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Blätterstau am Übergang Graben -> Unterführung besser abfangen

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  1. #1

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    Blätterstau am Übergang Graben -> Unterführung besser abfangen

    Hallo,

    ich habe heute zum fünften Mal den Straßengraben am Übergang vom Graben zur Unterführung für die Hofeinfahrt von Blättern und Geäst befreit. Oberhalb des Straßengrabens stehen 5 Eichen, welche logischerweise sehr viele Blätter abwerfen.

    Der Vorbesitzer hat nun vor das Rohr der Unterführung ein Gitter mit 4x4 cm großen Öffnungen gestellt. Die Blätter bleiben darin hängen und bilden regelmäßig einen wunderbaren Staudamm.

    Wenn ich das Gitter entferne, fließen einzelne Blätter zwar vermutlich problemlos ab. Ich vermute aber, dass dann das unterirdische Rohr voll sitzt, wenn sich in Regenfreien Tagen ein paar mehr Blätter vor der Unterführung sammeln und dann beim nächsten Regen als Korken in das Rohr gespült werden. Die Unterführung geht von der Hofeinfahrt bis zur Ecke des Hauses und ist ca. 20m lang. Danach geht die Entwässerung als einfacher Graben weiter.

    Seht ihr irgendeine Möglichkeit den Übergang zu optimieren? Ich habe an eine andere Form des Gitters gedacht (geformt wie der Schieber einer Dampflock nur mit vertikalen Stäben)? So würen durch den Keil die Blätter erstmal nach rechts und links gespült. Im Tiefbauamt hab ich noch nicht nachgefragt, ich denke aber nicht, dass es da Probleme gibt.

    Habt ihr noch Vorschläge?
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  2. Blätterstau am Übergang Graben -> Unterführung besser abfangen

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  3. #2

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    Wer ist für den Graben und die Rohre zuständig?
    Gemeinde oder Privat?
    Über welche Rohrgrößen sprechen wir?
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  4. #3
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    Hallo,

    wusste doch, dass ich was vergessen habe.

    Die Rohre sind aus Beton, der Innendurchmesser liegt bei ca. 23-28 cm (ist natürlich ein durchgehendes Maß, kann aber grad wegen Wasserfluss im Graben nicht genauer messen. Ist aber ein Norm Betonrohr.

    Zuständig ist die Gemeinde bzw. der Kreis (Landstraße). Die machen den Kanal einmal im Herbst frei und mähen auch das Gras im Kanal. Hilft aber nur bedingt. Wenn die wichtige Verbindungsstelle zusitzt, läuft das Wasser quer über den Hof und den Garten.
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  5. #4

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    Damit bist du raus.
    Was bleibt ist der stete Gang zur Gemeinde, um hier auf eine dauerhafte praktikable Lösung (ggf. höherer Pflegeaufwand, ggf. Umbau des bestehenden Konstrukts, etc.) zu drängen.
    Dass die jetzt vorhandene Lösung nicht funktioniert, läßt sich beim nächsten Niederschlagsereignis mit einer gemeinsamen Ortsbegehung erkennen.
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  6. #5
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    Es sind doch aber meine Bäume, die zum großteil das Material für die ständige Verstopfung liefern. Ist das echt trotzdem Sache der Gemeinde?
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  7. #6

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    Du hattest etwas von baulichen Maßnahmen gesprochen.
    Am Bauwerk der Gemeinde hast du nichts verloren.
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  8. #7
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    Naja, ich will da ja nicht einfach dran rumbasteln ohne Absprache. Wollte eigentlich nur ein paar Ideen sammeln, was sich da am besten eignet.

    Wem gehört denn die Hofeinfahrt? Also der Abschnitt zwischen Straße und Hof. Circa 8 Quadratmeter (Gehweg gibt es nicht). Die hat der Vorbesitzer grad erst Pflastern lassen. In den offiziellen Unterlagen finde ich dazu nix.

    Bevor hier gleich noch irgendwer Planer, Kanalbauer ider was auch immer schreit, werd ich aber morgen früh erstmal zum Tiefbauamt der Gemeinde gehen und mal fragen, was die dazu sagen.
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  9. #8
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    Nabend,

    nächste Woche kommt mal jemand gucken. Im Tiefbauamt der Gemeinde hat man mir aber schonmal die warscheinlich präferierte Form des Gitters skizziert (auch wenn die nicht zuständig sind). Vom Straßenamt (oder wie das heißt) gibts dann nächste Woche eine Besichtigung der Problemstelle. Bin gespannt, was die sagen.
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  10. #9
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    Hallo,

    die Straßenmeisterrei hat mir nun erlaubt da Änderungen vorzunehmen. "Kümmern sich sich dann auch darum, dass das frei bleibt? Steht das Gitter dann auch noch so hoch?"... Die haben nicht wirklich Lust sich dem Problem anzunehmen. Ich weiß aber auch nicht, wie sie das machen sollten.

    Gerade heute war der Graben wieder am Limit (Wasserstand ca. 3 Zentimeter unter Straßen Oberkante). Auch der Graben der nach meinem Abschnitt kommt steht bis oben hin voll. Das Wasser kommt gar nicht schnell genug weg, selbst wenn mein Abschnitt komplett frei ist. Unterhalb wohnt aber auch niemand mehr, den es interessiert (deshalb sind die Gräben da nur durch die Straßenmeisterrei einmal vor 4 Monaten geräumt worden).

    Was soll ich nun machen? Wenn ich selbst Änderungen vornehme, übernehme ich damit ja auch die Verantwortung für die Wartung. Die will ich aber gar nicht haben. Am liebsten wärs mir, die lösen das. Welche Möglichkeiten habe ich jetzt?

    Heute ist sogar das Wasser durch meinen Bodenablauf im Keller aus dem Graben Richtung Keller zurückgelaufen. Man konnte sehr schön sehen, wie das Wasser aus dem Graben zurück kam... Meine beiden Schmutzwasserpumpen sind 3 Stunden gelaufen. Hat sich aber alles im Bodenablauf abgespielt (Loch im Boden mit 80x50x50 cm).
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  11. #10
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    Mal ganz andere Fragen:
    • Bezahlst du Gebühren für die Regenwasserentsorgung deines Grundstückes?
    • hast du einen offiziellen Anschluss zur Regenwasserableitung?
    • hast du Beiträge für die RW-Entsorgung bezahlt?
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  12. #11
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    Hallo,

    also für die Ableitung des Regenwassers vom Dach bezahle ich auf jeden Fall. Das Einleitungsrohr aus dem Keller kostet nochmal 30 EUR extra im Jahr. Bezahlen tu ich Rechnungen immer.

    Das Problem hier ist aber weniger mein Wasser, sondern vielmehr, dass der Graben überläuft und dieses Wasser auf mein Grundstück läuft. Mein Grundstück ist von der Straße/den Graben aus gesehen leicht abschüssig (1-2 Grad, jedenfalls mit Blosem Auge zu erkennen. Mein Wasser aus dem Garten versickert oder läuft aufs große Feld hinter dem Grundstück.

    Das Wasser aus dem Keller und das von den Dachflächen wird erst hinter der Problemstelle eingeleitet. Also nach dem unterirdischen Teil.
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  13. #12
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    Hallo Tatze,
    mir gings gar nicht darum, ob du brav deine Rechnungen bezahlst!

    Sondern um eine Abschätzung, ob der Graben quasi wie ein Regenwasserkanal gehandhabt wird. Der Graben ist also eine öffentliche Abwasserableitungsanlage und dann ist er auch vom zuständigen "Baulastträger" zu planen, zu bauen und auch sachgerecht zu unterhalten.

    Und zwar auch so, dass kein Wasser von diesem Graben auf dein Grundstück läuft.

    Sofern es kein Verbot für dich gibt, Bäume dieser Größe auf dem Grundstück zu haben musst du es dir auch nicht selbst zuschreiben dass du an den Verstopfungen quasi "schuld" bist. Wenn der Baumbewuchs zulässig ist - und warum sollte er das nicht sein - dann muss dieser Laubanfall halt bei der Gestaltung oder der Unterhaltung der Abwasserableitungsanlage berücksichtigt werden.

    Noch ein letztes:
    • grundsätzlich ist es nie gut, Aufgaben der öffentlichen Hand in Eigenregie zu übernehmen. Erstens bezahlst du diese Aufgaben doch ohnehin und zweitens können sich da blöde Haftungsfragen draus ergeben.
    • aber oft ist es tatsächlich der einfachere und zufriedenstellendere Weg
    • muss man halt abwägen
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  14. #13
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    und noch was:
    • gegen den Rückstau in deinem Anschlusskanal wirst du dich aber selbst schützen müssen
    • ob der Anschluss des Kellerbodeneinlaufs an den Graben zulässig ist stell ich mal sehr in Frage. Da leitest du Schmutzwasser in einen Regenwassergraben.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Hallo,

    vorallem die rechtlichen bedenken habe ich auch - vorallem im Sinne der Versicherung. Da das hier aber eine Landstraße ist, sehe ich aber Probleme, dass die Straßenmeisterei sich tatsächlich zuständig fühlt. Momentan macht der auf gut Freund. Poche ich nun auf mein Recht, stellt der sich mit Sicherheit erstmal quer, weil gar kein Geld da ist, das zu ändern. Die müssten ja Gräben vergrößern. Weiter unten im Graben ist paradoxer Weise auch für einige Übergänge zu Feldern ein Betonrohr verlegt, diese haben aber einen geringeren Innendurchmesser als meine Rohre. Das es hier zum Stau kommt, wundert mich deshalb nicht wirklich...

    Mal vielleicht noch ein paar Eckdaten zum Gebäude: Baujahr 1716, Umfassend Kernsaniert nach 1949. Von 1716 ist nur noch ein Großteil des Kellers (Bruchsteine, ca. 70 cm Dick). Der Keller ist aufgrund seines Alters als Feuchtkeller angelegt (das war früher immer so). Der Boden ist irgendwann um 1970 mit Beton ausgegossen worden. Dabei wurde die besagte Grube und der Ablauf ausgeformt. Das Ablaufrohr aus der Grube läuft ca. 50 Meter fast parallel zum Graben (der Graben liegt neben dem Haus noch höher als die Grube). Das Ablaufrohr läuft historisch bedingt sogar noch unter einem anderen Grundstück her und dann schlussendlich in den Graben (welche nun unter dem Niveau der Ablaufgrube liegt - allerdings relativ weit unten im Graben). Das andere Grundstück gehörte mal irgendwann zum Teil der Wirtschaft meines Grundstücks. In den Lasten der Grundstücke ist nichts eingetragen.

    Das hier ist also eher historisch gewachsen und weniger wirklich geplant. Ähnlich verhält es sich mit den Gräben wohl auch. Wo kann ich zusätzliche Akten bekommen, damit ich rausfinden kann, was offiziell geplant wurde vom Vorbesitzer und was einfach mal gemacht wurde?
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  17. #15
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    • es gibt doch jemanden, der dir Rechnungen schreibt
    • und die sind nicht "historisch gewachsen" sondern basieren auf einer aktuellen Rechtsgrundlage mit aktuellen Zuständigkeiten/Verantwortlichkeiten
    • der ist dann auch zuständig oder muss dir sagen können wer zuständig ist
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