Werbepartner

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 17
  1. #1

    Registriert seit
    11.2007
    Ort
    Potsdam
    Beruf
    Bauingenieur
    Beiträge
    39

    Dampfsperre auf Bodenplatte

    Moin Moin,

    eine für den LF drückendes Wasser ausgelegte WU-Sohle mit Aufkantung (Schutz vor Jahrhunderthochwasser) ist innen mit einer Dampfsperre abzudichten.
    Um die Fußplatten einiger Stahlstützen muss umständlich herumgearbeitet werden.

    Gibt es Bitumendickbeschichtungen, die mit einem sd-Wert von mind. 1000 aufwarten?, ich habe noch kein Produkt gefunden.

    Bitumenbahnen müssten an der Aufkantung hochgeführt und dann noch verwahrt werden, dafür ist aber hinter den Fenstern eigentlich kein Platz.
    Daher die Idee mit der Dickbeschichtung.

    Hat jemand einen Tipp?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Dampfsperre auf Bodenplatte

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    ´schulligung für die harten Worte, aber:
    Hast Du den Unterschied zwischen Abdichtung und Dampfsperre oder den Unterschied zwischen WU-Beton und WU-Konstruktion nicht verstanden?

    Warum muss um die Fußplatten von Stahlprofilen herumgearbeitet werden, wenn es um Dampfsperre geht??
    Entsprechenden Korrosionsschutz vorausgesetzt, gibts nichts dampfdichteres als Metall mit d >= 10 mm. Also entweder z.B. ne R500 drunterlegen oder meinetwegen auch nur dicht an die Fußplatte anarbeiten - schon ists dampfdicht. Das ist doch keine gleichzeitige Luftdichtigkeitsschicht wie im DG!!!
    Und auch keine Abdichtung. Oder doch?
    Das mit den Aufkantungen verstehe ich nicht. Da müsste doch von aussen eine Dampfsperre aufgetragen sein.
    Klar, da bleibt dann "Loch" im Aufstandsbereich der Aufkantung. Ob das ein Problem ist, müsste man sehen.
    Und wenn wirklich die Dampfsperre hochgezogen werden muss, bliebe zu klären, ob dort eine Verwahrung erforderlich ist oder ob nicht andere Lösungen möglich sind.

    KMB wird nicht die Lösung sein.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Themenstarter

    Registriert seit
    11.2007
    Ort
    Potsdam
    Beruf
    Bauingenieur
    Beiträge
    39
    Hier herrscht ja im Moment (habe ich auch schon bei anderen Beiträgen festgestellt, bei denen ich nur mitgelesen habe) ein rauher Ton!

    Die EG-Decke steht auf einzelnen Stahlstützen auf Kopfplatten auf der Sohle. Die Dampfsperre ist also von allen Seiten an die Kopfplatte anzuarbeiten (nicht darüber). Einige Stützen stehen aber sehr nahe an besagter Aufkantung, sodass es mit dem Anarbeiten ziemlich eng wird. Daher die Frage.

    Die Sohle wird senkrecht von außen auch nochmal mit Dickbeschichtung abgedichtet, der sd-Wert liegt aber nur bei ca. 50. Daher die Überlegung die Dampfsperre innen auch an der Aufkantung hochzuführen. Die Aufkantung hat nur eine Höhe von ca. 15cm.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    12.2005
    Ort
    Hückeswagen
    Beruf
    Baufachberater + Staatl. geprüfter Hochbau
    Benutzertitelzusatz
    Dachdecker+Hochbautechniker
    Beiträge
    11,917
    Bilder? Hab schon öfters solche Konstrukte eingeschweißt...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    Zitat Zitat von Ingenieuse Beitrag anzeigen
    Die EG-Decke steht auf einzelnen Stahlstützen auf KopfFußplatten auf der Sohle. Die Dampfsperre ist also von allen Seiten an die KopfFußplatte anzuarbeiten (nicht darüber).
    Warum nicht drüber? Macht doch nix. Höchstens die Arbeit leichter
    Einige Stützen stehen aber sehr nahe an besagter Aufkantung, sodass es mit dem Anarbeiten ziemlich eng wird. Daher die Frage.

