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  1. #1

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    Was kostet ne WP ;-)

    N'abend allerseits,

    unser geplanter, voll unterkellerter Neubau liegt nun bei fast 350m² beheizter Fläche. Der Bohrtiefenrechner auf www.erdwaermepumpe.de ermittelt für 14kWh 2 Borhlöcher a 87m.

    Die Entscheidung ob WP oder Gasbrennwert werden wir nicht nur nach Kostenaspekten treffen, d.h. WP muss sich nicht direkt "rechnen", sollte aber auch kostenmässig nicht überschiessen. Mit anderen Worten: 15.000 Euro Mehrkosten würden wir wohl aktzeptieren, viel mehr aber nicht.

    Ich möchte in der Planung nicht in eine total unsinnige Richtung gehen, daher Frage ich nach eurer Einschätzung. Hat es in dieser Größe überhaupt Sinn, über eine WP nachzudenken? Da wir hohen Grundwasserspiegel haben, ist vielleicht eine Grundwasserwärmepumpe eine Alternative? (Wusste bis vor 10 minuten noch nicht, dass es soetwas gibt).

    Gruss
    B
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  2. Was kostet ne WP ;-)

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  3. #2

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    Keine Deiner Zahlen kommt mir besonders plausibel vor - gilt aber nur vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen, die ich mangels Fachkunde nicht verallgemeinern kann.

    14kWh für 350 qm?! Wir haben bei ca. 250 qm knapp 8kWh und nicht den Eindruck, dass die WP-Leistung nicht ausreicht. Allerdings stellen wir auch keine besonderen Ansprüche an die WP bei "Auslegungstemperatur" - da reicht es durchaus, wenn die WP in der Lage ist, die Innentemperatur zu halten, Erhöhung ist nicht erforderlich, und wenn doch, gibt's immer noch den Heizstab, den wir seit Einzug im Januar 2009 nie gebraucht haben.

    2 x 87m? Wir haben für unsere knapp 8 kWh 2 x 80 m ...

    15.000 Euro??? Das wird deutlich billiger gehen, zumal Du auch noch die Anschlusskosten Gas einsparen kannst.

    Im übrigen: Mit einer WP kann man auch (aktiv oder passiv) kühlen, wenn die WP das denn kann - mit einer Gastherme eher nicht.

    Bevor Du weiter über Tiefenbohrung vs. Grundwasser spekulierst, mach' Dich doch erst mal schlau, was bei Dir überhaupt genehmigungsfähig ist.
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  4. #3

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    ... und noch was zur Tiefenbohrung (keine Ahnung, ob das auch mit Grundwasser geht, wüsste aber nicht, warum nicht): Wir haben noch eine zusätzliche Bohrung für die KWL - "wärmen" im Winter (also Verhindern des Einfrierens des Wärmetauschers), kühlen der Zuluft im Sommer.
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  5. #4

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    Der Bohrtiefenrechner ... ermittelt für 14kWh 2 Borhlöcher a 87m.
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  6. #5
    Avatar von coroner
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    hihihi. ich hab schon auf dich gewartet.... schnell in den nächsten Thread da wartet ein Leerrohr und ein Endrohr auf dich Julius
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  7. #6
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    Danke für die Blumen - stehe bei WP erst ganz am Anfang. Und Maschinenbau ist ein weites Feld...

    Ansatz 40 W / m², mal 350 m² macht 14kW.

    KWL haben wir auch - ist der Kühleffekt im Sommer spürbar? Kann man zusätzlich zum Kühlen der Zuluft auch die WP zum Kühlen verwenden? Über die Fussbodenheizung oder sind dafür zusätzliche Aggregate erforderlich?

    Werde mich morgen mal erkundigen, was in unserem Neubauviertel erlaubt ist. Erdwärme ganz sicher.

