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Statt F90-Fenstern zumauern?

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  1. #1

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    Daumen hoch Statt F90-Fenstern zumauern?

    Hallo,

    folgender Sachverhalt:
    Meine neuen Vermieter haben das Gebäude dieses Jahr gekauft und wurden postum von ihren neuen Nachbarn wegen der in der Brandwand eingebauten Glasbausteinfenster beim hiesigen Landratsamt gemeldet (angeblich laut Vermieter). Davon erfuhren sie natürlich erst nach dem Kauf und direkt vom Landratsamt. Nun müssen bis 31.12.11 in 3 Räumen jeweils ein F90-Fenster der Größe 60 x 60 cm eingebaut werden. Diese kosten aber jeweils 3000 €, die sie, wenn ich richtig zwischen den Zeilen gelesen habe, wohl nicht mehr übrig haben.

    Nach einem Gespräch mit ihnen bot ich an, mich im Internet zu erkundigen. So richtig schlau wurde ich durch meine Recherchen leider auch nicht wirklich.

    Folgende Fragen bleiben offen:

    - Können sie sich in irgend einer Weise dieses Beschlusses erwehren bzw. wäre es möglich wenigstens die Frist bis nächstes Jahr zu verlängern?
    - Kann man so etwas über irgend eine Versicherung laufen lassen (ich kenne mich gar nicht aus) oder wäre es evtl. billiger die Öffnung einfach zumauern zu lassen?
    - Kann das Bauamt lichtdurchlässiges Mauerwerk vorschreiben, oder darf man auch auf eine Zumauerung bestehen?

    Eine Belüftungsanlage wird, logischerweise, ebenfalls vorgeschrieben und muss sowieso eingebaut werden.

    Danke im Voraus!
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  2. Statt F90-Fenstern zumauern?

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  3. #2

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    in diesem zusammenhang sollte man sich klar werden, was für räume (aufenthaltsräume?) sind betroffen.

    es gibt glasbausteine, die erfüllen F-90-anforderungen. warum werden die bereits eingebauten nicht anerkannt? ist dort etwas öffenbares integriert?

    wenn klar ist, das untergeordnete räume betroffen sind, dann können die öffnungen auch fachgerecht vermauert und verputzt werden. eine mechanische lüftung muss sowieso sein - müsste eigentlich schon vorhanden sein.

    beim thema brandschutz und brandüberschlag ist mit fristverlängerung meistens nicht viel zu machen. da geht nur - selber nachfragen.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Daumen hoch

    Vielen Dank für die schnelle Antwort!

    Betroffen sind im 1. Stock ein Schlafzimmer, im 2. Stock ein Bad und ein WC. Also ich persönlich kenne viele Bäder und WCs ohne Fenster. Ebenso war das Schlafzimmerfenster einer Bekannten damals direkt an der Mauer des Nachbarhauses, sprich: irgedwie halt doch auch zugemauert

    Die jetzigen Glasbausteinfenster haben im Bad vier Steine in einem Stück, die sich kippen lassen und im Klo einen Stein. Sie sind seeehr alt, marode und im Klo sogar schon mit Rissen und Sprüngen.

    Ist eine komplette Zumauerung billiger? Kann mein Vermieter auf eine Zumauerung bestehen? Oder kann das Bauamt auf Lichtdurchlässigkeit bestehen?

    Danke nochmals im Voraus
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  5. #4
    Avatar von Der Bauberater
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    Ich vermute mal, dass die Glasbausteine genehmigt waren/sind. In der "alten" LBO waren in Brandwänden Teilflächen aus lichtdurchlässigen nichtbrennbaren Baustoffen ... insgesamt nicht größer als 10 vom Hundert zulässig. Das hat man ausgenutzt und hat die "öffenbaren" Glasbausteine eingebaut.
    Rein theoretisch kann das Bauamt auf die Schließung bestehen.
    Auf schriftlichen Antrag, wenn keine Gefahr im Verzug ist, können die die Frist auch verlängern.
    Gegen den Bescheid erst mal fristgerecht in Widerspruch gehen und einen Fachmann/frau ins Boot holen, der über die "Altakten" beim LRA klärt, was wann wie und warum genehmigt wurde.
    Vielleicht gibt es ja einen Grundbucheintrag oder eine Baulast oder, oder oder.
    Eine Versicherung für "Schwarzbauten" gibt es nicht.
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  6. #5
    Avatar von Peeder
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    es gibt glasbausteine, die erfüllen F-90-anforderungen

    oder auch nur G-90

    Ab und an hatte ich damit zu tun, und oft wurden Verglasungen als F benannt, aber gefordert war nur G Verglasungen.


    Peeder
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  8. #6

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    Deine Vermieter sind also inzwischen verstorben.
    Oder etwa die Nachbarn?
    Wie stellen sich die Erben zu der Sache?
    Gibt es denn schon einen Nachlaßverwalter?
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  9. #7
    Themenstarter

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    Lächeln

    Vielen Dank für die wirklich hilfreichen Antworten!

    Ich bin letzten Monat eingezogen. Wie und unter welchen Umständen meine (duch den Umzug neuen) Vermieter an dieses Haus geraten sind ist mir leider nicht bekannt. Was ich aber deutlich heraus gehört habe, ist, dass sie dieses Haus definitiv gekauft, also nicht geerbt oder überschrieben bekommen haben.

    Erst heute Mittag habe ich die Unterlagen bezüglich der Glassteinfenster genauer unter die Lupe genommen und musste dort etwas verblüfft feststellen, dass sie bereits 2009 mit dem Bauamt in Kontakt gekommen waren, da sie das untere Stockwerk, das zuvor ein Laden gewesen war, in eine Wohnung umgebaut hatten. Demnach haben sie das Gebäude auf keinen Fall erst dieses Jahr, sondern vermutlich entweder 2008 oder 2009 erworben.

    Das Schreiben von den Glausbausteinen selber ist vom 03.11.11. Dies und die Aussage, dass die Nachbarn "von Anfang an" deswegen Ärger gemacht hätten, haben mich irrtümlich annehmen lassen, es handele sich um ein aktuelles, zeitnahes Problem. Heute Abend werde ich mich nochmals mit meinen Vermietern zusammensetzen und die genaueren Umstände erfragen.

    Wenn in der Zwischenzeit noch jemand einen Anreiz oder Tipp hat, kann er ihn selbstverständlich jederzeit noch äußern! Der "Fall" ist ja noch nicht abgeschlossen

    MfG
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