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  1. #1

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    Grundwasser drückt in den Keller

    hallo,

    ich bin Eigentümerin eines Altbaus von 1902. Das Haus ist unterkellert, das Fundament des Hauses sind Eichepfähle. Das Haus steht in einem ehemaligen Moorgebiet mit hohem Grundwasserspiegel (1m unter Flur).
    Bei starkem Regenfällen im Frühjahr oder Herbst drückt Grundwasser in Keller. Dann kann es schon mal sein, dass das Wasser 15 bis 20 cm hoch steht. Das war schon immer so, auch meine Oma kennt es nicht anders (sie wohnte 60 Jahre in dem Haus).
    Der Keller wird nicht genutzt, es ist ein alter "Rübenkeller".

    Wegen eines Wasserschadens (nicht vom Keller) im Haus hatte ich nun 2 Bausachverständige da, die sich auch den Keller anguckten. Der eine meinte, man sollte umbedingt einen Schacht und eine Pumpe einbauen, die das Wasser rauspumpt, das Wasser wäre ganz schlecht im Keller für das Haus (Kosten laut Angebot 4000.- Euro)

    Der andere meinte, wir sollen garnichts machen, weil das Haus schon seit 120 Jahren so da steht und keine Mängel (Risse o.ä.) aufweist. Ausserdem meinte er, kann das Wasser nicht in die drüberliegende Wohnungen steigen, da kapilar steigendes Wasser nicht höher als 70 cm geht (wir haben in den Wohnungen auch kein Feuchtigkeitsproblem - zumindestens nicht vom Keller). Er fand es auch nicht sinnig, das Grundwasser "ständig im Kreis zu pumpen". Er sah keine Gefahr für das Haus durch das Wasser im Keller.

    Wie sieht ihr das? Welcher Bausachverständigen Meinung würdet ihr euch anschließen?
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  2. Grundwasser drückt in den Keller

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  3. #2
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    Ohne die Eigenarten des Baugrundes und der örtlichen Gegebenheiten zu kennen ist mir Antwort 2 sympathischer.
    Nicht die ganze - aber der Teil, dass es bisher 120 Jahre ohne Feuchtigkeitsprobleme im EG im Keller Feucht war. Und das bei einem BJ 1902

    (ein Ing. war das aber nicht - oder? Die können meistens rechnen.
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  4. #3
    wasweissich
    Gast
    der mit der pumpe hatte scheinbar ein interesse daran , das die bude durch die unnütze pumperei einstürzt , warum auch immer ......
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  5. #4
    Themenstarter

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    ach neeee, mit den 120 Jahren hab ich mich verschrieben.....

    Ich tendiere auch eher dazu, es einfach so zu belassen wie es immer war. Wenn ich mal zur Wasseruhr muss (und mehr befindet sich im Keller nicht), kann ich mir ja auch Gummistiefel anziehen!
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  6. #5

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    Guten Morgen.
    Die Eichepfähle überstehen das noch 500 Jahre.
    Es besteht absolut kein Handlungsbedarf.
    Wenn ihr den Keller nutzen wollt , grabt im Keller ein o.5m tiefes Loch und stellt
    eine Tauchpumpe aus dem Baumarkt max. 100 Euro in diese Grube. 1m³
    Alles Wasser wird nach draußen gepummt. Ins Faß zum Blumengießen.
    Aber wenn der Grundwasserspiegel so hoch ist ,kommt es wieder.
    gruß
    willi
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  7. #6
    Bauexpertenforum
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    Und mache können nicht zwischen den Zeilen lesen.
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  8. #7
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    Zitat Zitat von Carden, Mark Beitrag anzeigen
    Und mache können nicht zwischen den Zeilen lesen.
    ....was ist jetzt damit gemeint?


    Danke für eure Meinungen!
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  9. #8

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    @ Malina - damit war der Willi gemeint, der wwi´s Hinweis nicht verstanden hat(te)!!!

    Hier der Langtext dazu:

    @ Willi
    Hör auf, Blödsinn zu schreiben:
    1) Darf Grundwasser grundsätzlich nicht abgepumpt werden ohne Genehmigung der Wasserbehörde - und bekommt man dafür nicht!
    2) Ehemaliges Moor - das Wasser dürfte eher zum Blumen umbringen als zum Giessen geeignet sein!
    3) Wäre es evtl. der Tod des Hauses, wenn man pumpen würde. Denn die Eichenstäbe werden nur dann uralt, wenn sie nicht ständig einem Nass-Trocken-Wechsel ausgesetzt sind.
    Trocknes Holz wird alt, Holz unter Wasser (ohne Bohrmuscheln) wird alt. Bloß Holz, dass mal so, mal so ist, gammelt

    Also einfach mal nichts schreiben, wenn man sich nicht auskennt!
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  10. #9
    Themenstarter

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    mmmh, also jetzt muss ich doch mal was korriegieren:

    Ich darf das Wasser aus dem Keller abpumpen: es würde wieder in ein Grabensystem (welches mir gehört, also auf meinem Land liegt) eingeleitet werden. Ein solche Pumpe ist sogar eine Empfehlung des Landkreises, da in diesem Gebiet (Norddeutschland) viele Regionen mit hohem Grundwasser zu tun haben. Habe hierzu mit dem Amt schon telefoniert: machen dürfte ich es!