    Die Sohle wird senkrecht von außen auch nochmal mit Dickbeschichtung abgedichtet, der sd-Wert liegt aber nur bei ca. 50. Daher die Überlegung die Dampfsperre innen auch an der Aufkantung hochzuführen. Die Aufkantung hat nur eine Höhe von ca. 15cm.
    Für die Flächen hinter den Fußplatten wie auch für die Aufkantung gilt:
    Prüfen, wie groß die Gefahr ist, dass sich aus diesen Flächen überhaupt erhebliche Mengen an Wasser via Dampfdruck nach innen bewegen können.
    Nicht, dass mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird!

    Wenn die Mengen bei der Aufkantung erheblich sind, dann überlegen, was damit passiert, wenn denn innen eine Dampfsperre drauf kommt.
    Was passiert AUF der Aufkantung??
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Themenstarter

    Registriert seit
    11.2007
    Ort
    Potsdam
    Beruf
    Bauingenieur
    Beiträge
    39
    Die Bitumendickbeschichtung wird außen an der Sohle und auf der Aufkantung aufgebracht. Hier erfolgt dann nach Fenstereinbau der spritzwassergeschützte Anschluss an die hinter der Aufkantung stehenden Fenster.

    Die Aufkantung wurde leider nachträglich aufbetoniert und soll aber für den Notfall (alle 100 Jahre) möglichst dicht sein. Daher außen dieser ganze Tam Tam mit einer Bitumendickbeschichtung, die nach Zulassung auch Arbeitsfugen überbrückt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Themenstarter

    Registriert seit
    11.2007
    Ort
    Potsdam
    Beruf
    Bauingenieur
    Beiträge
    39
    Hier mal ein Bild
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8

    Registriert seit
    12.2005
    Ort
    Hückeswagen
    Beruf
    Baufachberater + Staatl. geprüfter Hochbau
    Benutzertitelzusatz
    Dachdecker+Hochbautechniker
    Beiträge
    11,917
    Wie viel Platz ist zwischen Säule und Aufkantung?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Themenstarter

    Registriert seit
    11.2007
    Ort
    Potsdam
    Beruf
    Bauingenieur
    Beiträge
    39
    Es gibt unterschiedliche Stützenstellungen.
    Mal reicht die Fußplatte direkt an die Aufkantung heran, dann beträgt der Abstand zw. Stütze und Aufkantung ca. 8 cm.

    Bei zwei weiteren Stützen beträgt der Abstand zw. Fußplatte und Aufkantung ca. 15cm.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10

    Registriert seit
    12.2005
    Ort
    Hückeswagen
    Beruf
    Baufachberater + Staatl. geprüfter Hochbau
    Benutzertitelzusatz
    Dachdecker+Hochbautechniker
    Beiträge
    11,917
    das ist doch kein Problem... Das löst ein Dachdecker mit Schweißerfahrung problemlos...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    Avatar von susannede
    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Baufrau
    Benutzertitelzusatz
    dipl.- ing. architekt
    Beiträge
    5,345
    Ist doch ganz einfach.

    Schwerlastsprieße rein, Stütze raus, Fußplatte kürzen, Abdichtung+thermische Trennung rein, Stütze rein, Schwerlastsprieße raus.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12
    Themenstarter

    Registriert seit
    11.2007
    Ort
    Potsdam
    Beruf
    Bauingenieur
    Beiträge
    39
    Die Größe der Fußplatte ist auch im Durstanznachweis der el. gebetteten Bodenplatte so angesetzt, da können wir nachträglich leider nicht kürzen.

    Ist es besser die Bitumenbahn lose zu verlegen oder vollflächig aufzuschweißen?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    07.2003
    Beiträge
    5,056
    Verstehe das ganze Problem nicht, außer das Du einen dicken Planungsfehler hast.

