #7
    Tom_
    Gast
    Die Bodenplatte hat oben und unten je eine Q181-Matte als Bewehrung.
    Sie ist mittlerweile schon fast 1,5 Jahre alt.
    Muß ich da noch mit neuen (Haar?)-Rissen rechnen, und sind die überhaupt relevant (kein drückendes Wasser)?

    Wird zwischen Estrich und Styropor nicht sowieso eine (PE-) Folie als Gleitschicht benötigt?
    Radon dürfte hier in Südhessen eigentlich kein Thema sein (im Schwarzwald wäre es wohl anders).

    Nochmal zu den Überlappungen der Dichtbahnen:
    Müssen die jetzt geschweißt/geklebt werden, oder reicht überlappen?

    Gruß
    Tom
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  9. #8
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    Die DIN sagt aus, dass die Überlappungen verklebt werden müssen.
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  10. #9
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    @PeMu
    Mir geht es hierbei Hauptsächlich um Abdichtungen unter Wänden. Hier sieht die DIN eine Dichtungsbahn vor. Und das halte ich für Richtig. Wie soll ich, wenn es misselt, eine Sperrschlämme in der geforderten Stärke aufbringen? Die schiebe ich nur hin und her.
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  11. #10
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    Schweißbahnen werden verschweißt mit Überlappung.

    Die PE-Folie kommt allein schon unter den Estrich, damit die "Estrichmasse nicht nach unten verschwindet - auch Zementestrich.
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  12. #11
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    Zitat Zitat von Carden, Mark
    @PeMu
    Mir geht es hierbei Hauptsächlich um Abdichtungen unter Wänden. Hier sieht die DIN eine Dichtungsbahn vor. Und das halte ich für Richtig. Wie soll ich, wenn es misselt, eine Sperrschlämme in der geforderten Stärke aufbringen? Die schiebe ich nur hin und her.
    >50 cm Schweißbahn - ok.
    Die übliche Dichtungsbahn - Mauerabsperrbahn in Mauerstärke, gewährleistet nur keinen Dichtungsanschluß innen nach außen. Und wenn eine Abdichtung auch beansprucht wird, dann gibt es an dem Punkt die meisten Probleme - Hinterläufigkeit der Hohlkehle.

    Diese Mauerabsperrbahn ist nur brauchbar, bei einfacher Wasserbelastung - Bodenfeuchte.

    ------------------------------

    Prinzipiell gilt:

    Alle Stöße von Abdichtungen sind mit Überlappungen anzuschließen.
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  13. #12
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    Keine SCHWEIßBAHNEN bitte
    Bitumenschweißbahnen, die häufig für Fußpunktabdichtungen in Verblendmauerwerk verwendet werden, sind für waagerechte Abdichtungen in Wänden nicht zulässig. Aufgrund der Viskosität und der größeren Werkstoffdicke kann es unter Last und Wärmeeinwirkung zu "Ausblutungen" von Bitumen und zum Nachgeben der Bitumenschicht kommen.
    Dachdichtungsbahnen ist OK. Mir am liebsten die G200DD besandet.

    Ansonsten http://sv-carden.de/4-2-1_t4_unter_w.html
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  14. #13
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    Überigens ist die G200DD die einzige Vertragskonforme Abdichtung lt. DIN 18336 unter Wänden.

    Ansonsten gebe ich Dir bei Deiner Aufzählung Recht, da Selbstverständlich.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Ansonsten zu Abdichtung auf Sohlenplatten kann der Fragesteller auch hier nach lesen. Bin aber noch nicht ganz fertig damit und gefällt mir auch noch nicht. Ich durfte ferner feststellen, dass ich die Rechtschreibung noch mal kontrollieren muss, aber für diese zwecke reicht es erst einmal.
    http://sv-carden.de/4-3_t4_sohle.html
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  17. #15
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    Ok, Ok, Schweißbahn war sehr provokativ.
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