Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 18
  1. #1

    Registriert seit
    12.2011
    Ort
    Thüringen
    Beruf
    Dipl.-Ing(FH)
    Beiträge
    8

    Heizung Neubau

    Hallo,

    für unseren geplanten Bau bin ich immer noch am überlegen was es für eine Heizung sein soll.

    Da ich vom vielen lesen hier im Forum schon viereckige Augen habe, stelle ich mal die Frage an die Profis.

    Geplant ist ein Bungalow, 1,5 geschossig, ca. 180m² Wohnfläche.

    Da wir eigenen Wald haben und derzeit auch mit Kaminofen heizen, sollte es ursprünglich ein wassergeführter Tunnelofen werden. Tunnelofen deshalb um bei Beibehaltung des Wohlfühlfaktors von dem unvermeidbaren Dreck und Staub im Wohnraum weg zu kommen und um das Holz (Menge für eine Woche) im Heizraum lagern zu können und nicht kistenweise im Wohnraum zu haben. Wobei der Ofen nur eine Sichtscheibe hat (Wohnraum). Die andere Seite befindet sich im Heizraum und hat nur eine Tür zum Holz nachlegen. Also kein Durchblickofen.

    Kombiniert werden sollte dieser Ofen mit einer WP. Der Ofen macht aber nur Sinn mit einem großen Puffer, der tagsüber die gespeicherte Wärme abgeben kann, weil tagsüber niemand da sein wird. Mit dem großen Puffer arbeitet jedoch die WP nicht effizient.

    Hauptargument gegen diese Variante sind auch die Kosten, da sie ja mitfinanziert werden müssen.

    Überlegungen sind jetzt um die Kosten für die Heizungsanlage zu senken auf den rel. teuren Ofen zu verzichten und nur eine WP zu installieren. Evtl. doch wieder einen einfachen dreckschleudernden Kaminofen in den Wohnbereich zum zuheizen zu stellen.

    Aufgrund des großen Grundstückes würde sich ja sehr gut eine WP mit Flächen- oder Grabenkollektor anbieten. Die Verlegearbeiten könnten dabei in Eigenleistung erfolgen.

    Doch so richtig glücklich bin ich mit dieser Variante auch nicht.

    Einerseits steht ja Holz zur Verfügung, müsste halt nur immer gemacht werden, was im Moment auch noch nicht lästig ist. Aber will man sich auf Dauer abhängig machen jeden Tag den Ofen oder den Holzvergaser anzuschüren ? Überlegungen dazu waren auch nur den Tunnelofen oder ein Holzvergaser zu nehmen.

    Bei diesen Varianten bleibt jedoch immer noch die Frage wie das Brauchwasser im Sommer erzeugt werden soll. Solar scheidet aus, lohnt sich nicht wirklich. Gas-BW scheidet ebenfalls aus, da weit und breit kein Gas verfügbar ist. Bleibt ja nur noch el. DLE. Diese Überlegungen treiben einem dann wieder zurüch zur WP und ich bin wieder am Anfang meiner Überlegungen...

    Wie seht ihr das ?


    Güße
    Daniel
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Heizung Neubau

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Wenn es nur um´s WW ginge, könnte man auch über eine BW-WP nachdenken. Die gibt´s inkl. einem kleinen Speicher für schmales Geld an jeder Straßenecke. Ist zwar etwas teurer als ein el. DLE, aber dafür auch effizienter, was sich je nach Nutzung schon positiv bemerkbar macht.
    So eine BW-WP kann man auch in ein vorhandenes Konzept integrieren.

    WP und Pufferspeicher ist so ein Thema. Am besten wäre natürlich wenn man auf einen Puffer verzichten könnte, doch man kann die Anlage auch so planen, dass im WP Betrieb der Puffer quasi umgangen wird. Man sollte aber nicht vergessen, dass die Anlage dadurch nicht einfacher wird. Je mehr Kriterien zu erfüllen sind, um so komplexer wird die Anlage.

    Du musst Dich erst einmal fragen, ob DU gewillt bist auf Holz als primäre Energiequelle zu setzen. Wenn ja, dann richtet man das Konzept danach aus. Ein weiterer Wärmeerzeuger hat dann nur noch als backup zu dienen. Im einfachsten Fall ein el. Heizstab, der zwar im Notfall erhebliche Verbrauchskosten verursacht, jedoch (hoffentlich) nie zum Einsatz kommt.

    Soll Holz heizen nur Hobby bleiben und nicht zum Hauptberuf werden, dann wählt man ein anderes Konzept. Hier würde man dann das Konzept auf eine WP ausrichten und einen einfachen Kaminofen nur als gelegentliche Wärmequelle für kalte Abende vorsehen.

    Dazwischen gibt es natürlich auch noch andere Lösungen.

