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  1. #1

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    Schornstein-Verkleidung gedübelt ohne Hinterlüftung, korrekt?

    Hallo,

    da mein 43 Jahre alter Schornstein ( 3 Züge, aus vorgefertigten Beton-Steinen und verputzt) etwas verwittert war und Risse hatte (vor 8 Jahren hat der Vorbesitzer einen NT Ölheizung eingebaut, dabei wurde ein gedämmtes Stahlrohr in einen Zug eingebaut und oben durch eine simple Edelstahlplatte der viereckige Zug abgedeckt, die anderen beiden Züge blieben offen) habe ich eine Schornsteinverkleidung mit verzinkten Blechen (seitlich) und einer Schornsteinabdeckung (Edelstahl) beim Blechner beauftragt.
    Neben dem Edelstahlrohr für die NT-Ölheizung habe ich einen offenen Kamin der seltenst benutzt wird und einen weiteren Zug der bisher vom Vorbesitzer für die Küchenabluft benutzt wurde.

    Heute haben sie angefangen:
    - alte Schornsteineinfassung unten abgebaut und eine neue angebracht. Die neue Schonsteineinfassung wurde an den Ziegel-Latten mit Blechen angenagelt und am Schornstein mit einem Klebeband am Schornstein eher schlecht abgeklebt.
    - Zu meiner Überraschung wurden die seitlichen Bleche direkt an den Schornstein angedübelt, ich bin als naiver Laie von einer hinterlüfteten Verkleidung ausgegangen. Die Bleche haben eine bitumenartige Pappe gegen Schitzwasser auf der Innenseite. Die seitlichen Bleche überdecken die Schornsteineinfassung mit 4-5 cm Höhenunterschied, d.h. es sollte nicht reinregnen .
    - Edelstahlabdeckung mit entsprechenden Öffnungen für die Züge wird gerade angebracht. Die Abdeckung überdeckt die seitlichen Bleche auch recht grosszuegig, auch hier sollte es nicht reinregnen aber die Feuchtigkeit die von unten kommt (z.B. aus den Zuegen) kann ja nirgends entweichen und kondensiert an der Unterseite der Abdeckung (meine Befürchtung, da auch die Unterseite der Zug-Abdeckung am bestehenden Edelstahl-Rauchhrohr sehr feucht bzw Nass war.


    Ist das eine korrekte Ausführung? Ich als Laie habe eine Schornsteinverkleidung bestellt damit keine weitere Feuchtigkeit über den Kamin in die bestehende Risse einzieht und zu weiteren Schäden (z.B. im unbewohnten Dachgeschoss führt).
    Ich bin ausgegangen dass direkt an Schornstein nicht gedübelt werden sollte und dass die Verkleidungen hinterlüftet befestigt werden damit eventuelle Feuchtigkeit durch den Luftstrom abgeführt werden kann. Meine Befürchung ist dass diese Konstruktion optisch und von aussen gut ausssieht, aber dass durch die fehlende Hinterlüftung die Feuchtigkeit nicht entweichen kann und sich ihren Weg nach ein paar Jahren nach unten suchen wird.

    Von einem Napoleon-Hut hat mir der Blechner abgeraten, es kann passieren dass die Rauchgase nicht so gut abziehen könnten.

    Der lokale Blechner wurde mir vom Glaser empfohlen, die anderen beiden sind nicht gekommen bzw haben kein Angebot abgegeben, in unserer Gegend sind die Handwerker wohl ausgebucht.
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  2. Schornstein-Verkleidung gedübelt ohne Hinterlüftung, korrekt?

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  3. #2

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    Zitat Zitat von uban Beitrag anzeigen
    ...aber die Feuchtigkeit die von unten kommt (z.B. aus den Zuegen) kann ja nirgends entweichen und kondensiert an der Unterseite der Abdeckung ...
    Wieso sollte das passieren? Die Züge dürfen doch durch die Abdeckung nicht verengt werden, also sollte beispielsweise die Abluft der Dunstabzugshaube dort auch nicht (von der Innen-/Unterseite) kondensieren können, sondern ungehindert nach außen abgeführt werden.

