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  1. #1

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    KWL Fortluft/Frischluft über Dach

    Hallo Zusammen,

    wir werden in Kürze ein älteres Haus sanieren. Im Zuge dieses Umbaus soll auch eine zentrale KWL mit WRG eingebaut werden. Daher informiere ich mich gerade über die verschiedenen Möglichkeiten um auch bei den Gesprächen mit den jeweiligen Planern entsprechend "mitreden" zu können.

    Das Haus hat ein versetztes Satteldach, wobei die höhere Dachfläche nach Süden zeigt und die niedrigere nach Norden. Die KWL soll in den gedämmten Spitzboden gebaut werden, die Fortluft/Frischluft soll dann durch die kleine senkrechte Wand zwischen den beiden Dachflächen geführt werden. Dazu habe ich noch ein paar Fragen:

    1) Wie weit sollten die Wanddurchlässe für Fortluft und Frischluft auseinanderliegen?

    2) Besteht im Sommer die Gefahr warme Luft anzusaugen (da die Luft über der Dachfläche ja eventuell wärme ist als die im schattigsten Eck des Gartens)?

    3) Sind Schalldämpfer in den beiden Leitungen notwendig?

    Danke an alle Helfer.

    Gruss
    Philipp
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  2. KWL Fortluft/Frischluft über Dach

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  3. #2

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    Hallo Philipp,

    um es vorweg zu nehmen, ich bin kein Experte sondern ineteressierter Laie mit praktischen Erfahrungen.

    Zu deinen Fragen:
    1.) achte bei der Platzierung on Frisch-und Fortluft auf die Hauptwindrichtung, damit dadurch kein Kurzschluss entsteht. Ich würde die beiden Rohre ein paar Meter auseinander legen. Fort- und Frischluftleitungen müssen innerhalb der gedämmten Gebäudehülle dampfdicht gedämmt werden, damit kein Kondensat an den Leitungen durch die warme Umgebungsluft entsteht (im Winter sind beide Leitungen kalt). Die Dämmung ist nicht billig, und die kalten Leitungen kühlen den Innenraum trotz Dämmung, also nur so lang als nötig.
    2.) Kann schon sein, dass die Luft ein wenig wärmer ist. Im Sommer ist es eh besser nachts die Fenster zu öffnen und die Lüftung auszuschalten. Hauptnachteil deiner Konstruktion ist aus meiner Sicht, dass du keine Möglichkeit hast, einen Erdwärmetauscher nachzurüsten.
    3.) Ich gehe jetzt mal von einem normalgroßen Einfamilienhaus mit entspr. Volumenströmen (150-300 cbm/h) aus. Da kann es schon sein, dass mann die Geräusche des Lüftungsgeräts außen wahrnimmt. Wie laut und ob es zu laut sein wird kann man so nicht sagen. Ich würde mir den Platz für Schalldämpfer zumindest in der Fortluft einplanen lassen. Dann kannst du nachrüsten, wenn es irgendjemandem (wahrscheinlich deinen Nachbarn) zu laut wird.

    Gut und sinnvoll empfinde ich einen separaten Vorfilter in der Frischluft. Zudem könntest du mangels EWT über eine Anlage mit Rotationswärmetauscher nachdenken, der verhindert das Vereisen der Fortluft ohne Drosselung der Volumenströme oder Enteisen via Stromheizung.


    gruss frijo
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  4. #3

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    Deine Tipps mit einerseits "nachts Fenster auf" und andererseits "Zuluftfilter" beißen sich aber heftig...!
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Deine Tipps mit einerseits "nachts Fenster auf" und andererseits "Zuluftfilter" beißen sich aber heftig...!
    könntest du das bitte weiter erläutern. Ich kann den Zusammenhang nicht erkennen bzw. war von mir da kein Zusammenhang beabsichtigt.

    Wenn im Sommer nachts die Fenster geöffnet werden sollte die Lüfungsanlage (logischerweise) abgeschaltet werden.

    Den Vorfilter hatte ich wegen (geringer) Standzeit und (oft deftigem) Preis der Gerätefilter erwähnt.

    gruss frijo
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  6. #5
    Avatar von OldBo
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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Deine Tipps mit einerseits "nachts Fenster auf" und andererseits "Zuluftfilter" beißen sich aber heftig...!
    Das versteht er nicht. Wenn ich eine KWL habe, dann muss ich die Fenster nicht aufmachen, oder doch? Naja, wenn man die passenden Lüftungsfenster für die Nachtlüftung hat, dann kann man natürlich eine wenig Strom sparen

    Gruß

    Bruno
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  7. #6

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    Abluft ist bei uns über das Dach geplant, Zuluft wird am Fist zur Nordfasade geführt und dort angesaugt. Erste Planung hatte auch die Zuluft über das Dach, wurde aber vom Hersteller der Lüftung wegen der Temperatur im Sommer vorgeschlagen zu ändern.
    Beide Leitungen gedämmt.
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  8. #7

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    Fort- und Frischluftleitungen müssen innerhalb der gedämmten Gebäudehülle dampfdicht gedämmt werden, damit kein Kondensat an den Leitungen durch die warme Umgebungsluft entsteht (im Winter sind beide Leitungen kalt). Die Dämmung ist nicht billig, und die kalten Leitungen kühlen den Innenraum trotz Dämmung, also nur so lang als nötig.
    Was verstehst du mit innerhalb der Gebäudehülle. Heißt das nach der Dampfbremse?