    Solar würde ich bei den o.g. Varianten nicht vorsehen. Man könnte darüber nachdenken bei einer Holzlösung auch Solar zu integrieren, aber da sollte man die Punkte Kosten/Nutzen betrachten.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    09.2009
    Ort
    Bremen
    Beruf
    Softi
    Beiträge
    1,972
    Wie ist denn die Heizlast des Hauses? Familiengröße wegen WW? Vielleicht gehts
    ja hydraulisch auch, daß die WP nicht über den Puffer gehen muß. Wenn der Puffer wegen
    Holz schon da ist, mag Solar wieder mehr Sinn machen, als wenn man dafür dann extra
    einen Puffer bräuchte.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Themenstarter

    Registriert seit
    12.2011
    Ort
    Thüringen
    Beruf
    Dipl.-Ing(FH)
    Beiträge
    8
    Danke für die schnellen Antworten.

    Funktioniert so eine BW-WP wie eine LWP oder auch mittels (kleinem) Flächen-oder Grabenkollektor ?

    Die Heizlast ist noch nicht bekannt. Wir befinden uns ja noch in der (Vor)Planung. Bewohner wären dann 2 Erwachsene und vorraussichtlich 2 Kinder von denen eins schon da ist

    Ich möchte mir halt schon frühzeitig Gedanken zum Konzept machen. beim Architekten meines Vertrauens war ich schon. Mit ihm wird dann, wenn es soweit ist, alles besprochen.

    Grüße
    Daniel
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von daniel12 Beitrag anzeigen
    Danke für die schnellen Antworten.

    Funktioniert so eine BW-WP wie eine LWP oder auch mittels (kleinem) Flächen-oder Grabenkollektor ?
    Das ist an sich eine simple LWP die auf einem Speicher sitzt. Sie nutzt vorzugsweise die Luft im Aufstellraum, kann aber auch mit Außenluft betrieben werden.

    Zitat Zitat von daniel12 Beitrag anzeigen
    Geplant ist ein Bungalow, 1,5 geschossig, ca. 180m² Wohnfläche.
    Dann bewegen wir uns, je nach Dämmstandard, wohl in der berühmten 6-8kW Kategorie. Genaueres sagt dann die Heizlast nach EN12831 sobald diese ermittelt ist.

    Zitat Zitat von daniel12 Beitrag anzeigen
    Bewohner wären dann 2 Erwachsene und vorraussichtlich 2 Kinder
    Also eher ein moderater WW-Verbrauch sofern keine Wellness-Oase vorgesehen ist.

    Ich möchte mir halt schon frühzeitig Gedanken zum Konzept machen.
    Das ist schon OK. Oben hatte ich bereits einen Ansatz geliefert. Du solltest für Dich entscheiden, wie wichtig Dir das Heizen mit Holz ist. Auf dieser Entscheidung kann man dann aufbauen.

    Möchtest Du auf Holz setzen und die Anlage effizient betreiben, dann wäre ein zentraler HV eine Möglichkeit. Der könnte im Sommer einmal pro Woche angeschürt werden um WW zu erzeugen sofern kein Solar eingeplant ist. Im Winter muss er dann täglich, evtl. auch mehrmals pro Tag befeuert werden.

    Dir muss halt klar sein, dass Du die nächsten Jahre/Jahrzehnte mehr als nur 1 Kiste Holz schleppen darfst. Je nach Nutzung und Anlage gehen bei einem EFH schnell mal 8-10Rm pro Jahr durch den Schornstein. Wieviel das ist kann nur derjenige beurteilen der die Menge schon einmal geschleppt hat.

    Es sollte auch ausreichend Lagerfläche vorhanden sein, denn man muss ja mehr als einen Jahresvorrat lagern.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Themenstarter

    Registriert seit
    12.2011
    Ort
    Thüringen
    Beruf
    Dipl.-Ing(FH)
    Beiträge
    8
    Ja, das stimmt.

    Zur Zeit wohnen wir in einem alten Fachwerkhaus. Und da wird der eigentliche Zweck des Kaminofens nämlich zu Heizen schon sehr ausgereizt.

    Wer pro Jahr ca. 15-20 SRM in die erste Etage schleppen muss (da steht der Ofen und heizt mehrere Räume mit), freut sich dann irgendwie auf später wo er sein Holz ebenerdig mit der Schubkarre umherfahren darf :-)

    Die Lösung mit HV gefällt mir ja eigentlich auch ganz gut. Hat auf jeden Fall günstigere Investitionskosten für das gesamte System als mit WP. Und im Sommer ein mal alle paar Tage für's BW anzuschüren, wäre ja nicht so schlimm. Ich hätte ohnehin in Inkaufnahme von höheren Verlusten so viel Pufferspeichervolumen wie möglich und noch vertretbar ist.

