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Terrassenüberdachung an WDVS per Schraube oder Konsole

Diskutiere Terrassenüberdachung an WDVS per Schraube oder Konsole im Forum Außenwände / Fassaden auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Terrassenüberdachung an WDVS per Schraube oder Konsole

    Hallo,

    wir haben ein Massivhaus mit 20cm WDVS.
    Im Moment ist die Planung der Terrassenüberdachung dran. Das Dach bekommt auch an der Hauswand Pfosten um die Lasten nach unten abzutragen.

    Nun muss das Dach "nur" noch am Haus befestigt werden um die waagrechten Kräfte abzufangen.
    Die Frage ist nun, ob der befreundete Zimmermann, einfach nur lange Schrauben und Kunststoffdübel nimmt.
    Klar gibt dies eine Wärmebrücke. Aber ist diese relevant? Wir haben kein Passivhaus. Ist mit Bauschäden (Kondenswasser o. ä.) zu rechnen wenn die Schrauben von Außen nach Innen folgendes durchdringt:
    -10cm Holzpfette vom Terrassendach
    -20cm Styropor
    -ca 7cm Kunstoffdübel in der Betondecke des EG

    Sollte auf alle Fälle thermisch getrennte "Schrauben" verwendet werden, oder ist dies bei 4 Schrauben völlig übertrieben?

    Des weiteren habe ich keine Produkt gefunden, welches die entsprechende Länge hat. Beispielsweise der Thermax von Fischer ist zu kurz.

    Konsolen in Quaderform sind leider nicht möglich, da inzwischen verputzt und gestrichen ist :-)

    Vielen Dank für euere Hilfe.

    Grüße
    master
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  2. Terrassenüberdachung an WDVS per Schraube oder Konsole

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  3. #2
    Avatar von susannede
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    http://www.bauexpertenforum.de/showt...B%FCberdachung

    Konsolen in Quaderform sind leider nicht möglich, da inzwischen verputzt und gestrichen ist :-)
    ja und ?

    Ein Steckerl durchsteckerln und erwarten, dass das irgendwelche Horizontalkräfte aufnimmt = kannste knicken...

    ...genau das macht das Steckerl im übrigen auch - und nimmt noch das doll geputzte und gestrichene WDVS mit.

    Und nu ?
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  4. #3
    Avatar von fmw6502
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    Zitat Zitat von master1980 Beitrag anzeigen
    -10cm Holzpfette vom Terrassendach
    -20cm Styropor
    -ca 7cm Kunstoffdübel in der Betondecke des EG
    ergibt einen netten Hebelarm, ich bezweifle die Haltbarkeit im im Beton, der Schraube und des darunterliegenden WDVS

    Gruß
    Frank Martin

    PS:Susanne war noch wacher
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  5. #4
    Avatar von susannede
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    Ab ins Körbchen...auch ohne Vorwärmer...
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  6. #5
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    Hm, jetzt verwirrt ihr mich aber.

    Also dass die gesamte Überdachung auf Pfosten steht - auch am Haus - wurde von euch gelesen? Also schöne tiefe Betonfundamente in der Erde (drei am Haus, drei an der Außenseite der Überdachung), darauf dann die ganze Konstruktion.
    Ein Hebel sollte somit doch nicht im eigentlichen Sinne entstehen, sondern lediglich auf Zug!? Was wiederum ein Schraube verkraften sollte?
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    erklär mal, wie die aussteifung erfolgt. vielleicht wird dann klarer, in
    welche richtung(en) der anschluss an die wand beansprucht wird.
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  8. #7

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    steif doch deine gesamte terrassenüberdachung in sich aus, dann kannst du dir das steckerle als thermisch getrennte schraube sparen. schäden am haus brauchst du dann aus diesen gründen nicht mehr zu befürchten.
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  9. #8
    Avatar von susannede
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    Um meine lieben Vorschreiber zu ergänzen,
    die Überdachung könnte völlig frei vor/neben dem WDVS stehen.
    Dann müßte sie hinsichtlich der Aussteifung entsprechend geplant (und ausgeführt) sein.

    Gemeinhin besteht der Drang, sowas am Haus festzuschrauben, nicht ja deswegen,
    weil es nachts fortlaufen könnte (machen eher Frauen ),
    sondern weil man sich Stabilität / Auflager / und zu Not
    nur die Lösung der "Überdachung" der Schnittstellen-Fuge verspricht,
    also dass es einem im Übergang nicht auf's Hirn tröpfelt.

    Letzteres Detail kann man mit einem Überhangblech lösen, das über einer Aufkantung hängt,
    die selbst auf der Überdachung sitzt......wobei auf WDVS ist alles "Ungeplante"
    (=vorher darüber Kopf zerbrechen!) immer dumm.

    Markus fragt also, welche Bewegungen (Wind, Wind, drückt, schiebt, zieht)
    durch die Konstruktion (Austeifung) bereits bewältigt werden,
    und welche Bewegungen durch das "Festschrauben" erreicht werden sollen.

    Ich habe die gleichen Probleme im Gerüstbau -
    das Gerüst selbst steht auch sehr selbstständig,
    aber wenn der Wind drauf drückt,
    fängt es an, sich horizontal zu verschieben.

    Und da sind auch keine normalen Gerüstanker (in Form von eingedübelten "Steckerln")
    bei den heutigen WDVS-Stärken mehr möglich, sondern müssen Spezialanker,
    bzw. massive Rohre genommen werden (mit stat. Nachweis!).

    Nachtrag: 4:07...Guten Morgen !
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  10. #9
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    Ok, ich probiere mal zu erklären.

    Grundgedanke ist, ein "optisch leichtes" Terrassendach aus Holz zu entwerfen. Ohne eben die (rustikalen), oft altbacken aussehenden schrägen Verstrebungen. Zudem soll alles wettergeschuützt unter der Verglasung liegen.

    Die Holzkonstruktion ist in sich "eben" siehe Skizze anbei. Die Verglasung liegt somit direkt oben auf.
    Das ganze ist zum einen mit veschiedenen Zapfen und Fräsungen (heißen die so?) im Holz verbunden und wird mit Schrauben/Anker (oder wie die heißen) in sich verschraubt. Die Aussteifung innerhalb dieser Ebene erfolgt wohl mittels der aufliegenden Verglasungen welche sich in einem Schienensystem befindet.
    Damit das ganze nicht auf den Boden fliegt ;-) kommen bei einer Fläche von rund 3,50m x 7m Breite 6 Pfosten drunter. Drei vorne, drei am Haus.

    Damit nun das ganze nicht vom Haus "wegkippt" muss es eben horizontal gesichert werden.
    Bisher hat der Zimmerer das Dach nur an Häusern ohne WDVS gebaut, dann sogar ohne Pfosten am Haus und nur mit den (verspotteten ;-) ) Steckerln am Haus befestigt. Habe die Dächer gesehen die stehen seit Jahren und haben auch schon den ein oder anderen letzten Sturm den es hier gibt gut überstanden.

    Wie gesagt die vertikale Lastabtragung ist gelöst. Nur die horizontale vom Haus weg muss noch gelöst werden.
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  11. #10

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    Die Steckerl sind nicht grundsätzlich zu meiden, ich denke das hast du falsch aufgefasst...

    Die laaangen Gerüsthalter funktionieren halt bei großen Dämmstoffdicken nicht mehr, das Gerüst fällt vielleicht nicht um aber es wackelt wie ein Lämmerschwanz und und die Ringschraube wirbelt ein riesiges Loch in den Dämmstoff...

