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Grundschuldbestellung

Diskutiere Grundschuldbestellung im Forum Baufinanzierung auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Grundschuldbestellung

    Moin,

    bin neu hier, möchte gerne meine Erfahrung weitergeben um unnötige Kosten zu vermeiden

    Landläufig existiert die Meinung, dass beim Hausbau mittels Kredit eine notwendige Grundschuldbestellung nur von einem Notar gemacht werden kann.

    DAS STIMMT SO NICHT!

    Unter gewissen Voraussetzungen, genügt die Beglaubigung der Unterschrift auf der Grundschuldbestellungs-Urkunde beim Ortsgericht. Das kostet dann ca. 5 Euro

    Das geht u.a. dann, wenn bereits ein unbelastetes Grundstück vorhanden ist.
    Man muss sich somit nicht mit seinem gesamten Vermögen einer möglichen Vollstreckung unterwerfen, da ja das Grundstück mit allem was da so drauf steht als Absicherung dient.

    Beispiel:

    Man besitzt ein abbezahltes Haus auf dem aber noch eine Grundschuld eingetragen ist. Nun kauft man per Darlehen ein Grundstück, abgesichert durch diese, freie Grundschuld.
    Das für den Hausbau notwendige Darlehen kann nun durch eine Grundschuld OHNE Notar abgesichert werden.


    Im internet findet man dazu wenig. Die meisten Beiträge kommen von Notaren und suggerieren, dass es nicht ohne sie ginge

    Greez
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  2. Grundschuldbestellung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Das klingt auf jeden Fall sehr interessant!

    Wir haben auch ein Grundstück (ohne Belastungen) und würden logischer Weise auch gern die Kosten der Grundschuldbestellung senken
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  4. #3
    Themenstarter

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    Kein Problem

    Mit Bank/SPK sprechen und Unterschrift auf der Grundschuldurkunde beim Ortsgericht/Amtsgericht beglaubigen lassen.

    Viel Erfolg
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  5. #4

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    Das ist echt interessant. Wir sind aktuell genau an der Stelle. Kreditvertrag unterschrieben und müssen Grundschuld eintragen lassen.

    Das Grundstück haben wir aus Eigenkapital gekauft und gehört uns bereits. Ist bei der Finanzierung als EK berücksichtigt worden.

    Funktioniert das bei der Konstellation auch?
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  6. #5
    Themenstarter

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    @Lasse

    Ja !

    Greez
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  7. #6

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    waren gestern nochmal bei der Bank und haben gefragt, ob es auch ohne geht. Antwort: nein
    Begründung: Unterschriften müssen beglaubigt werden und der Notar klärt über Rechten und Pflichten auf (u.a. persönliche Haftung etc.). Gab sogar ein vorgefertigtes Anschreiben von der Bank für einen Notar unserer Wahl.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Lasse bauen Beitrag anzeigen
    Begründung: Unterschriften müssen beglaubigt werden und der Notar klärt über Rechten und Pflichten auf (u.a. persönliche Haftung etc.).
    Das mit der Beglaubigung der Unterschriften ist korrekt. Aber wieso soll das das Ortsgericht nicht machen können? Etwa die Hälfte ihrer Aktivitäten ist genau das!

    Hier ein Auszug von der Homepage der Stadt Schwalbach,

    Aufgaben des Ortsgerichts

    Öffentliche Beglaubigung von Unterschriften und Kopien
    Die öffentliche Beglaubigung von Unterschriften ist erforderlich für alle Angelegenheiten, die bei einem Gericht eingetragen werden sollen, beispielsweise ein Antrag auf Grundschuldbestellung oder ein Antrag auf Löschung einer Grundschuld. Nur ein Notar oder das Ortsgericht ist zur öffentlichen Beglaubigung einer Unterschrift befugt - im Unterschied dazu stellt das Bürgerbüro nur amtliche Beglaubigungen aus!
    http://www.schwalbach.de/cms/Site/or...4393109976&ss=

    Das mit der Aufklärung Rechte&Pflichten wegen persönlicher Haftung trifft nur zu, wenn man mit seinem ganzen Vermögen haftet. Ist der Bauplatz belastungsfrei bzw. bereits durch eine andere Grundschuld abgesichert, dann ist eben kein Notar notwendig!

