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Mindestabstand Daten/Sat- Kabel zu

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  1. #1
    Martin 2
    Gast

    Mindestabstand Daten/Sat- Kabel zu

    Hallo,

    Daß Kreuzungspunkte 230V zu Datenleitungen unproblematisch sind ist mir bekannt, bzw konnte ich hier auch nachlesen.

    Jetzt ist das Haus, welches ich kürzlich erworben habe sehr gut bezüglich Leerrohre usw ausgestattet.

    Es wurde auch strickt 230V (über Boden) und Daten (angehängte Decke) getrennt.

    Nun habe ich bemerkt (bin gerade Kat7 Kabel für DSL Netzwerk und MP3Verteilung für diverse Räüme), daß ausgerechnet im Arbeitsraum/PC-Raum
    ein Stromkabel und ein Kabel für Rolladen miteingezogen wurde.

    Und zwar abgehägte Decke 7m Kanal 40x60 AP an Rohdecke der im Arbeitszimmer in einem Brüstungskanal landen.

    Verzichtbar sind die 2 Leitungen nicht. Die Rolladenleitung eher unproblematisch, da nur Strom drauf bei laufendem Rolladen. Aber die Leitung für die Steckdosen ist quasi immer Saft drauf.

    Der 40x60mm Kanal ist ziehmlich leer, reicht es die Kabel so weit es geht auseinanderzulegen?
    Gibt es auch für 40x60 Trennstege, und wenn ja bringen auch Kunststoffstege was oder müssen die immer aus Metall sein.

    Ach ja, zu den 7m im 40x60 kämen noch 1,5m im Brüstungskanal dazu, allerdings ist dieser mit Trennsteg und Abstände größer möglich.

    Vielen Dank

    Gruß Martin
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  2. Mindestabstand Daten/Sat- Kabel zu

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  3. #2

    Registriert seit
    03.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    IT-Techniker
    Beiträge
    9

    Generell..

    ...ist zu sagen:

    Starkstromleitungen führen in völlig unberechenbaren Abständen sogenannte Spannungspitzen. Verursacht werden diese Spannungsspitzen durch Schaltvorgänge, Induktion (z.B. bei Gewitter) und Kurzschlüsse. Diese haben ein vielfach höheres Magentfeld, als das normalerweise der Fall wäre. Der Einfluss dieser Störfelder auf die Netzwerkkabel ist nicht zu unterschätzen. Glücklicher Weise treten diese Spannungsspitzen nicht allzu häufig auf, so das man diesen Störfaktor eigentlich vernachlässigen kann.

    Viel gravierender sind die induzierten Spannungen in die Netzwerkkabel. Diese können bei ausreichender Länge der Strecke, auf der Starkstrom parallel mit Netzwerkkabel verlegt ist, schon einige 10-Volt ausmachen. Das macht sich bei Einstöpseln der Kabel in die Karte oder Switch bemerkbar. Durch diese Entladungen können Karten und Switche leicht zerstört werden. Wer einen Nadelkompass besitzt kann ja mal Spasseshalber diesen über ein Stromkabel legen und beobachten, was passiert.

    Für die getrennte Verlegung von Netzwerkkabeln und Stromleitungen
    spricht also einiges - Fein raus ist, wer Glasfaserkabel einsetzen kann -
    das ist nicht magnetisierbar und daher von Störfeldern nicht betroffen

    Es reicht aus, wenn man zwischen den Kabelsträngen der Netzwerkkabel und denen der Stromleitungen einen Abstand von 20-30 cm einhält.
    Damit ist ein ausreichend grosser Abstand vorhanden, durch den die magnetischen Felder eines Stromkabels abgeschwächt genug sind.

    Bei paralleler Verlegung von Netzwerkkabeln und Stromleitungen ist auf den oben genannten Abstand zu achten. Kreuzungen sind ohne weitere Probleme erlaubt, da die Felder eines Stromkabels immer konzentrisch zum Kabel verlaufen, somit keinen nennenswerten Einfluss auf kreuzende Kabel haben.

    In Bezug auf Deine 8,5 Meter Parallelverlegung denke ich das die Schirmung eines CAT.7 vom Schlimmsten abhalten sollte. Ich kenne genügend Installationen im Gewerbebereich wo CAT.7 zusammen mit stromführenden Leitungen in einem Brüstungskanal verlegt wurde, auch ohne Trennstege. Zumindest für unsere Netzwerkanwendungen gabs bislang keine nennenswerten Beeinträchtigungen.

    Gruß
    Amaro
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  4. #3
    martin2
    Gast

    vielen Dank, für die ausführliche Antwort.

    Hallo,

    vielen Dank, das war sehr ausführlich und gut verständlich.

    Nun, dann werde ich es erst mal probieren, jetzt hab ich zwar grade jede 2. Deckenplatte raus, aber das ging schnell, ich bin nähmlich noch beim einziehen und hab nicht soviel Zeit.
    (Und dachte vor allem nicht, daß der Vorbesitzer seine Netwerkkabel rauszieht und samt Dosen mitnimmt, zumindist hatten wir nicht darüber gesprochen).

    Ich hab mich am Tag wo ich rein bin gefreut wie ein Kind, endlich wieder ins Internet --- Hatte mit der Telekom schon alles klar und mündliche bestehtigung, das Sigal ist geschalten. (Ich hatte in meiner Mietwohnug dummerweise zu früh gekündigt und so seit 2 Monaten kein Telefon)

    Nun, hab dann auch noch bis um 12nachts den PC-Tisch zusammengebaut, denn es sollte gleich alles schön ordentlich, und nicht auf ner Kiste stehen.

    So, alles fertig, doch dann sah ich, daß am Kanal (und Rest des Hauses incl WZ, das max 3m lang war....) eine gefakte (nicht angeschlossen) Doppelsteckdose und kein Stück Datenkabel mehr drin war!

    Nun gesurft habe ich in der Nacht trotzdem noch, ----im Keller --- auf ner Kiste --- aber nicht nur der PC, auch ich.... Wenn er mir doch wenigstens die 3m in WZ gelassen hätte, aber egal.

    Falls es doch stört mache ich irgendwann nochmal auf und bohre noch einen Kanal oder Rohr neben dran, die 30 cm hab ich denke ich noch.

    Auch komisch, es scheint alles sehr gut gemacht, und die Datenver"KANALUNG", kabel hatte ich ja nicht mehr ist für mich der 45m2 gewohnt ist, ein extremer Komfort. Nur wie kann man einen ganzen Raum elektrisch vergessen?? Selbst in der Küche, wo ich die Dose bestimmt niemals benutze, Daten und Strom sauber getrennt...


    Gruß und Danke nochmal Martin

    PS, ich bedanke mich immer für Tipps, hat hier nur gedauert, da ich im momment mit 9600b/sec per Handy äh sagen wir "verbunden" bin. ;-))
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