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  1. #1

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    Wärmepumpen - Hilfe Qual der Wahl

    Hallo liebe Forum Mitglieder,

    noch bevor angefangen habe meine eigenen 4 Wände zu errichten, habe ich viel hier im Forum gelernt und mich inspirieren lassen.

    Geworden ist es nun ein YTONG Bausatzhaus nach individueller Planung, was auch alles wunderbar geklappt hat, der Rohbau steht, Dach ist drauf und Fenster sind drin. Hier ein paar Fakten zur Gebäudehülle:

    Außenwände: 365mm YTONG (Keller PB04/ErdG PB02) ohne zusätzliche Dämmung
    Grundfläche: KG 85qm, EG 158qm (teilunterkellert), DG ca. 65qm
    Fenster: 3-fach verglast Ug 0,7 Gesamt
    Dach+Dämmung: 200mm Dachsparren mit 200mm 35er Zwischensparrendämmung + 22mm Pavatexplatten (aufdach), Dachziegel Braas Tegalit 20Grad Gefälle

    Primärenergiebedarf: 15.729 kWh/a (52kwh/a&qm) laut ENEV2009 Berechnung


    Jetzt zu meinen eigentlichen Fragen/Problemen:

    Ich wohne nahe der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt und habe mich eigenltich von Anfang an auf eine Luftwärmepumpe "versteift". Tiefenbohrung ist problematisch, da Karstuntergund, Flächenkollektor gibt das Grundstück nicht her und Gas liegt nicht an und Öl oder Flüssiggas will ich nicht.

    Beheizt werden sollen 70qm des Kellers und das komplette Erdgeschoss (158qm). Zur Ergänzung der Primärheizquelle soll ein Kaminofen mit Wassertasche (bis zu 9,5kW wasserseitig / bis zu 5,5kW luftseitig) das Ganze ergänzen und das große Wohnzimmer (52qm) auch an kalten Tagen kuschlig warm machen. Das Ganze natürlich mit Fußbodenheizung. Als Puffer soll ein Kombinationsspeicher mit Edelstahlschleife mit einem Volumen von ca 800Liter zu einsatz kommen um die Sperrzeiten gut zu überbrücken und die Energie des Kamins gut aufzunehmen.


    Was haltet Ihr von diesem Konzept ?!?

    Als Wärmepumpen stehen folgende in engerer Auswahl:

    Xxxxxx xxplus (Vorlauf bis 65 Grad)
    Yyyyyxyxx(von der ich bis heute noch nichts gehört habe ...)
    Cxxxxx Xxxxxx

    Mein Problem ist es, dass sich die Angebote der Heizungsbauer sehr stark auseinander gehen und nicht direkt vergleichbar sind, da jeder seine "Hausmarke" anbietet. Ich habe bei 3 Angeboten mit gleicher Sanitärausstattung Differenzen von 17.000€ :hammer
    Xxxxxx baut wohl schon ziemlich lange Wärmepumpen.

    Vielen Dank für Eure ehrlichen Meinungen


    Gruß


    Marcus
    Geändert von Baufuchs (10.01.2012 um 07:16 Uhr) Grund: Keine Produktbesprechungen! Nutzungsbedingungen beachten.
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  2. Wärmepumpen - Hilfe Qual der Wahl

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Heizlastberechnung durchführen und die Auslegung der FBH bestimmen!!!
    Vorher wird keine WP ausgewählt.

    Zitat Zitat von SUCRAM Beitrag anzeigen
    Primärenergiebedarf: 15.729 kWh/a (52kwh/a&qm) laut ENEV2009 Berechnung
    Ist eigentlich für einen Neubau kein guter Wert.
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  4. #3
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    Danke für Deine Antwort. Die 15.729 kWh/a sind auf die Gesamtwohnfläche gerechnet. Inklusive Keller und Dachboden (gesamt 308qm).

    Der Energiebedarf rein für die bewohnte Fläche (158qm) liegt bei 8.320 kWh/a.

    Würdet Ihr eher Kompakt-Luftwärmepumpen oder Splitgeräte empfehlen. Ich will die Außeneinheit ca. 12m vom Haus entfernt aufstellen.


    Gruß


    Marcus
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  5. #4

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    Zitat Zitat von SUCRAM Beitrag anzeigen

    Der Energiebedarf rein für die bewohnte Fläche (158qm) liegt bei 8.320 kWh/a.

    Würdet Ihr eher Kompakt-Luftwärmepumpen oder Splitgeräte empfehlen. Ich will die Außeneinheit ca. 12m vom Haus entfernt aufstellen.
    Ändert nichts daran, dass der Wert über 50kWh/(qm a) ist. (Und damit nicht sonderlich gut).

    Persönlich würde ich ein Splitgerät nehmen, aber man kann mit beiden Systemen gute Ergebnisse erzielen.