    Wegen den Blümchen: es gibt sogar ganz viele Sorten die diesen Boden und das Wasser lieben und 1a gedeihen! Aber egal, wir sind hier ja nicht in einem Gartenforum!

    Die Eichepfähle wollen wir ja garnicht freipumpen, es geht nur darum, dass der Keller nicht zu einem Schwimmteich wird. Die Pumpe würde sowieso nur wenige Wochen im Jahr laufen, ansonsten steht der Keller ja garnicht unter Wasser. Eventuell möchte ich im Keller Gastherme für die Heizung aufstellen - dann wäre es schon besser, wenn man zeitweise nicht immer Gummistiefel bräuchte!

    Aber wie gesagt, die Experten Meinungen gehen hier völlig auseinander: der eine sagt, stehendes Wasser im Keller ist Mist - der andere sagt, dass ist zeitweise egal.

    Der Keller hat übrigens eine Höhe von ca. 1,6 m. Drüber liegend ist das EG mit Holzboden. Ich hatte auch schon mal die Idee, den Holzboden von unten mit Styropor zu dämmen (es zieht schon recht kalt aus dem Keller hoch), hab aber die Befürchtung mir schimmelt der ganz Kram weg!

    Meinen Mietern ist das Wasser im Keller immer ganz suspekt, obwohl ich den Keller garnicht mitvermietet habe! Eigentlich haben die da garnichts verloren! Es ist oft schwer zu erklären, dass das Haus eben schon so lange unbeschadet so steht (obwohl man sich das Haus dafür ja nur angucken muss!). Wie gesagt, das Haus zeigt keine Risse o.ä.: es steht!
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  11. #10
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    Es ist kein Problem das Wasser so zu "halten" dass es nicht die Räume überflutet. Problematisch wird es, wenn durch das Pumpen Fein und Feinstbestandteile mit abgepumpt werden. Dieses gilt es zu verhindern sonst kommt es zu Hohllagen mit ungünstigen Folgen.
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  12. #11
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    @Carden: wenn ich das jetzt richtig verstehe, käme also auf die Tiefe des Schachtes an, der falls zu tief ggf. die von dir beschriebenen Probleme mit sich bringen könnte? So wie ich das Angebot verstanden habe, sollte der Schacht ausbetoniert werden, also nur als "Sammelbecken" für das Wasser im Keller dienen und nicht das Grundwasser an sich wegpumpen (wäre ja auch wohl schlecht möglich).

    das war eben auch der Punkt, den der eine Bausachverständige als unsinnig empfand: wir sammeln das Wasser in einem Kellerschacht - pumpen es raus in den Graben (paar Meter vom Haus entfernt) - in den gleichen Sekunden füllt es sich so, wie es sich leert: also die Pumpe pumpt das Wasser im Kreis: zwar mit dem Resultat das kein Wasser mehr im Keller steht, dafür aber mit Stomkosten verbunden: und das für 4000.- Euro Baukosten laut Angebot für einen Keller der eh nicht genutzt wird!

    Es gäbe ja auch noch die Möglichkeit einfach eine stinknormale Tauchpumpe aus dem Baumarkt in den Keller zu stellen und nur das "Oberflächenwasser" aus dem Keller rauszupumpen per Schlauch, wenn es mal wieder Bindfäden regnet. Dann könnte man wenigstens trocken Fusses durch den Keller gehen und ihn viellicht doch für z.B. Fahrräder als Lagerraum nutzen. Dann hätte ich nur die Investion einer Pumpe und nicht gleich von einem Schacht mit Pi Pa Po für 4000.- Euro.

    Oder ich mach einfach ein Vorhängeschloß vor den Keller und schreib ein Schild "für Mieter gesperrt"

    Spaß beiseite: ich denke nicht, dass das Wasser im Keller dem Haus schadet, es steht schon seit Jahrzenten so da. Aber es ist für die Wohnungen im EG und das Raumklima dort (weil halt auch Holzboden), nicht so toll wenn mal wieder 20cm Wasser dort steht. Oder sehe ich das falsch?
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  13. #12
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    Ob ein ständiger Wasserfilm auf der BP steht oder 20 cm Wasser im Keller interessiert das Raumklima nicht. Die Wasseroberfläche bleibt gleich.
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  14. #13

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    Kellerdecke dämmen =
    Derzeit hält die in den Keller "verschwendete" Energie die Decke trocken, Dämmst Du die Decke, ist die Gefahr groß, dass es zu Lnagzeitschäden kommt.

    Du hast da ein ganz sensibles System am Start, bei dem kleinste Veränderungen reichen, es zu kippen.

    Das beste, was Du machen kannst, ist NICHTS!
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Bauexpertenforum
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    nur weil das Stichwort Gastherme kam. Wie siehts denn mit elektrischen Anschlüssen in dem Raum aus? Dazu sollte man sich mal Gedanken machen.
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  17. #15
    kappradl
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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Kellerdecke dämmen =
    Derzeit hält die in den Keller "verschwendete" Energie die Decke trocken, Dämmst Du die Decke, ist die Gefahr groß, dass es zu Lnagzeitschäden kommt.
    Wenn man den Keller von unten dämmen würde (was nicht unbedingt heißen soll "einfach EPS aufkleben") dann wird das die Situation nicht verschlechtern.
    Kommt drauf an, wei man es macht.
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