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Wasserführender Kaminofen sinnvoll?

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  1. #1

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    Wasserführender Kaminofen sinnvoll?

    Hallo zusammen,

    geplant ist ein Fertighaus in Ständerbauweise mit ca. 130m² Wohnfläche. Die Wärmebedarfsrechnung liegt noch nicht vor, es sollte aber ein Haus in der Eff.-Klasse 55 werden.
    Als Heizung wurde eine LW-WP vorgeschlagen.

    Da wir im vorigen Haus zwei Kaminofen hatten und die sehr genossen wollen wir auch wieder einen haben.
    Dass das wirtschaftlich nicht unbedingt der Brüller ist leuchtet mir ein - dennoch hätten wir gerne die Möglichkeit, bei Bedarf oder auch jeden Abend ein Feuer zu machen.

    Die Frage ist nun, wasserführend oder nicht?

    Klar, die Kosten für den Schornstein kommen in jedem Fall.

    #1 Aber der wasserführende Kaminofen (20-30% Luft, Rest Wasser) ist nicht ganz billig, dazu kommt ein Pufferspeicher (falls der der WP nicht ausreicht / nicht genutzt werden kann, wie gross sollte er eigentlich dimensioniert sein bei zwei Personen, die meist duschen, aber ab und zu auch mal in der Badewanne liegen wollen?) sowie die Installationskosten (der Kaminofen steht im Wohnbereich an der Aussenwand des HT-Raums, die Leitungslängen hielten sich also in Grenzen).

    #2 Alternative dazu wäre ein kleiner reiner Luft-Kaminofen, der sicher billiger zu bekommen ist und keine weiteren Installationskosten verursacht. Die Wärme müsste in diesem Fall über die Luft (Flur, Diele, Treppenhaus) verteilt werden.

    Ich erwarte jetzt natürlich keine Wirtschaftlichkeitsrechnung, aber doch Meinungen, z. B. ob ein wasserführender Kaminofen hinsichtlich der Kosten jenseits von Gut und Böse liegen wird und wir das vergessen sollten zu gunsten eines kleinen Luft-Kaminofens.
    Oder so.

    Danke, Hans
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  2. Wasserführender Kaminofen sinnvoll?

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  3. #2

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    Ein weiteres Argument für den wasserführenden Ofen hast Du vergessen, die Heizleistung die in den Raum geliefert wird.
    Ein Haus KfW55, also hoch gedämmt, da hat der Aufstellraum selbst wenn er groß sein sollte eine niedrige Heizlast. Das verträgt sich normalerweise nicht mit der Heizleistung der einfachen Kaminöfen, sprich der Raum überhitzt sehr schnell.
    So ein Ofen liefert in kurzer Zeit eine hohe Leistung und Wärmemenge, wohin damit?

    Die Verteilung der Wärme über "Luft" kannst Du vergessen, so lange da nicht große Lüfter werkeln.

    Was die Größe des Speichers betrifft, so erfordert ein wasserführender Kaminofen ein ganz anderes Konzept als wenn nur eine WP installiert würde. Es wäre dann auch nicht nur die "Heizung" zu betrachten, sondern auch die WW-Erzeugung.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    1) Ein weiteres Argument für den wasserführenden Ofen hast Du vergessen, die Heizleistung die in den Raum geliefert wird.
    Ein Haus KfW55, also hoch gedämmt, da hat der Aufstellraum selbst wenn er groß sein sollte eine niedrige Heizlast. Das verträgt sich normalerweise nicht mit der Heizleistung der einfachen Kaminöfen, sprich der Raum überhitzt sehr schnell.
    So ein Ofen liefert in kurzer Zeit eine hohe Leistung und Wärmemenge, wohin damit?

    Die Verteilung der Wärme über "Luft" kannst Du vergessen, so lange da nicht große Lüfter werkeln.

    2) Was die Größe des Speichers betrifft, so erfordert ein wasserführender Kaminofen ein ganz anderes Konzept als wenn nur eine WP installiert würde. Es wäre dann auch nicht nur die "Heizung" zu betrachten, sondern auch die WW-Erzeugung.
    Hallo Ralf,

    danke für die Antwort!

    1) Vergessen hab ichs nicht, aber nicht geschrieben und vor allem nicht quantitativ betrachtet.

    Wennn ich Dich also richtig verstanden habe lautet die Frage nicht "wasserführender Kaminofen vs. Luftkaminofen" sondern "wasserführender Kaminofen" vs. "Keinkaminofen".
    Also, wenn wir einen Kaminofen wollen MUSS es ein wasserführender sein.

    Das hilft uns schon mal sehr viel weiter.


    2) Speichergrösse / Konzeptfrage habe ich jetzt eher weniger verstanden:
    Die WP heizt das Haus und lädt den internen WW-Speicher.
    Ich habe Dich jetzt so verstanden, dass man den unternen WW-Speicher nicht vom Kaminofen beladen lassen kann (zu hohe Leistung?).
    So dass wir also einen eigenen WW-Speicher für den Kaminofen brauchen.
    Oder meinst Du mit der Konzeptfrage, dass der Kaminofen auch noch einen Speicher braucht für die Hausheizung?
    Dass es kompliziert würde, wenn die WP die Heizung, ihren internen und den zusätzlichen WW-Speicher und über kreuz der Kaminofen seinen WW-Speicher und über einen Heizungsspeicher die Hausheizung betreiben können soll leuchtet mir ein.


    Hm.

    Wäre das Konzept einfacher und billiger, wenn ich die WP durch eine Gasbrennwerttherme mit Solarthermie ersetze und die dann mit einem wasserführenden Kaminofen kombiniere?


