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Abwasserrohre Pfusch - was nun?

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  1. #1

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    Abwasserrohre Pfusch - was nun?

    Hallo,
    der Erdbauer hat Pfusch beim Verlegen der Regen- und Abwasserrohre gemacht, ich hätte gerne Eure Meinung.

    Nach meinem Kenntnisstand entspricht die Enbettung nicht den Foderungen der DIN1610 , wonach die Bettungsschicht mind. 10 cm, bei Fels oder festgelagerten Böden 15 cm betragen, die Abdeckung mind. 15 cm über Rohr und 10 cm über OK Muffen betragen muß. Bettungsstoffe dürfen keine Bestandteile ( Steine ) > 22 mm haben.

    Bei uns siehts so aus:
    http://www.flickr.com/photos/6330905...7628061150425/

    obwohl ich den Erdbauer mehrfach aud die Einbettung hingewiesen habe.

    Er hat das Baustellenumfeld 'verwüstet', Platten auf dem Gehweg müssen ersetzt werden, etc. so daß ich nicht möchte daß er auf der Baustelle nochmal etwas macht. Ich traue ihm das nicht zu (er hat tagelang herumgepfuscht, die andren Bauarbeiter haben nur den Kopf geschüttelt).

    Unser Problem: wir bauen mit einem Bauträger. Der Erdbauer wurde seitens Bauträger ausgewählt. Lediglich das Verlegen der Rohre ist Bauherrensache, das Verfüllen selbst ist Bauträgerangelegenheit. Wir hingen also beim Verlegen der ROhre im Prinzip von der Wahl des Bauträgers ab.
    Der Pfusch bei den Rohren ist jetzt aber unser Problem.

    Inzwischen wurde das Gerüst aufgestellt, dei Arbeiten müssen weitergehen. Dieses soll auch bis nach dem Verputzen stehen bleiben.
    Wenn nun die Rohre wieder ausgegraben werden sollen, muß zwischenzeotlich das Gerüst abgebaut und anschließen wieder aufgebaut werden. Das kostet Geld und ergibt Bauverzug (den dann der Bauherr zu verantworten hat).

    Was nun?

    Stellen die groben Steine 'nur' beim Verdichten ein Problem (möglicher Rohrbruch) dar? Falls ja, könne man doch ggf. mit einer Optik überprüfen, ob die Rohre i.O. sind. Falls ja, drin lassen.
    Oder kann dei falsche Bettung erst nach ein paarJahren zu Problemen führen? Dann müßte jetzt alles raus.
    Was meint Ihr?

    Grüße und Danke
    Alex
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  2. Abwasserrohre Pfusch - was nun?

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  3. #2
    Lebski
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    Warum hat der BH den Bauverzug zu verantworten, wenn der Erdbauer des BT mist baut?

    Wer hat eigentlich die Rohre ausgesucht? Meiner Meinung nach sind die eher nicht geeignet.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Lebski Beitrag anzeigen
    Warum hat der BH den Bauverzug zu verantworten, wenn der Erdbauer des BT mist baut?

    Wer hat eigentlich die Rohre ausgesucht? Meiner Meinung nach sind die eher nicht geeignet.
    Weil die Abwasser/Regenwasserrohre bis zum Kanalanschluß lt. Vertrag Bauherrensache ist.
    Das Verfüllen der Baugrube (exklusive Material) ist wiederum in der Bauträgerleistung enthalten.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Die Rohre...hat der AN ausgesucht.
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  6. #5

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    schwierige Situation, ich hätte mich da (so) nicht drauf eingelassen.

    Wenn vereinbart war dass das Verlegen der Rohre BH-Sache ist, dann gehört da für mich nicht nur das Verlegen, sondern auch das Einsanden dazu, d.h. die Baugrube hätte bis knapp unters Rohrniveau verfüllt werden müssen, danach kommt ihr und klatscht die Rohre rein, und dann kommt wieder der Auffüller und macht weiter.
    Sowas kriegt man im Rohbaustress so gut wie nie ordentlich gebacken, wenns blöd geht bleibst du auf den Kosten für (norwendige) anständige Neuverlegung und Verfüllung hängen.

    Ich seh nur einen Ansatz: Was wurde bzgl. der Güte des Auffüllmaterials und Ausführungsqualität vereinbart? Die Bilder suggerieren mir dass das Material hier mit Bagger oder LKW einfach bis OK Keller reingekippt wurde, und am Schluss ist einer 2x mit ner Rüttelplatte drüber gefahren. Das kommt die nächsten 50 Jahre nicht zur Ruhe, ausserdem ist in dem "Material" (Manche würdens auch als Abfall bezeichnen) ein sehr hoher Ziegelanteil, und der hat die blöde Eigenschaft zu verrotten, dabei Hohlräume zu bilden und die wiederrum sorgen für nochmal erhöhte Setzung des Ganzen.