    Gute Nacht
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Bauhausbauer Beitrag anzeigen
    Ansatz 40 W / m², mal 350 m² macht 14kW.
    Der Ansatz ist gut. Die Heizlast berechnet man aus den Daten des Hauses und nicht Pi*Daumen. Und wenn ein Neubau vor allem dieser Größe mehr als 30W/qm (inkl. WW) benötigt, dann stimmt da bei der Planung etwas nicht.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Bauhausbauer Beitrag anzeigen
    Ansatz 40 W / m², mal 350 m² macht 14kW.
    und dann rechnet irgendein Online-Rechner 2 Bohrungen mit je 87m indem er nach einem kWh Wert der WP fragt.

    So wird das nichts.

    Zuerst einmal muss die "echte" Heizlast bekannt sein, gerade bei einer WP als Wärmeerzeuger, denn da kostet jeder Meter Kollektor richtig Geld.
    Dann sollte mal geprüft werden, ob man nicht einen Flächenkollektor bauen kann. Das geht meist kostengünstiger als Tiefenbohrungen.

    Alles andere ist vielleicht eine nette Freizeitbeschäftigung, mehr aber nicht.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9

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    Hallo,

    und dann muss man noch wissen, wie ertragreich der Grund ist, in den die Löcher gebohrt werden sollen - bei uns gibt es z.B. erst ab 100 m nennenswerten Ertrag. Wir wohnen zwischen den großen RWE-Löchern, unser Grundwasserspiegel ist aktuell unter NN (und damit ~85 m unter Geländeoberkante); da hat sich eine WP mit Tiefenbohrung gleich von alleine verboten...

    Schöne Grüße,
    Martin
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  11. #10

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    Hihi,

    natürlich geht es nicht ohne eine richtige Heizlastberechnung und ein Bodengutachten auch bzgl. des Bohrens.

    Wenn ich aber mal die viel zittierte Glaskugel bemühe wird die Heizlast wohl irgendwas um die 9 kw liegen. (wenn ihr eurem schönen großen Haus angemessen dämmt)

    Als WP würde sich dann z.B. das 10,9 kw Modell von Va... dem besten Cop-Wert lt. BAFA-Liste von 4,99 anbieten. (oder was anderes in der 10 kw Klasse) Die dürfte auf jeden Fall reichen das Objekt warm zu bekommen.

    Die gibt es mit intregr. WW-Speicher mit 175 Liter. Sollte der euch bei dem großen Haus nicht reichen gibt es auch einen passenden externen Speicher mit 270 Liter. Der reicht euch normalerweise sicher.

    Klar kann man auch über die WP kühlen. Hier braucht man ein extra Modul. Die Hersteller rufen sehr unterschiedliche Kosten dafür aus. Das genannte Modell hat ca. 6 kw Kühlleistung. Wir habens nicht und setzen lieber auf klassische Verschattung. Ist aber Geschmackssache.

    Nochmal zu Glaskugel. Gehen wir davon aus ihr entscheidet euch für ein solches Modell und der Boden hat eine ungefähre Entzugsleistung von 40-50 Watt je Meter braucht würde ich zu mind. 2 Bohrungen a 100 Meter raten. Doppel-U-Sonden mit verbesserter Verpressung. (>2 Leitfähigkeit) Kein Pufferspeicher oder sonstiges. Die Hydraulik für WP optimieren.

    Wenn ihr dazu noch eine sehr gute Lüftungsanlage mit WRG und FRG bekommt werdet ihr wohl keine Probleme haben und niedrige Betriebskosten.

    Evtl. ginge auch ein preisgünstigerer Grabenkolli anstatt der Bohrung. Kann man aber jetzt noch nicht sagen.

    Auf jeden Fall immer mehrere Angebote von Heizungsbauern und Bohrfirmen einholen!

    Die 15.000 max. Aufpreis kann man auf jeden Fall schaffen.

    Gruß Flo
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  12. #11
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    Mahlzeit und Danke für die vielen Infos.

    Zwischenstand:

    Es ist keine Genehmigung erforderlich, weder für Erd- noch Grundwasser-WP.