    Da muß man sich halt was stabiles einfallen lassen...
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  12. #11

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    elegant und leicht sieht anders aus als in der skizze!

    dir ist klar, dass du das glas nicht direkt auf das holz werfen kannst und damit ist alles wettergeschützt. wenn du das verkehrt machst, wirst du wenig freude an deinem ´wettergeschützen holz´ haben.

    du brauchst keine kopfbänder zu machen. mach dir elegante biegesteife verbindungen in stahl, die kann man gestalterisch mit einbinden und du erhältst eine in sich steife konstruktion ohne steckerl.

    man nennt so etwas planung und gestaltung.
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  13. #12
    Avatar von Hundertwasser
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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    man nennt so etwas planung und gestaltung.
    Und die wäre dann perfekt wenn im Spritzwasserbereich noch eine Perimeterdämmplatte vorgesehen wird.
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  14. #13
    Themenstarter

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    Danke für eure Rückmeldungen.

    Kurz zu den Offtopic-Punkten:

    Perimeterdämmung im Bereich wäre nett, ist aber nun nicht mehr zu machen. Ist aber bei uns eher weniger nötig. Da es "nur" noch 2,30m bis zum 100cm Dachvorsprung sind. Mineralputz haben wir auch keinen, falls da auch noch relevant wäre!?

    Ja, ich weiß dass das Glas nicht auf dem Holz aufliegen darf. Habe ja auch geschrieben, ein solch konstruiertes Dach gibt es bereits seit Jahren in mehreren Ausführungen und hat sich bewährt.
    Die angehängte Skizze ist eben eine Skizze und kein Plan (sprich nicht alle Details enhalten!)
    Eine Metall-Konstruktion sei es Alu oder Stahl wollen wir nicht, auch keine Kombination daraus.

    Das Holzkonstrukt gefällt uns am besten (und wir haben uns schon eine Menge Terrassenüberdachungen angesehen), deshalb back to topic. Wie verankern wir das gewünschte Holzvordach in horizontaler Weise?

    Dafür war folgender Beitrag schonmal ganz hilfreich:

    Zitat Zitat von H.PF Beitrag anzeigen
    Die Steckerl sind nicht grundsätzlich zu meiden, ich denke das hast du falsch aufgefasst...

    Die laaangen Gerüsthalter funktionieren halt bei großen Dämmstoffdicken nicht mehr, das Gerüst fällt vielleicht nicht um aber es wackelt wie ein Lämmerschwanz und und die Ringschraube wirbelt ein riesiges Loch in den Dämmstoff...

    Da muß man sich halt was stabiles einfallen lassen...
    Sprich "normale" Schrauben sind eben statisch doch möglich, da der Hebel bei unserem Konstrukt eher unerheblich ist oder gar keinen gibt. Die Horizontale parallel zum Haus wird voraussichtlich über die seitliche Garage abgefangen (verankert). Die obere Pfette steht stirnseitig an der Garage an. Wir müssen also rein die Horizontale weg vom Haus "abfangen".
    Das ganze sollte thermisch jedoch in einem Bereich sein, der zu keinen Problemen führt.

    Danke und Grüße
    master
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  16. #14
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    so wie ich die vorschreiber verstehe, sehen die das problem
    "dach-will-weg-parallel-zur-hauswand" - und nicht nur
    "dach-will-weg-senkrecht-zur-hauswand".

    wäre letzteres das problem, wär´s kein problem
    dafür haben die herren in grau und rot klebeanker erfunden.

    ersteres ist, so man das als problem erkennt, schon eher ernstzunehmen.
    wenn man´s als problem erkennt, trennt die lösung spreu vom weizen.
    wenn man´s nicht als problem erkennt - jo mei .. spreu halt.

    nebenbei:
    die durchdringung sparren-fusspfette hat was

    egal, ob´s ein "einfaches" vordach ist oder ein "einfacher" grundriss:
    einfach wird´s erst, wenn man es sich einfach macht. richtig wird´s nicht.
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  17. #15
    Avatar von susannede
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    die durchdringung sparren-fusspfette hat was
    Wo siehste denn die ? Optimist. Ich seh gar keine...Pessimist.
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