    Hans
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  5. #4

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    Zitat Zitat von hobbyhausbauer Beitrag anzeigen
    Also, wenn wir einen Kaminofen wollen MUSS es ein wasserführender sein.
    So weit man das aus den bisherigen Infos abschätzen kann, JA.

    So ein Ofen wird ja vor allen Dingen gerne mal während der Übergangszeit angefeuert, da produziert er in 2 Stunden locker den Tagesbedarf für das ganze Haus. Du kannst Dir sicherlich vorstellen welche Raumtemperatur dann im Aufstellraum herrscht.
    man darf auch nicht vergessen, dass man bei diesen Öfen die Leistung kaum beeinflussen kann. Brennen die erst einmal, dann heißt´s Fenster auf um die Raumtemperatur zu regeln.

    Zitat Zitat von hobbyhausbauer Beitrag anzeigen
    2) Speichergrösse / Konzeptfrage habe ich jetzt eher weniger verstanden:
    Die WP heizt das Haus und lädt den internen WW-Speicher.
    Ich habe Dich jetzt so verstanden, dass man den unternen WW-Speicher nicht vom Kaminofen beladen lassen kann (zu hohe Leistung?).
    So dass wir also einen eigenen WW-Speicher für den Kaminofen brauchen.
    Oder meinst Du mit der Konzeptfrage, dass der Kaminofen auch noch einen Speicher braucht für die Hausheizung?
    Dass es kompliziert würde, wenn die WP die Heizung, ihren internen und den zusätzlichen WW-Speicher und über kreuz der Kaminofen seinen WW-Speicher und über einen Heizungsspeicher die Hausheizung betreiben können soll leuchtet mir ein.
    Ganz so kompliziert wollte ich es an sich nicht machen. Hintergrund meiner Überlegung war nur, wohin mit der Energie des Ofens. Jetzt kommt es erst einmal auf das WP Konzept an, und ob hier für die Heizung überhaupt ein Pufferspeicher notwendig wird (bei Inverter an sich nicht nötig). In dem Fall hätte man nur den WW-Speicher den man dann aber nicht wie üblich nach Personen oder WW-Bedarf dimensioniert, sondern man muss den Kaminofen und dessen Wasserleistung berücksichtigen. Zudem natürlich die Nutzung (wie oft wird angeschürt), denn der Speicher muss ja die überschüssige Energie komplett aufnehmen können.

    Das kann dazu führen, dass der WW-Speicher größer dimensioniert werden muss.

    Ist, aus welchen Gründen auch immer, ein Pufferspeicher für die LWP nötig, dann sieht die Sache wieder anders aus. Dann kann man die Wärme des Ofens auch für die Heizung zur Verfügung stellen.

    Deswegen meinte ich, dass man hier auch andere Konzepte in Augenschein nehmen muss als wenn "nur" eine LWP betrieben würde.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    1) So ein Ofen wird ja vor allen Dingen gerne mal während der Übergangszeit angefeuert, da produziert er in 2 Stunden locker den Tagesbedarf für das ganze Haus. Du kannst Dir sicherlich vorstellen welche Raumtemperatur dann im Aufstellraum herrscht.

    2) Jetzt kommt es erst einmal auf das WP Konzept an
    Hallo Ralf,

    1) 8kW 20/80 macht 1.6kW luftseitig im Aufstellraum.
    Angenommen 35m² * 40W/m² macht 1.4kW.
    Das würde passen. Aber auch nur im Auslegungsfall, in der Übergangszeit dürfte der Kaminofen überdimensioniert sein - wird aber auch nicht in Dauerbrand betrieben.

    Auf der anderen Seite denke ich jetzt grad an die Sauna im Bad, da dürfte die Temperatur wohl auch ziemlich hoch werden (anshcliessend, ausserhalb der Sauna)...


    2) Ich werde mir verschiedene Optionan anbieten lassen.
    Wobei ich Gasbrennwerttherme + Solarthermie noch nicht abgeschrieben habe.


    Hans
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  7. #6
    Avatar von alex2008
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    als (wasserführender)Kaminofen vielleicht einer mit Pellets??
    Jaaaa da sieht das Feuerchen nicht so doll aus und kostet viel mehr...
    Das könnte ergänzt mit Solar durchaus als alleinige Heizung dienen.
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7
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    Zitat Zitat von alex2008 Beitrag anzeigen
    als (wasserführender)Kaminofen vielleicht einer mit Pellets??
    Jaaaa da sieht das Feuerchen nicht so doll aus und kostet viel mehr...
    Das könnte ergänzt mit Solar durchaus als alleinige Heizung dienen.
    Auf Pellets stehe ich nicht so:
    - Das Feuer ist wirklich bescheiden
    - Pellets MUSS ich kaufen (Scheit- / Restholz kann ich evtl. billig/umsonst bekommen), damit sind die Betriebskosten sicher höher. Aber im Vergleich zu einer WP?
    - Pellets brauchen einen Bunker (ok, der könnte im DG stehen)
    + Betrieb ist vollautomatisch möglich, im Dauerbrand und geregelt
    + Als alleinige Heizung sollten die Investitionskosten ja wohl niedriger sein als bei einer WP


    Hm, weiss nicht, Hans
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  10. #8

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    Zitat Zitat von hobbyhausbauer Beitrag anzeigen
    Hallo Ralf,

    1) 8kW 20/80 macht 1.6kW luftseitig im Aufstellraum.
    Angenommen 35m² * 40W/m² macht 1.4kW.
    Das würde passen. Aber auch nur im Auslegungsfall, in der Übergangszeit dürfte der Kaminofen überdimensioniert sein - wird aber auch nicht in Dauerbrand betrieben.
    Bei einem wasserführenden Kaminofen stellt sich die Frage nicht, denn deren raumseitige Leistung kriegt man in den Griff.

    Gruß
    Ralf
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