    Wichtig ist, dass das Gesamtsystem WP->FBH->Haus passt, und dazu ist die Heizlast unumgänglich.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von SUCRAM Beitrag anzeigen
    Würdet Ihr eher Kompakt-Luftwärmepumpen oder Splitgeräte empfehlen. Ich will die Außeneinheit ca. 12m vom Haus entfernt aufstellen.
    Wenn es eine LWP sein muss, dann eine Inverter in Split-Ausführung.

    Wie klein ist denn das Grundstück, dass eine WP mit Flächenkollektor nicht möglich ist? Kann man evtl. einen Grabenkollektor realisieren?

    Zum Primärenergiebedarf hat roro bereits was geschrieben. Dem kann ich nur zustimmen. Der Wandaufbau ist heute bereits eher mäßiger Standard, um nicht zu sagen, da muss man bereits schönrechnen dass es passt. Mit welcher WP wurde hier gerechnet?

    Zum Rest, Heizlast bestimmen, dann weiß man mehr.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
    Themenstarter

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    Heizlastberechnung ist logischer Weise sehr Wichtig für Verlegung der Fußbodenheizung. Nach der Berechnung des Primärenergiebedarfs würde die zusätzliche Dämmung der Außenwand (6cm Styropor) einen Vorteil von ca. 5%. Dem Gegenüber steht der Investitionsbetrag der sich mit den Einsparungen irgendwann auch amortisieren muss. Soweit meine Überlegung. Ich werde wohl keine 100 Jahre alt werden damit ich den Breaking Point noch erlebe. Es sei denn die Strompreise explodieren, dann erlebe ich es doch noch. Generell war meine Überlegung dass die Ausgaben mit dem nutzen im Verhältnis stehen müssen. Letztendlich sind mir 200€ Heizkosten mehr oder weniger egal.

    Noch ist kein Aussenputz drauf ;-)


    Marcus
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  8. #7

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    Zitat Zitat von SUCRAM Beitrag anzeigen
    Nach der Berechnung des Primärenergiebedarfs würde die zusätzliche Dämmung der Außenwand (6cm Styropor) einen Vorteil von ca. 5%.
    Kann ich eigentlich nicht glauben. Ich komme von einem U-Wert von 0,21 auf einen U-Wert von 0,16. Das müsste sich stärker auswirken.

    Zitat Zitat von SUCRAM Beitrag anzeigen
    Heizlastberechnung ist logischer Weise sehr Wichtig für Verlegung der Fußbodenheizung. .
    .
    .
    Noch ist kein Aussenputz drauf ;-)
    Wie weit ist Dein Bau schon fortgeschritten, dass Du jetzt erst die Heizung planst?
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  9. #8

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    Zitat Zitat von SUCRAM Beitrag anzeigen
    Heizlastberechnung ist logischer Weise sehr Wichtig für Verlegung der Fußbodenheizung.
    Nicht nur für die DIMENSIONIERUNG der FBH, sondern auch für die Planung des Wärmeerzeugers.

    Zitat Zitat von SUCRAM Beitrag anzeigen
    Nach der Berechnung des Primärenergiebedarfs würde die zusätzliche Dämmung der Außenwand (6cm Styropor) einen Vorteil von ca. 5%. Dem Gegenüber steht der Investitionsbetrag der sich mit den Einsparungen irgendwann auch amortisieren muss.
    Theoretisch richtig. Da wurde schon zu Beginn der Planung der falsche Ansatz verfolgt sofern man überhaupt von Planung sprechen kann.
    Nebenbei bemerkt, interessiert der Primärenergiebedarf nur für die Bürokratie. DU musst aber reale Energiekosten bezahlen, und das hat mit dem Primärenergiebedarf rein gar nichts zu tun.

    Ach ja, ein Kaminofen mit 15kW Leistung, damit heize ich 270m2 eines 70er Jahre Baus.

    Sorry, aber das Konzept hinter Deiner Planung habe ich noch nicht verstanden. Da werden gute Fenster in einen eher schlechten Wandaufbau gesetzt, dann soll eine LWP das wieder richten, und zur Krönung wird dann noch ein Kaminofen eingebaut der für mehrere Häuser ausreichend wäre. Jetzt fehlt nur noch, dass Du das Holz auch kaufen und bezahlen musst.

    Keine Ahnung wer Dir diese Planung gemacht hat, aber Ahnung hat derjenige wohl kaum gehabt. Tja, was kann man jetzt noch machen? Ein bischen an der HT spielen, ansonsten heißt es jetzt, Augen zu und durch.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9

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    Zitat Zitat von roro Beitrag anzeigen
    Kann ich eigentlich nicht glauben. Ich komme von einem U-Wert von 0,21 auf einen U-Wert von 0,16. Das müsste sich stärker auswirken.
    Der PB02 kommt in der genannten Dicke wohl eher auf 0,24W/m2K.
    Mit 6cm WDVS in WLG035 dann auf ca. 0,17W/m2K

    Das wird aber unnötig teuer, weil man bereits beim Stein die falsche Wahl getroffen hat. Man hätte das Dämmen der Dämmung überlassen sollen, und nicht dem Stein.

