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  1. #1

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    Wandaufbau Mehrfamilienhaus

    Hallo Zusammen,
    ich habe zwar viel zum Thema gefunden, aber nichts passendes...

    Unser Vorhaben:
    Mehrfamilienhaus mit 8 Wohneinheiten.
    Renditeobjekt = Billig aber gut bauen

    Nun die Frage welche Bauweise ist unterm Strich die billigste?

    - Fertigwand aus Leichtbeton mit WDVS vom Fertighausanbieter, also mit WDVS, Innenputz und Fenster, etc.... sowie Fertigbetondecken
    - Fertigwand aus Leichtbeton und Fertigbetondecken, WDVS etc. durch externes Handwerkerunternehmen
    - Kalksandstein gemauert
    -??? (Fällt Euch noch eine Bauweise ein?)

    Der Hintergrund zum Fertigbau ist die kürze Bauzeit, dadurch ergeben sich Einsparungen der Bereitstellungszinsen und eine schnellere Vermietung. Der Kalksandsteinbau müsste also um einiges preiswerter sein. Daselbe gilt für die Fertigdecke im Vergleich zur Filligrandecke.

    Danke für alle Hinweise!

    Taba
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  2. Wandaufbau Mehrfamilienhaus

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  3. #2

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    Es gibt nicht DIE Bauweise. Weder für EFH noch für MFH.
    Stell Anforderungen zusammen, dann ergibt sich der Rest.

    Fertigteilbauweise ist nicht schneller. Sie ist nur auf der Baustelle schneller zusammengesetzt.
    Das, was der Maurer mit seinem Steinpuzzle auf der Baustelle braucht, braucht das Werk mit Vorlauf, Fertigung, Aushärtezeiten, Lieferung auch.
    Nur das das Haus vor Ort schneller wächst.
    Ausserdem - was braucht denn der Rohbau eines 3- oder 4- Geschossers im Vergleich zum Endausbau überhaupt an Zeit - sprich, wieviel theoretisches Einsparpotential besteht denn da?
    Das ist doch minimal.
    Dafür muss aber die komplette Planung für Elt, Hzg, Sanitär, Lüftung usw vor dem erste Hammerschlag absolut fertig sein!
    Warum? Weil Du bei Fertigwänden alles vorinstallierst und nur noch verbindest bzw. in die Schlitze einbaust.
    Da werden Änderungen richtig teuer!
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Tabaluga Beitrag anzeigen
    Der Hintergrund zum Fertigbau ist die kürze Bauzeit, .....
    wurde das überhaupt schon kalkuliert? Oder handelt es sich eher um eine Vermutung Deinerseits?

    Auch die Fertigung der Teile und Transport nehmen Zeit in Anspruch, nur das Aufstellen geht relativ schnell. Ein Bekannter hat so ein Haus (3 Etagen) bauen lassen, doch er hat als Hauptgrund für die Entscheidung statische Gründe genannt. Die Bauweise war halt für sein Vorhaben die beste, von einem Zeitvorteil bei der Gesamtbaudauer war nie die Rede.

    Nebenbei bemerkt, die neuen Supermärkte hier in der Gegend wurden alle konventionell "gemauert". Da konnte man dabei zusehen wie die Wände im Minutentakt wachsen. Man glaubt nicht, was ein eingespieltes Team an einem Tag auf die Beine stellen kann. Die paar Außenwände sind im Hinblick auf die Gesamtbaudauer wohl das geringste Problem. Dank Maschineneinsatz geht das ruckzuck.

    Dein Planer soll mal beide Varianten ausschreiben. Es würde mich nicht wundern, wenn der sich dann ergebende Zeitplan bei beiden Varianten identisch wäre.

    Gruß
    Ralf
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  5. #4
    Themenstarter

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    Häh :-)

    Hallo Zusammen,
    danke für die Antworten!

    Also bei "Fertigwänden" aus Leichtbeton kann ich "normal" schlitzen. Wie ich möchte.
    Hier werden wie bei Filigrandecken die Wände in einer Form gegossen und zum Trocknen gestapelt. Fixe Zeiten ergeben sich doch durch die beheizte Werkshalle...

    Mir würde zugesichert das 6 Wochen Vorlauf absolut ausreichen.

    Die Wände können produziert werden bevor die Baugrube ausgehoben wird etc.
    Also auch solange das Grundstück noch nicht frei ist. Ist natürlich ein gewissens Risiko.

    Aufgebaut unter freiem Himmel wird dann ein Geschoss pro Tag.
    Heisst für mich selbst im Winter, z.B. Januar, Februar steht das Ding in 7 Wochen.

    Mit Großformat mauern geht schnell. Ohne Wetterprobleme würde ich aber mit 3 bis 4 Monaten Rohbauzeit rechnen. Also ergeben sich Bereitstellungzinsen etc. für 2 Monate als Mehrkosten....

    @Ralf
    Die statischen Gründe habe ich nicht verstanden?
    Normalerweise kannst Du mehr Tragfähigkeit mit konventionellen Bauweisen erreichen?
    Darum wir Heute bei großen Baustellen ja auch meist in Mischform gearbeitet.
    Die Supermarktketten bauen doch nur noch Plattenbauten. Einzelne Betonwände die mit Stahlverbindern zusammengehalten werden.

    Viele Grüße

    Taba
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  6. #5

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    na da wurde dir aber ein bär aufgebunden.

    voraussetzung für eine teilfertigbauweise ist die volle genehmigung, abnicken der statik und eine 100-%-ige planungssicherheit.

    erdarbeiten und bodenplatte sowie installationen unter der bodenplatte werden herkömmlich hergestellt.

    tragende wände in teilfertigbauweise an einem tag aufzustellen, sehe ich nicht als problem, das kann funktionieren. am nächsten tag werden joche aufgestellt und die filigranplatten verlegt. wenn es gut geht, ist das an einem arbeitstag erledigt. dann müssen randschalung und bewehrung ergänzt werden. mit bewehrungsabnahme müssen mindestens 2 arbeitstage veranschlagt werden. anschließend wird betoniert. wenn du jetzt zusammenrechnest, ist eine woche arbeitszeit rum und ein geschoss ist fertig.

    rechnet man ab oberkante bodenplatte mit 6 wochen vorlaufzeit für die teilfertigbauweise ist die rohbauerstellung nicht schneller.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Ein Geschoss pro Tag war mit Fertigdecken gerechnet.
    Also nur verguss am Rand der Decken und die Verbindungselemente.

    Das könnte an einem Tag klappen.
    Aber ich möchte den Fertigbau nicht rechtfertigen, sondern die Vor und Nachteile mal diskutiert haben.....
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  8. #7

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    wer hat es denn gerechnet?
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  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    Nun die Frage welche Bauweise ist unterm Strich die billigste?
    das wiederspricht sich alles in sich (!) ... an Deiner Stelle würde
    ich mich auch extrem dem Thema Schallschutz widmen ... gerade
    ein Haus mit 8 WE schreit danach (!)
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  10. #9

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    billig bauen heißt nicht unbedingt gut zu bauen. preiswert bauen ist verständlicher.

    alle parameter deines vorhabens lassen sich durch ein kompetentes planungsteam beantworten.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Tabaluga Beitrag anzeigen
    @Ralf
    Die statischen Gründe habe ich nicht verstanden?
    Normalerweise kannst Du mehr Tragfähigkeit mit konventionellen Bauweisen erreichen?
    Bei meinem Bekannten kamen Beton-Fertigteile zum Einsatz weil a.) das Teilewerk keine 40km entfernt ist und er b.) einen schlankeren Wandaufbau planen konnte. Diese Variante war für seinen Anwendungsfall die optimale. Er hat im Stadtkern aus einer Häuserzeile ein Haus abgerissen und neu gebaut. Im EG Gewerbe, in den OG Wohnungen. Da ging´s um jeden Zentimeter.

    Die statischen Details kenne ich nicht, da müsste ich ihn fragen. Er plant aber seit über 30 Jahren Häuser, ich vermute mal er hat sich schon was dabei gedacht.

    Gruß
    Ralf
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  12. #11
    Themenstarter

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    Hallo Ralf,
    da gehe ich immer von aus!
    (Das die Leute sich was denken)

    @ Rolf
    Wie gerechnet?
    Da gehe ich ins Internet und schaue mir an wie ein Geschoss an einem Tag gestellt wird. Und wenn sich das mit den Angaben des Verkäufers deckt....

    @Rest
    Das Thema Schallschutz muss ja berechnet werden. Wobei ein geprüftes Fertigteil das auf einer Produktionsstrasse immer gleich gefertigt wird weniger Qualitätsschwankungen aufweisen wird als ein vor Ort erstelltes Produkt.

    Von mir aus können wir auch Preiswert sagen. Wobei die Kalksandsteinmauer vermutlich preiswerter ist als die Fertigwand. Dann kommt der Bauunternehmer der den Plan nicht halten kann, die Witterung und dann braucht er vermutlich länger.
    Den auch ein Unternehmer vor Ort benötigt einige Wochen Vorlauf?!

    ich sehe schon, im Forum ist eher die Meinung zum konventionellem bauen....
    So long,

    taba
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Tabaluga Beitrag anzeigen
    @ Rolf
    Wie gerechnet?
    Da gehe ich ins Internet und schaue mir an wie ein Geschoss an einem Tag gestellt wird. Und wenn sich das mit den Angaben des Verkäufers deckt....
    Den auch ein Unternehmer vor Ort benötigt einige Wochen Vorlauf?!
    also nicht berechnet, sondern eine mischung aus vermutung, schaetzung und verkaufsstrategie. die gefühlte bauzeit beträgt....

    dann mal loslegen.
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  14. #13

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    Aus meiner Sicht liegt der Zeitvorteil eher in den Folgegewerken.

    Bei Betonfertigteilen gibt es Werke, die eine Garantie auf die Maßhaltigkeit geben, d.h. wenn die Werkpläne fertig sind, kann auch der Fensterbauer schon anfangen, die Fenster zu fertigen. Der Elektriker muss nicht mehr schlitzen ...

    Dies kann im Einzelfall zu insgesamt kürzeren Bauzeiten und geringeren Gesamtkosten führen.

    Vermutlich hat Beton einfach ein zu schlechtes Image (Plattenbauten, Betonburgen) um es häufiger zu benutzen.
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  16. #14
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von Nutzer des BEFs Beitrag anzeigen
    .. Vermutlich hat Beton einfach ein zu schlechtes Image ..
    klar - und das image ist entscheidend, wenn draufgeputzt wird?

    bei (beton)grossformatbauteilen ist das kernthema die installation.
    im industrie-/gewerbebau eher weniger, im (anspruchsvollen) efh-bau eher mehr
    und bei mfh geht, wohlwissend um die vielen schlecht oder nicht geplanten installationen,
    das geheule los, wenn man nur 1 oder 2 betonwände einbauen möchte, die mitunter
    ein tragwerk entscheidend besser UND günstiger machen würden.

    bei bauzeiten wird es keine nennenswerten zeitunterschiede geben, bei installation
    würde ich eher nach einem wandbildner mit definierten und standardisierten vertikalen
    installationszonen suchen... sowas gibt´s
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  17. #15

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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    also nicht berechnet, sondern eine mischung aus vermutung, schaetzung und verkaufsstrategie. die gefühlte bauzeit beträgt....

    dann mal loslegen.
    Jo, laßt ihn mal machen.

    Ich bin dann mal auf das geheule gespannt.
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