    Wenn das Lüftungsgerät im Keller steht und die Abluft dort direkt auf einer sehr kurzen Strecke nach Außen geführt wird, muss das Abluftrohr nicht gedämmt werden.

    Wichtig ist die Längen den Rohre so knapp wie möglich zu halten.

    Oft werden Wickelfalzrohre verwendet, bei uns leider auch, die mit Armaflex aufwendig isoliert werden müssen. Elleganter ist die Lösung mit Polystyrol (hoffe die Bezeichnung stimmt) Rohren, die quasi aus hartem Styropor bestehen. Kannn hier jemand Auskunft über die Haltbarkeit von solchen Rohren geben?

    Janeway
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  9. #8
    Themenstarter

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    Super, danke für die Antworten. Das hilft beim Meinung bilden :-)

    Gruss
    Philipp
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  10. #9

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    Zuluft wird über Nordfasade angesaugt. Das ist ja sinnvoll für den Sommer. Ich frage mich ob es auch eine Auswirkung im Winter hat von wo man ansaugt. Denke dort würde es doch sinnvoller sein auf der Südseite anzusaugen, oder ?

    Frage mich auch wie wird es gelöst wenn meinen einen EWT nutzen will. Dort soll doch ja ein Gefälle drin sein damit das Kondensat ablaufen kann. Wo wird dieser Ablauf denn eingebaut wenn man ohne Keller baut ?
    D.h. die Leitung wird unter der Bodenplatte nach oben in den HWR geführt.

    Gruß
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  11. #10
    Avatar von alex2008
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    wenn ohne Keller gebaut wird ist dann eben ein Schacht notwendig in dem sich die Entwässerung befindet.
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  12. #11

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    h frage mich ob es auch eine Auswirkung im Winter hat von wo man ansaugt. Denke dort würde es doch sinnvoller sein auf der Südseite anzusaugen, oder ?
    Du hast ja einen Wärmetauscher in der KWL. Glaubst du wirklich dem machen 1-3° Unterschied was aus?

    Ich habe mich mit dem Thema EWT auch beschäftigt.
    Mein Ergebnis: Lohnt sich nicht.

    Warum?

    1. Längere Zuleitung fordern die KWL mehr -> braucht mehr Strom
    2. Kühlwirkung im Sommer vernachlässigbar gering
    3. Mögliches Hygieneproblem durch Kondenswasser
    4. hohe Kosten durch Grabarbeiten und dichten Rohren
    5. Vorteil der vorgewärmten Zuluft kann durch Gerät mit Feuchtigkeitsrückgewinnung aufgehoben werden, weil hier Betriebstemperaturen bis -12° anstelle 5° möglich sind.

    Fazit:
    Investiere das Geld lieber in eine größer ausgelegte KWL mit Feuchtigkeitsrückgewinnung und automatischen Sommer-Bypass.

    Janeway
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  13. #12

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    Hallo,

    wir haben vor 5 Jahren ein Haus neu gebaut.
    Und ich muss sagen, verzichte auf die Dampfbremse ( nehme Unterspannbahn als durchlässige und winddichte Möglichkeit), mache die Dämmung 4 cm dicker und vermörtel die Dachziegel wie zu alten Zeiten (damit kein Schnee drunter kommt) und spare Dir die Lüftungsanlage.

    Wir hatten im zweiten Jahr einen Marder mit Jungen im Dachboden, diese haben die Dampfbremse an einigen Stellen beschädigt und es gab extreme Feuchte- und Schimmelprobleme.

    Für den Sommer ist eine Lüftungsanlage nicht schlecht, versuche aber einen Erdwärmetauscher zu verbauen.

    Soll heißen, Du saugst die Luft durch einen 30m Erdstrang (150er KG-Rohr, Tiefe 80cm bis 100cm ) an.
    Hast Du im Winter vorgewärmte Luft und im Sommer abgekühlte Luft.

    Ab -10°C rechnet sich die WRG nicht mehr, da Du mit Heizregistern zuheizen musst, sonnst friert das ganze ein.
    Bei Erdwärmetauscher ab ca -15°C, wenn Du eine gute Anlage hast.
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13
    Avatar von fmw6502
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    unsere Erfahrung mit EWT: bei -18°C außen kommt die Luft mit +5°C in den WRG rein, bei größer +30°C mit 20°C. Jeweils nach einigen Tagen mit den jeweiligen Außentemperaturen am Lüftungsgerät abgelesen
    --> KWL und auch EWT sind ein großer Komfortgewinn

    Gruß
    Frank Martin
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  16. #14

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    Genau.
    Hätte ich mich vor dem Hausbau mit WRG beschäftigt hätte ich einige Meter Rohr unter der Bodenplatte eingebracht. Ist nun leider zu spät. Schade.

    Nun habe ich nach der Reparatur des Marderschadens eine WRG nachgerüstet.
    Leider geht das nur noch bedingt.
    Da ich aber wieder alles im OG aufegrissen habe, kam in jedem Raum 100er Zu und Abluft.
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