    Gruß
    Ralf
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  11. #10
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    Vielen Dank für Eure ehrlichen Antworten. Wie bei so vielen Sachen steckt da auch immer etwas Philosophie dahinter. Ich persönlich mag das Styropor einfach nicht und bin auch kein Fan von ultra"dichten" Häusern und auch nicht von Lüftungsanlagen. Auch wollte ich ein massiv gebautes Haus, einfach aus persönlicher Überzeugung. Poroton oder Holzstander stand für mich nie zu Debatte.

    Die Fenster habe Günstig bekommen und auch aus diesem Grund gewählt, da der Mehrpreis insgesamt zu 2-Fach verglasten Fenstern sehr gering war.

    Auch war ich immer der Meinung das selbst bei sehr guter Dämmung mehr Energie über das Fenster verloren geht als über die Wand, d.h. dass bei 24er Wänden mit zusätzlicher Dämmung die Fenster immer noch das schwächste Glied unter Kette wären.

    Wärmepumpe aus dem Grund weil es kein Erdgas am Grundstück gibt und ich Öl oder Flüssiggas nicht haben will und auch keinen Platz dafür hergeben will. Flägenkollektoren fallen wegen des sehr felsigen Untergundes und dem damit verbundenen Aufwand aus.

    Einen Kaminofen hätte ich sowieso eingebaut, ich hatte schon immer Öfen/Kamine. Gedanke war dabei, dass das gute mit dem nützlichen zu verbinden und der Mehrpreis für einen wasserfuhrenden Kamin ist zu vernachlässigen. Ich habe bisher für einen Festmeter Hartholz zwischen 10-14 Euro bezahlt und dann selbst gehackt und getrocknet. Schaden tut der Kamin wohl kaum.

    Auch geht es mir nicht um 200€ mehr oder weniger am Jahresende, ich habe Minden Rauchen aufgehört, da spare ich mehr ;-).

    Ich verlange von keinem dass er meine Philosophie teilt ...

    Dennoch nehme ich hier mit, dass es wohl ein Splitgerät (LWP) werden wird
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  12. #11
    planfix
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    hast de hier mal gelesen?
    wer macht bei dir die haustechnikplanung?
    die kombination KO mit wassertaschen und speicher kostet mehr, als sie nützt.
    eine ordentlich dimensionierte WP sollte alleine das haus beheizen können. manchmal läuft das leben anders als die lebensplanung, wenn du mal krank bist, sollte es auch warm werden.
    such dir einen profi für die WP aus der kältetechnik, dann ist das fabrikat reine nebensache.
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  13. #12
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    Klar soll die LWP das Haus auch alleine heizen können. Kosten des wasserführten Kamins sind:

    450€ Aufpreis des Modell mit Wassertasche
    Ca. 600€ Installation Zirkulationsleitung, thermische Rücklaufsicherung etc.
    ca. 800€ Mehrpreis für größeren Pufferspeicher

    Für mich lohnt sich das aus vielerlei Hinsicht.
    Wenn 20 Grad Raumtemperatur Kurdisch die FBH erzeugt werden wird es bei Inbetriebnahme des Kamins schnell zu warm, da bis zu 8kW direkt in den Raum abgegeben werden.

    Man federt die Spitzenbelastung der LWP bei weniger als -10 Grad ab, wo die Arbeitszahl bei jeder LWP schlechter wird.

    Man nutzt die Energie des Holzes die man sonst zum Schornstein rauspustet
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  14. #13
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    Ich habe in meiner aktuellen Wohnung auch die Fußbodenheizung nur auf einem niedrigen Level, Raumtemperatur ca. 15-16 Grad und mache abends in der kalten Jahreszeit eigentlich jeden Tag den Kamin - Weils schön ist.

    Für die Zeit in der der Kamin brennt muss die Wärmepumpe also auch nichts machen und braucht auch keinen Strom.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    "Ich persönlich mag das Styropor einfach nicht und bin auch kein Fan von ultra"dichten" Häusern und auch nicht von Lüftungsanlagen."

    Wenn die Handwerker gut arbeiten, ist auch Dein Haus ultradicht.
    Der Innenputz, der Einbau der Fenster und die Folie im Dach machen das Haus dicht. Nicht das Styropor.
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  17. #15
    Themenstarter

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    Klar machen die Dampfbremse, der Putz und die Fenster ein Haus dicht, aber der Ytongstein ist immer noch diffusionsoffen, sofern man keine versiegelnde Putze verwendet.
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