    Man müsste dann aber auf den Wohlfühlfaktor im Wohnzimmer verzichten...


    Grüße
    Daniel
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von daniel12 Beitrag anzeigen
    Hat auf jeden Fall günstigere Investitionskosten für das gesamte System als mit WP.
    Das müsste man rechnen. Eine WP mit Kollektor bewegt sich in der Preisklasse zwischen 10T€ und 15T€, je nach Eigenleistung und Leistungsumfang. Einen HV gibt´s auch nicht gratis.

    Zitat Zitat von daniel12 Beitrag anzeigen
    Man müsste dann aber auf den Wohlfühlfaktor im Wohnzimmer verzichten...
    Na ja, dann für ein paar Euro so eine Blechkiste in´s WZ gestellt wenn´s unbedingt knistern soll. Bei gelegentlicher Nutzung spielen so Dinge wie Wirkungsgrad keine Rolle. Der Ofen muss nur zugelassen sein, das versteht sich von selbst.

    Man sollte bei der Planung des Konzepts darauf achten, dass man nicht zu viele Wärmeerzeuger integriert. Das macht die Sache unnötig kompliziert und auch teuer.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    Themenstarter

    Registriert seit
    12.2011
    Ort
    Thüringen
    Beruf
    Dipl.-Ing(FH)
    Beiträge
    8
    Alles klar erstmal.


    Danke...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9

    Registriert seit
    12.2011
    Ort
    Augsburg
    Beruf
    Selbstständig
    Beiträge
    297
    Ich hätte da mal noch eine Frage

    Kann man eigentlich einen Kombikessel mit einer WP kombinieren?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von Trololo Beitrag anzeigen
    Kann man eigentlich einen Kombikessel mit einer WP kombinieren?
    Was verstehst Du unter "Kombikessel"? Eine Kombitherme? Oder ein Kombispeicher?

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11

    Registriert seit
    12.2011
    Ort
    Augsburg
    Beruf
    Selbstständig
    Beiträge
    297
    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Was verstehst Du unter "Kombikessel"? Eine Kombitherme? Oder ein Kombispeicher?

    Gruß
    Ralf
    ich meine einen Kessel, der mit verschiedenen Brennstoffen betrieben werden kann, z.B. Scheitholz + Pellets oder Gas oder Öl

    Firma darf ich ja hier nicht nennen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12
    Avatar von OldBo
    Registriert seit
    07.2007
    Ort
    Garding auf Eiderstedt an der Westküste Schleswig-Holsteins
    Beruf
    SHK-Meister
    Benutzertitelzusatz
    Ich hasse Werbungen, die ich nicht genehmigt habe
    Beiträge
    3,521
    Alles, was mit "Kombi" bezeichnet wird, ist nichts Halbes und nichts Ganzes

    Gruß

    Bruno Bosy
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    MoRüBe
    Gast

    180 qm...

    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Dann bewegen wir uns, je nach Dämmstandard, wohl in der berühmten 6-8kW Kategorie. Genaueres sagt dann die Heizlast nach EN12831 sobald diese ermittelt ist.
    ... da muß aber dann schon einiges an Dämmung vorhanden sein.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von MoRüBe Beitrag anzeigen
    ... da muß aber dann schon einiges an Dämmung vorhanden sein.
    Aber logisch, mit so schöngerechneten Dingern geben wir uns nicht zufrieden.

    Zitat Zitat von Trololo
    ich meine einen Kessel, der mit verschiedenen Brennstoffen betrieben werden kann, z.B. Scheitholz + Pellets oder Gas oder Öl
    Auch so einen Kessel kann man mit einer WP kombinieren. Man muss sich halt ein schlaues Konzept einfallen lassen.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Themenstarter

    Registriert seit
    12.2011
    Ort
    Thüringen
    Beruf
    Dipl.-Ing(FH)
    Beiträge
    8
    Hallo,

    jetzt habe ich gleich noch zwei Fragen:

    1. Kombipufferspeicher sollen ja nicht so optimal sein. Wenn ich jetzt mal die Variante mit HV als alleinige Heizung betrachte, brauche ich doch zwingend einen Kombipuffer um auch WW mit dem HV bereitstellen zu können.

    Wenn ich dann im Sommer den HV anschüre um WW zu haben, muss ich doch den gesamten Inhalt des Kombipuffers (viell. ca. 2000l) hochladen, oder ?



    2. Spielt für die Variante mit Sole-WP mit Flächen- oder Grabenkollektor ein hoher Grundwasserspiegel eine Rolle ? Ich meine damit daß bei ca. 1m Tiefe Grundwasser vorhanden ist. Die Verlegung des Flächen- oder Grabenkollektors kriegt man ja in den Griff. Aber was ist mit der dann ständig unter Wasser stehenden Verrohrung ? Ist das ein Problem ?



    Grüße
    Daniel
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen