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Photovoltaikanlage Verschattung?

Diskutiere Photovoltaikanlage Verschattung? im Forum Regenerative Energien auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Photovoltaikanlage Verschattung?

    Hallo,
    geplant wird in einem Neubaugebiet ein Passivhaus mit Flachdach (Dach wird 9,5 m hoch werden).

    Ich möchte später eine Photovoltaikanlage auf dem Flachdach installieren lassen, habe aber bedenken wegen einer möglichen Verschattung, denn ...

    Auf dem Nachbargrundstück steht ein großer Nussbaum, ca. 12-15 m hoch. Dieses Grundstück ist noch nicht verkauft und im Bebauungsplan ist der Nussbaum als „erhaltungswürdiger Baum“ gekennzeichnet.

    Da ein Bild mehr als 1000 Wort sagt, habe ich eines hinzugefügt.

    Habe das Ganze beobachtet. Früh morgens wird mein Grundstück teilweise vom Baum verschattet. Der Schatten wandert dann immer mehr vom Grundstück weg. Ab ca. 11:00 Uhr morgens ist „schattenfrei“ für den Rest des Tages und Südwestsonne pur ist vorhanden.

    Was meint ihr: Kann ich unter diesen Bedingungen eine Photovoltaikanlage planen? Es ist mir schon wichtig, ich möchte eine.

    Viele Grüße
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  2. Photovoltaikanlage Verschattung?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Mach mal ne Höhenzeichnung mit Baumhöhe und Dachhöhe. Vermutlich wirst Du feststellen, dass durch den steilen Einfallwinkel im Sommer es wenig Verschattung gibt. Mit Sicherheit gibt es auch Simulationsprogramme im Internet. Aber ich glaube das Teilverschattung Gift für die Module ist
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Nestbauer1 Beitrag anzeigen
    Hallo,
    geplant wird in einem Neubaugebiet ein Passivhaus mit Flachdach (Dach wird 9,5 m hoch werden).
    Tippfehler?
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  5. #4

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    Zitat Zitat von nachttrac Beitrag anzeigen
    Aber ich glaube das Teilverschattung Gift für die Module ist
    Nicht nur für die Module, sondern es fällt dann der komplette string aus.

    Es gibt Sonnenstandssimulationen mit denen man die Auswirkung planen kann. Dementsprechend müssen dann die Module auf dem Dach verteilt und verschaltet werden.

    Bsp.:



    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Was ist das denn für ein Riesenbaum, daß der eine Anlage auf so hohem Dach beschatten könnte?
    Hangggrundstück?
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  7. #6
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    Vielen Dank.

    Zitat Zitat von BitteDanke Beitrag anzeigen
    Tippfehler?
    Nein, die 9,5 m sind kein Tippfehler,
    Die PV-Module sollen ganz oben auf das Flachdach und vielleicht noch im Südwesten außen an das Dachtrassengeländer.

    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Was ist das denn für ein Riesenbaum, daß der eine Anlage auf so hohem Dach beschatten könnte?
    Hangggrundstück?
    Nein, relativ flach. Der Baum steht geringfügig höher als mein Grundstück und ist schon mächtig, aber die genaue Höhe weiß ich nicht.

    Ich denke und hoffe, dass es gerade noch im Toleranzbereich ist und ich die PV-Anlage bauen kann.

    Es ist halt bei mir so ein Grenzfall und auch ein Profi vor Ort wird sich wohl mit einer exakten Einschätzung schwertun. Sind die Simulationsprogramme so gut, dass sie meinen Grenzfall genau Berechnen können?
    Geändert von R.B. (25.11.2011 um 16:54 Uhr) Grund: link entfernt
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  8. #7

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    Miss mal die Höhe vom Baum. Ist ganz einfach...

    Arm waagerecht ausstrecken, Ellbogen 90Grad abwinkeln nach oben, über den Daumen die Baumkrone anpeilen. Durch zurück oder vorgehen die Stelle rausfinden an der der Daumen die Krone oben abdeckt. Von dort die Entfernung zum Baum messen und deine Körpergröße dazu rechnen...

    Ist wenn es sauber gemacht wird sehr sehr genau...

    Gruß Holger
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  9. #8

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    Zitat Zitat von H.PF Beitrag anzeigen
    Miss mal die Höhe vom Baum. Ist ganz einfach...
    Jepp. Kettensäge auspacken, Baum umlegen, mit Maßband die Länge messen, Baum wieder aufstellen. Bevorzugt am Abend zu erledigen, dann merkt am nächsten Morgen keiner was davon.