    Greez
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  9. #8

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    Zitat Zitat von wisodenn Beitrag anzeigen
    Unter gewissen Voraussetzungen, genügt die Beglaubigung der Unterschrift auf der Grundschuldbestellungs-Urkunde beim Ortsgericht.
    Eine der Vorraussetzungen ist m.E. Bundesland=Hessen.
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  10. #9
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    Ja, unter vielen anderen.

    Die Notar Lobby mag es in einigen Bundesländern tatsächlich verhindern.

    Greez
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  11. #10
    Themenstarter

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    Moin,

    ich muss mich korrigieren. Ortsgerichte gibt es tatsächlich nur in Hessen.
    In allen anderen Bundesländern hat die Lobby der Notare ein Monopol geschaffen.

    Greez
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  12. #11
    Themenstarter

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    Es gibt doch noch mindestens ein weiteres Bundesland -Rheinland Pfalz-, wo nicht nur Notare eine Beglaubigungsbefugnis haben

    Landesgesetz
    über die Beglaubigungsbefugnis
    Vom 21. Juli 1978
    § 2
    Zuständigkeit der kommunalen Behörden

    Zur öffentlichen Beglaubigung von Unterschriften (§ 129 des Bürgerlichen Gesetzbuches in Verbindung mit § 63 des Beurkundungsgesetzes) sind die in § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 4 genannten Stellen befugt. § 1 Abs. 1 Satz 2 gilt entsprechend.
    http://landesrecht.rlp.de/jportal/?q...bsrlpprod.psml

    § 1
    Zuständigkeit

    (1) Zur amtlichen Beglaubigung von Abschriften, Vervielfältigungen, Negativen, Ausdrucken elektronischer Dokumente und elektronischen Dokumenten sowie von Unterschriften und Handzeichen sind befugt:

    1.

    die Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher,
    2.

    die Verbandsgemeindeverwaltungen und die Gemeindeverwaltungen der verbandsfreien Gemeinden,
    3.

    die Stadtverwaltungen der kreisfreien und großen kreisangehörigen Städte,
    4.

    die Kreisverwaltungen,
    http://landesrecht.rlp.de/jportal/po...rue#focuspoint

    Also, nur nicht aufgeben
    Greez
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  13. #12

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    Kann so etwas dann nicht auch ein Pfarrer beglaubigen?

    Gruß

    turtle4fun
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  14. #13

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    Wundere mich, warum sich hier noch kein aktiver Bankmitarbeiter ausgelassen hat.
    Grundschuldbestellung durch beglaubigte Unterschrift schließt die Zwangsvollstreckungsklausel aus, da muss ein Notar ran. Weiterhin müsste die Bestellungsurkunde von der Bank ausgefüllt werden, welche Bank macht das noch? Vordrucke sollte es noch geben. Könnte mir vorstellen, dass es bei kleineren Banken in Hessen noch üblich ist, solche Grundschuldbestellungen durchzuführen.
    Eine Möglichkeit hinsichtlich der Kosten lautet aber auch, dass die Bank nur auf einen Teil der Grundschuld eine Zwangsvollstreckung eintragen lässt, der Rest nur beurkundet wird.
    Meiner Ansicht nach ist es wichtig, diese Wünsche im Vorfeld mit der Bank zu besprechen. Als guter Kunde sollte man auch gute Karten haben. Viel Glück!
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    turtle4fun - beglaubigen dürfen die Pfarrer schon; nur die Grundbuchämter verlangen andere Dienstsiegel unter der Beglaubigung!!
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  17. #15
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    Zitat Zitat von papeFT Beitrag anzeigen
    Grundschuldbestellung durch beglaubigte Unterschrift schließt die Zwangsvollstreckungsklausel aus, da muss ein Notar ran.
    Richtig! Das habe ich schon anfangs erwähnt. Ist das Grundstück aber lastenfrei, bzw. durch eine andere Grundschuld abgesichert, entfällt die Zwangsvollstreckungsklausel

    Weiterhin müsste die Bestellungsurkunde von der Bank ausgefüllt werden, welche Bank macht das noch? Vordrucke sollte es noch geben. Könnte mir vorstellen, dass es bei kleineren Banken in Hessen noch üblich ist, solche Grundschuldbestellungen durchzuführen.
    Ich habe das bei einer Bank/SPK in einer 80.000 EW Stadt gemacht. Die kannten das und hatten da null Problem mit. Letztendlich zählt nur der Eintrag ins Grundbuch, und das funzt zumindest in Hessen...

    Greez
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