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KFW 70 mit Brennwerttherme und Biogasanteil

Diskutiere KFW 70 mit Brennwerttherme und Biogasanteil im Forum EnEV 2002 / 2004 / 2007 / 2009 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    KFW 70 mit Brennwerttherme und Biogasanteil

    Hallo Leute,

    wir sind gerade an der Planung eines Neubaus (Massivbau). Wir möchten auf jeden Fall KFW70 Standard erreichen. Durch eine noch bessere Dämmung soll der Jahresverbrauch auf jeden Fall weiter gesenkt werden.Bisher hat uns aber noch keine Heizungsart wirklich überzeugt (außer vielleicht noch Wärmpepumpe mit Erdkollektoren - das ist aber noch zu prüfen bezüglich Heizlast und Grundstücksfläche) sind wir vorerst der Brennwerttherme "hängen geblieben". Da mir aber der Primärenergiefaktor von Gas den Jahresprimärenergiebedarf "verhagelt", frage ich mich, ob man dies auch durch einen Biogasanteil des Versorgers trotzdem erreichen kann.? Das Haus bekommt auf jeden fall noch eine zentrale KWL, eine Solaranlage ist nicht geplant.

    Hat jemand schon versucht dies umzusetzen oder weiss, das das möglich ist.
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  2. KFW 70 mit Brennwerttherme und Biogasanteil

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  3. #2

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    Hallo,
    die Antwort liefert Anlage 1 Nr. 2.1.1 bzw. 2.1.2 EnEV (abhängig vom Berechnungsverfahren):

    Anforderung aus der EnEV:
    "Als Primärenergiefaktoren sind die Werte für den nicht erneuerbaren Anteil [...] zu verwenden"
    Ausnahme: Sie haben z.B. eine Biogasanlage in unmittelbarem räumlichen Zusammenhang zu Ihrem Haus stehen, aus dem Sie das Gas beziehen. Dann könnten Sie ggf. den Wert von 0,5 für fp verwenden. Aber nur dann.
    Wenn Sie Biogas aus dem öffentlichen Gasnetz beziehen, müssen Sie m.E. für fp den Wert von 1.1 (also den Wert für den nicht erneuerbaren Anteil) einsetzen. (ähnliche Regelungen gibt es auch beim Einsatz von "Ökostrom" aus dem öffentlichen Stromnetz.

    Und damit werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit kein KfW 70 erreichen. Es sei denn, Sie bauen ein Passivhaus oder vergleichbares.
    Nach meiner Einschätzung gibt es für diesen Fall keine Sonderregelung der KfW.

    Gruß,
    A. Fischer
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  4. #3
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    Da das ist doch mal eine qualifizierende Aussage. Das wollte ich zwar nicht hören, hilft uns aber bei der Auswahl der Heizung auf jeden Fall weiter.

    Vielen Dank für den Hinweis!
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  5. #4

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    nach meiner persönlichen Überzeugung macht es wenig Sinn, auf eine eher "ungeliebte" Heizungsart auszuweichen, nur um eine Förderung der KfW im Programm 'Energieeffizient Bauen' zu erhalten.
    Berücksichtigen Sie mal die Mehrkosten, die Ihnen dadurch entstehen (aber auch die geringeren Laufenden Kosten mithilfe der WäPu) und ermitteln Sie sich den Zinsvorteil. Und dann bewerten Sie wirtschaftlich.
    Der Heizwärmeverbrauch ist ja nicht abhängig von der Haustechnik, den können Sie ja auch ohne Förderung mit vertretbarem Aufwand auf KfW-70-Standard bringen.
    Es ist immer wieder die gleiche Frage: "Was kostet's und was bringt's?"
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  6. #5
    Themenstarter

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    Das ist richtig! Diese Überlegung habe ich auch schon angestellt. Allerdings wird der wirtschaftliche Vorteil einer Brennwertherme dann immer geringer, so dass man überlegen kann, etwas drauf zu legen und dann z.B. auf eine Wärmpepumpe mit Erdkollektoren zu gehen. Und die Betriebskosten sind ja auch etwas höher als bei einer Wärmpepumpe.

    Der Zinsnachteil bei Nichtinanspruchnahme des KFW-Darlehens beläuft sich derzeit auf 5050,- EUR auf 10 Jahre. Für diesen Betrag (Mehrkosten) könnte ich schon auf eine Luft-Wasserwärmepumpe umsteigen, allerdings überzeugt mich dieses System nicht wirklich.

    Für Erdwärmekollektoren habe ich allerdings noch keine Fachfirma in der Nähe gefunden, die mir das auch vernünftig rechnen kann und nicht nur abschätzt.

    Das Grundstück hat "nur" 580 qm, da ist es schon wichtig zu wissen, ob ich mindestens 280 qm Fläche benötige (und noch Luft habe etwas mehr zu Rohrmeter zu legen) oder 400 qm. Zu berücksichtigen ist meiner Meinung nach auch die Wärmeentzugsleistung des Erdreichs, danach fragt aber schon mal keiner, was mich dann doch sehr erstaunt.
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  8. #6

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    Zitat Zitat von Baukater Beitrag anzeigen
    Das Grundstück hat "nur" 580 qm, da ist es schon wichtig zu wissen, ob ich mindestens 280 qm Fläche benötige (und noch Luft habe etwas mehr zu Rohrmeter zu legen) oder 400 qm. Zu berücksichtigen ist meiner Meinung nach auch die Wärmeentzugsleistung des Erdreichs, danach fragt aber schon mal keiner, was mich dann doch sehr erstaunt.
    Na ja, beim ersten "Beratungsgespräch" wird kaum jemand tiefer in die Planung einsteigen. Das kostet Zeit und Geld.

    Wie groß wird das Haus? Wie hoch ist die Heizlast? Ist bekannt ab welcher Tiefe mit Grundwasser zu rechnen ist? Bodenverhältnisse mehr sandig, lehmig, ....?

    Man kann auch mit ungefähren Angaben schon eine relativ zuverlässige Abschätzung machen.

    Gruß
    Ralf
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  9. #7
    Themenstarter

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    Das Gebäude hat ca. 160 qm Wohnfläche. Ich war schon mal bei einem renommierten Heizungshersteller und haben überschlägig eine Heizlast von 8,2 Kw berechnet. Die Kälteleistung beträgt 7,75. Für Warmwasseraufbereitung wurde zusätzlich 1,25 Kw veranschlagt.

    Folgendes Aussage über den Baugrund habe ich erhalten:

    Die geologische Prüfung Ihres Standortes hat ergeben, dass hier problemlos Erdsonden gebohrt werden können, die Endtiefe der Bohrungen ist derzeit noch unklar.
    Weiterhin ist die Bodenschicht gemäß Gutachten von 2003 verwitterter Kies und Schmelzwasserkies, ohne Grundwasservorkommen. Deshalb ist dieser Untergrund auch für Erdkollektoren geeignet.

    Die Wärmeenzugsleistung bei einer Sondenbohrung liegt bei 50 w/m, für Erdkollektoren wollte/konnte man mir das nicht sagen (ist eine Bohrfirma )

    Wenn ich die Wärmeenzugsleistung des Bodens habe, dann kann ich schon ziemlich genau berechnen, wieviel Fläche ich mindestens benötige.

    Kann jemand sagen, ob das ungefähr bei 10, 15, 25 oder sonstwo W/m liegt?
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