    Man könnte sich auch die Sonne zunutze machen und den Schatten und Winkel messen, der Rest ist ein bischen Mathematik, aber die erste Variante hat einfach mehr Pepp.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9
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    Zitat Zitat von Nestbauer1 Beitrag anzeigen
    Nein, die 9,5 m sind kein Tippfehler,
    Die PV-Module sollen ganz oben auf das Flachdach und vielleicht noch im Südwesten außen an das Dachtrassengeländer.
    Da der Link entfernt wurde:
    9,5 m hoch, da EG+OG+Dachterasse mit nach innen versetztem Dachaufbau.

    Ja, ich messe den Baum mal genau.

    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Jepp. Kettensäge auspacken, Baum umlegen, mit Maßband die Länge messen, Baum wieder aufstellen. Bevorzugt am Abend zu erledigen, dann merkt am nächsten Morgen keiner was davon.
    Geniale Idee. Aber natürlich nicht wieder aufstellen und das Problem ist erledigt!
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  11. #10

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    Dann solltest du aber den Kamin für den Ofen nicht vergessen... Irgendwo muß das Zeug ja hin entsorgt werden
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Nestbauer1 Beitrag anzeigen
    Geniale Idee. Aber natürlich nicht wieder aufstellen und das Problem ist erledigt!
    Jepp. Ansonsten musst Du worst case (Baum ca. 15m) von Okt. bis März damit rechnen, dass in den frühen Morgenstunden (bis max. 11:00 Uhr) ein Teil der Module verschattet wird. Je weiter es in den Sommer hinein geht, um so kürzer wird die Verschattung.

    Achtung, das ist jetzt nur ganz grob anhand Deiner Daten abgeschätzt. Der Winkel liegt bei gut 30°, Entfernung 9m, Verschattung bei grob -20° bis -60° (Südabweichung).

    Gruß
    Ralf
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  13. #12
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    Warum reagieren die Photovoltaikmodule so empfindlich auf Verschattung? Sind sicher elektrisch in Reihe geschaltet? Habe gelesen, die ganze Anlage richtet sich nach dem schwächsten (am meisten verschatteten) Modul.

    Gibt es denn keine (neueren) Technologien, denen Verschattung weniger ausmacht?
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Nestbauer1 Beitrag anzeigen
    Warum reagieren die Photovoltaikmodule so empfindlich auf Verschattung? Sind sicher elektrisch in Reihe geschaltet? Habe gelesen, die ganze Anlage richtet sich nach dem schwächsten (am meisten verschatteten) Modul.
    So ist es. Die einzelnen Zellen des Moduls sind ja Halbleiter mit einer Spannung um 0,5V. Diese Zellen werden so verschaltet, dass das Modul eine entsprechend höhere Spannung liefert. So hat beispielsweise ein Modul bestehend aus 60 Zellen eine Spannung von etwa 30V (unter last) bis > 38V (Leerlauf).

    Damit die Ströme nicht zu hoch werden, schaltet man mehrere Module in Serie zu sogenannten strings zusammen, und schließt diese dann an den Wechselrichter an. Das hat auch noch einen weiteren Vorteil, denn die WR benötigen eine Mindestspannung bis sie "anlaufen".

    Je nach Anlagengröße hat man dann mehrere strings die an den WR angeschlossen werden.

    Wird ein Modul verschattet, dann fällt dieser string aus, die restlichen bleiben in Betrieb. Deswegen sollten bei Verschattung die Module möglichst so geplant werden, dass nur 1 string betroffen ist. Dann kann der andere string (oder mehrere) auch weiterhin Strom liefern.

    Gruß
    Ralf
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    schon mal daran gedacht, dass wir im Moment Winter haben und die Schatten deswegen eh länger sind und im Winter mit der PV eh nicht viel verdient ist. Im Sommer sieht das ganz anderes aus.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von juni74 Beitrag anzeigen
    schon mal daran gedacht, dass wir im Moment Winter haben und die Schatten deswegen eh länger sind und im Winter mit der PV eh nicht viel verdient ist. Im Sommer sieht das ganz anderes aus.
    Schon mal daran gedacht den thread zu lesen?

    Wer redet hier von Winter?

    Gruß
    Ralf
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