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Neubau bei 38kWh(m²a) mit VWS --> ?kWh(m²a) ohne VWS

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  1. #1

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    Neubau bei 38kWh(m²a) mit VWS --> ?kWh(m²a) ohne VWS

    Liebe Forengemeinde,

    ich bin nun schon seit Tagen auf der Suche nach einer brauchbaren Antwort auf meine Frage.

    Wir haben unser EFH heuer erbaut und sind nun auch schon seit Oktober eingezogen.
    Der Baufortschritt des Außenbereiches und noch etliche andere Faktoren haben uns dazu bewogen den VWS erst nächstes Jahr aufzubringen. Nun stellt sich mir als Bauherr einfach die Frage mit welchem Wärmebedarf des Gebäudes ich CA. Rechnen muss. (20cm 0,04er soll aufgebracht werden)

    Da ich keinen Plan habe wie man hier zu einem einigermaßen Ergebniss kommen kann, bitte ich euch mir zu helfen.

    Ich habe mich selber schon mit Energieaußweißrechnern herumgeschlagen, aber bin jedesmal an der Flut der einzugebenden Daten gescheitert.

    Falls sich jemand Fragt, warum ich nicht den Installateur oder Baumeister gefragt habe:
    Habe ich, aber als Antwort kam so in der Art´: Sei froh wenn´s warm is im Haus. Oder Dass ich einige m³ Holz für den Zusatzofen einlagern soll.
    Ergo nichts Brauchbares.

    Momentan Steht dass Haus hier mit der Kompletten Dämmung außer der Fassade. Also Keller, natürlich die Böden, die Dämmung der obersten Geschossdecke,....
    Mauerwerk: 25er Ziegel

    Lieben Dank!
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  2. Neubau bei 38kWh(m²a) mit VWS --> ?kWh(m²a) ohne VWS

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  3. #2

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    rechne das dir doch selber aus:

    www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner

    Der Wandaufbau (von innen: Putz-Stein-Aussenputz/Dämmung?; Material mit allen spezifischen Kennzahlen wird bereits vorgegeben, nur noch die Dicke eingeben und bei Bedarf die Materialkennwerte ändern) wird eingegegeben und auf einem der Seiten bekommst du sofort den theoretschen Verbrauch in kwh (oder auch Öl) pro m2 Wandfläche und Standort.
    Das kannst du mal mit/ohne Dämmung machen und dann hast du den theoretischen Mehrverbrauch. Ist ganz einfach.

    Abgesehen davon solltest du im ersten Jahr in deinem Haus bloss nicht an Wärme sparen, es steckt noch viel Feuchtigkeit drin die erst weggelüftet werden muss. Insofern ist keine seriöse Aussage fürs erste Jahr möglich.

    PS, du hast alles ausser Fassadendämmung, das ist doch sehr gut, viel mehr als die vielen unsanierten/teilsanierten Bestandbauten. Jetzt noch gut heizen damit die Feuchtigkeit aus dem Bau rauskommt und du wirst ein super Haus haben.
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  4. #3

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    Wärmebedarf im Sinne von Energieverbrauch? Oder meinst Du die Heizlast? Einmal reden wir von Wh und einmal von W.

    Eine Abschätzung kannst Du über die Differenz des U-Werts in Verbindung mit der Wandfläche vornehmen. Dabei werden natürlich nur Transmissionsverluste berücksichtigt, und vorausgesetzt, dass die "Lüftung" sich durch das WDVS nicht ändert. (sprich, die Mauer ist auch so schon "dicht").

    Du schreibst 25cm "Ziegel", das solltest Du bitte etwas genauer spezifizieren.

    Die o.g. Vorgehensweise berücksichtigt aber nicht eine Verschlechterung des U-Werts aufgrund Feuchtigkeit die in´s Mauerwerk eindringt.

    Ach ja, die Rechner für den Energieausweis sind dafür denkbar ungeeignet. Die Mühe kannst Du Dir sparen.

    Hier mal ein Beispiel. Vorausgesetzt ein Mauerwerk 24cm mit Ziegel T14.

    Die Mauer hat einen U-Wert von 0,52W/m2K. Mit 20cm WDVS und WLG040 liegt der U-Wert bei 0,15W/m2K. Die Differenz beträgt also 0,37W/m2K.

    Ausgelegt auf AT -14°C und RT 21°C, also dT von 35K, wird die Heizlast für jeden m2 Wand um ca. 13W höher liegen als bei der Variante mit WDVS. Bei angenommen 150m2 Wandfläche wären das 1.950W, oder 1,95kW.

    Der Wärmebedarf wird je nach Region ohne WDVS ca. 26-37kWh/m2 höher liegen als mit WDVS, also bei den o.g. 150m2 wären das etwa 4.000 bis 5.500kWh p.a..

    Gruß
    Ralf
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  5. #4
    Avatar von coroner
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    der Ralf isch hald e Käpsele...

    ich hab das auch schonmal so ähnlich gerechnet, aber warum nimmt man denn da
    eigentlich die Auslegungstemperatur und nicht die Durchschnittliche Aussentemperatur? (die ja bei ca. 9° liegt in Deutschland)
    Ich mein, es ist ja seltens draussen -14 Grad... und schon garnicht im Mittel...
    Um die "genügend Große" heizung zu finden - klar, aber um das Delta-T zu finden???
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  6. #5
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    @coroner

    die Auslegungstemperatur und nicht die Durchschnittliche Aussentemperatur?
    Weil du dir ansonsten einfach an der durchschnittlichen Differenz den Ars.... abfrierst ;-)

    Wenns draussen aktuell -5 Grad hat dann interessierts keinen dass der Durchschnitt bei +4 oder 9 Grad liegt, denn dann hast kalten Hintern mit Schneegestöber ;-).