    Der Wärmeertrag liegt bei 40m tiefer Bohrung bei durchschnittlich 80W/m², bei 100m Bohrung durchschnittlich bei 62W/m².

    Zur Heizlast kann ich noch nichts sagen. Ist es sinnvoll
    - zusätzlich Solarthermie aufs Dach zu legen? Ist doch Unsinn, im Sommer nur für ein bisschen warmes Wasser die WP zu betreiben?
    - den Kaminofen im Wohnzimmer Wasserführend zu machen?

    Gruß
    B
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Bauhausbauer Beitrag anzeigen
    Ist es sinnvoll
    - zusätzlich Solarthermie aufs Dach zu legen? Ist doch Unsinn, im Sommer nur für ein bisschen warmes Wasser die WP zu betreiben?
    Nein, sinnvoll ist das nur wenn Du Geld übrig hast und Dir nichts anderes dafür einfällt. Rein wirtschaftlich betrachtet lohnt es nicht.

    Zitat Zitat von Bauhausbauer Beitrag anzeigen
    - den Kaminofen im Wohnzimmer Wasserführend zu machen?
    Nein, auch das lohnt nicht. Der ganze Kaminofen lohnt sich nicht wenn man es genauer durchrechnet. Ist halt ein (aufwändiges/teures) Hobby.

    Die WP produziert Dir die Wärme für etwa 4Ct./kWh, dafür kriegst Du realistisch betrachtet kein Holz.

    Gruß
    Ralf
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  14. #13
    Themenstarter

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    danke R.B. für die Einschätzung. Das sich ein wasserführender Kamin nicht rentiert glaube ich unbesehen. Wenn Geld übrig bleibt, denken wir darüber nochmal nach...

    Bei der Solarthermie würde ich gerne nachrechnen. Da die Wärmequelle umsonst ist, muss es sich doch irgendwann rechnen. Kann mir da noch jemand einen Tipp geben, wie man das abschätzen kann? Wieviel kWh benötigt ein (sparsamer) 4-Personenhaushalt im Jahr?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Bauhausbauer Beitrag anzeigen
    Bei der Solarthermie würde ich gerne nachrechnen. Da die Wärmequelle umsonst ist, muss es sich doch irgendwann rechnen. Kann mir da noch jemand einen Tipp geben, wie man das abschätzen kann? Wieviel kWh benötigt ein (sparsamer) 4-Personenhaushalt im Jahr?
    Ich hatte das in einigen threads schon vorgerechnet. Das Einsparpotenzial lag je nach Wärmeerzeuger irgendwo bei 50,- bis 100,- € p.a.

    Du kannst mal mit täglich 50 Liter WW pro Person rechnen. Energieaufwand pro Tag etwa 7-8kWh. Eine gute WP benötigt dafür keine 2kWh an el. Strom, macht bei WP Tarif etwa 35Ct./Tag, oder auf´s Jahr bezogen 127,- €.
    Du könntest als max. 127,- € einsparen wenn die Solaranlage die komplette WW-Erzeugung übernimmt.

    Dummerweise scheint die Sonne nicht jeden Tag. Je nach Optimierung und Anlagengröße wirst Du vielleicht 30-40% des Jahresbedarfs decken können. Macht im o.g. Fall bestenfalls 50,- € p.a.

    Bei Gas oder Öl sieht die Rechnung etwas anders aus. Auch bei Heizungsunterstützung muss man einen anderen Ansatz wählen.

    Ich finde Solaranlagen gut, man sollte sich halt darüber im Klaren sein, dass man damit kein "Geld verdienen" kann. Wer Geld übrig hat, sollte sich mit Solar anfreunden, denn unsere Umwelt profitiert auf jeden Fall davon.

    Gruß
    Ralf
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  17. #15

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    Anderer Punkt ist noch das ihr ja wohl ein Flachdach bekommt lt. euren Entwürfen. Also müßte die Solaranlage ja wohl aufgeständert werden. Ist ein weiteres Kostenthema und auch eine optische Sache ob euch das gefällt.

    Gruß Flo
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