    Ich würde mir eher Gedanken darüber machen, ob die Abluft der Dunstabzugshaube nicht bereits IM Zug kondensiert und mir so schleichend den Schornstein durchfeuchtet.

    Das gilt in ähnlicher Form für den offenen Kamin, sofern dieser wirklich offen ist und seltenst genutzt wird.

    Was meint der Schornsteinfeger zu dieser Sanierungsaktion? Der kennt doch den Schornstein, Nutzung, und ist auch mit den einschlägigen Vorschriften vertraut.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Avatar von Dachi
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    Wäre auch mein Tipp gewesen. Schorni fragen. Der muss es absegnen.
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  5. #4
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    Ein Missverständnis:

    Die Kondensation von 'unten' habe ich nur in dem aktiv genutzten Zug für die Öl-Heizung. Damit von oben kein Regen auf die Dämmung des eingezogenen Stahlrohres duchnässt wurde wohl damals eine Abdeckhaube für den rechteckigen Zug angebracht. Durch die rechteckige Abdeckung führt das runde Stahlrohr von der NT Öl-Heizung. Ich vermute dass der grösste Teil der kondensierten Feuchtigkeit vom Regen kam, unter die Abdeckung geriet und von dort nicht mehr wegkondensieren konnte (da die Abdeckung des sanierten Zuges ja nach oben hin abschloss).

    Die beiden anderen Zuege (Dunstabzug, offener Kamin) waren ja komplett frei, da war es eher trocken.
    Da wir eine Umluft-Kuechenhaube haben ist seit drei Jahren die Öffnung in der Küche wind-/luftdicht abgeklebt. Die Feuchtigkeit sollte da schon längst wieder verdunstet sein. Aber der Hinweis ist auf alle Fälle sehr wichtig. Eine Küchenabluft (maximal 25°C, voller Luftfeuchtigkeit) im EG eines 2 geschossigen Wohnhauses wird sehr sehr wahrscheinlich zum Wasseranfall im Zug führen.

    Der Blechner hatte mich gefragt ob die beiden offenen/unbenutzten Zuege in Gebrauch seinen, ich wollte mich da nicht einschränken (und für die Kinder 2-3 mal im Jahr ein Feuer im Kamin anmanchen) so dass er beide Zuege in der Kaminabdeckung leicht verengt eingeschnitten hat (die Zuege sind rechteckig, ca, 20-25cm lang und ca 12cm breit)

    Den Schorni hatte ich noch nicht gefragt, bin davon ausgegangen dass so eine 08/15 Sanierungsmassnahme zum Allgemein-Wissen im Fachhandwerk zählt. Als Laie vertraue ich auf den Meister-Betrieb, wozu sollte der Meisterzwang gut sein (wahrscheinlich geht's gar nicht um angebliche hohe Qualitätsanforderungen sondern nur um eine Beschränkung im Wettbewerb)

    Im schlimmsten Fall wird mir der Schorni das Feuer im offenen Kamin verbieten bis der Ausschnitt in der Kaminabdeckung etwas weiter geschnitten wurde bzw der offene Kamin wird ausser Funktion gestellt (oder saniert damit ein normaler Kaminofen/Kamineinsatz damit heizen kann, wegen der Kosten 2000-3000€ ist das bisher nicht umgesetzt worden).

    So ein Bestandsbau ist nervig, kann jedem nur ein Neubau bzw eine Kernsanierung vor dem Einzug empfehlen. :-(
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  6. #5
    Avatar von Dachi
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    Zitat Zitat von uban Beitrag anzeigen
    wozu sollte der Meisterzwang gut sein (wahrscheinlich geht's gar nicht um angebliche hohe Qualitätsanforderungen sondern nur um eine Beschränkung im Wettbewerb)
    Genau das ist es!
    Ich wurde damals von der Kammer zum Meister "bestimmt" weil es in meiner Ecke sonst keinen gab!!!!!!
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