    Wenn nun z.B. "Verdichten alle 30 cm" in deinem Werkvertrag steht, könntest du dich evt. darauf berufen und mit dem BT einen Kompromiss aushandeln (nochmal raus und wieder rein, anständig verdichten, du bettest deine Rohre sauber ein, Kosten fifty-fiftiy oder sowas)


    @Lebski: Warum sollten die Rohre nicht geeignet sein? Ich sehe "normale" KG-Rohre, nur im ersten Bild kommen mit die Querschnitte verdächtig vor, und teilweise ist das Gefälle haarsträubend, aber das ist ja Ausführung und nicht Material
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  7. #6
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    Lediglich das Verlegen der Rohre ist Bauherrensache, das Verfüllen selbst ist Bauträgerangelegenheit. Wir hingen also beim Verlegen der ROhre im Prinzip von der Wahl des Bauträgers ab.
    Der Denkfehler liegt darin sich auf den Standpunkt zu stellen *Verlegen der Rohrleitungen* beschränkt sich auf das blose Einbringen der Rohre.

    Zur Rohrverlegung gehört auch das Herstellen der ggf. erforderlichen Sandbettung unterhalb und oberhalb des Rohres.

    Üblicherweise sollten die Rohre auch um die Sandbettstärke vom Bauwerk entfernt verlegt werden ... zumindest auf einem Bild liegt anscheinend das Rohr am Bauwerk an ...

    Danach ist das restliche Erdreich aufzbringen und alle 30 cm zu verdichten.

    Von daher können sich beide Beteiligten an die Nase greifen ....

    Resultat ist bis jetzt ... weit weg von fachgerecht ....

    Grundsätzlich ist eine solche Eigenleistung für den BU ein Griff ins Klosett.
    Es verursacht so viele Mehraufwendungen - und man schaue sich nur das ganze Geeier und die Diskussionen jetzt danach an - durch Störung des Bauablaufes dass einem schlecht wird. Nichts desto trotz hätte nicht zugeschüttet und verfüllt werden durfen ... auch nicht teilweise.

    Typischer Fall von Eigenleistungen am falschen Platz.

    Nur meine Meinung.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  8. #7

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    Nein, nicht nur Deine...!
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  9. #8
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    hier liegt ein Mißverständnis vor:

    Leistung Bauherr heißt: ich darfs zahlen. Die Ausführungszeichnungen der Entwässerung etc. wurden auch vom BT angefertigt. Auch die Angebote für die Ausführung wurden vom BT (inkl. Einbetten in Sand) zusammen mit den Angeboten für's Verfüllen eingeholt (der Teil den wir zahlen müssen wurde an unsgerichtet).

    Verdichtet wurde - soweit ich das gesehen habe - an den meisten Stellen schon öfter (also Lage aufbringen, dann mit der Rüttelplatte drüber).

    Nur der Sand wurde am Anfang noch verwendet, dann weggelassen.

    Gibt es einen Unterschied bzgl. später auftretender Rohrdefekte wenn in Sand gebettet wurde zu unserer Situation?
    Falls es ein erheblich höheres Risiko für später auftretende Defekte gibt, müßte man das Ganze wohl nochmal ausbuddeln....


    Grüße
    Alex
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  10. #9

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    Das kann nicht sein - zumindest nicht bei einem Bauträger!
    Irgendetwas stimmt hier also an Deiner Schilderung nicht.

    Kläre daher zuerst, um welche Rechtsbeziehung es sich handelt (siehe auch unter: "Wer baut mit wem?").
    .
    Und sehr wohl birgt diese Art der "Ausführung" ein deutlich erhöhtes Risiko späterer vorzeitiger Schäden. So kann das keinesfalls bleiben!
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  11. #10
    wasweissich
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Lebski Beitrag anzeigen
    Warum hat der BH den Bauverzug zu verantworten, wenn der Erdbauer des BT mist baut?

    Wer hat eigentlich die Rohre ausgesucht? Meiner Meinung nach sind die eher nicht geeignet.
    ... mir gefällt besonders nicht die Verlegung auf Bild drei.

    Schräg verlegt ...locker aufgeschüttet und dann verdichtet...da möchte ich nicht wissen was für ein Druck drauf liegt....

    Die Rohre selbst seh ich nicht als Problem an...
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  13. #12
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    Um auf die Kernfrage zurückzukommen: erst später auftretende Schäden sind sehr wahrscheinlich.

    Einfach nur Schrott! Komplett raus und anständig neu.
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  14. #13
    Themenstarter

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    Hallo,

    also es ist kein BT sondern ein Generalunternehmer, danke für den Hinweis.

    Alex
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Und den anstehenden, sandigen Boden hat der BU wahrscheinlich noch für teuer Geld abgefahren. Ein scharfkantiges gebrochenes Korn dieser Größe ist im Bereich einer Entwässerungsleitung definitiv nicht zulässig. Schäden können
    auch später auftreten.

    Raus den Müll.

    Gruß Svenson
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  17. #15

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    Die Bauschäden werden dann wohl eventl. erst mit der eintredenden Pflicht ab 2015 sichtbar werden...

    Habe ja schon einiges gesehen, aber wie teilweise auf den Fotos zu sehen ist, der grobe Schotter direkt um das Rohr herum ist wirklich eine üble Sache.
    Wenn da einer mit der Rüttelplatte drüberfährt, daran darf man garnicht denken...
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