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Druckfestigkeit Bodenisolierung

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  1. #1

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    Druckfestigkeit Bodenisolierung

    Hallo zusammen,
    in einem nicht unterkellerten Neubau wurde vom Architekten der Bodenaufbau wie folgt festgelegt:

    - Betonbodenplatte
    - Abdichtung gegen Feuchte
    - 170 mm Dämmung WLG 035
    - 60 mm Fließestrich einschl. Fußbodenheizung
    - 10 mm Bodenbelag

    Für die 170 mm starke Dämmung wurde EPS 035 DEO mit einer Druckspannung von >100 kPa angeboten.

    Bei der relativ großen Dämmschichtdicke stellt sich mir die Frage, ob die Druckfestigkeit ausreichend ist, oder ob hier auf etwas Festeres ausgewichen werden sollte.

    Für Eure Meinungen bin ich dankbar.

    Gruß

    Thomas
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  2. Druckfestigkeit Bodenisolierung

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  3. #2
    Lebski
    Gast
    Frag mal den Architekt, ob er mit 3 mm, 5 mm oder mehr an Setzung der Dämmung rechnet.
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  4. #3
    Avatar von susannede
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    Für die 170 mm starke Dämmung wurde EPS 035 DEO mit einer Druckspannung von >100 kPa angeboten.
    Ja nun, das ist das untere Ende von normal.
    Da die Stauchung jedoch bei DEO 10% sein kann (Hallo Lebski: DEO nicht DES), ist das Hinterfragen SEHR angebracht. Ggf auf dh bzw. ds schwenken.

    035 ist hinsichtlich der Dämmungsdicke ja ein Witz. Welcher Standard ?

    wurde vom Architekten
    wessen Architekt ???

    - 10 mm Bodenbelag
    was für ein Bodenbelag ? Weich ? Fliesen können es ja (hoffentlich) nicht sein...
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  5. #4
    Themenstarter

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    Danke erstmal für die Anworten.

    035 ist hinsichtlich der Dämmungsdicke ja ein Witz. Welcher Standard ?
    Warum? Ich hab eben mal die EnEV-Berechnung des Architekten zur Hand genommen. Seine ursprüngliche Planung für den Bodenaufbau sah wie folgt aus:

    - 250 mm Beton
    - Abdichtbahn
    - 180 mm Wärmedämmung 035
    - 45 mm Fließestrich
    - 12 mm Fliesen

    Damit kam er auf einen U-Wert von 0,18 W/m²K.
    Der Estrichleger hatte Bedenken angemeldet wegen der Estrichstärke. Um beim Ausgleichen von Höhendifferenzen der Bodenplatte flexibler zu sein, wurde die Dämmstärke um 10 mm reduziert zugunsten der Estrichstärke.
    Daraus ergibt sich immer noch ein U-Wert kleiner 0,2 W/m²K.
    Meine Bedenken bezogen wirklich rein auf die Festigkeit, weniger auf die Wärmeisolierung. Von daher war der Hinweis mit dh bzw. ds sehr hilfreich.

    was für ein Bodenbelag ? Weich ? Fliesen können es ja (hoffentlich) nicht sein...
    Für Flur, die Küche und das WC sind in der Tat Fliesen angedacht. Für zwei weitere Räume etwas Holziges (was genau steht noch nicht fest).
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  6. #5
    Avatar von susannede
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    Lieber Thomas,

    bist so ein typischer AWG (alles wird gut)-Bauherr, dem man eigentlich nicht helfen kann.

    Tut mir leid, Dir das so unverblümt an den Kopf zu donnern, aber Dein (???) Planer ist eine kleine Pfeife...
    ...und das Pfeifgeräusche hätte Dir spätestens mit der völlig richtigen Bedenkenanmeldung des Bodenlegers in den Ohren schrillen sollen.
    Aber da stecken ja AWG-Wattebäuschchen drin. Diese Handwerker halt, wollen immer auf die supersichere Seite...