    Die Bitumendickbeschichtung wird außen an der Sohle und auf der Aufkantung aufgebracht. Hier erfolgt dann nach Fenstereinbau der spritzwassergeschützte Anschluss an die hinter der Aufkantung stehenden Fenster.
    Die Aufkantung wurde leider nachträglich aufbetoniert und soll aber für den Notfall (alle 100 Jahre) möglichst dicht sein. Daher außen dieser ganze Tam Tam mit einer Bitumendickbeschichtung, die nach Zulassung auch Arbeitsfugen überbrückt.
    1. Nach der Rechtsprechung ist auch für den " Notfall " abzudichten. Insofern hilft es Dir nichts, dass der " Notfall " nur alle 100 Jahre eintreten kann. Denn die 100 Jahre sind nur eine statistisch prognostizierte Größe und es ist auch nicht bekannt, wieviel von den 100 Jahren bereits verstrichen ist. Siehe Definition des Bemessungswasserstands in der DIN 18 195-1 und in der WU-RiLi.

    2. KMB ist keine den aRdT entsprechende Abdichtung beim Lastfall drückendes Wasser. Zu planen ist nach den aRdT; Abweichungen hiervon sind grundsätzlich ein Mangel. Ob es durch den Mangel zu einem Schaden kommt, ist irrelevant. Die Schadensneigung für den Fall der Realisierung des " Tam Tams " reicht aus.

    3. Du hast eine Arbeitsfuge im Bereich der erst nachträglich aufbetonierten Aufkantung und eine Fuge zwischen Aufkantung und dem dahinterstehenden Fenster. Wie willst Du diese Fugen mit KMB dicht bekommen? Das ist spachtelbare Pampe.

    Über normgerechte Abdichtungen nach DIN 18 195-6 mit Anpreßschienen nachdenken. Selbst dann wärs noch eine Mischkonstruktion und damit vom Bauherren nach Belehrung über die Abweichung von den aRdT ( erforderlich war eine regelgerechte SS oder WW bis Bemessungswasserstand + Sicherheitszuschlag von mindestens 30 cm ) freizuzeichnen.

    Die Abdichtung der Aufstandsfläche des Stützenfußes gegen Wasserdampfdiffusion durch die Bodenplatte hätte man, sofern denn durch eine Bodenplatte nach WU-RiLi entgegen Oswald, Ebeling u.a. überhaupt Dampfdiffusion stattfinden sollte, dadurch lösen können, dass die Stütze erst nach Verlegung einer Dampfbremse oder gar Dampfsperre aufgebracht worden wäre.

    Bleibt nur zu hoffen, dass die Stütze sich nicht als " Kühlrippe " auswirkt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14
    Themenstarter

    Registriert seit
    11.2007
    Ort
    Potsdam
    Beruf
    Bauingenieur
    Beiträge
    39
    Wie sieht denn so eine Konstruktion mit Anpressschienen aus, welches Material wird den angepresst? Bitumenbahnen?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    07.2003
    Beiträge
    5,056
    Siehe DIN 18 195-2 ( Stoffe ), 6 und 9 ( Fugen, Durchdringungen usw. ).

    KMB ist zwar im Teil 6 als Abdichtung für den Lastfall zeitweise aufstauendes Sickerwasser ( hier: eh offenbar Grundwasser ) erwähnt, nach herrschender Meinung aber selbst dafür nicht geeignet, also am Besten gleich im Text der DIN 18 195-6 streichen.

    Die Aufklärungspflicht gegenüber dem Bauherren wegen der Mischkonstruktion aus WW ( Bodenplatte ) und " schwarzer " Abdichtung ab der Stirnseite der Bodenplatte bleibt.

    Die aRdT gehen davon aus, dass das gewählte Abdichtungssystem die dem drückenden Wasser ausgesetzten Bauteile als einheitliches Ganzes lückenlos umschließt. Das System wird geändert, wenn daran eine Abdichtung aus einem anderen System angefügt wird. SS = eine allseitige Umhüllung mit zugelassenen Bahnen oder Folien. WW ist ein in sich wasserdichtes Betonbauwerk mit zugelassenen Fugenabdichtungen nach WU-RiLi. Der Systemwechsel ist hier genau an der kritischen Fuge zwischen Bodenplatte und nachträglich aufbetonierter Aufkantung. Nix mit " TamTam ".
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen