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  1. #1
    Phalea
    Gast

    Nasse Stelle im Keller - was tun?

    Hallo,

    bin Laie und weiß trotz vielen Lesens noch immer nicht, wie am besten bei meinem Problem weiter zu verfahren ist.

    Problem:
    Der gesamte Keller ist dicht bis auf einer Stelle in der Waschküche. Dort tritt seit einigen Tagen Wasser aus der Fuge zwischen Bodenplatte und Wand aus. Es ist dort nicht nur feucht, der Wasserfluss ist leicht, kann aber beobachtet werden, wenn man die Stelle grob abgetrocknet hat. Bis vor ca. 3 - 4 Tagen war alles trocken. Auch wenn es vorher bereits geregnet hat.

    Zur Sachlage:
    Der Keller des EFH wurde von Mitte Oktober bis Mitte November errichtet. Dann wurde der Bau "eingewintert", d.h. die Bodenplatte des EG wurde mit Folien überspannt (nicht 100%ig dicht, aber großteils wird das Wasser von Regen und Schnee abgehalten - Bodenplatte EG ist an manchen Stellen feucht bzw. leicht nass - über der besagten Stelle im Keller ist es nicht nass). Im Frühjahr soll mit dem EG weitergebaut werden.

    Die Bodenplatte liegt auf einer Kiesschicht und anschließenden Sauberkeitsschicht. Es wurde ein Fugenblech eingebaut (mittlerweile hat sich herausgestellt, dass dieses nicht verzinkt ist und wohl zu hoch eingebaut wurde - ca. 8 cm über Bodenplatte - Befürchtung des Umknickens beim Setzen der Fertigteile). An dieses Fugenband wurde ein "Dichtband" geklebt, welches dann zwischen Fugenblech und Kelleraußenwand liegen sollte. Die Kellerwände bestehen zunächst aus Fertigteilen, welche in der Mitte dann mit Ortbeton vergossen wurden (Gesamtstärke 24 cm). Auch das hat sich mittlerweile herausgestellt: Das Dichtband wurde etwa zur Hälfte der Länge beim Setzen der Kellerfertigwände herausgerissen, da man diese sonst nicht hätte stellen können (auch an besagter nasser Stelle). Der Ortbeton ist nicht sauber bis auf die Bodenplatte geflossen. Außen war dies nicht mehr feststellbar, innen konnte man jedoch feststellen, dass die Fertigteilwand nicht mit Ortbeton unterspült wurde sondern der Ortbeton nur gerade runtergelaufen ist bis auf die Bodenplatte. Die Vertikalfugen der Betonkellerwände sind m.E. sehr breit, teilweise 2-3cm, sie wurden mit PU-Schaum ausgeschäumt, außen dann mit Bitumenanstrich zugeklebt.

    Die Kelleraußenwände wurden außen mit Bitumenanstrich versehen. Unten wurde eine Hohlkehle gesetzt, diese wurde ebenfalls mit Bitumenanstrich versehen, der Bitumenanstrich wurde auch ein Stück über die Bodenplatte gezogen. In der Ecke Hohlkehle - Kelleraußenwand wurde über den Bitumenanstrich nochmals ein Dichtungsband "einbitumiert". Auf den Bitumenanstrich wurde wiederum mit vollflächig verstrichenem Bitumen die Perimeterdämmung mit 10 cm Stärke aufgeklebt.
    Anschließend wurde eine Drainage gelegt (auf Magerbeton, neben der Bodenplatte), auf dieser folgt eine Kiesschicht und anschließend Betonsickersteine mit Vlies.

    Frage:
    Ist es möglich, dass das Wasser von außen eindringt oder kann es durchaus auch sein, dass das Wasser von der mit Folien abgedeckten EG-Bodenplatte kommt (Es ist nicht sichtbar, dass die Wände nass sind - allerdings: sieht man das, wenn die Feuchtigkeit im Ortbeton zwischen den Fertigteilen runterläuft)?
    Kommt das Wasser direkt an dieser Stelle rein oder ist es auch möglich, dass dass Wasser irgendwo herkommt?
    Hilft hier eine Verpressung der einen Stelle? Oder verschiebt man dadurch das Problem nur an eine andere Stelle?

    Sollte von außen aufgegraben werden? Wie kann man dort dann den Fehler finden? Zumal, wenn das Wasser nicht zwingend an dieser Stelle in die Wand läuft?

    Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen - zumal ich als Laie sicher einige Fehler geschrieben habe.
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  2. Nasse Stelle im Keller - was tun?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

    Registriert seit
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    Beruf
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    Beiträge
    2,445
    Mal wieder viele teilweise wirre Infos und viele Fragen. Die wichtigen Punkte und Erklärungen fehlen; daher scheinst Du nicht allzuviel andere Beiträge gelesen zu haben.

    Wichtige Punkte:

    Baut Ihr mit GU/ Bauträger oder 'herkömmlich' mit eigenem Architekt und einzeln beauftragten Firmen?

    Was sagt das Baugrundgutachten? Welcher Lastfall?


    Sonstige Anmerkungen:
    Mir erscheint es merkwürdig, dass hier mit Fugenblechen, Dichtbändern, zus. Bitumenanstrich (ist das eine Dickbeschichtung?) gearbeitet wird.
    Wie sollte die Baufirma vertraglich den Keller herstellen? Als weiße Wanne (dies wegen der Fugenbleche)?

    Zu Deinen Fragen:
    Anhand der Infos kann es natürlich auch sein, dass das Wasser evtl. von woanders herkommt. Gerade weil der Rohbau ja noch nicht fertig ist; wenn ich es richtig verstehe ist das EG noch nicht gebaut?!

    Aber die Frage nach der Wasserdichtheit des Kellers muss natürlich geklärt werden.
    Vor allem halt: Was muss bei Dir mindestens gemacht werden aufgrund der örtlichen Gegebenheiten? Was war vertraglich vereinbart? Was ist gemacht worden? Daraus resultiert dann ob hier nachgebessert/ geändert werden muss....
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Phalea Beitrag anzeigen
    Der gesamte Keller ist dicht bis auf einer Stelle in der Waschküche.

    Es wurde ein Fugenblech eingebaut...nicht verzinkt ist und wohl zu hoch eingebaut...
    Das Dichtband wurde etwa zur Hälfte der Länge beim Setzen der Kellerfertigwände herausgerissen...Der Ortbeton ist nicht sauber bis auf die Bodenplatte geflossen...
    Die Kelleraußenwände wurden außen mit Bitumenanstrich versehen...nochmals ein Dichtungsband "einbitumiert". Auf den Bitumenanstrich wurde wiederum...
    Anschließend wurde eine Drainage gelegt

    Frage:
    Ist es möglich, dass das Wasser von außen eindringt...
    Hilft hier eine Verpressung der einen Stelle? Oder verschiebt man dadurch das Problem nur an eine andere Stelle?

    Sollte von außen aufgegraben werden? Wie kann man dort dann den Fehler finden? Zumal, wenn das Wasser nicht zwingend an dieser Stelle in die Wand läuft?
    Wenn ich das so lese, frage ich mich, wer da Bauleitung gemacht hat.
    Falsch eingebaute Fugenbleche, abgerissene Fugenbänder, kein Verflüssiger für Beton dabei...Außenrüttler vergessen und dann Dichtungsbänder einbitumieren... Das Fertigbeton noch gestrichen wird, bringt wenigstens etwas Geld für die Fa.
    Nun zu den Fragen. Es ist immer möglich, dass Wasser von außen eindringt, auch wenn Quellbänder "einbitumiert" werden.
    Verpressen hilft meist, weil das "Problem" im Normalfall dann Außen bleibt.
    Ob du damit nicht die Außenabdichtung zerstörst, sei mal dahingestellt.
    Was soll das von außen aufgraben bringen? So wie es sich anhört, ist Außen alles "schön".
    "Den" Fehler wirst Du nicht finden, kannst ihn vielleicht eingrenzen und durch Maßnahmen das Wasser außen halten, aber der wirkliche Fehler ist nicht sanierbar. Dazu müßten die Wände neu gesetzt werden, das Fugenband vernünftig eingebaut und die Fugen korrekt vergossen werden...
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  5. #4

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    Das liest sich ja fürchterlich.

    Hohl dir einen unabhängigen Bausachverständigen zur Begutachtung und verlange von der Baufirma und/oder anderen Verantwortlichen Nachbesserung, Schadenersatz oder Ähnliches.
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