    Bei den angegebenen Durchnittstemperaturen gehen auch die Sommermonate mit ein und DIE interessieren beim heizen wenns kalt ist keinen.

    Einerseits interessiert die Frage reicht die Leistung der Wärmequelle und der Übertragungsflächen. Andererseits interessiert der Mehrverbrauch.

    Beides kann man ermitteln wenn man die höhere Heizlast, die sich ergibt, kennt.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  7. #6
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    Ich danke euch für die Anteilnahme.

    Die freie Wandfläche liegt bei ca 215m².
    Wenn ich nun also die 26-37kWh/m² an erhöhten Wärmebedarf Rechne, dann wären dass also so ca. 5590-7955kWh.

    Da es hier in .at eher kälter (AT -14,6°C und RT 22°C) ist und ein Nebelfeuchter Ziegel sicherlich wesentlich schlechtere Werte hat, gehe ich nun mal von 10.000Kwh an Mehrverbrauch aus.

    Ich denke, dass müsste so ca hinkommen.

    Nun habe ich zumindest einmal einen Wert, auf den ich mich einstellen kann.
    Nun ist es auch sinnig, dass die Heizung im November bereits 3000kWh erzeugt hat trotz abendlichen Zuheizens im Kamin.

    Erschreckend was so eine Isolierung ausmachen kann.

    Danke nochmal für die Hilfestellung.
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  8. #7
    Avatar von coroner
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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    @coroner



    Weil du dir ansonsten einfach an der durchschnittlichen Differenz den Ars.... abfrierst ;-)
    Schon kapiert, das ist aber ja die Auslegungstemp. für das sizing Anlage !

    Wir sind ja bei einem delta-T für den Mehrverbrauch gegenüber der Aussentempertur.
    Ich versuche mal einen Vergleich in einer anderen Thematik:
    Autobauer steht vor der Frage der Tankgröße:
    Es soll mit einer Tankfüllung im Auto ne gewisse Reichweite
    erreicht werden (vglw. Heizlast in unserem Fall). Ich geh von nem Durchschnittsverbrauch aus (Innentemp. und Transmissionswärmeverluste) und ermittele damit die Tankgröße (Anlagenleistung/größe) die ich brauche um immer mit einmal Volltanken ans Ziel zu kommen.

    Hier wird aber ja jetzt danach gefragt, wie hoch in Zukunft der Durchschnittsverbrauch des Autos ist, wenn ich mit angezogener Handbremse fahre...

    Deshalb versteh ichs nicht was es für eine Rolle spielt, dass beim Sizing
    des Tanks mal die Reichweite ein Thema war... mir gehts ja nur um den Mehrverbrauch.

    [Dass meine Karre evtl jetzt nurnoch 20km/h fährt (also die Bude nicht warm wird) ist ja ein anders Thema. ]

    Wo ist mein Denkfehler?
    Geändert von coroner (07.12.2011 um 13:40 Uhr) Grund: mißverständliche ausdrucksweiser ;)
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  9. #8

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    Zitat Zitat von coroner Beitrag anzeigen

    Wo ist mein Denkfehler?
    in der Anzahl der Stunden die zugrunde gelegt wird. Es gibt viele Wege nach Rom.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9
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    Stell dir ein Auto mit nem Surfbrett auf dem Dach vor ... einmal mit Surfbrett in normaler Transportposition und einmal hochgestellt und Quer zur Fahrtrichtung.

    Das Auto braucht dann nicht nur deutlich mehr Sprit es läuft auch noch wesentlich langsamer (alles andere mal aussen vor).

    Alle *normalen* Ansätze die damit zusammen hängen passen nun nicht mehr zusammen ... und bei ner Fahrt von A nach B brauchst nicht nur 2 oder 3x so lange sondern 1 oder 2x öfters tanken musste auch noch.

    Analogie zur Heizung ... die läuft nicht nur länger und öfter, sie braucht auch ein höheres Temperaturniveau denn die Heizflächen sind nicht auf die Mehrleistung ausgelegt .... alles führt zum Mehrverbrauch bei ggf. niederer Raumtemperatur.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10
    Avatar von coroner
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    Hmmm. Dann frag ich mal andersherum. (Ich finde immer "Übertreibung macht anschaulich)

    Wie wäre wohl - rein hypothetisch - die Auslegungstemp. eines Ortes, an dem es
    a) an 365 Tagen im Jahr 24/7 immer +20°C hat
    b) alles wie a) aber einmal im Winter hat ein paar Tage -20°C

    Wie würden sich meine Heizkosten verändern, wenn ich nun ohne Dämmung lebe.
    In Fall a)... und in Fall b) ?

    Angestrebte Innentemperatur übrigens 20°C
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  13. #11

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    Im Fall a.) beträgt die Heizlast 0W und der Energieverbrauch ebenso.
    Im Fall b.) muss die Heizlast auf die AT von -20°C ausgelegt werden, der Energieverbrauch ergibt sich dann aus den Stunden die geheizt wird, also je nachdem wo die Heizgrenze festgelegt wird.

    Man kann auch über die Gradtagszahlen rechnen.

    Gruß
    Ralf
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