    45 mm Fließestrich mit FuBoHz im System gehen nun mal gar nicht - wer sowas "plant" hat von Estrich (egal welchem) keinen Dunst.
    Wohlwollend will ich mal vermuten, dass vorher keine FuBoHz geplant war ?!

    Um beim Ausgleichen von Höhendifferenzen der Bodenplatte flexibler zu sein
    Höhendifferenzen auf der Bodenplatte werden UNTER der Dämmung ausgeglichen und nicht durch Mehrstärke bzw. Ungleichstärke im Estrich...
    Schon gar nicht bei dieser Dämmhöhe.

    wurde die Dämmstärke um 10 mm reduziert zugunsten der Estrichstärke.


    Dir ist dringend anzuraten, den Fußbodenaufbau mal selbst aufzuzeichnen, wenn Dein P. das nicht kann.
    Na, wo ist denn da die Systemträgerplatte der FuBoHZ...?
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  7. #6

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    Ist keine Trittschalldämmung vorgesehen (30mm)?
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  9. #7
    Themenstarter

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    Liebe Susanne,

    das bisschen Kritik vertrag ich schon.

    dem man eigentlich nicht helfen kann
    Noch is ja nix passiert, also ist es für Hilfe noch nicht zu spät, und die Bedenken des Bodenlegers hab ich doch erhört, bevor etwas passiert ist. Die FBH war allerdings von Anfang an geplant und das war dem Planer bekannt.

    45 mm Fließestrich mit FuBoHz im System gehen nun mal gar nicht - wer sowas "plant" hat von Estrich (egal welchem) keinen Dunst.
    Das würde ich so nicht unterschreiben. Bei einem namhaften fränkischen Estrichhersteller kann man nachlesen (was sich auch mit den Aussagen des Estrichlegers deckt), dass man mit einer Mindestüberdeckung über den Heizungsrohren von 35mm auskommt. Nimmt man nun das Minitec-FBH-System eines namhaften fränkischen Herstellers für Fußbodenheizungssysteme, bei dem die Rohre mit 9,9 mm Außendurchmesser auf Noppenträgerplatten befestigt werden, dann würde das wunderbar funktionieren, wenn diese Ausführung nicht aus anderen Gründen im Neubau eher unsinnig wäre. Aber grundsätzlich machbar.

    Wenn ich also davon ausgehe, dass ich ein 16 mm - Rohr auf eine Noppenplatte verlege, dann komm ich mit den oben genannten 60 mm gut aus, und mit der Dämmung darunter meines Erachtens auch.

    Für mich stellt sich einfach die Frage, ob mir bei dem genannten Dämmstoff die Silikonfugen zwischen Bodenfliesen und Fliesensockel nach kurzer Zeit abreißen oder sonst was unvorhergesehebes passiert. Deshalb trau ich mich im Moment gar nicht an Trittschaldämmung zu denken
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  10. #8
    Lebski
    Gast
    Siehste Susanne, du bist schon am Planen, ich lass das lieber beim Planer, der bekommt Geld dafür. Ich zitiere mich mal kurz, lt DIN:
    Bei 3kN/m² gilt:

    Dämmschicht darf max. 3 mm zusammedrückbar sein
    Bei keramischen Belägen darf die Nenndicke bei CAF 40 mm nicht unterschreiten. (Über Rohren)

    Ok, 300 kg/m² ist schon gehoben, aber auch nicht unüblich. Rohre dürfen bis 5 mm aus der Lage gehen (auch nach oben), Untergrund hat auch Toleranzen, da wäre ein Vorhaltemass von 5 mm schon schön. Mit 16er Rohren wirds da schon eng. Da wir auch nicht wissen, was für ein Estrich es werden soll, Reden wir hier auch nicht über SONDERLÖSUNGEN. Was du vorträgst sind nämlich keinesfalls DIN-Gerechte Bodenaufbauten.

    So, jetzt zurück zum Planer, der soll sein Job machen. Der Estrichleger ist der Ausführende, nicht derjenige, der Planung zu leisten hat. Frag den Architekt gleich nach einen Fugenplan, auch dass ist duch den Planer vorzugeben.
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