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Fussbodenheizungssystem ohne Estrich ?

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  1. #1
    Avatar von applegg
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    Fussbodenheizungssystem ohne Estrich ?

    Hallo,

    nach dem ernüchternden Ergebnis unseres Statikers (siehe http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=58410) und der aus wirtschaftlichen und Riskogründen verworfenenen Unterfangung gibt es eine Idee von Statiker und Baufirma. Die nicht tragende Bodenplatte wird abschnittsweise tiefer geschachtet und neu gegossen. Damit kommen wir 20 cm tiefer und minimieren das Setzungsrisiko. Außerdem greifen wir nicht in Kommunbestände ein.

    Jetzt zur Frage: Da wir nun nur für den Gesamtaufbau nur 20 cm zur Verfügung haben (Raumhöhe hinterher 2,00 m), braucht es einen schlanken Bodenaufbau. 10 cm verbraucht die Bodenplatte (wie gesagt, nicht tragend, sondern aussteifend). Bleiben 10 cm für Dämmung, FBH und Estrich und Belag. Das geht mit Standardaufbauten eher nicht (5 cm PUR Dämmung Minimum für ENEV, 16 mm FBH, 45 mm Estrich). Mit Spezialestrich und 12 mm FBH kämen wir schon irgendwie hin.

    Jetzt habe ich aber gesehen, dass es eine FBH gibt, bei der die Rohre in zugeschnittenen Dämmungselementen liegen und die Wärme über Alu-Wärmeleitbleche verteilt. Soweit nix besonderes. Aber ich kenne es so, dass da ein Trockenestrich drüber muss. Dieser Hersteller gibt bei Dielen und schwimmendem Fertigparkett die Freigabe ohne Estrich, d.h. Belag direkt auf die FBH - Elemente. Damit könne ich entweder mehr Dämmung oder noch ein paar cm Stehhöhe herausholen. Nutzung ist Gäste / Arbeitszimmer.

    Gibt es Erfahrungen mit dieser Art FBH ? Oder hat jemand noch eine andere Idee für eine Sonderkonstruktion?

    Grüße
    Stefan
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  2. Fussbodenheizungssystem ohne Estrich ?

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  3. #2
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    Was spricht dagegen - wenn eh ausgeschachtet wird - es auf die passende Tiefe zu tun, so dass ein vernünftiger Aufbau möglich ist ?

    Gruß
    Achim Kaiser
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  4. #3

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    Zitat Zitat von applegg Beitrag anzeigen
    Hallo,

    nach dem ernüchternden Ergebnis unseres Statikers (siehe http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=58410) und der aus wirtschaftlichen und Riskogründen verworfenenen Unterfangung gibt es eine Idee von Statiker und Baufirma. Die nicht tragende Bodenplatte wird abschnittsweise tiefer geschachtet und neu gegossen. Damit kommen wir 20 cm tiefer und minimieren das Setzungsrisiko. Außerdem greifen wir nicht in Kommunbestände ein.

    Jetzt zur Frage: Da wir nun nur für den Gesamtaufbau nur 20 cm zur Verfügung haben (Raumhöhe hinterher 2,00 m), braucht es einen schlanken Bodenaufbau. 10 cm verbraucht die Bodenplatte (wie gesagt, nicht tragend, sondern aussteifend). Bleiben 10 cm für Dämmung, FBH und Estrich und Belag. Das geht mit Standardaufbauten eher nicht (5 cm PUR Dämmung Minimum für ENEV, 16 mm FBH, 45 mm Estrich). Mit Spezialestrich und 12 mm FBH kämen wir schon irgendwie hin.

    Jetzt habe ich aber gesehen, dass es eine FBH gibt, bei der die Rohre in zugeschnittenen Dämmungselementen liegen und die Wärme über Alu-Wärmeleitbleche verteilt. Soweit nix besonderes. Aber ich kenne es so, dass da ein Trockenestrich drüber muss. Dieser Hersteller gibt bei Dielen und schwimmendem Fertigparkett die Freigabe ohne Estrich, d.h. Belag direkt auf die FBH - Elemente. Damit könne ich entweder mehr Dämmung oder noch ein paar cm Stehhöhe herausholen. Nutzung ist Gäste / Arbeitszimmer.

    Gibt es Erfahrungen mit dieser Art FBH ? Oder hat jemand noch eine andere Idee für eine Sonderkonstruktion?

    Grüße
    Stefan
    Es gibt da einige Trockenbau Systeme,ich würde aber immer mit den Wärmeleitblechen und Trockenestrichplatten arbeiten wegen der besseren Wärmeverteilung.Lege lieber einen dünnen Belag darauf Mosaikfliesen ,PVC oder so Gruß Rosita
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  5. #4
    Themenstarter
    Avatar von applegg
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    Mehr geht nicht....

    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Was spricht dagegen - wenn eh ausgeschachtet wird - es auf die passende Tiefe zu tun, so dass ein vernünftiger Aufbau möglich ist ?

    Gruß
    Achim Kaiser
    Dagegen spricht, dass unsere Mauern nur 20 cm Einbindtiefe im Erdreich haben. Ohne Unterfangung ist das das Maximum, was rauszuholen ist.
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  6. #5

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    @applegg
    wir haben aus Gewichtsgründen auf zwei Etagen trockenverlegte FBH mit Estrichziegeln.
    Die Aufbauhöhe ist denkbar gering und die Keramik hat ein paar Vorteile gegenüber Gips o.ä,

    Gruß,
    Erdferkel
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  7. #6
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    Nachdem da dann sicher auch bei der Abdichtung Kompromisse gegangen werden müssen wäre ich da bei Trockenbausystemen mehr als vorsichtig.

    Keine Fbh ist die beste Fbh bei solchen Voraussetzungen ...

    Natürlich gibts noch Sonderbausysteme aber die will regelmäßig keiner wirklich bezahlen ....

    Gruß
    Achim Kaiser
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  8. #7
    Themenstarter
    Avatar von applegg
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    Kompromisse ?

    bisher sind mir keine Kompromisse angetragen worden. Ich habe aber auch noch keine Details für die Abdichtungsebenen bekommen.

    Allerdings war der in meinem Anfangsartikel erwähnte Spezialestrich ein CAF - Estrich, also sollte die Abdichtung passen, sonst ist ja da auch schnell ein Schaden provoziert.

    Die erwähnten Sonderbaussysteme sind sicher die mit den Noppenplatten. Da sehe ich keine Vorteile, außer der Umschliessung der Rohre mit einem (wenn auch dünnen) Nassestrich. Aber das gleichen ja die Wärmeleitbleche fast aus.


    Keine FBH hatten wir schon überlegt, aber die Empfehlung unseres Planers war, da wir an drei Seiten unausgebaute Nachbarkeller haben, das Risiko von Kondensat an den Übergängen zu minimieren. Außerdem haben wir eh recht wenig Dämmung, lieber also etwas Erde geheizt als kalte Füße. Heizleisten stehen noch als Alternative zu Wahl. Aber da habe ich gar keine Erfahrungen.

    Grüße
    Stefan
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  9. #8
    Lebski
    Gast
    Wäre ein Verzicht des Estriches möglich, dafür die Betonkernaktivierung mit belegbarer Oberfläche?
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  10. #9
    MarkusDiliberto
    Gast
    Quatsch. 10cm für Restestrich incl. Dämmung langt vollkommen. Kannste Pur als Unterdämmung wegen der EnEv nehmen und dann ein System wie ******* von Schlüther oder von ****** das Minitec.

    Fertig.

    Aufbau 10cm für Estrich und Dämmung etc.
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  11. #10
    Themenstarter
    Avatar von applegg
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    ja

    die minitec ist meines Wissens auf Dämmplatten nicht zugelassen, nur auf bestehenden Estrich. Die Schluetervariante haben wir aktuell mal als Alternative, auch wenn die recht teuer ist. Die dritte mögliche Alternative ganz ohne Estrich klang halt recht verlockend.

    Aber wie gesagt, wir würden auch im Zweifelsfalle ohne FBH - Sonderkonstruktion hinkommen. Ist halt die Frage, was einen 2 - 3 cm wert sind. Die Hersteller lasse sich ihre Noppenplattensysteme ja ganz ordentlich bezahlen.

    Die Variante mit der Betonkernaktivierung haben wir auch überlegt, aber da haben Planer und Firma keine Erfahrung.

    Grüße
    Stefan
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  12. #11

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    - Minitec geht nicht auf Dämmplatten
    - Abdichtung + 5 cm PUR alukaschiert (024/025) + Schlüter EN23F + Zementestrich sollte funktionieren (bei Gästezimmer/Arbeitszimmer reden wir über welche Fläche? wegen "teuer"...), je nach Bodenbelag Entkoppelung = Ditra erforderlich!
    - oder System von "Blanke" (habe ich noch nicht verbaut, prüfen, ob zusätzl. WäDä darunter möglich ist) http://www.blanke-systems.de/blanke-...tbeschreibung/
    - oder eben Betonkernaktivierung
    - oder auf FBH verzichten: was bringt das an zusätzlicher Aufbauhöhe gegenüber Sonderkonstruktion Schlüter oder Blanke?

    M.W. min. Rohr-Abstand FBH: Schlüter 75 mm, Blanke 125 mm
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  13. #12
    Themenstarter
    Avatar von applegg
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    Fläche

    sind ca. 30 qm.

    Also, verzicht auf FBH kommt eigentlich nicht mehr in Frage. Bei einem Kellerraum finde ich, muss der Komfortgrad sehr hoch sein, damit er auch wirklich genutzt wird. Dazu gehört auch ein angenehmes Fussklima. Sonst bleibt es womöglich nur ein besserer Abstellraum. Und das ist bei den Kosten nicht drin. Ist eh der teuerste Raum in ganzen Haus.

    Schlueter wird grad bepreist. Mündlicher Richtwert all ink. ca. 100 EUR / qm.
    Mal sehen, was da an Eigenleistungen machbar ist. Aber spart ja auch mal 1500 EUR für den Estrich.



    Grüße
    Stefan
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  15. #13
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    was sagt der kollege zur herstellung? darf auf gesamter fläche simultan tiefergelegt
    werden ohne die standsicherheit unzulässig einzuschränken?
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  16. #14
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    der Kollege

    hätte da natürlich sein Veto eingelegt.

    Aber die Bodenplatte wird in Abschnitten tiefergelegt. also im Pilgerschrittverfahren immer Streifen von 1,20 m. Dann das Stück Bodenplatte mit Querkraftdübeln schalen und giessen und dann wieder ein Stück weiter. Die Platte hat 15 cm Dicke, davon 10 cm Mauereinbindung. Da es drei Räume sind, können wir in jedem Raum gemeinsam einen Abschnitt machen, so dass wir mit 5 Aktionen durch sind. Spannend wird der Kamin, da werden wir noch probeschachten müssen, da dieser in keinem Plan zu finden ist.

    Die echte Unterfangung war zu riskant wegen der Setzungen und die Ausschachtung in einem Stück hätte die Gleitkräfte wohl um ein mehrfaches überschritten. Ist aber ein vernünftiger Kompromiss. Mit 2,00 m im Gästezimmer komme ich mit meinen 1,87 m schon klar.


    Grüße
    Stefan
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